So viel Aufmerksamkeit hätten sich die Kasseler Dreck-Street-Boys mit ihrem neuen Frontmann Boy George nicht träumen lassen, als sie im frühen Morgengrauen ein Stück überflüssige Straßenprotestkunst der chilenischen Künstlerin Lotty Rosenfeld, die mit ihrer ungenehmigten Aktion “unterschwellige Formen von Macht und Kontrolle, sowie das von Bundeskanzlerin Angela Merkel gesteuerte Unrechtsregime in Berlin” aufzuspüren gedachte, schlicht, ergreifend und unrechtsregimeresistent von der Straße kratzten – einfach so. Das ist einerseits bedauerlich, andererseits natürlich nicht, denn : was tun? (die da eigentlich)
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Nachtrag vom 16.6.2007
Das schreibt Mein-Gott-Und-Meine-Welt!
Rosenfeld beklagt sich: “Ich bin persönlich wirklich verletzt. Es ist ein Akt der Gewalt und ich fühle mich missachtet.” Die Arme aber auch, wie bedauerlich, sie wird mißachtet…
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Nachtrag vom 19.6.2007

Kunst vs. Kleingeist
“Sie zerstören gerade ein Kunstwerk, wissen sie das?”
“Wir handeln im Auftrag vom Arbeitgeber. Das haben wir schriftlich.” [Tagesschau online]
Oh, wie wir das lieben! Die Kunst in der vergeblichen Revolte gegen die Kleingeister…
Wollte ich doch just in diesem Moment ein Trackback auf das sprechblasenblog legen. Was nun hiermit getan sei.
Was hier unter “Das schreibt Mein-Gott-Und-Meine-Welt!” steht, habe ich so nicht geschrieben. Ich habe nur die Künstlerin zitiert. Ich habe *nicht* “Die Arme aber auch, wie bedauerlich, sie wird mißachtet…” geschrieben.
Wenn aus meinem Blog zitiert wird, dann auch bitte korrekt.
Hallo Michael,
danke für Deinen Kommentar. WENN Du mein Zitat GENAU liest, so wirst Du feststellen, daß die von Dir bemängelte Zeile “Die Arme aber auch, wie bedauerlich, sie wird mißachtet…” zwar HIER in Gänsefüßchen steht – weil sie gerade Gegenstand einer weiterführenden Betrachtung ist -, nicht jedoch in meinem Originalbeitrag. Und das bedeutet, daß es sich eben NICHT um ein Zitat, sondern – Du ahnst es mittlerweile bereits selbst – um ein Kommentar von mir handelt. Ein Kommentar, kein Zitat! Und warum habe ich in Deinen Augen (möglicherweise) so menschenverachtend kommentiert? Nun, weil besagte Künstlerin keine Veranlassung hat, sich “verletzt” und “mißachtet” zu fühlen. Nach Klärung des Mißverständnisses hätte sie die Fahrbahnen ja neu bekleben können. Aber dann kann man sich ja nicht mehr “verletzt” und “mißachtet” fühlen, nicht wahr?
Immer wenn Arbeiten von Künstlern im öffentlichen Raum beschädigt oder zerstört werden, sind sie nicht bereit anzunehmen, daß besagte Arbeiten von den Beschädigern mit dem gleichen Selbstverständnis beschädigt oder eben zerstört wurden, mit dem sie sonst Telefonzellen, Autoreifen oder das Leben ihrer Mitmenschen beschädigen oder zerstören. Der Kunst wird aus Sicht der Beschädiger oder Zerstörer kein Sonderstatus zugebilligt. In dem hier vorliegenden Falle ist sie noch nicht mal zerstört, sondern nur gereinigt worden. Vielleicht ein bißchen zu intensiv.
Merke: Nicht jeder Künstler ist ein Jesus. Und nicht jeder Jesus ein Künstler. Und – ganz wichtig: nicht jeder Künstler ist ein Künstler! Dieser Merksatz ist auch auf das weibliche Geschlecht zu übertragen.
Moin,
ich meine nicht das es “menschenverachtend kommentiert” ist. Wer das hier so liest könnte aber meinen das ich das so geschrieben hätte. Ich halte es einfach nur für mißverständlich, das ist schon alles.
Der Korinthenkacker ;O)
Ist es nicht schön, die Dinge so friedlich und so einvernehmlich zu klären?
Moin nochmal,
war ich unfriedlich? Ich habe nicht geschrieen. :O)
Ich habe nur versucht etwas klar zu stellen und eine Bitte geäußert.
Auch zitieren will gelernt sein. ;O)
Huiuiui, es war eine nette, freundliche Rand- oder Schlußbemerkung. Eine Tatsachenbeschreibung! Nein, Du warst nicht unfreundlich. Vielleicht hätte ich eines dieser von mir wenig geschätzten Emoticons gebrauchen sollen?
Es ist ALLES ok!