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Otl Aicher: «Lichtbericht»

20 Feb

Schmuckbild – Quelle: Internet

Was kann eine gekonnte Unternehmenskommunikation im Vergleich zu einer weniger gekonnten Unternehmenskommunikation ausrichten? Vor dieser Frage stehen nicht eben wenige Betriebswirte, wenn es mal wieder darum geht, die den Ausgaben gegenüberstehende Mehrwerte für das jeweilige Unternehmen zu bewerten. Die Antwort ist ziemlich einfach: Zum Beispiel ein Unternehmen vor der Pleite bewahren.

So geschehen durch Otl Aicher, der es allein durch seine konsequenten und genialen Kommunikationsmaßnahmen fertigbrachte, ERCO nicht nur aus den roten Zahlen hinauszubringen, sondern das Lichtunternehmen weltweit zu einer führenden Marke auszubauen.

Wie sehr ERCO die Verdienste Otl Aichers nach wie vor schätzt, sie hegt und pflegt, läßt sich auch daran ablesen, daß sich jede einzelne Ausgabe seines legendären Lichtberichts noch heute von der ERCO-Seite herunterladen läßt.

Stellvertretend für alle Hefte haben wir uns für die Nummer 17 entschieden, die wir nachfolgend als Download verlinkt haben. Von hier aus haben Sie Zugriff auf sämtliche Ausgaben. Immer fotografiert von den damals besten der besten Fotografen.

Auf der Linotype-Seite können Sie, so Sie es wünschen, Otl Aichers Schriftfamilie Rotis käuflich erwerben.

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Mahatma Gandhi: «First they ignore you. Then they laugh at you. Then they fight you. Then you win.»

19 Feb

Mahatma Gandhi by Margaret Bourke-White

Margaret Bourke-White said about herself: «Nothing attracts me like a closed door. I cannot let my camera rest until I have pried it open, and I wanted to be first.» Interestingly, she never joined Magnum Photos.

Photo and Bourke-White quotation taken from: Thoughtful Photography

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Karneval deluxe: «Miss Moneypenny Reloaded»

18 Feb

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Es ist nicht zu ignorieren: Miss Moneypenny fährt mit ihrem Fahrrad (selbstschußgesicherter Schminkspiegel, rücktrittsversiegelte Ganzkörpermassage, satellitenunterstützte Einparkhilfe, sowie eine zu einem Fahrradvibrationssitz umfunktionierte Mao-Bibel inklusive) fröhlich und verbotenerweise mit einem Affenzahn durch die Fußgängerzone, um noch eben schnell vom totalen Räumungsverkauf profitieren zu können. Sie war ja schon immer dafür, nur damals konnte sie wegen ihres Piepsstimmchens ihre Unterstützung im Sportpalast nicht richtig an den richtigen Mann bringen.

Heute ist das anders. Denn seit sie mit James kooperiert, funktionieren auch wieder ihre elektrischen Lockenwickler, die Spardampfseife deluxe, die in den Handschuhen integrierte Nagellackheizung; und der in eine Strickmütze eingewobene elektronische Nachrichtengeber sowieso. Im Hintergrund übersetzt ein menschlicher Empfänger die von Miss Moneypenny soeben abgesonderten Impulse und gibt sie simultan zu wesentlich verständlicheren Tierlauten übersetzt wieder an die Mitwirkenden in der näheren Umgebung ab. Nun sind alle informiert – und jeder weiß, was zu tun ist. Eigentlich ziemlich praktisch.

Materialien zum erweiterten Diskurs: Frauenaktienclub Miss Moneypenny.

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Best George Clooney Look-A-Like Contest ever!

18 Feb

Screenshot Huffington Post

Well, whatever matches, it matches. There are, however, some doubters. Here are some of their voices: «One wrote: “What criteria was used? Possibly just one? That he be male and have hair?” while another, perhaps cruelly, said: “Who judged this? Stevie Wonder?”»

Well, aren’t we all aware of a most beautiful thing called «British Humour»? And if so, what does it tell us? Well, there we go because we think that this is an outstanding masterpiece of British Humour!

And this very special British Humour continues: David James Glendon, who successfully pipped 782 other entrants, may attend the Academy Award Ceremony in late February this very same year in Hollywood! We wouldn’t wonder if he’s going to become the next James Bond.

David! Our warmest congrats! Very well done!

Read the full Monty on The Huffington Post

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The Dionne Quintuplets

15 Feb

The Dionne Quintuplets 1937

«When Oliva and Elzire Dionne of Corbeil, Ontario were expecting their sixth child they were fairly certain that Elzire was carrying twins. They would turn out to be about 40% right. On 28 May 1934, with the help of two midwives and the local doctor Allan Roy Dafoe, Elzire gave birth to five girls: Yvonne, Annette, Cécile, Émilie and Marie. They were the world’s first surviving quintuplets.»

Read the whole touching story on codex99.

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Best Authority Badge Ever

26 Jan

Welcome to Miami!

It is always good to know that self-regulating and self-referring regulations are not only a speciality of German bureaucrats. And by the Milky Way: «How would people know who to call to report a missing notice, if the phone number is on the notice itself?»

via: The Agitator

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Louis Vuitton

23 Jan

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Werbung und ihre assoziative Glaubwürdigkeit sind meistens zwei Paar Schuhe, die selten genug den Eindruck erwecken, als seien sie in ein und derselben Werkstatt gefertigt worden. Während obige Anzeige ja noch mit «Hey, das ist ja gar kein richtiger Fußballplatz; also bloß weg hier!» die plötzlich überkommende Reiselust der drei Fußballprofis erklärt, sieht es mit nachfolgend abgebildetem Printmotiv schon um einiges problematischer aus: Ein flüchtiger Blick auf das Inserat – und die meisten Blicke auf Anzeigen geschehen nur flüchtig beim Weiterblättern – ermöglicht die Annahme, daß die Dame auf der verrosteten Motorhaube des verkehrsun- aber wohl immer noch weltalltüchtigen Fahrzeugs in einem schicken Designerrollstuhl sitzt. Die Louis-Vuitton-Tasche wird assoziativ zum Wheelchairwheel. Sehnt sich deshalb die ehemals erste Frau im Weltraum nach der Schwerelosigkeit im Universum? Außerdem ist es schlicht unglaubwürdig, sich mit einer Mode-Label-Reisetasche Richtung Mond aufzumachen.

Unser gut gemeinter Ratschlag an Ogilvy & Mather pour la prochaine fois: Präsentationspappen sorgfältig knicken – und nochmals von vorne anfangen. Das einzig Positive an der Kampagne: die herausragende Fotografie von Annie Leibovitz.

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DDC-Werkstattbericht: «Ein Besuch bei Thomas Rempen»

6 Jan

Überpünktlich stehe ich eine Viertelstunde vor der vereinbarten Zeit um 05:15 Uhr vor Prof. Olaf Leus Tür – und vertreibe mir die restliche Wartezeit damit, ein paar Fotos von jener Umgebung anzufertigen, in der ich zu meiner Jugendzeit den Hund ausführte. Es sei jedoch hinzuzufügen: Zu wesentlich zivilisierteren Tageszeiten.

Auf unserer Fahrt ins Münsterland haben Herr Prof. Leu und ich viel Zeit zum Diskutieren. Unter anderem darüber, was originär und was originell ist. Das Schicksal findet Gefallen an unserer Diskussionsführung, sodaß wir dank eines ausgiebigen Staus nicht nur die Möglichkeit bekommen, unsere unterschiedlichen Ansichten weiterführend und bis in den letzten Winkel auszutauschen, sondern werden zudem durch malerische Landschaften geführt, die uns harmonisch auf die Vorzüge ökologisch ausgerichteter Landwirtschaft vorbereiten.

Nun haben wir Thomas Rempens Hofgut Ashege erreicht. Im Hintergrund ist Peter Zizkas rotes Jacket wahrzunehmen. So wie Günther Fielmann oder Karl Ludwig Schweisfurth hat sich auch Thomas Rempen der ökölogischen Landwirtschaft verschrieben. Um prizipiell in Erfahrung zu bringen, wer in aller Grundsätzlichkeit Thomas Rempen ist, dem sei die Lektüre dieses Artikels aus Die Welt ans Herz gelegt.

Herzliche Begrüßung: Prof. Olaf Leu und Thomas Rempen. Im Hintergrund Ursel Schiemann und Dagmar von Grolman.

Mit klarem Blick: Tassilo von Grolman.

Thomas Rempen blättert im So-war-es-vorher-Booklet.

Der Hausherr referiert über die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die er nach der Übernahme von Hofgut Ashege hatte vornehmen müssen. Links im Bild: Martin Breuer.

Weitere DDC-Werstatt-Besucher treffen ein.

Beispielsweise DDC-Vorstandmitglied Niko Gültig, der hier von Erika Koch begrüßt wird.

Thomas Rempen im Gespräch mit Silvia Olp; und Niko Gültig begrüßt im Beisein von Dagmar von Grolman Martin Breuer.

Prof. Olaf Leu im Gespräch mit Niko Gültig.

Die Vorzüge ökologischer Landwirtschaft sind überall gut zu sehen: Sogar die broccoliesken Anabelle Hortensien in ihrer verherbstlichsten Form vermögen es unter diesen Voraussetzungen, über sich hinauszuwachsen.

Martin Breuer verteilt unsere Trinkgefäße.

Das Gesprächsthema zum Auftakt des Werkstattbesuchs ist schnell gefunden: Thomas Rempen erzählt aus seinem Werberleben. Immer noch legendär, obwohl lange zurückliegend: «Rempens erste Mazda-Anzeige». Thomas Rempens Agentur hatte damals frisch den Mazda-Etat gewonnen und so fuhr er, wie es sich damals noch gehörte, eben einen Mazda – und mit diesem leicht unvorschriftsmäßig mit überhöhter Geschwindigkeit durch eine Autobahnbaustelle. Den Bußgeldbescheid druckte er inklusive Beweisfoto mit eben jener Headline, nämlich «Rempens erste Mazda-Anzeige», doppelseitig in der W&V ab, womit er nicht nur den Lacher auf seiner Seite hatte, sondern jedem unmißverständlich zu verstehen gab, was es aus der Sicht eines Thomas Rempen bedeutet, kompromisslos Werbung zu betreiben.

Herr von Grolman bekommt es von Silvia Olp tüchtig eingeschenkt, und zwar durch eine Teekanne aus dem Hause Tassilo von Grolman Design. Tröpfchen für Tröpfchen voller Qualität.

Ein Blick durch das Küchenfenster nach draußen. Im Vordergrund drei positiv zu adjektivierende und mit einigen Lichtpunkten versehene Flaschen Olivenöl.

Ein weiteres Bildbeispiel für die Richtigkeit der These: «Vordergrund – Bild gesund». Einerseits. Eine Alternativ-Bildunterschrift wäre andererseits: «Mit subtiler aber dennoch beharrlicher Strahlkraft bereichert die Sonne den sich im Vordergrund befindlichen starken Baumast mit herrlichen Sonneneinstrahllöchern, die nur eines verkünden, nämlich daß hier gerade eine Delegation von DDC-Mitgliedern tagt.»

Diese Reimregel läßt sich im Interesse einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Bildberichterstattung variieren: «Vordergrund mit Sachen – und der Mensch (Peter Zizka) muß lachen».

Was noch niemand am Tisch so recht glauben möchte, ist die Tatsache, daß es immer hipper wird, sich in die Fingerspitzen kleine Magneten einoperieren zu lassen. Noch lachen wir und Heiner Stüber darüber, wenn aber die ersten auf diesem Wege umoperierten Rentenbeitragszahler vom nächstbesten Vollmond ohne Schutzanzug in den Kosmos gesogen werden, wird der Spaß aufhören – und der Bundestag dieses Thema ernsthaft diskutieren.

Nur allzu gerne möchte wir in Erfahrung bringen, was es mit «tasch me» auf sich hat. Etwa magnetische Fingerkuppen?

DDC-Fotografin Erika Koch in Aktion.

«Nach dem Essen sollst Du Dich bewegen – oder vorher noch ein wenig reden.» (Zitat von Winston Churchill)

Wie vorstehend.

Wendet man seinen Blick von dem Cover eines Bildbandes über Gerhard Richter um ca. 90° nach oben, so blickt man direkt durch die riesige Wohnzimmerglasscheibenfront auf ein Motiv, das von Gerhard Richter schon einmal (weniger farbig) gemalt worden sein könnte. Unser Redaktionsfotograf Andreas Baier konnte vor diesem Hinter- bzw. Vordergrund der Versuchung nicht widerstehen…

Senkt man im Anschluß daran wieder sein Haupt und widmet seine Aufmerksamkeit nunmehr einem Früchte-Ensemble, das sich direkt neben besagter Richter-Publikation angesiedelt sieht, so verbindet man mit diesem Eindruck zwangsläufig den Namen Hans Hansen – und drückt den Auslöser seiner Kamera instinktiv ein weiteres Mal.

DDC-Gründungs- und Ehrenmitglied Prof. Olaf Leu im Gespräch mit DDC-Vorstandsmitglied Niko Gültig über die visuelle Strahlkraft der DDC-Farbe Gelb.

Thomas Rempen zeigt uns zunächst seine Speisetiere: Gänse, Hühner, Schafe.

Ein kurzer Pfiff und schon kommen sie ans Gatter: Rempens Lämmermütter.

Verfügen über großzügig bemessene Auslauf- und Weideflächen: Rempens Coburger Fuchsschafe.

Und immer wieder erhält die DDC-Delegation Erläuterungen aus erster Hand.

Sind höchstwahrscheinlich längst verdaut: Rempens Biogänse.

Frei nach Picasso: eine Friedensgans aus dem Hause Rempen.

Die Aktivstallungen auf Hofgut Ashege: eine Außenansicht.

Die Aktivstallungen auf Hofgut Ashege: eine Innenansicht.

Hier bekommen Dressurpferde die Möglichkeit, ihre Schrittechnik zu verfeinern. Ein DDC-Delegationsmitglied ergreift spontan die Gelegenheit, sich temporär in die Rolle eines solchen Dressurpferdes zu versetzen.

Zur Zeit sind die Ställe leer, da die Pferde das gute Wetter nutzen, um auf den Feldern frische Luft zu schnappen.

Stallungen, in denen man im wahrsten Sinne des Wortes vom Fußboden essen kann.

Thomas Rempen erläutert abschließend im Kurzdurchlauf die vielen zu bewältigenden Arbeitsabschnitte, die es zu durchlaufen galt, um seinen Hof in den jetzigen Aktivzustand zu versetzen.

And finally: A Landebahn has to be created in order to ermöglich Thomas Rempens Self-Made-Apfelkuchen a proper touchdown. Eine Vorgehensweise die auch Prof. Olaf Leu voller Vorfreude nur gutheißen kann.

Und selbstredenderweise dürfen Olaf Leus «Bilanz-Bände» (rot und blau) nicht fehlen. Auf Seite 107, 2. Bilanz-Band (blau), steht im letzten Absatz: «Herb Lubalin wurde nur 63 Jahre alt, und so war es für mich eine große und tief empfundene Ehre, meinen 1969 geschriebenen Artikel jetzt als Nachruf in PRINT vorzufinden. Sehr ungewöhnlich, dafür eine deutsche Stimme zu verwenden, verständlich aber vielleicht auch unter dem Gesichtspunkt, daß amerikanische Kollegen in mir einen mit Herb Lubalin Vertrauten sahen. Jedenfalls hinterließ er die wohl wichtigste Aussage, die auch heute – und gerade heute – noch immer Bestand hat: Das menschliche Gehirn gleicht einem Warenhaus visueller Informationen, man braucht sie zur Schaffung neuer visueller Konzeptionen.»

Thomas Rempens «Gehirnwarenhaus» ist, so viel dürfte sich jedem am heutigen Tage erschlossen haben, nach wie vor in einer Weise mit visuellen Informationen vollgestopft, daß ihm die Ideen zur Schaffung neuer – nicht nur visueller sondern ganzheitlicher – Konzepte bis zum jüngsten Tage nicht ausgehen werden.

X

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Buchtip: «Besser die Wahrheit»

3 Jan

Der Verlagstext aus dem Hause Hoffmann und Campe besagt: «Christian Wulff ist ein Politiker, wie er selten vorkommt: ein mitfühlender Konservativer, einer, der knallharte politische Forderungen durchaus charmant vorzubringen weiß. Und ein realistischer Optimist. Seine Devise: Es gibt große Probleme – aber sie sind lösbar. Das Gesprächsbuch mit einem politischen Essay zur Person von Manfred Bissinger.»

Bezugsquelle

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Rückblick: «Die große Bambi-Verleihung 2011 im Wiesbadener Kurhaus bzw. in den Rhein-Main-Hallen»

3 Jan

Alle Fotos von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Das neue «Wiesbaden-Magazin» lag im Dezember letzten Jahres bundesweit der FAZ bei. Das oben abgebildete Titelbild durfte unser Redaktionsfotograf Andreas Baier beisteuern. Er freut sich darüber sehr.

Der rote Teppich führt direkt durch das Kurhaus hindurch. Der frühere Sprintweltmeister und FLUXUS-Künstler Lennox Lewis schaffte die Strecke einst in unter zehn Sekunden. Heute gilt jedoch: «Wie schaffe ich es, mich so lange wie möglich auf dem roten Läufer zu halten?»

Der rote Teppich aus der Vogelperspektive. Unten sieht man gerade wie der Moderator Kai Pflaume den Teppich einläuft. Auf dem Podest versetzt sich das Kamerateam in Schwingung.

Auf dem großen Display im Foyer des Wiesbadener Kurhauses kann man gut erkennen: Soeben ist der hessische Landesvater, Ministerpräsident Volker Bouffier, gemeinsam mit seiner Frau eingetroffen.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier im Interview.

Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller (links) und Frau Bouffier (rechts).

Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller auf dem Display eines iBooks im Gespräch.

Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, Verleger Dr. Hubert Burda im Radio-FFH-Interview.

Gruppenbild der vorstehend bereits erwähnten Stadt- und Landesoberhäupter.

Der Verleger Dr. Hubert Burda beantwortet Fragen zur Ausrichtung der Bambi-Verleihung coram publico.

Einen erstklassigen Verleger erkennt man an seinem überproportional mit Terminen gefüllten Kalender. Da bleibt niemals nie viel Zeit. Schon ist er auf dem Weg zur nächsten Verabredung.

Der Verleger Dr. Hubert Burda läßt dezent durchblicken, daß er sich trotz selbstgefertigtem Bambi für erfolgreich verlaufende Zahnbehandlungen nur bedingt zuständig fühlt.

«Fällt man vor einem anbetungswürdigen Menschen auf die Knie und fotografiert ihn unmittelbar aus der Froschperspektive, so erhält man ein anbetungswürdiges Gesamtkunstwerk – sofern man die Aufnahme weiterführend künstlerisch nachbearbeitet.» (Zitat von James Joyce)

«Wie schwierig war es denn für Sie, Ihren richtigen Style für den heutigen Abend gefunden zu haben?»

FOCUS-Chef Helmut Markwort und BUNTE-Chefin Patricia Riekel.

Monsieur Le Sky duMont gemeinsam mit seiner Tochter im medialen Kreuzverhör: «Wann haben Sie das letzte Mal etwas gegessen?»

Diese beiden Gentlemen bekommen auch einen Bambi verliehen. Leider konnten wir vor Redaktionsschluß nicht in Erfahrung bringen, um wen es sich handelt.

Warten auf Sky duMont.

Monsieur Le Sky duMont – ganz Kavalier – winkt den Mantel in einer leichten körperlichen Schräglage (für die er weltberühmt ist) für seine weibliche Begleitung herbei.

Und nun richten sich die Blicke auf Christine Neubauer.

Christine Neubauer tut alles, um die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten ihres Preisverleihungsoutfits ergonomisch in Szene zu setzen. Hier: Der doppelte Schleppeneinschlagwurf aus der halboffenen Handumdrehung. Ist auch der hessische Ministerpräsident von dieser Vorführung beeindruckt?

Ja, auch der hessische Ministerpräsident ist von dieser Vorführung beeindruckt.

Im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses wird die Bambi-Verleihung live aus den Rhein-Main-Hallen übertragen. Gerade zu sehen: Lady Gaga.

Die personifizierte Form des lateinischen Lichts.

Atmosphärisch begeisternde Randnotiz.

Kurdirektor und Geschäftsführer der «Kurhaus Wiesbaden GmbH» Henning Wossidlo bestellt routiniert «Fünf Bier für die Männer vom Sägewerk!»

Das Bambi-Maskottchen auf die Fassade des ehemaligen «R+V Gebäudes» projiziert.

Konzert- und Veranstaltungsbeleuchter Jan Kyritz macht es möglich: Eine in gleißendes Rotlicht getauchte Wilhelmstrasse.

Die Rhein-Main-Halle ist der höchst gelegene Punkt Wiesbadens und war schon immer ein besonderer Wallfahrtsort gesellschaftlich Bessergestellter. Sageundschreibe 6500 Treppenstufen (traditionell mit buntem Kerzenlicht beleuchtet) sind auf den Knien und dem Weg nach oben zu bewältigen – will man alles richtig machen. Zum Vergleich: Das Niederwald-Denkmal im Rheingau liegt nur 15 Meter höher. Anläßlich der Bambi-Verleihung durften die Stars jedoch ausnahmsweise mit der Limousine vorfahren, da man verhindern wollte, daß die teure Garderobe Schaden nimmt.

So wie einst der Schriftsteller Heinrich Böll von der Fotografin Barbara Klemm während einer Demonstration in Mutlangen als mahnender Denker malerisch in den emotionalen Mittelpunkt ihres Bildes gerückt wurde, so unterstützt nun der in Speckstein verewigte Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe die breite Masse der Bambiverleihungsinteressierten bei ihrem noblen Anliegen, sich auch ein kleines Scheibchen vom Medienkuchen abschneiden zu wollen: «Ihr naht Euch wieder, schwankende Gestalten, die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt. Versuch ich wohl, Euch diesmal festzuhalten?

Wie vorstehend, diesmal jedoch mit mehr musealem Charakter.

Überpünktlichkeit hat einen Namen: Lady Gaga: Gestützt von ihrem Leibwächter macht sie vor den Objektiven der Weltpresse einen gesunden und selbstbewußten Eindruck.

Hier sehen Sie die «Besten der Besten der Besten, Sir!». Nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch eine gesunde Portion Demut ist gefragt, will man sich zur Elite der Elitefotografen zählen: Leicht nach oben geknickte Lackschuhspitzen zeugen von der unbedingten Bereitschaft, vor jedem Star sofort auf die Knie zu sinken – und abzudrücken. Dicke Akkupakete ermöglichen es den Bildbeschaffern zudem, bis zu 48 Stunden gegebenenfalls sogar bei klirrender Kälte vor den Empfangstüren unserer bunten Preisverleihungswelt ausharren zu können, ohne zum lästigen Nachladen wärmere Räumlichkeiten aufsuchen zu müssen.

Das Spiel «Wer verläßt mit welcher Strategie das Auto?» wird in den unterschiedlichsten Variationen durchgespielt. Hier entsteigt die Sängerin Jasmin Wagner, vormals Blümchen, die Limousine auf der Passivseite – und leitet somit geschickt zur Grünfeld-Verteidigung über.

Die Moderatorin Sylvie van der Vaart in ihrem falbalaesken Fischnixenkleid.

Das orgiastische Justin-Bieber-Probekreischen setzt bei jeder eintreffenden Limousine reflexartig ein, denn: Sicher ist schließlich sicher.

Möglicherweise Bill Kaulitz, möglicherweise aber auch nicht.

Er ist geboren, um zu leben: Der Graf von Unheilig.

Die aufgeweckte Jugend von heute leidet an bestechender Beobachtungsgabe: «Schwulenhass ist keine Integrationsleistung» stellt sie treffend fest. Bushido bekommt trotz heftiger Bedenken genau jenen Integrationsbambi von Burda Media ausgehändigt, worauf beispielsweise der große Ausnahmekünstler Heino seinen goldenen Bambi wiederum zurückgab, ein Ereignis, das rückblickend betrachtet die Bambiverleihung an Bushido unter bestimmten intellektuellen Voraussetzungen dann doch irgendwie rechtfertigt.

Der Starmoderator Thomas Gottschalk zeigt sich ungebrochen honneckeresk: «Es lebe der Sozialismus mit seiner integrativen Gummibärchenkraft für alle!». Nach dieser klaren Ansage betritt er gemeinsam mit seiner Frau das Preisverleihungsgebäude.

Big Brother is watching you: Während die Party in vollem Gange ist, warten draußen vor der Tür immer noch die Fans auf Justin Bieber.

So here he is. Alles jubelt, schreit, kreischt – und vollzieht unter dem Schutz des Menschengedränges stante pede den mehrfachen Geschlechtsverkehr.

Justin Bieber (roter Kreis) gibt die Marschroute vor – und alle folgen ihm. Hier auf dem Weg zu einer noch unsignierten Autogrammkarte.

Während Justin Bieber im Hintergrund der Presse Rede und Antwort steht, raucht die Verwandlungskünstlerin Lady Gaga im Bildmittelpunkt genüßlich eine Zigarette mit Mentholgeschmack, die sie umgehend in eine leichte körperliche Schräglage versetzt; jene unkonventionelle Körperhaltung, der sie ihren Weltruhm verdankt.

Die Menschentraube vor der Rhein-Main-Halle löst sich langsam auf. Im Hintergrund sind die berühmten Strickereien aus dem Erzgebirge zu sehen, die momentan zwei verschnupfte steinerne Säulen wärmen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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So wird 2012: «Bundeskanzlerin Angela Merkel prophezeit uns ein rosarotes Jahr!»

2 Jan

Rosarote Zeiten

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Unterschwellige Vorbereitung der High Society auf die optischen Vorzüge der Plastischen Chirurgie aus dem Jahre 1967?

2 Jan

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Kinski statt Böller: «Die ökoideologisch korrekte Art, das neue Jahr zu begrüßen»

30 Dec

Der Anfang aus dem Film «Mein liebster Feind» von Werner Herzog.

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There Are Things In Life That Shall Not Be Underestimated

12 Dec

via: turtlemom4bacon

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The Star Trek Happy Dance

8 Dec

Als John D. F. Black am 2. August 1966 Gene Roddenberry einen Vorschlag für die Gestaltung der Star-Trek-Einleitungssequenz übersandte, und Gene der Sache «in allen wesentlichen Details» zustimmte, da war es wesentlichen Crewelementen – auch wenn es unlogisch erscheinen mag – nur noch zum Tanzen zu Mute.

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Albert Einstein’s Butterfly Collection

4 Dec

In dieser kleinen Holzbox befinden sich Teile der wertvollen Schmetterlingssammlung Albert Einsteins, die er einst zur Erforschung der Relativitätstheorie sorgfältig anlegte. Über den Verbleib seiner Schmetterlingsnetze ist jedoch nichts bekannt.

Gemäß dem letzten Willen Albert Einsteins sollte seine kostbare Schmetterlingssammlung direkt nach seinem Tode gemeinsam mit ihm verbrannt – und seine Asche von einem Helikopter aus über dem Grundriß des «Flamingo» in Las Vegas verstreut werden. Allerdings hielt sich ein gewisser Harvey, der später im Drama um das Kennedy-Attentat noch eine pikante Rolle spielen sollte, nicht daran und entnahm im Beisein Otto Nathans, einem Freund Einsteins, im Princeton Hospital in New Jersey die Schmetterlinge dem Sarg des Physikers. Einfach so.

Eine Tat, die der böse Harvey noch bitterlichst bereuen sollte, denn von nun an geriet sein Leben jämmerlichst aus den Fugen. Nur wenige Wochen später wachte er eines Morgens auf – und sein linkes Auge war plötzlich weg. «Bin nur mal kurz Zigaretten holen und gleich zurück» stand auf einem Zettel geschrieben, den er etwas zerknautscht auf seiner Bettdecke vorfand. Einfach so. Danach verschwanden ebenfalls hinreichend lapidar seine rechte Hand, sein Verstand, sein oberster Hosenknopf und dann auch noch seine Approbation. Auch einfach so. Alles, was ihm blieb, war, sich von nun an als unterbezahlter Fabrikarbeiter durchs Leben zu schlagen. Harvey kaute das bittere Brot des Erfolglosen, und immer vermißte er den leicht süßlichen Geschmack, von dem ihm sein Bäcker immer erzählte. So zog er enttäuscht von einem Ort zum nächsten, rasierte sich den Schädel, ließ sich einen langen Vollbart wachsen, wurde Creative Director und danach wieder unterbezahlter Fabrikarbeiter – aber immer mit Einsteins Schmetterlingen im Gepäck. Ein Versuch, sie öffentlichkeitswirksam unter einer freischwebenden Kirchenkuppel wiederzubeleben – und zum Fliegen zu bewegen, schlug dramatisch fehl. So ging auch noch Harveys linke Hand verlustig.

Er fühlte sich nicht gut. Schließlich landete der vollständig Hand- und Auglose in Wichita, wo er 1978 von Steven Levy, einem irischen Lebemann mit Call-Center-Erfahrung, aufgesucht wurde, der ohne Nennung eines triftigen Grundes mehr über den Verbleib der Schmetterlingsammlung des Denkergenies in Erfahrung bringen wollte. Nun wurde es Harvey zu viel und er faßte vierzig Jahre nachdem er die Schmetterlinge aus dem Sarg des Physikers entführt hatte, den Entschluß, sich von diesem Fluch nach Möglichkeit endgültig zu befreien und die genadelten Exflugtiere an den Ort des einstig schändlichen Begehens zurückzubringen. So verfeuerte er sie kurzerhand im nächstgelegenen Karmin. Der Rauch, so war sich Harvey damals ziemlich sicher, würde sich im Himmel mit dem Wesen Einsteins wiedervereinen und endlich Ruhe geben. Allerdings konnte er keine Streichhölzer finden. Wahrscheinlich nur deshalb ist nun ein Teil dieser legendären Sammlung im Mütter Museum of the College of Physicians of Philadelphia zu sehen.

Über die beiden sich ebenfalls in seinem Besitz befindlichen Einmachgläser, die die Überreste des Gehirns JFKs beherbergen, will der 102-jährige Harvey nichts sagen. «Das», so der seltsame Einzelgänger und Kuba-Liebhaber, «hat mir mein Anwalt untersagt».

via: Crackajack’s Nerdcore

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Christa Wolf ist tot

1 Dec

Die Schriftstellerin Christa Wolf ist – wir sagen es nur ungerne – tot. Heute verstarb sie im Alter von 82 Jahren in der Berliner Charité an den Folgen einer unsachgemäß durchgeführten Photoshop-Operation. Literaturinteressierte Digitalartisten in aller Welt betrauern diesen tragischen Vorfall zutiefst.

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Mark Twain feiert seinen 176. Google-Geburtstag: «Der Bericht über meinen Tod war eine starke Übertreibung»

30 Nov

Mark Twain vor seinem berühmten Äquator-Bildnis

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Und zur Feier des Tages folgen ein paar hübsche Zitate von ihm:

«Der Güte Gottes verdanken wir in unserem Lande drei kostbare Dinge: die Freiheit des Gewissens, die Freiheit der Rede und die Klugheit, keine davon in Anspruch zu nehmen.» – Following the Equator, Kap. XX

«Es gibt keinen Breitengrad, der nicht glaubt, er wäre der Äquator, wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre.» – Following the Equator, chapter LXIX

«Wir sollten darauf achten, einer Erfahrung nur so viel Weisheit zu entnehmen, wie in ihr steckt – mehr nicht; damit wir nicht der Katze gleichen, die sich auf eine heiße Herdplatte setzte. Sie setzt sich nie wieder auf eine heiße Herdplatte – und das ist richtig; aber sie setzt sich auch nie wieder auf eine kalte.» – Following the Equator, chapter XI.

«Je mehr Vergnügen Du an Deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.» – A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court, Kap. XXVIII.

Zu Tante Polly.

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Türkis Mühle oder Türkismühle?

26 Nov

Selbst gegen Angstgegner «FV Türkismühle»
bleibt Thomas Müller vom «FC Bayern München» zu jeder Sekunde
konzentriert am Ball. Ein sehr gutes Zeichen!

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Es gibt im beschaulichen Saarland ein noch wesentlich beschaulicheres Örtchen namens «Türkismühle». Ob besagter Fleck irgendwo im saarländischen Bindegewebe tatsächlich beschaulich ist, vermögen wir nicht zu sagen, denn auf dem Zugweg von Mainz mit Reiseendziel Türkismühle steigen wir immer schon in Bad Kreuznach, Bad Vilbel, Bad Münster am Stein oder gar Paris aus. Schade eigentlich.

Allerdings hindert uns dieser Reiseplanungsmalus dennoch nicht, sich Gedanken über die tatsächliche Aussprache des hier gegenständlichen Ortsnamens zu machen: Türkis Mühle oder Türkismühle? Mit anderen Worten: Steht in Türkismühle eine türkisfarbene Mühle? Oder eine hölzerne Windmühle, deren Rotorblätter über und über mit Türkissteinen besetzt sind? Oder ist dort eine Mühle anzutreffen, die dem Türki gehört, oder früher gehörte; es sich also ganz genitivesk um Türkis Mühle handelt?

Die Lösung: «Türki» ist die Koseform von Theodor von und zu Rübsch-Lippe-Obersumpfbach, von genau jenem Theodor von und zu Rübsch-Lippe-Obersumpfbach der im Jahre 1648 bzw. 1634 Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, Herzog von Friedland, kaiserlicher Kriegsrat und Kämmerer, Allerhöchster Obrist von Prag und ebensolcher Generalissimus Wallenstein ebenda höchstpersönlich eine Kurtisane in den Leib rammte, ihn anschließend durch das Fenster ins Freie bugsierte; und so auf Geheiß des Kaisers den dreißigjährigen Krieg beendete. Zum Dank erhielt der tapfere Türki eine original Bömische Dorfkornmühle mit Schnitzelgeschmack «aufdasz es ihm fürderhin kein Schlecht ergühen möge», so das Staatsoberhaupt in seiner Dankesfestschrift, die etwas später von Martin Luther King am 31. Oktober 1517 an das Hauptportal der Wittenberger Schloßkirche genagelt wurde, was vom damaligen Papst als Aufforderung zur Begehung außerehelichen Geschlechtsverkehrs interpretiert – und entsprechend geächtet wurde. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Grundsätzlich aber lernen wir daraus, daß es sich immer lohnt, am Ball zu bleiben. Auch oder gerade in Türkismühle.

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Foto von FC Bayern München.

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United Colors Of Benetton: «UNhate»

19 Nov

Germany kisses France

North Korea kisses South Korea

China kisses USA

Die «UNhate»-Kampagne ist etwas widersprüchlich in ihrer Kommunikation – wenn man genau hinsieht – aber als eingefleischte Gutmenschen, als die wir uns selbst nicht ganz zu unrecht sehen, weisen wir selbstverständlich auf jede Aktion hin, die unter dem erhabenen Banner der guten Absicht agiert. Und daß sich gerade Benetton für diese Nummer stark macht, unterstreicht den bizarren Grundton dieser Werbemaßnahme ein zweites Mal.

Support the Unhate Foundation

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Bambi 2011 – Sneak Preview: «Fällt man vor einem anbetungswürdigen Menschen auf die Knie und fotografiert ihn unmittelbar aus der Froschperspektive, so erhält man ein anbetungswürdiges Gesamtkunstwerk – sofern man die Aufnahme weiterführend künstlerisch nachbearbeitet.» (Zitat von James Joyce)

14 Nov

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The History Of «What?!»

8 Nov

via: Jay Mug

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Charlie Chaplin and Mahatma Gandhi

31 Oct

via: Awesome People Hanging Out Together

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Alfred Hitchcock und die Winterzeit

30 Oct

Alfred Hitchcock nimmt von seinem Zeitenstapel eine Stunde weg und bekennt sich so zur schöpferischen und wohltuenden Kraft der Winterzeit.

Als Alfred Hitchcock erfuhr, daß er seine Filme zukünftig eine Stunde früher fertigzustellen habe, verzog sich seine Miene finster und steinern, was der sich in seiner ständigen Begleitung befindenden Standuhr nicht unverborgen blieb und sie sich loyalerweise deshalb dazu entschloß, ein ebenso versteinert wirkenden Gesichtsausdruck aufzulegen, was im Endeffekt dazu führte, daß die Zeit unverändert blieb. Man kann also im privaten Bereich einiges gegen staatlich verordneten Irrsinn erfolgreich unternehmen.

Unsere lieben Meerschweinchenreportleserinnen und -leser! Was nach Lektüre der beiden vorstehenden Bildunterschriften wie ein heftiger Widerspruch wirken mag, ist jedoch keiner. Wir sollten einmal gemeinsam darüber nachdenken.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Unsere Originalzeit ist zurück!

30 Oct

Harold Lloyd in action

Da ist sie wieder: unsere Originalzeit. Sie fühlt sich wohl, dreht weiterhin unbekümmert am Rad – und bringt ihre Unterstützer zum Rotieren. Wohl dem, der hier versucht vom fahrenden Zug zu springen. Systemkritik? Systemkritik.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Edward R. Murrow

16 Oct

Click to enlarge dramatically

Photograph showing Edward R. Murrow in his office, 1957.
Source: the University of Maryland Library.
Copyright holder: United States of America

Read the full story about the fascinating man who once dragged McCarthy out of his office.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Pink Floyd: «Welcome To The Vintage Exercise Machines»

10 Oct

More on How to be a retronaut.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Where Is Selleck’s Whereabouts?

9 Oct

Strictly Without Tom Selleck

Where is Tom Selleck? How is he doing? Can we help him? These and other questions arose in the brains of many many many Tom Selleck fans who visited «Selleck Waterfall Sandwich» all over the world.

In the beginning there was light, mayonnaise and a beautiful website honouring the tasty qualities of famous Hollywood legend Tom Selleck. But that seems a long time ago. Since a couple of weeks, months and even years this file above is making its way through the Internet complaining silently the prominent absence of Tom Selleck. All a fake? Could be. But recent investigations have shown that the title of his new film «Jesse Stone: Innocents Lost» is a strong hint that Selleck himself might be the «Innocent Lost»; and that his missing is on purpose.

Only one voice, however, the voice of a former farmer’s widow with a strong Scottish accent, says that it is quite likely that Selleck prefers to live inside of the burger secretly because he couldn’t cope with all his fame anymore. «See, at the moment he’s cleaning the house!», she says. Otherwise there was no reason why the «cornerstone of each nutritious breakfast» (Quote from «Pulp Fiction») is constantly moving. With a firm «Don’t you think so?» she closes her thoughts.

Meerschweinchenreport is convinced that Tom Selleck must be somewhere and that the day will come when he returns.

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Museum Ludwig: «Ichundichundich. Picasso im fotografischen Portrait»

7 Oct

Im Museum Ludwig ist noch bis zum 15. Januar 2012 die Ausstellung «Ichundichundich. Picasso im fotografischen Portrait.» zu sehen.

Pablo Picasso war neben Andy Warhol, Salvador Dali und Joseph Beuys einer der größten Selbstinszenierer seiner Zeit. Kein Zweifel. Die hier gegenständliche Ausstellung will sich mit der Frage auseinandersetzen, wie hoch der Anteil des jeweiligen Fotografen am Zustandekommen der Fotoportraits vom spanischen (Super)-Künstler war, da Picasso aus Sicht der Kuratorin Dr. Kerstin Stremmel offensichtlich unter Generalverdacht steht, die ihn so hingebungsvoll Portraitierenden, allesamt Fotografen von Weltruhm, gnadenlos manipuliert zu haben. Eine, wie wir finden, völlig überflüssige Fragestellung. Was allerdings alles andere als überflüssig ist, das ist besagte Ausstellung als solches. Wir empfehlen, sich unvoreingenommen diese sagenhafte Bilderschau zu Gemüte zu führen, und das «warum, wieso und weshalb» einfach mal zu vergessen, denn es muß auch hier nach wie vor der alte Grundsatz gelten: «Der gute Künstler unterhält sich mit sich selbst – und der schlechte mit dem Publikum».

Zum obigen Film: «Le mystère Picasso» aus dem Jahre 1956 zeigt den Künstler beim Malen. In diesem kurzen Filmausschnitt ist sehr schön zu sehen, wie Picasso zunächst ein paar Blümchen malt, dann einen Fisch darum herum, dahinter dann eine Henne, letztlich verschwindet der größte Teil des soeben Gemalten dann wieder hinter einer geschlossenen schwarzen Fläche – und man bekommt eine sehr schöne Idee von der Vorgehensweise Picassos, nämlich, daß er möglicherweise zu Arbeitsbeginn nicht die geringste Idee hat, was er malen möchte, sich dann jedoch, nachdem die ersten Formen geschaffen sind, assoziativ damit auseinandersetzt und wie ein kleines Kind herumspielt – und irgendwann beschließt, mit dieser Arbeit fertig zu sein. Dem Schachgenie Bobby Fisher sagte man beispielsweise nach, er hätte sich mit seinen ersten Zügen nie richtig auseinandergesetzt, sondern zunächst eine Grundsituation geschaffen – und dann erst mit dem Nachdenken begonnen. Picasso scheint ähnlich gearbeitet zu haben.

Menschen, die unter Aufopferung ihrer selbst und schön brav ein Kunstgeschichtsstudium nach dem anderen hinter sich gebracht haben, werden vorstehende Überlegungen möglicherweise nicht gänzlich nachvollziehen können. Wir sollten ihnen das nachsehen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10 – 18 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 – 22 Uhr

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Zum 75. Geburtstag von Olaf Leu: Eine Bootstour auf dem Main

7 Oct

Einige Bilder sehen in der Vergrößerung viel besser aus. Dies läßt sich durch Anklicken der entsprechenden Bilddatei erreichen.

Auf dem Weg von der U-Bahnstation zum Landungssteg der «MS Gaby» überquert man, so man will, den Frankfurter Rathausplatz. Nicht zu übersehen: der nach dem Krieg wiederaufgebaute Römer. Eingefleischte Historismusgegner, eingewickelt im Schafspelz moderner Architekturliebhaber, hätten dort lieber eine schmucke 1950er-Jahre-Betonparkplatzgaragenanlage gesehen.

Malte Kindt bleibt lieber «Landratte» und wünscht uns eine gute Reise.

Die aus Hamburg überführte «MS Gaby» (Baujahr 1921) setzt sich in Richtung einer der vielen Mainschleusen in Bewegung. Von links nach rechts: Michael Eibes, Peter Zizka, Rainer Gehrisch, Gudrun Martens-Gottschall (Rücken) und Prof. Olaf Leu.

Im Hintergrund entwickelt und verdichtet sich die Skyline des Frankfurter Westends. Von links nach rechts: Peter Zizka, Rainer Gehrisch, Ingrid El Sigai, Prof. Olaf Leu sowie Gudrun Martens-Gottschall.

Das Frankfurter Bankenviertel, dargestellt durch die verdichtende Perspektive eines starken Teleobjektivs. Im Hintergrund der Messeturm, für dessen Gestalt der amerikanische Architekt Helmut Jahn verantwortlich zeichnet.

Einmal kurz abgebogen, das Weitwinkelobjektiv aufgeschraubt – und schon sieht alles ganz anders aus. Vorne rechts ist die neue DDC-Geschäftsstelle zu sehen, die voraussichtlich im Jahre 2014 fertiggestellt sein wird. Wegen der europäischen Vorbildfunktion, die der DDC in Designfragen fraglos ausübt, hat sich die EZB, großzügig wie sie sich im Moment allen denkbaren Finanzfragen gegenüber aufgeschlossen zeigt, bereiterklärt, das Sponsoring für die nicht ganz unerheblichen Baukosten zu 100% zu übernehmen. Herzlichen Dank! «Danichfür!» konntert die rechte Hand Jean-Claude Trichets gekonnt. Bescheidenheit ist eben eine typisch französische Attitude.

Am Wegesrande kurz aufgegabelt: Eine generationenübergreifende Getränkeübergabe.

A: «Ein harmonisches Farbspiel der Naturgewalten!» B: «Bitte?» A: «Naja, so ungefähr. Also mehr im literarischen Sinne.» B: «Aha.»

Der Fotograf, Filmer und Regisseur Rainer Gehrisch produziert das Geburtstagsfilmchen für Olaf Leu, das auch das Interview mit ihm beinhalten wird.

Apropos Interview: Da hinten wäre doch ein prima Platz zum Anlegen. Indeed.

«MS Gaby» nähert sich der Anlegestelle gemächlichen Dieselschrittes. Über dieses Foto selbst: Unter bestimmten Voraussetzungen kann man der Bauhaus-Ästhetik durchaus eine zarte und sinnliche Komponente abgewinnen.

Das Gespräch mit Olaf Leu kann beginnen. Von links nach rechts: Peter Zizka (Ton), Michael Eibes (Aufhellung), Rainer Gehrisch (Kamera), Prof. Olaf Leu (Gesprächspartner) sowie Gudrun Martens-Gottschall (Interview). Im Hintergrund «Das Gerippte», eine Architektur unseres DDC-Mitglieds Till Schneider (schneider+schumacher).

Das Gespräch ist im Kasten. Wir haben soeben u.a. erfahren, daß das Logo der Deutschen Bank von Anton Stankowski von ihm ursprünglich für den Stuttgarter Flughafen entwickelt wurde, es aber von den damaligen Betreibern nicht eingesetzt wurde, worauf er es einfach beim Deutsche-Bank-Logo-Wettbewerb erneut einreichte. Stankowski belegte nach Prof. Leu den zweiten Platz – bekam aber dennoch vom damaligen Sprecher des Deutsche-Bank-Vorstands den Zuschlag. Reihenfolge der abgebildeten Personen wie vorstehend.

Peter Zizka fotografiert Ingrid El Sigai.

Ingrid El Sigai, Peter Zizka, Rainer Gehrisch, Elisabeth Budde, Prof. Olaf Leu sowie Gudrun Martens-Gottschall (weiße Jacke).

Michael Eibes wirft seine Wasserangel aus. Erst wenn Wasserglas, Wasserangelrute sowie Wasserangelschnur nebst Wasserangelköder zuvor im Wasserglas vereint eine spirituelle Einheit haben bilden können wird der Fang von Wasserangelfischen gelingen.

Wasserangelfische, die der Freiheit übergeben wurden, streben in der Regel als erstes eine Brücke an, auf der sie sich in der für sie so wichtigen Gebärdensprache üben.

Steuermann und Fotograf Ralf Braum im Dialog mit Eva Leu. Links hinter der Kamera: Rainer Gehrisch.

Einmal mehr «Das Gerippte».

Eine Sensation, weil niemand mehr damit gerechnet hatte – am aller wenigsten unsere in aller Welt führenden Schriftgelehrten: Die römische «Winkelschrift» in der architektonischen Anwendung. Um Mißverständnisse zu vermeiden: Die «Winkelschrift» hat nichts mit der uns bekannten römischen oder auch lateinischen Schrift zu tun. Sie basiert vielmehr auf einem intellektuellen Zusammenschluß von «Keilschrift» und der römischen Darstellungsweisen von Zahlen.

Die obere Zeile auf der linken Seite des römischen Hauses besagt beispielsweise, daß im Jahre 3421 der letzte Mensch die Erde verlassen haben wird. Populationswissenschaftler zeigen sich erstaunt, daß es doch noch soo lange dauern wird. Die mittlere Etage stellt eine alte römische Redensweise dar, nämlich: «Ceterum censeo diesgebäudinem esse delendam!» Und was die letzte und unterste Etagenzeile besagt, ist nicht ganz zu klären, weil einige Buchstabenumschaltfunktionen bedauerlicherweise von der davor verlaufenden Brücke verdeckt werden. Es geht aber im Kern der Aussage – so viel läßt sich mit Sicherheit feststellen – zum einen um Eisbären und zum anderen um wärmende Handschuhe.

Im Inneren des Gebäude, dem «Domus Ictus», wurden die von den Römern im Main gefangenen Wasserangelfische zum Trocknen aufgehängt – und später auf dem Markt verkauft.

Die Bootstour ist beendet. Olaf Leu bedankt sich bei Ralf Braum für den schönen Trip.

Auf dem Boot, filmenderweise, Rainer Gehrisch. Vom Ufer aus winken die anderen Bootstourteilnehmer zum Abschied.

Auch hier begegnen wir Überresten der römischen «Winkelschrift», die von uns Bootstourteilnehmern vorbeigehenderweise aufmerksam begutachtet wird. Es ist weltweit der bekannteste Fundort. Zunächst vermutete man auf dem Kopfsteinpflaster eine rudimentäre Vorform des «Sudoku»-Spiels, was allerdings von Otl Aicher, der als eingefleischter Schriftgestalter nicht eben wenig Zeit mit «seiner» Winkelschrift verbrachte, eindrucksvoll widerlegt werden konnte. Aicher wies nach, daß es sich um ein frühes «Ampersand»-Zeichen handelt, das er mit Genehmigung der Frankfurter Stadtverwaltung in seiner von ihm gestalteten «Rotis» auf der Innenseite des dem Fundort gegenüberliegenden Brückenpfeilers anbringen durfte.

Lieber Herr Prof. Leu, um es mit einem Zitat aus dem Roman «Per Anhalter durch die Galaxis» zu sagen: «Danke für den vielen Fisch!» Und natürlich: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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