Die Titanic ünterstützte vor Jahren einen der damals fähigsten und angesehensten Politiker der Bundesrepublik Deutschland, nämlich Jürgen W. Möllemann, bei seiner Kandidatur um das Amt des Bundespräsidenten. Wir alle können uns noch gut daran erinnern wie die Sache in letzter Konsequenz ausging: Supermärkte mußten geschlossen werden – einfach so; und nicht nur das. Das alles soll nun geringfügig anders werden: ein weiteres politisches Schwergewicht muß nach dem Willen des Satiremagazins mit den Gesetzmäßigkeiten des freien Falls nebst Erlangung gesellschaftlicher Unsterblichkeit zwingend in Verbindung gebracht und vertraut gemacht werden: Ex- und Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl.
Ein Engagement, das Weitsicht, aber auch viel Fingerspitzengefühl erfordert, paßt der Mann doch nicht so ohne wenn und aber einfach in eine einmotorige Propellermaschine. Da ist schon ein bißchen mehr gefragt, zum Beispiel: Durchsetzungsvermögen. Doch: wo ein Wille ist, triumphiert auch ein Weg. Mit Pauken und Trompeten, mit Hans Werner Olm und Michael Mittermeier, Hans Leyendecker und Lisa Politt – und einigen anderen, die es eigentlich nicht verdient haben, sich im Kreise vorstehend genannter Prachtnasen heimisch zu fühlen. Aber so ist das Leben eben manchmal: hart, feige, unachtsam, launisch, ungerecht. Was will man da machen? Sich seine Schmerzen ausnahmsweise lieber in einem Dominastudio abholen? Warum nicht? Die Gelegenheit scheint günstig.
