DOCUMENTA12 – Bill Violas beeindruckendes Plädoyer gegen menschliches Ungemach unter Einbeziehung einer beeindruckenden und zuvor durch Ruth Noack und Roger M. Buergel genehmigten Formensprache!

Ruth Noak begründet ihre Entscheidung, auf der diesjährigen DOCUMENTA 12 auch eine Arbeit von Bill Viola (siehe oben) auszustellen, mit ihrer innigen Nähe zum rationalen Irrationalismus, mit dessen Hilfe sie ebenfalls immer bei grün über die Straße gehe (obwohl längst rot ist) und sich auch sonst prima selbsterfahre, selbst wenn ihre un(g)e(r)füllte Waschmaschine bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages hinein ihren Job macht. Seit ihre Nachbarn wissen, daß sie die überirdisch unfehlbare Macherin der DOCUMENTA 12 ist, trauen sich diese sowieso nicht mehr, sich mit ihr anzulegen, weil ein Leben ohne Reisepaß nicht mehr so schön ist – was Ruth Noack als nur allzu gerecht empfindet. Und wem das immer noch keine ausreichenden Gründe für Bill Violas Arbeit auf der DOCUMENTA 12 (d 12) sind, für den hat sie noch dieses Zitat parat: “Nie hat wohl eine Gegenwartsgeneration mit einem derart räuberischen Instinkt die Errungenschaften des Vergangenen aufgebraucht und mit entschlossener Realitätsverleugnung alles von sich weggeschoben, was die Bereicherungssucht des einzelnen behindern könnte” (Oskar Negt, Kindheit und Schule in einer Welt der Umbrüche). Ein perfektes Zitat, das sich inhaltlich perfekt auf Bill Violas oben einzusehende Arbeit bezieht, ohne dabei die Lebensumstände einer ganzen 68er-Generation und deren menschliche Nachfolgeprodukte zu sehr aus den Augen zu verlieren.

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Nachtrag vom 11.6.2007

Seltsames Documenta12blog….

Published in: on June 9, 2007 at 10:07 pm Comments (1)

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  1. hm ^

    und von wegen die Sozialarbeiter … die können ja auch alle Entscheidungen verschwurbelt begründen.


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