Archive | June, 2007

Katzengulasch

30 Jun

Katzengulasch ist faktisch haptisch,
gelegentlich auch skeptisch-septisch.
Katzenrisotto ist schlecht für Brecht
und darüber hinaus nichts für Gaus.
Katzenzungen, das hat Churchill sich ausbedungen,
sind nur für Raucherlungen.
Jedoch – wenn man es sich recht betrachtet -
und immer noch nach Katzen schmachtet,
kommt dieser Tage für den Essenstisch
nur der Katzenfisch in Frage.

Copyright: © by Hamlet Hamster; hamster&james h.n.c.

Andere Zeiten, andere Sitten: Heinrich Himmler

29 Jun

Ungeschnittenes Original-Tondokument, das die Ansprache des “anständigen” Haßpredigers Heinrich Himmler am 4. Oktober 1943 zur Endlösung der Judenfrage an seine SS-Offiziere dokumentiert.

Andere Zeiten, andere Sitten: Che Guevara

28 Jun

Che Guevara

Anklicken, dann das gleiche Spiel mit dem All Sizes-Button – und das Einseitendrama lesen. Weiterführende Erläuterungen, Herstellung geschichtshintergründiger Zusammenhänge, etc. pp. am besten via Neue-Havanna-Zeitung.

d12 – Roger M. Buergel weg vom Fenster!

28 Jun

Jet_Leck

Roger M. Buergel während seiner täglichen Kunstflugübungen von nagelneuem Documenta-Fighter erfaßt. Der erfahrene und kunsthistorisch gebildete Marinefliegerpilot Bazon Brock gibt an, Roger M. Buergel in seinem Jet-Leck-Kostüm für eine unbedeutende Eintagsfliege gehalten zu haben: “Einer Fliege zuliebe fliege ich doch keinen Umweg!”

“C’était un rendez-vous” von Claude Lelouch

27 Jun

C’était un rendez-vous ist ein Film des französischen Regisseurs Claude Lelouch aus dem Jahre 1976. Die Fahrt geht für Lelouch “ohne Rücksicht auf Verluste” in den frühen Morgenstunden nonstop quer durch Paris und endet am Montmartre, wo er seine Freundin in Empfang nimmt, denn: Es war eine Verabredung! Gibt es einen größeren Liebesbeweis, ein stärkeres Zeichen, seine ganze Leidenschaft für seine Angebetete zum Ausdruck zu bringen? Claude Lelouch fuhr mit einem Mercedes 450SEL und unterlegte seinen Höllenritt später beim Schnitt mit dem typischen Motorsound eines Ferrari 275 GTB. Nachfolgend das Making-off mit Claude Lelouch, der 30 Jahre später am 24. Mai 2006 nochmals die selbe Strecke mit dem selben Mercedes 450 SEL zurücklegte. Man merkt ihm an, daß es ihm schwer fiel, sich mit seiner Fahrgeschwindigkeit zurückzuhalten. Malheureusement, pour voir ce film, il est mieux comprendre la langue française …

Mathematikunterricht

26 Jun

Matthias Wandel ist ein angenehm irrer Zeitgenosse. Er hat es mit Holz. Und mit der Mathematik. Das ist seine Website; bzw. eine davon, denn das ist eine andere von ihm. Hier erklärt er seine geniale Binary Marble Adding Machine (siehe Film). Das Filmchen bitte auf jeden Fall bis zum Schluß ansehen. Es ist nur zu Ihrem Besten.

via Ten Daily Things

Itzhak Perlman und Pinchas Zukerman spielen Georg Friedrich Händels “Passacaglia”!

25 Jun

Itzhak Perlman und Pinchas Zukerman spielen Georg Friedrich HändelsPassacaglia“. Genau diese Aufnahme ist auch häufiger in meiner Sendung zu hören. So möget Ihr Euch an ihr erfreuen.

Weihnachtsmänner wachsen nicht auf den Bäumen!

24 Jun

Rare Exports Inc. liefert seltene Produkte: verantwortungsbewußt in der Natur mittels Betäubungsgewehr geschossene und anschließend sorgfältig erzogene Weihnachtsmänner zum Beispiel. Dies ist der erste von zwei Teilen eines im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Kurzfilm-Projektes, das diese finnischen Jungs hier zu verantworten haben. Einfach begnadet bescheuert! Der zweite Teil ist via “sehenswert” hier einsehbar.

Sendeankündigung

23 Jun

Heute im Meerschweinchenreport auf Radio RheinWelle 92,5 von 15:00 – 17:00 die Wiederholung der Sendung “Johann Wolfgang Amadeus von Mozart”.

Singende Brüste – Scharfe Mäusewoche (8)

23 Jun

Vor 20 Jahren: CEBIT 1987

22 Jun

Put the dogs on the table!

22 Jun

tabledogs

Warmth and strength at winter’s time
makes the sun sometimes shine,
makes the one that grows in me
a solid rock as you can see.
A shock, so light might be the way
and honestly I have to say,
pointing out I have to stay
where I belong and you will be!
My tree of life guides me to you,
the sea of love tells me it’s true,
the birds above with flattering wings,
so snow white brown and now it rings
the holy bell of children’s swings.
Well, just let us see what it brings….
The strings of music shall be our label,
so please be so kind and put the dogs on the table!

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A dog is a person who can understand
that we have been gliding on tune’s best friend,
that we have been riding to honeymoon’s end.
I hope there’s a land that reverses our souls,
I hope there’s a band that merges all flows
and will put them in places where our wind blows.
Some doors might be open; others are locked
and I am still hopin’ that you aren’t blocked
so definitively in dignity and overdosed length,
a dog is a person who appreciates strength.
It also expects that live will be mixed,
everything ’s in motion, so nothing is fixed!
With a blimp of an eye the shrink says ‘bye bye’,
will we be able to take off and fly?
Let’s try a new love, it shall be our label,
So please be so kind and put the dogs on the table!

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Once in a while we’ll get used to it,
smiling and chewing a little bit
from our chunky little piece of love,
from our funky saddle riddling dove.
Being a part from all prisoners of life,
we shall understand that you are my wife
and I shall be your man
and that I am your greatest fan!
We declare ourselves to this addicted:
Guilty of love! So shall we be convicted?
From now on we both will be able:
putting together our dogs on the table!
And when we grow apart and when we get matured
there’s one and only thing that shall forever be ensured:
Spicy, hungry love will be our fable,
so please be so kind and put the dogs on the table!

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Will you?

Copyright: © 2003 by Hamlet Hamster; hamster&james h.n.c.

Sterbender Marathonmann blieb unter 11 Stunden!

21 Jun

In Südafrika schleppten, schleiften und zerrten zwei Teilnehmer des 89 Kilometer langen Comrades Marathons unter kollegialer Aufopferung ihrer selbst einen bereits hinreichend kollabierten Marathonläuferkollegen die letzten 1000 Meter gemeinsam über die Ziellinie, damit dieser, so die Begründung der beiden Helfer, unter 11 Stunden bliebe. Der auf diesem Wege unter 11 Stunden Gebliebene überquerte jedoch kurz danach eine weitere wichtige Ziellinie, da er an Ort und Stelle verstarb. Ganz am Anfang sieht das dann immer soo aus.

via Das Keppler’sche Blog

Buergelmaschine über Marcel Duchamp:

20 Jun

Marcel Duchamp

Marcel Duchamp Fountain, 1916-17

Roger Maschine Buergel spricht:
“Eine Musealisierung der Kunst ablehnend versucht Marcel Duchamp, die eigenen Subjektivitäten zu beschönigen und neue Formen der Organisation als Teil einer potenziell planetarischen Gesellschaft bereitzustellen. Immanente Ursache der mit der Lorenzettischen Kordel(*) vergleichbaren Arbeit ‘Fountain’ ist nach Bazon Brock ein völlig beliebiges Sammelsurium dritter Klasse ohne Sinn und Verstand.”

Information about Dada.

(*) aus FAZnet: Lorenzettis Kordel
“Alle ziehen an einem Strang. Dieser Strang ist eine Kordel, die, vermittelt durch die Figur der Concordia, von Justitia an die Bürger weitergereicht wird. Bei Lorenzetti ist der Nadelkopf im Sinne einer modernen Demokratie entschärft. Setzt man Lorenzettis Kordel zu Gowdas frei schwebender, frei ausgelegter Kordel in Beziehung, kann auf der Grundlage formaler Korrespondenzen wieder eine neue Bedeutungsebene, ein neuer Kontext entstehen. Genauer gesprochen, entsteht ein Möglichkeitsraum, der nach Akteuren sucht.”

DOCUMENTA12 – Mr. Sandman’s Finest Funerals – Sepulkralkultur

20 Jun

Wenn man als weltoffen Kunstinteressierter dieser Tage den langen, beschwerlichen – und wenn man sich dazu entschlossen hat, per Bahn anzureisen -, oftmals auch dornigen Weg nach Kassel zurückgelegt hat, um in den sinnlichen Genuß erfahrbaren Genußes zu kommen, so wird man nicht nur herbe enttäuscht, nein, es beschleicht einen auch das Gefühl, sich am besten gleich einsargen zu lassen. Identische Gefühlswelt sollte ebenfalls durchlaufen, wer völlig zu Recht als künstlerischer Direktor nicht nur der dreisten Anmaßung, der ideologieorientierten Bauernfängerei, sondern auch der kompletten Unfähigkeit überführt wurde – überführt in ein Reich der Stille und Geborgenheit, der Ruhe und ewigen Andacht: in das Reich der intellektuellen Beleuchtung. Ist man schon einmal in Kassel, so trifft es sich günstig, obwohl die meisten es nicht wissen, oder diesen Umstand geflissentlich verdrängen: das Museum für Sepulkralkultur liegt quasi gleich um die Ecke; es feiert dieses Jahr am 22.Juni sein fünfzehnjähriges Bestehen.

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Für die letzte Reise ist es nicht nur wichtig, daß sie angetreten wird, sondern wie man sich auf sie vorbereitet, wie man sie antritt: es hängt viel davon ab. Mit Reisfeld im Kopf und Giraffe im Bauch? Wohl kaum. Mit Giraffe im Hirn und Reisfeld im Magen? Schon eher, aber so richtig befriedigend ist auch das nicht, es fehlt die affirmative Sinnlichkeit, das onkologisch Besondere, die ovomaltineeske Bewußtseinserweiterung unter Heranziehung moderner Energiesparlampen, denn “da unten” kann es ganz schön dunkel sein, möchten auch Kunstwürmer wie wir hin und wieder ganz gerne den Weg, den rechten Pfad der Tugend gewiesen bekommen, schließlich sind wir ganz besondere Kunstwürmer: einerseits zwar ahnungslos, aber andererseits welche mit ganz, ganz, ganz viel Eiweiß in der Lendengegend; und Eiweiß – das wissen wir noch aus unserer Schulzeit – ist der Grundstein eines jeden nahrhaften, besinnlichen, genußvollen Lustfrühstücks: A U F S T E H E N !!!!!!!!!!!

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Aber so einfach, wie es sich hier liest, ist das alles nicht, denn wie heißt es doch so konglomerativ treffend: “So ein Sarg muß schon was taugen, denn auch Würmer essen mit den Augen!” Was wie ein zusammenhanglos in die fröhliche Runde fröhlich agierender Wurmdebattierer geworfene Werbeslogan wirkt, ist in der Tat ein zusammenhanglos in die fröhliche Runde fröhlich agitierender Wurmdebattierer geworfene Werbeslogan – da sollte und darf man sich nicht täuschen, schließlich sind wir alle schon genug getäuscht worden, und zwar von Roger M. Buergel und Ruth Noack höchstpersönlich, die immer noch glauben, der uns durch ihren beschränkten Horizont aufgezwungene Zweite Kunstbildungsweg täte uns gut, sei wichtig und richtig, wesentlich mehr als nur einfach ein geschmäcklerisch interdisziplinärer Kunstkuß, die damit verbundenen Schmerzen fester Bestandteil dieser wohltuenden Maßnahme, denn: alles wird schon gut – so irgendwie jedenfalls. Hauptsache man ist barfuß über sinnlich vertrocknete Reis- und Mohnfelder unterwegs, denn Hauptsache – so will es scheinen – ist alles: “Hauptsache. Ein unschlagbares Trendgefühl.”

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Aber was ist mit dem unschlagbaren Trendgefühl Tauziehen? Mit Sackhüpfen? Mit Tantra? Mit geschundenen Negerleinchen, die “zu lange nicht als individuelle Künstler anerkannt waren” – nur weil glückliche und zufriedene Negerleinchen nicht in die klischeebesessene Vorstellungswelt nichts(be)sagender ZeitgenössInnen passen? Mit spirituellem Ausdruckstanz? Mit Backmischungen von Dr. Oetker? Gibt es sie auch “da unten”, diese wertvollen Momente künstlerischer Selbsterfahrung im Raum der unbegrenzten Möglichkeiten? Und falls ja, wozu soll das gut sein? Um Dinge zu erfahren, die es auf jeder Esoterikmesse zu “erfahren” gibt? Dinge, die mit dem gleichen minderwertigen Gedankenmüll (“Nieder mit Goethe! Es lebe Dorothee Sölle!”) behaftet sind, mit dem die ersten Vertreter einer CS-Gas-geschädigten Lehrerspezies während meiner Schulzeit meinten, nicht nur mich sondern eine ganze Schülergeneration unisono ideologisch tyrannisieren zu müssen? Sind Roger M. Buergel und Ruth Noack das Opfer einer verfehlten Schulbildungspolitik der 68er? Es spricht vieles dafür. Man hätte ihnen niemals 19 Millionen EURO anvertrauen dürfen.

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Additionals via boschblog.de

Finally the full Miss-Cellania-Package about DEATH: 1+2. Take you time and check out her links. It’s worth it!

Be My Girl! – Scharfe Mäusewoche (7)

19 Jun

Watch the video first before reading Sting’s Lyrics! She’s only 15 years old and desperately wants to have a baby!

Won’t you be my girl
Won’t you be my girl
Won’t you be my, be my,
Be my girl.

I was blue and lonely, I couldn’t sleep a wink
And I could only get unconscious if I’d had to much to drink.
There was somehow, something wrong somewhere,
and each day seemed grey and dead
The seeds of desperation were growing in my head.
I needed inspiration, a brand new start in life,
Somewhere to place affection, but I didn’t want a wife.
And then by lucky chance I saw [in] a special magazine
An ad. that was unusual, the like I’d never seen,
“Experience something different with our new imported toy,
She’s loving, warm, inflatible and a guarantee of joy.”
She came all wrapped in cardboard, all pink and shrivelled down
A breath of air was all she needed to make her lose that frown.
I took her to the bedroom and pumped her with some life,
And later in a moment that girl became my wife.
And so I sit her in the corner and sometimes stroke her hair
And when I’m feeling naughty I blow her up with air
She’s cuddly and she’s bouncy, she’s like a rubber ball,
I bounce her in the kitchen and I bounce her in the hall.
[And now my life is different since Sally came my way]
I wake up [in the] morning and have her on a tray
She’s everything they say she was and I wear a permanent grin,
And I only have to worry in case my girl wears pins.

Won’t you be my girl
Won’t you be my girl
Won’t you be my, be my,
Be my girl.

From the album Outlandos D’Amour (A&M)
Words and music Sting and Andy Summers

Video via 10 daily things

DOCUMENTA12- Damien Hirsts Weltfrauentag!

18 Jun

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Die apodiktisch-emanzipatorische Buergelmaschine sagt:
“In der multimedialen Praxis ermutigt Damien Hirst, zwischenmenschliche Beziehungen zu schaffen und Bilder gesellschaftlicher Gemeinschaft als Interpretationswissen vergessen zu machen. Bildungsmythos der konsumistischen Arbeit ‘Weltfrauentag’ ist die Unverzichtbarkeit der Integration.”

Nun aber mal Spaß beiseite: Wie lange wollen wir es eigentlich noch dulden, daß wichtige Wegputzmittel, deren Zugang ausschließlich der modernistischen Frau von heute vorbehalten bleiben sollte, immer noch bedenkenlos im öffentlichen Raum diskriminierend dargestellt, kommuniziert und letztlich auch konsumiert werden, wie dies Damien Hirst mit seiner Arbeit ‘Weltfrauentag’ auf der diesjährigen Sächsischen Katholikenwoche (einer Außenstelle der DOCUMENTA) eindrucksvoll, aber auch einfühlsam, zumindest andeutungsweise anprangernd unter Beweis stellt: Damien Hirst will uns in Versuchung führen – das allein reicht in der heutigen Zeit nicht aus, ist nichts Ungewöhnliches -, uns aber auch relativ zeitnah wieder vom Bösen erlösen, ein subtil visual, eine subtil-artikulierte Botschaft, deren widersprüchlicher (aber eben auch völkerverständigender) Kern einem erst gewahr wird, wenn man für sich selbst herausgefunden hat, wer man eigentlich ist – und: wieviel Durst man hat.

Durst, diese peinigene Selbsterfahrungsmöglichkeit, von der immer noch viel zu wenige MitchristInnen Gebrauch machen, dieser göttliche Andachtsmechanismus, dem auch Jesus Christus nicht hatte widerstehen können, und der IHN, unseren Herren Jesu Christi, einst am Kreuze hatte (ver)trocknen lassen – und zwar für uns. Durst bedeutet aber auch, die freie Entfaltung der eigenen Persöhnlichkeit zu fördern, wenn man ihn regelmäßig stillt, ihn auch mal dort zur Ruhe kommen läßt wo er gerne zur Ruhe kommen möchte; und schließlich – als belohnender Nebeneffekt sozusagen – so in den sinnlichen Genuß seiner gesamten regenerativen Schlagkraft kommt. Einerseits. Andererseits erscheint es zwingend geboten – die Ausstellungsbesucher höheren Semesters werden mir auf Grund ihrer erweiterten Lebenserfahrungswelten zustimmen müssen: muß der Durst auch mal mit britisch-hirstischer Härte rangenommen werden, er muß trainiert werden, und zwar für Olympia. Bleibt nur zu hoffen, daß die beiden Vertreter unseres Bildungsgiraffenpärchens Roger M. Buergel und Ruth n’Oack brav, artig und fleißig mittrainieren, auf daß nach Ablauf der 100 Tage nicht nur die “Documenta tot ist” (Zitat Buergel).

Edith Piaf – Non, je ne regrette rien (1961)

18 Jun

War sie nicht großartig? Und diese gisèlefreundesken Farben… Also: nachfolgend ihre Lebensgeschichte in gewohnter BBC-Qualität! Freunde, wartet nicht mit dem Konsum, denn mir deucht, daß die volle Strenge des Urheberrechtschutzes seinen unbarmherzigen Stab auch über Edith Piafs Youtube-Anwesenheit brechen wird… Also: Zeigt Roger M. Buergel wozu wahre Genußsucht fähig ist und klick, klick, klick, klick, klick… Und nicht nach Kassel fahren, ja?

Satire Blog … der Typ schreibt gut

17 Jun

Das schreiben die anderen: klick!

DOCUMENTA12 – Die Buergelmaschine

17 Jun

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Björn Masselasse: “Weniger ist mehr” (120cm/178,5cm; Cibachrome), 1978

Roger M. Buergel ist wirklich nicht zu beneiden. Da muß sich der ahnungslose Kunstautodidakt (Hermann-Nitsch-Trauma) einerseits mit ignoranten Kritikern rumschlagen, andererseits der restlichen, wesentlich willigeren Welt die gesamte Weltkunstgeschichte auf einmal erklären. Und dafür hat er nur 100 Tage Zeit. Selbst wenn Roger M. Buergel James Bond hieße und seine Frau Ruth Noack Miss Moneypenny, so würde es das Duo in diesem kurzen Zeitrahmen dennoch nicht schaffen, was keine Schmach wäre, weil wir aus Niederlagen immer wieder Kraft für neue Siege erwirtschaften können – wenn wir es denn nur wollten. Dennoch: so richtig befriedigend ist diese Vision letztlich nicht, aber dafür möglicherweise diese: Und wenn Du denkst es geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her! Und dieses Lichtlein trägt einen Namen, nämlich: Buergelmaschine. So affirmativ-apokalyptisch die formmigrative Klangfarbe in ihrer Namensbezogenheit, so assoziativ-konglomatyptisch kündigt sich die Wirkungsweise der Buergelmaschine an. Zur eingangs abgebildeten Arbeit von Björn Masselasse stellt die Buergelmaschine treffend fest:

“Trotz der Partydekadenz des Kunstmarktes beschwört der schwedische Künstler Björn Masselasse, die globale Bourgeoisie zu verderben und eigene Wahrnehmungsgewohnheiten als typische Linearität dem Vorstellungsraum zu entziehen. Komplexer Bezugsrahmen der als Hommage an Gilles Deleuze konzipierten Arbeit ‘Weniger ist mehr’ ist die Umkehr des Kunstgedankens.” Na bitte, wer sagt’s denn.

Wer die Buergelmaschine selbst einmal für sich ausprobieren, oder gar zum neuen Lebensinhalt machen möchte, der kann – und sollte – das hier tun!

via Six Percent Recall

Konkurrenz macht müdes Lächeln

17 Jun

Das schreiben die anderen: klick!

DOCUMENTA12 – Nam June Paik schlägt Brücke zur zwischenmenschlichen Versöhnung!

17 Jun

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Was im Diesseits nur wenig bis gar nicht möglich scheint (zu viele Kriege, erhöhte GEZ-Gebühren, Neid und Mißgunst für 99,- Mark am Tag, allenthalben vorgetäuschte Orgasmen), ist für Nam June Paik, den medial-meditativen Fluxus-Meister aller Künstlerklassen, aus der Tiefe des unerledigten Jenseits heraus offensichtlich überhaupt kein Problem bzw. Thema: Brücken schlagen, Brücken bauen, Gräben überwinden, Hände reichen – vorausgesetzt sie sind nicht bereits muselmanistisch abgehackt; aber selbst wenn: Nam June Paik würde auch hier noch eine gesellschaftsrelevante Lösung finden, zumindest einen Lösungsansatz vorschlagen, der unter bildungspolitischen Aspekten vor den allzu gestrengen Sanfthirnen Roger M. Buergels und Ruth Noacks Gnade fände. Eine Art (ART Basel?) Gnade vor Recht sozusagen. So ist es schon verwunderlich, daß Nam June Paik nicht auf der diesjährigen Documenta vertreten ist, wahrscheinlich deshalb nicht, weil seinen Arbeiten durch die Verwendung von vielen, ja sehr vielen Bildschirmen eine unerträglich hohe Dosis an Medienlastigkeit anlastet; die das (hip)kompetente Kuratorenehepaar Roger M. Buergel und Ruth Noack unter bildungspolitischen Aspekten keinesfalls dulden darf und kann, obwohl Nam June Paik u.a. von 1958 bis 1963 mit Karlheinz Stockhausen auf dem Gebiet der elektronischen Musik intensiv zusammenarbeitete; aber vielleicht war das alles zu kommerziell, oder zu wenig sinnlich, oder was weiß ich… Vielleicht aber, und das erscheint mir wesentlich wahrscheinlicher, haben Roger M. Buergel und Ruth Noack noch nie etwas von Nam June Paik gehört.

Und jetzt, da ich es soeben niedergeschrieben habe, erscheint es mir ganz logisch: Klar, wenn man nur unbekannte Künstler nimmt, von denen man bei vielen noch nicht einmal weiß, ob sie tatsächlich Künstler sind; belanglose Reis- und Mohnfelder, eine ausgestopfte (belanglose) Palästina-Giraffe, Häkel- und Strickzeug (ebenso belanglos) aus Persien, usw. usf. pseudoideologiegesteuert für Kunst erklärt, dann fällt auch niemandem auf, daß unsere beiden übergeschnappten DocumentamacherInnen in Wirklichkeit von Kunst nicht die geringste Ahnung haben. Das erklärt auch, warum sie sich mehr für die Form und weniger für die Inhalte der ausgestellten Arbeiten interessieren. Und wenn man darüber hinaus noch nicht mal die angestrebten Formen erreicht (siehe Aue-Pavillon), dann ist man unter PR-technischen Gesichtspunkten natürlich gut beraten, etwas von “Migration der Formen” oder ähnlich Sinnunbehaftetes daherzufaseln, zusätzlich den aus aller Welt angereisten Journalisten mal eben zur Ablenkung “Ignoranz” vorzuwerfen – und keiner merkt was. Allerdings sind 100 Tage eine lange Zeit; und die sommerliche Sauregurkenphase der Presse gilt es ebenfalls zu überstehen. Vielleicht wird zu gegebener Zeit ja doch mal in diese Richtung journalistisch ermittelt. Das wäre dann in der Tat eine sinnliche Erfahrung. Oh ja!

DOCUMENTA12 – Straßenkunstwerkzerstörung aufgeklärt!

15 Jun

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So viel Aufmerksamkeit hätten sich die Kasseler Dreck-Street-Boys mit ihrem neuen Frontmann Boy George nicht träumen lassen, als sie im frühen Morgengrauen ein Stück überflüssige Straßenprotestkunst der chilenischen Künstlerin Lotty Rosenfeld, die mit ihrer ungenehmigten Aktion unterschwellige Formen von Macht und Kontrolle, sowie das von Bundeskanzlerin Angela Merkel gesteuerte Unrechtsregime in Berlin” aufzuspüren gedachte, schlicht, ergreifend und unrechtsregimeresistent von der Straße kratzten – einfach so. Das ist einerseits bedauerlich, andererseits natürlich nicht, denn : was tun? (die da eigentlich)

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Nachtrag vom 16.6.2007

Das schreibt Mein-Gott-Und-Meine-Welt!

Rosenfeld beklagt sich: “Ich bin persönlich wirklich verletzt. Es ist ein Akt der Gewalt und ich fühle mich missachtet.” Die Arme aber auch, wie bedauerlich, sie wird mißachtet…

Das schreibt das Zeitblog!

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Nachtrag vom 19.6.2007

Das schreibt Politically Incorrect!

DOCUMENTA12 (ent)(st)artet als Volksfest mit Live-Musik…

15 Jun

wurstjonglage

Die weltberühmte Wurstkünstlerin Anna-Cosima von Espenschied ist auch auf der DOCUMENTA-Eröffnung live und in Aktion mit dabei!

… und bleibt die nächsten 100 Tage auch ein Volksfest, denn wie Ruth Noack jüngst in einem Interview mit Welt-Online treffend feststellt: „Vor fünf Jahren bedeutete die Documenta, dass man andere für relevant hielt. Jetzt aber sind wir in einer (typisch deutschen Selbstverleugnungs-)Situation (die dem Horizont geistig minderbemittelter Underdogs entspricht), wo wir froh sein können, wenn wir noch für relevant gehalten werden. Zum Beispiel von China (Sweatshops) und Indien (Sweatshops), Bayern (Oktoberfest), Preußen (FRITZ – Das Stadtmagazin) und all die anderen Andersdenkenden (Horst Köhler), die die neuen ökonomischen Player sind.“ Da ist so ein Volksfest mit integriertem USB-Stick und Miss-Documenta-12-Wahlverfahren genau das Richtige, „um internationale Maßstäbe zu setzten, wo international und von Dieter Bohlen anerkannt werden“ weiß Roger M. Buergel im selben Interview stolz zu berichten und man sieht ihm an, daß er irgendwie glücklich ist, überraschenderweise so viel von Kunst zu verstehen.

Auf die Frage, ob sich denn am Prinzip „Ausstellungseröffnung“ irgendwas geändert habe, antworten Buergels glänzende Augen: „Unterschiedliche Leute machen natürlich unterschiedliche Eröffnungen. Aber die Probleme sind ähnlich. Es ist neu, dass es eine Bewegung der zeitgenössischen Ausstellungseröffnung in den Mainstream gibt, dass eine zeitgenössisch zubereitete Bratwurst kein versprengter Zirkel mehr ist, sondern Pop. Das ist der Punkt, wo man die (Daumen-)Schraube weiterdreht. Für uns bedeutet das, dass wir mit einem blinden Passagier, pardon, bildenden Ernährungsanspruch in eine Pop-Wirklichkeit gehen. Letztlich geht es immer um die Wurst, nicht etwa um Käse. Das ist die Kurzformel, das sagt alles.“

wurstkoffer

Joseph Beuys hätte der TITANIC-Wurstkoffer sicherlich sehr gut gemundet; und gefallen – auch oder gerade als Ausstellungsstück auf der DOCUMENTA. Aber die früheren Zeiten sind heute eben nicht mehr das, was sie früher einmal waren, womit sich die Katze in den Schwanz beißt.

Es folgt eine Pressemeldung des Kasseler Touristikbüros als Komplettzitat:

Das Kunst-Event documenta 12 veranstaltet am Vorabend der offiziellen Eröffnung, dem 15. Juni, ein großes Fest für die Bürger von Kassel und alle documenta-Interessierten. Im Bergpark Wilhelmshöhe sorgen internationale Jazz- und Rockbands sowie DJs für Volksfestatmosphäre – und ab 24 Uhr beginnt die documenta Clubnacht. Gefeiert wird in Kasseler Clubs, Bars und Diskotheken – der Eintritt ist frei, Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die “HESSEN hat was!”-Wochenschau zeigt, wie vielfältig das Kunst-Spektakel startet und präsentiert auch in dieser Ausgabe weitere Top-Leistungen, Veranstaltungen und Produkte aus Hessen.

Feiern bis in die Morgenstunden / Nordhessen bietet Kurztrips zu Kunst

Das Eröffnungsfest beginnt um 20 Uhr, weitere Infos und Presseanfragen bei Catrin Seefranz, Tel.: +49-(0)561-7072-782, Fax: +49-(0)561-7072-757; E-Mail: press@documenta.de, Website: http://www.documenta.de. Auch die Tourismus-Experten der Region NordHessen bereiten sich auf die über 650.000 Besucher vor, die zur documenta 12 erwartet werden und halten in Kassel und Umgebung attraktive Übernachtungsangebote bereit. Ob Kurztrip für eine Nacht, Erlebniswoche mit Wellness-Garantie oder die Kombination von Aktivurlaub und Kunstgenuss: Die Angebote beinhalten den Eintritt zur documenta sowie zahlreiche Zusatzarrangements für jeden Anspruch. Zum Beispiel im Waldhotel Schäferberg: 3 Übernachtungen plus 2 Tage documenta kosten im Doppelzimmer 222 Euro. Weitere Angebote unter http://www.nordhessen.de oder telefonisch unter +49-(0)561-97062-18.!“

Jacques Brel – Amsterdam

15 Jun

DOCUMENTA12 – Buergels zärtliche Quälereien!

13 Jun

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DOCUMENTA-Fiffikus Roger M. Buergel machte lange Zeit ein riesen Geheimnis um den Zustand und die Zusammensetzung der ellenlangen Künstlerliste. Hierzu stellte er vor wenigen Stunden erhellend fest: „Indem man den Kunstmarkt wie einen Husky behandelt, und die unter Verschluß zu haltende Künstlerliste wie seine Zunge, und ihm diese (Künstlerlisten-)Zunge zwar nicht herausreißt, sie ihm aber immerhin beherzt verlängert und für den weiteren Gebrauch vorübergehend stillegt, kann man den Husky ein bißchen quälen. Ich quäle natürlich zärtlich, denn ich will ja für alle – insbesondere den Husky – nur das Beste.” Mehr über Roger M. Buergels heimliche Sado-Maso-Phantasien gibt es hier nachzulesen. Quatsch, hier natürlich! Und: hier!

DOCUMENTA12 – Alle Hände voll zu tun!

13 Jun

Denken wir an die Entstehungsgeschichte der Kunstgeschichte, so denken wir zwangsläufig an die Entstehungsgeschichte der Händegeschichte. Wenn sich die Geschichte der Hände mit der Geschichte der Kunst kreuzt, dann entstehen mitunter geradezu großartige Werke. Denken wir nur an Albrecht Dürers Betende Hände, die an dieser Stelle nicht mal abgebildet werden müssen, weil wir diese Arbeit ohnehin fest mit unserem Bewußtsein verankert im Geiste gespeichert haben. Aber nicht nur das! Sind es nicht die Hände, die manigfaltige Pinsel über manigfaltige Leinwände schwingen, schleifen, bewegen? Die Leinwände gar erst spannen, zurechtrücken? Reimt sich das Wort Leinwände nicht auf Kleinhände? Da darf man nicht drauf schlagen, denn die Mauer ist ja längst weg, und Wegener nach geglückter Befreiung der Landshut-Geiseln gut bezahlter Sicherheitchef bei des Saudis…, auch und gerade ohne Hände: unvorstellbar!

Doch zurück zum Thema: Roger M. Buergel und Ruth Noack, das sympathische Kuratorenehepaar der DOCUMENTA 12, brauchten sich nur ihre eigenen Hände zu betrachten, um zu wissen, wieviel Arbeit da auf sie zukäme, nähmen sie die Herausforderung des besonnenen und empfindsamen Kuratierens an – was sie zum Leidwesen nicht gerade weniger auch taten. Natürlich besagt ein chinesisches Sprichwort: Wer nicht lernt, mit den Ohren zu laufen, der wird niemals seinen Händen das Sehen ermöglichen! Aber was besagt das schon? Eben. Deshalb bringt der chinesische Künstler Ai Weiwei 1000 zusätzliche Chinesen ins Documenta12Land, um sie ihre Eindrücke mittels 2000 zusätzlicher chinesischer Hände filmen, fotografieren und aufschreiben zu lassen. In viele gespuckte Hände produzieren und beantworten viele relevant flüssige und überflüssig relevante Fragen. Damit entsteht ein präzises Sinnbild, das für die gesamte DOCUMENTA 12 relevant ist. Hände sei Dank!

Emily Loizeau – L’autre Bout Du Monde – Das andere Ende der Welt!

13 Jun

DOCUMENTA12 – Aufklärerischer Gesamtexpressionismus im Kommen!

12 Jun

Es war lediglich eine Frage der guten, alten Tante Zeit, bis sie sich unter Anwendung moderner, digitaler Kommunikationstechniken herumgesprochen und etabliert hat, die neue Kunstgattung: Aufklärerischer Gesamtexpressionismus! Und wie man es von einem echten Avangarde-Blog (meerschweinchenreport.de gehört, weil Mitinitiator des Aufklärerischen Gesamtexpressionismus’, eindeutig mit dazu) zurecht erwarten darf, war es nicht nur fester Bestandteil dieser erst vor kurzem ins Leben gerufenen Bewegungsspitze, sondern gehört nach wie vor mit dazu! Eine Dazugehörigkeit, die verpflichtet, aber auch nachdenklich stimmt, ebenso die Beobachtungsgabe trainiert. Das ist, zugegebenermaßen, ziemlich viel Holz auf einmal:

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Deshalb zunächst ein kurzer Blick in die nahe Vergangenheit: Mark McGowan, Lee Paige, sowie der diesjährige Arnold Bode Preisträger 2007 Chang Po-yu gehören, klicken Sie nur die Links an, so werden Sie realisieren: meerschweinchenreport.de berichtete bereits zu einem Zeitpunkt über diese großartigen Künstler, da noch kein anderes Presse- und Messeorgan etwas von ihnen wissen wollte. (Eine neue Kunstrichtung ist immer dann eine neue Kunstrichtung, wenn es dem Verfasser gelingt, sich trotz unvollständiger Satzgebilde, sooo verständig zu machen, daß der Leser unmißverständlich wird nachvollziehen können, worum es dem Verfasser eigentlich geht. Gelingt ihm dies nicht auf Anhieb, so steht ihm immerhin noch das Stilmittel der Wiederholung zur Verfügung, denn merke: Wiederholungen wirken normsetzend!)

Das ist aber nur die eine, weil kleine Seite dieser umfangreichen Medaille. Die andere – und wesentlich schlagkräftigere: Immer mehr Weblogs und andere Berichterstatter wollen nicht mehr ihre Augen vor der unumstößlichen Wahrheit verschließen, nämlich: der Aufklärerische Gesamtexpressionismus ist doch am besten, tollsten und nicht zuletzt: am schönsten! So schreibt beispielsweise modabot – Nachrichtenagentur für Avangarde Mode einen gelungenen Artikel über das Bundesamt für Bekleidung auf der documenta 12. Ebenfalls wartet das Blog Missing in Germany mit einer feinen Hinterfragung der drei von Ruth Noack und Roger M. Buergel wohl mehr aus einer Laune heraus in die Runde geworfenen Leitmotive Ist die Moderne unsere Antike?, Was ist das bloße Leben? und das lenineske Was tun? auf. Zwar vermißt meerschweinchenreport.de die im direkten Kontext zum Aufklärerischen Gesamtexpressionismus zwingend vorgeschriebenen Selbstverletzungen der Künstler, aber eingehende Reflexionen über die Gleichschaltung der Mode sowie zerfallende Wohnblockhäuser aus den 50ern können – zumal besagte Kunstgattung noch dabei ist, sich zu entwickeln und am Markt zu etablieren -, als eine solche künstlerische Selbstverletzung erachtet werden. Dies sei hiermit geschehen!

meerschweinchenreport.de bittet im Sinne eines durchsetzungsstarken Aufklärerischen Gesamtexpressionismus’ auch weiterhin um akkurate und zahlenstarke Berichterstattung!

DOCUMENTA12 – Buergel (Last Man Standing!) schmeißt die Brocken hin!

12 Jun

binenman

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Frei nach dem Motto “Niemals das tun, was man eh schon kann!” versammeln sich ab dem 16. Juni auf dem Gelände der DOCUMENTA 12 1001 Menschen, die auf Staatskosten mal etwas völlig Neues ausprobieren wollen: Grenzen einreißen, Brücken bauen und schlagen, Bienen das Überleben sichern; und vor allen Dingen: sich endlich mal selbst(er)finden! Jeder Mitmachende hat genau 100 Tage Zeit, sich so extrem wie irgend möglich im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit zu positionieren. Die übrigen DOCUMENTA 12 Besucher stimmen ab. Der Gewinner wird in fünf Jahren automatisch Kurator der nächsten DOCUMENTA (13) sein! Und dann heißt es wieder zukunftsfähig und projektbezogen: “Ich habe zwar keine Ahnung, aber dank der vielen Millionen wird die Sache schon irgendwie über die Bühne gehen…”