Mondscheinsonate


Sag mir, Mond: weißt Du, wo sie wohnt und thront? Sie verschont mich nicht mit ihrem Licht in der Nacht; ihr Gesicht belohnt mich, scheint wie für mich gemacht: sie lacht, doch ich tue es nicht. Innerlich wir längst uns fanden und ich habe verstanden, daß an und für sich ein Stich im Herzen nichts Schlechtes sein muß. Etwas Gerechtes und aus einem Guß muß es schon sein. Ich bin allein, doch bin ich es nicht. Für meine Pflicht: die Nachtwacht ist jetzt Schicht. Mein Gedicht, einst als Feuer gedacht, erlischt auf seine Weise, ich schließe meine Augen und geh‘ auf eine Reise. Leise will ich sie mit Dir umrunden; doch wohin ist sie entschwunden? Hast Du sie gefunden? Ich möchte ihr bekunden, wie sehr ihr Sein, ihr Schein mich heilte, als ich im Niemandsland der Gefühle verweilte. Kühle ereilte mich, als plötzlich sie verschwand. Ich beeilte mich, ihr meine Hand zu reichen, doch übersah sie dieses Zeichen. Oh, Mond! Weißt Du, wo sie wohnt und thront? Dann sag‘ ihr, daß ich – egal wie lang – immer auf sie warte: zum Klang der Mondscheinsonate!

Mond, ich unterstelle Dir eine gewisse Geisteshelle, die ich bei mir zur Zeit vermisse, habe Risse in meiner Gedankenwelt. Meine spirituelle Schranke fällt nicht gänzlich von allein, es sollte schon gewollt sein – das weiß ich wohl – doch wie hohl verzollt man täglich sein Herzblut, bleibt dabei redlich, doch unbeweglich, es wäre kläglich, schädlich, einfach aufzugeben, denn zum Leben braucht mein Geist im Geiste eine Weitgereiste, die erst denkt bevor sie spricht, die mich beschenkt, besingt und mir Verzicht beibringt. Es gelingt mir zur Zeit nicht, diese Sicht geschehen zu machen; einen Drachen mit ihr steigen zu lassen; in solchen Klassen zu denken, zu handeln; Wasser für sie in Wein zu verwandeln. Unter dieser Last rasten fast die Tasten, die ich mit dem Ziele, sie zu finden, spiele. Wie viele Jahre soll das noch gehen? Oh Mond, kannst du mich verstehen, in ihre Augen sehen, die Zeiger der Uhr nach vorne drehen? Ich möcht‘ Dich anflehen, ihr zu sagen, daß ich – egal wie lang – immer auf sie warte: zum Klang der Mondscheinsonate!

Als ich Deine Lichtenergie für mein Gedicht entlieh‘ ward meine Sicht wie nie; mein Herz wie Brie weich. In Deinem Reich weitet sich mein Sichtbereich automatisch, ist nicht mehr statisch, sondern flexibel, wie Stibel Eltron thermostatisch, das ist mir sympathisch, doch werd‘ ich phlegmatisch, wenn ich an sie denke, mit Verlaub mein Haupt in Nebelbänke senke, es eintauche, mich dabei schlauche, so rauche ich den Joint der Jointe. Der Tag ward mein Freund, der meine Lungen bräunte, das ist die Pointe. Ich träumte, ich hätt‘ für sie gesungen, mich aufgebäumt, meine Bude aufgeräumt, doch ich hab‘ versäumt, vor allen Dingen diese Tat auch wirklich zu vollbringen, mit Phantasie und Realität bin ich am Ringen. „Es ist zu spät!”, hat sie gesagt, doch hab‘ ich gewagt, mit schweren Schwingen über Luftklippen nochmals zu ihr vorzudringen. An ihrem Duft will ich nippen, ihre Lippen küssen: es sind ganz Zarte: setze alles auf eine Karte! Ich weiß, daß sich das lohnt. Oh Mond, sag‘ ihr, daß ich – egal wie lang – immer auf sie warte: zum Klang der Mondscheinsonate!

1998 © by Hamlet Hamster
Classical guitar performance by michaellucarelli

Und so hört sich das an, wenn sich Wilhelm Kempff der Sache annimmt.

Published in: on April 30, 2007 at 1:04 am Leave a Comment

Mein Küheordner hat Hunger …

Published in: on April 28, 2007 at 11:16 pm Leave a Comment

Du bist die Grundlagenforschung – Scharfe Mäusewoche (1)

Hilfeaufruf!

Meine lieben Leserinnen und Leser,
Zuhörerinnen und Zuhörer,

die Lage ist dramatisch, schlimm, ernst und eigentlich nicht mehr auszuhalten. Noch immer werden weltweit mehr Meerschweinchen die Nasen abgeschnitten, das Fell über die Ohren gezogen und sorglos verbraten, als man das gemeinhin annehmen möchte. Deshalb bitte ich Sie alle höflichst, herzlichst und innständigst, dafür Sorge zu tragen, daß solcherlei Vorkommnisse zukünftig der Vergangenheit angehören.

Vielen Dank!
Euer Hamlet Hamster

Published in: on April 24, 2007 at 12:53 pm Comments (2)

Wie entspannt ist das denn?

via Titanic TV (5)

Zitat aus dem Youtube-Titanic-Kanal: “Der Clip ist Teil des Piloten für TITANIC-TV: Von Harald Schmidt bezahlt, von mehreren Sendern als “unausstrahlbar” abgelehnt, nun exklusiv zum ersten Mal im Internet einzusehen!” Mehr gibt es hier zu sehen.

Published in: on April 22, 2007 at 12:01 am Comments (1)

Springtime for Hitler and Germany…

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Suchbegriffe, die am heutigen Tage über Hitlers Datenautobahn zu meerschweinchenreport.de führten. Übrigens: Was hatte eigentlich Filbinger mit der Startbahn-West zu tun?

geburtstag

Published in: on April 20, 2007 at 10:23 pm Leave a Comment

Moderne Wasserstandsanzeige

eisbär

Übrigens:
Das Wort
Kli
makat
astrophe
existiert nur
(in deinem kopf?)
- quatsch -
in der
deutschen Sp
rache.

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Badewannenentsendeentchen

elektro-ente

Als Alfred froh und einst,
wannentechnisch voll versorget,
sich fragte – es war dereinst –
wie man sich wohl selbst ermordet,
da klang die Antwort harsch –
aus gipsgesteifter Wand:
sein Leben war am Arsch,
mit Entchen in der Hand.

Please note:

electric bath duck
suicidal tendency
one use only

Please make sure
you have made
the right decision!

picture via INNINGS

Published in: on April 19, 2007 at 10:38 am Leave a Comment

War Nazi-Hitler Widerstandskämpfer im 3. Reich?

Gerhard Richter

Schon früh konzentrierte Adolf Hitler seine gesamte Kraft auf den Kampf gegen die Nazi-Diktatur! (Hier auf einem Gemälde von Gerhard Richter)

Endlich tritt jemand aus der Reihe und ins Rampenlicht der Gruppe internationaler Volksbeobachter, hat den Mut, die Dinge so beim Namen zu nennen, wie sie zu nennen sind; so wie der honorige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger zum Beispiel, der ohne Rücksicht auf seine gesellschaftliche Reputation und berufliche Zukunft aufgestanden ist und in seiner Trauerlaudatio seinen früheren Amtskollegen Hans Filbinger zu dem erklärte, was er in aller Tatsächlichkeit und zu Lebzeiten immer schon war: einer der engagiertesten Widerstandskämpfer im 3. Reich und gegen das Nazi-Unrechtsregime überhaupt. Von der Quintessenz her ist das durchaus und vollkommen in Ordnung – vorausgesetzt: man möchte das so sehen.

Aber ist der Marinerichter a.D. Hans Filbinger für den vorbildlichen und sorgfältig geplanten Untergang des Dritten Reichs etwa der Alleinverantwortliche? Wohl kaum, denn hier irrt sich Günther Oettinger gewaltig, weisen seine Geschichtskenntnisse gravierende Lücken auf, die von der Meerschweinchenreportredaktion natürlich selbstredend und nur allzu gerne geschlossen werden: Der GröWidaZ (Größter Widerstandskämpfer aller Zeiten) war natürlich Adolf Hitler selbst. Wer auch sonst? Wer, außer Hitler, hätte die Macht, die Kraft und die einflußreiche Herrlichkeit gehabt, das Dritte Reich so zu zerstören, wie es zerstört wurde, wenn nicht sein Erfinder selbst? Er kannte die Schwachstellen des NAZI-Systems wie kein zweiter, weil Hitler immer der erste war. Er unterzeichnete den Befehl zur Durchführung der Not-OP Barbarossa, die den kompletten Zusammenbruch des Dritten Reichs unabänderlich herbeiführte; und nicht etwa Filbinger, der es lediglich auf einige unbedeutende Todesurteile brachte. Das alles sind nicht nur Indizien, sondern starke Beweise, die Günther Oettinger ein für alle mal als das entlarven, was er unleugbar ist: ein talentfreier Emporkömmling, ein lausiger Trittbrettfahrer, der sich gequält um die eigene Bedeutung bemüht, der unredlicherweise vom Abglanz Dritter zu partizipieren versucht.

hitler graben

In aller Öffentlichkeit untergräbt Adolf Hitler dreist die Macht des Staatsapparates – und lacht sich dabei auch noch frech ins Fäustchen! So viel Mut soll nun postum durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an den ‚Größten Widerstandskämpfer aller Zeiten’ gewürdigt und geehrt werden.

Wodurch zeichnet sich ein anständiger Widerstandskämpfer eigentlich aus? Daß er lebendig aus dem Zweiten Weltkrieg hervorging? Oder etwa tot? Wer gab sich denn in alleszerstörerischer Endkonsequenz die Kugel? Hitler oder Filbinger? Na? Eben! Und warum setzte Hitler seinem Leben ein vorzeitiges Ende? Weil er eine zwingende Notwenigkeit darin erkannte, seinem Leben ein vorzeitiges Ende zu setzen. So einfach ist das. Erstklassige Widerstandskämpfer dachten (und denken auch heute noch) immer in grundsimplen Schemata: “Das Schwein muß weg!” Und so entfernte Hitler das Schwein, eben sich selbst, nachhaltig aus dem Kreise unserer Gesellschaft. Dafür müssen wir ihm, Hitler (und nicht etwa Filbinger oder Oettinger), auch heute noch dankbar sein.

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staufenberg

Viele haben während der fraglichen Zeit versucht, ihrem innigstgeliebten Führer den heiklen Job des Tyrannenmordes abzunehmen, aber sie alle waren zu schwach, scheiterten kläglich, dachten und handelten zu undeutsch, zu unprofessionell. Der einzige, der das alles unter Herbeiführung eines zufriedenstellenden Endergebnisses schaffte, war: GröWidaZ.

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teapot

Mit dieser geheimen und verschlüsselten Botschaft übermittelte Hitler dem damaligen englischen Premierminister Winston Churchill seine volle Sympathie für die britische Bevölkerung. Ein klarer Hinweis, daß Hitlers Bemühungen, Deutschland (und die restliche Welt) von der NAZI-Diktatur ein für alle Male zu befreien, erste Früchte(tee) trugen.

Artwork: Charles Krafft

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hakenkreuzwaffe

Diese genial gearbeitete Hakenkreuzschußwaffe krönte den Kampf des Führers gegen sich selbst, indem er sich mit ihr nur zehn Tage nach seinem 56. Geburtstag am 30. April 1945 im Führerbunker erfolgreich erschoß.

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Selbst die BILD-Zeitung stellte Adolf Hitler schon frühzeitig als systemkritisch Andersdenkenden hinterfragend dar, wodurch seine Rolle als ‘Größter Widerstandskämpfer aller Zeiten’ eine völlig neue Bedeutung bekommt. Bildnachweis

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Nur zur Sicherheit: Dieser Artikel ist ein satirischer Beitrag ganz im satirischen Sinne. Und selbstverständlich stellt das Eingangsportrait KEINE Arbeit von Gerhard Richter dar.

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Nachtrag vom 24. 7. 2007

Künstler stößt NAZI-Denkmal um und muß vor Gericht

Published in: on April 16, 2007 at 2:29 pm Comments (22)

King Henry’s Finest Royal Ketchup

Especially posted for Miss Cellania. Her once in a lifetime opportunity to fully understand what this article (and maybe my blog as well) is all about. Und bevor es losgeht, hier die deutsche Babelfish-Übersetzung: “Besonders bekanntgegeben für Fräulein Cellania. Völlig zu verstehen sie einmal in einer Lebenszeitgelegenheit, was dieser Artikel ganz über ist.”

Twickenham Station at 7:38 a.m.: “Platform number four for London Waterloo Services. Calling at Richmond, Putney, Mortlake, Clapham Junction, Vauxhall and London Waterloo. Platform number four going to London Waterloo.” No doubt: the ultimate wake-up-call! Routinely the train stops a couple of minutes behind schedule. My two banana muffins and a cup of coffee are already history. Business people conquer – as far as possible – their seats. An elderly woman – obviously mentally off-peak – spreads tons of pigeon food all over the place: “Mind the gap!”

I grab some sheets: yesterday’s Evening Standard and bury my face behind them. It is one of these typical self-disciplined behaviours, which are waiting to be performed in passion. Only amateurs would penetrate other travellers with their steering eyes in British trains. Unfortunately I am not that much interested in family dramas and sport news. And there is a problem. One of my clients desperately wishes to be entertained with a somewhat blockbuster-look-a-like commercial treatment for his brand new product King Henry’s. Any ideas for blue-blooded ketchup that wants to rule the world? Deadline: today 11:00 a.m. The guy to my right into his phone: “Guess where I am?” Indeed, that is an interesting question: “Mind the gap!”

waterloo

London Waterloo Station; photo by: CLICK

Leaving the train at London Waterloo all passengers are spontaneously sentenced to celebrate patience. The platform’s exit has been closed by SWT-members who want to examine our tickets individually. This procedure normally costs you half an hour minimum. Of course, you can use the stairs in the middle of the platform to reach London Underground’s area without interruption – but no one does. I do. After establishing the invention Full English Breakfast queuing became the most important institution to keep English souls in balance. A busker’s sax plays Dave Brubeck’s Take Five while I am waiting for a Northern Line train. The security guys are out of balance and about to arrest him. “King Henry’s Finest Royal Ketchup!”, oh what a terrific mainstream claim! My brain seems to be back in business. But what about the complete story? “We have to be mind catching!” the company’s C.E.O. reminded me recently. The last time I was following such orders, I worked on this nail thing. You know one of these fictional jobs your client wants to test you with. I was allowed to create everything, the brand, the print campaign, and the marketing strategy. “Do whatever you want but remember: be mind catching!” “Certainly Sir! I’ll be aware of that.” And what did I do? I went for the oldest joke in advertising’s history. My brand: MasterNails. Synopsis: On the poster you see Jesus Christ who just dropped off his cross. He is nothing but grounded. Headline: “With MasterNails, it simply wouldn’t have happened.” Copy: “MasterNails is keeping things together. For a lifetime. No matter how long a lifetime lasts…” I became the C.T.F.O. (Creative Task Force Officer) of our agency with immediate effect – a position, which did not exist before, so I used this unique opportunity to improve my handicap: “Mind the gap!”

Inside the train I am confronted with a group of chewing-gum chewing secretaries, ugly dressed, aged mid fifties, reflecting in Austrian about the quality of English advertising by examining the wannabe-billboards. “Yes, you can easily see that British advertising is much more better than ours.” A cultural misunderstanding must have inspired them to visit the island. In England – as a matter of fact – advertising is either the best in the world or the worst. There is nothing in between. London Underground trains however proudly provide you with only the worst. “Objection, your honour! There is one exception: The ads for a beer called ‘Spitfire’, that had been in use a couple of years ago. Three pints of beer were shown. One completely filled, one half-full, and the last one empty. Headline: Goering, Goering, Gone! Claim: Spitfire. The bottle of Britain.” In this case I appreciate being overruled! It is a great campaign, unfortunately some jealous guys in Britain are trying to give the word seriousness another stupid – not to say German – dimension as This Article In The Internet shows: “Mind the gap!”

goering.jpg

visit boreme.com to see more

Outside Leicester Square tube station at precisely 8:55 a.m., I am stepping – slightly off-minded – on a gentleman’s shoe. Crockett & Jones vs. Church’s 1:0. The gentleman’s frozen face turns into a helpless smile and over to me, apologising: “Excuse me, Sir!” In my eyes more firm than a frigid “I am not amused.” My destination is Café Bohème (13-17 Old Compton Street, Soho) – the spiritual home base of my mind –, opposite Maison Bertaux (28 Greek Street), the one and only place in London where you can buy real French croissants. And when I say real, I do mean real, the real ones, which have not been made with this certain butter-what’s-that? – mentality, the ones, which become frightened by the idea of being drowned in unlawfully prepared coffee; the ones that leave large leaves of their own tasty crispy-crunchy skin texture on the plate behind; large pieces you can literally create your own bathtub-armada with. Café Bohème serves precisely these croissants. And they serve them perfectly: with strawberry jam, butter, and a jazz band. I open my sketchbook to vanish the emptiness, to fill the pages with bloody blue-blooded stuff: stuff that is about to rewrite the history of advertising: stuff that surely gives my personal CV a real good kick. I know it sounds insane but as a creative you have to be a little bit this way. You have to want to be the best! However, it is almost 9:30 a.m., so I am in a hurry: “Mind the gap!”

Maison Bertaux, the one and only home of the one and only real French croissants in London; photo by capturedsight

11:10 a.m. in my office. I am calculatedly late. On my way to the conference room I am pouring down a cup of coffee in an uncalculated rush. Oliver Cromstein, the client’s C.E.O., hands me a photo showing his ketchup-faced three-year-old daughter poking holes with her fork into mummy’s handbag. His humour is famous: “Oh, she’s gorgeous, isn’t she?” I state, honouring our sophisticated long-term-business-relationship. “Well, if you say so you say so”, Cromstein replies hardly satisfied. He is an experienced businessman and a passionate mood-killer. “Mr. Cromstein, I’m very pleased that you’ve come to see me. This circumstance drives my heart into pure…” “Stress?” “No, not necessarily, I thought more about using the term happiness.” He is not pleased at all and asks: “So, have you been mind catching lately?” “As I always am.” He looks down my Buchanan knickerbockers. Duncan Chrisholm & Sons Ltd. (47-53 Castle Street, Inverness) does them for me. “Hmm, Crockett & Jones”, he comments respectfully. “Mr. Cromstein, I really like your double-cufflinks.” He takes a serious breath. Best moment to launch the attack: “Mr. Cromstein, are you still keen on wanting to thrill the public’s opinion?” “Definitively YES!” he announces nearly majestically. “If so, put your seat into an upright position: our location is London’s Tower. Three defrosted chickens are placed in front of it sitting side by side on a huge stone. Three little crowns are carefully protecting their necks. Some red blue-blooded ketchup is running over their chests. In the background, a tremendously tall bottle of ‘King Henry’s Royal Ketchup’ completes the scenery. Voice Over: ‘As three of Royal six most famous UK chicks would say…’ “Hey, he is about to buy it! I can smell it! “The three Chicks: ‘Over our tasty roasty skins, ‘King Henry’s’ has to be spreaded! From our legs to our wings we’ll be flavoured like freshly beheaded!’ Voice Over: ‘Freshly beheaded or ‘King Henry’s Finest Royal Ketchup!’ The three Chicks are laughing cheerfully … (short pause) … and now, Mr. Cromstein, here comes the best part: CUT!!!

ours

Billy Wilder once said: “Awards are like hemorrhoids. The older one becomes, the more gets one of it!”

It takes Mr. Cromstein quite a while to re-establish his countenance, then he asks surprisingly: “Spreaded? What’s that? Correct me if I’m wrong but generations of schoolteachers weren’t getting tired of hammering ‘to spread, spread, spread’ into our minds, not to say our souls. So what the hell does ’spreaded’ mean? Based on my understanding it’s wrong, isn’t it?” His mind gains profile, so I have to be diplomatic: “Mr. Cromstein, in advertising there’s no such thing as right or wrong. There’s only one rule, and this one rule forces us to attract attention, because it simply says so! This unique and history based TV-treatment represents a nicely balanced commercial between to be and not to be; in addition with an enormously powerful mind catching aspect and that’s ’spreaded’! The main message is pure and genially kept simple: If you eat you survive, if you don’t you don’t. If you do both with ‘King Henry’s’, traditionally you do best!” I think that Mr. Cromstein could possibly be overwhelmed by the fact of dealing with a walking accident right – or wrong – now. Alternatively he could possibly be convinced already but it seems he is not aware of such an option so far. Right or wrong, now my creative driver’s seat does not find itself in a dynamic and comfortable kick-down-and-go-for-it position. “My dearest Hamlet Hamster, I know you are a highly decorated creative – even though you are a German, no doubt – but with any respect” – he is definitively getting furious – “have you ever thought about the question, WHICH sensational reason the fundament of the entire British Empire’s history could be? No? I nearly thought so! So let me tell you: it’s our grammar – our holy beloved grammar! When we had ’spread’ ourselves all over the planet ruling it, we didn’t ’spreaded’ ourselves, did we? Our look-up-to-success was built on grammatical correctness and not on stupid word games! My ketchup is to be the strongest, the toughest in the world – nothing less. It’s a serious business. I do not compare myself with anything less than the best. Wannabes must not interfere with my business. From the moment we started misusing our language the British Empire became less influential. Do you know why the fucking Germans fortunately never won the Second World War? It’s because they couldn’t handle their grammar! Hitler’s speeches were complete phonetic and grammatical disasters and their best authors were banned. The question is whether we want to become as weak as Germans by belittling our lingual system or not.” “Mr. Cromstein, you are a genius! I’ve just got the idea; I mean a brilliant one, really!” Mr. Cromstein, seemingly impressed by my compliments, listens carefully: “Why don’t we sell Grammar Cakes? Grammar Cookies? You know, stuff like this: ‘No hammer mistakes with Grammar Cakes!’ Is that a claim or what? ‘Feed your mind? So eat my kind!’ – Yeah, so here we go! Let’s conquer and educate the world by selling cookies and cakes! At least: The Empire Strikes Back! It turns out Darth Vader was running a bakery in 58, Frith Street during his earlier lifetime. His ambitions to become Prime Minister were obvious and a public’s shock. Therefore he established the ‘Grammar Cakes & Cookies Foundation’ in – well let’s be generous – a couple of hundred years ago. Sir Francis Drake, Lord Nelson and Charles Darwin were among its members…” “Hamster!” Mr. Cromstein interrupts me uncomfortably “I am not so sure if this is your day today…” “Honestly, I see it quite the other way round, Mr. Cromstein!” “Mind the gap!”

I close my eyes and listen to Satchmo’s “I see trees of green, red roses too, I see them bloom for me and you, and I think to myself, what a wonderful world!” When I open them again I am about to guide Mr. Cromstein to the elevator where we pass Walter and Jacob at the coffee machine chatting about their washing powder job: “Hey, Hamster, listen to this…” definitively noticing in who’s company I am. “…The brand is ‘Sir Arthur’s Best’, right?” “Right!” “The scenery takes place in Sherlock Holmes’ living room. Sherlock asks Dr. Watson: ‘And what happens when you take one or two lines of pure SirArthur’s Best’s washing powder? Elementry, my dear Watson, you will stay clean forever!’” “Very nice, Jacob. Nothing less than I expected! But I think we should ask Oliver Cromstein here for a professional grammar check first, shouldn’t we?” (Cromstein disappears silently.) CONT. TO JACOB: “Em, you’re doing this for real or for Cannes?” “Cannes – of course!”

As the elevator’s doors open I point down to its step, on which the company’s name SCHINDLER is clearly written in capital letters. I give myself another go: “Mr. Cromstein! You see? ‘Schindler’s lift’! It means you arrived! This is your new home. Your personal safety cell. No more Germans, no more grammar, which automatically means no more danger! Enjoy yourself! Good-bye, Mr. Cromstein, and thanks for popping around. See you next time!” “Yeah, and in the meantime you enjoy yourself by fixing this ’spreaded-thing’, right?” “Right!”

Written © by Hamlet Hamster; published 1997 in: The Face, London. (Story to be continued.)

Published in: on April 15, 2007 at 11:58 am Comments (2)

Andy Warhol über Partnerschaft, Liebe und Sex


„Liebesaffären nehmen einen völlig in Anspruch, obwohl sie es eigentlich gar nicht wert sind. Aber wenn man aus irgendeinem Grund glaubt, daß sie es doch sind, sollte man genauso viel Zeit und Energie einbringen wie der Partner. Mit anderen Worten: ‚Wie du mir, so ich dir.’
Man hat so seine Probleme mit der Liebe, wenn man immer nur auf der Suche nach einer Via Veneto ist und nach dem Soufflé, das nie zusammenfällt. Es sollte einen Grundkurs über Liebe geben. Mit den Themen Schönheit, Liebe und Sex. Und das Thema Liebe sollte am ausführlichsten behandelt werden.
(…) Aber dann glaube ich auch wieder, es funktioniert vielleicht genauso gut, wenn man über alles im dunkeln gelassen wird, denn wenn man wirklich genauestens Bescheid wüsste, hätte man für den Rest des Lebens nichts mehr, worüber man nachdenken und wovon man träumen könnte, und man würde vielleicht verrückt, wenn man über nichts mehr nachzudenken hätte, weil man jetzt so lange lebt und einem nach der Pubertät so viel Zeit für Sex bleibt.
(…) Die längeren Lebensspannen sind der Grund dafür, daß die alten Wertvorstellungen über Bord geworfen werden und sich kein Mensch mehr nach ihnen richtet. Als die Leute früher mit fünfzehn aufgeklärt wurden und mit fünfunddreißig starben, dürften sie naturgemäß weniger Probleme gehabt haben, als die Leute heute, die mit, sagen wir mal, acht Jahren über Sex aufgeklärt werden und dann achtzig Jahre alt werden. Das ist eine lange Zeit, wenn man immer mit demselben Konzept herumwerkeln muß. Mit demselben langweiligen Konzept.
Eltern, die ihre Kinder wirklich lieben und die möchten, daß sie im Leben sowenig unzufrieden sind wie nur irgend möglich und daß sie sich sowenig wie möglich langweilen, sollten auf die Praxis zurückgreifen und Verabredungen mit dem anderen Geschlecht erst möglichst spät erlauben, damit ihre Kinder über lange Zeit etwas haben, worauf sie sich freuen können.“
(…)
Aus „Die Philosophie des Andy Warhol von A nach B und zurück“; © 1975 Andy Warhol

Nun wissen wir, was der Citizen Kane der Kunstwelt, dessen Vermögen nach seinem Ableben auf 600 Millionen US-Dollar geschätzt wurde, über Liebe und Sex offiziell dachte. Was er wirklich über dieses Thema dachte, das wissen wir nicht, denn zu Andy Warhols Kommunikationstechniken gehörte die vorsätzliche Verwirrung der Rezipienten. So sagte er über sich selbst: „Ich war stets der richtige Mann am falschen Ort oder der falsche Mann am richtige Ort. Das hat etwas mit Karriere zu tun. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber davon verstehe ich etwas!“

So beeindruckend dieses Filmchen auch ist, so sehr wirft es in mir die Frage auf, ob unsere Gesellschaft nicht langsam aber sicher dazu übergehen sollte, Kleinkinder wieder früher ins Bett zu schicken.

Published in: on April 14, 2007 at 3:18 pm Comments (1)