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Andy Warhol: «Sometimes people let the same problem make them miserable for years when they could just say, “So what.” That’s one of my favorite things to say. “So what.” My mother didn’t love me. “So what.” My husband won’t ball me. “So what.” I’m a success but I’m still alone. “So what.” I don’t know how I made it through all the years before I learned how to do that trick. It took a long time for me to learn it, but once you do, you never forget.»

3 Apr

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Der Große Stahlhandel

27 Feb

Es war ein lausig schöner Herbstsommertag. Stahlhandel packte strahlend weiß seine sieben Sachen und verließ die Waschmaschine durch den Hintereingang. Er mußte sich sputen, wollte er nicht von Waltrauts Katze entdeckt und abermals mit dem Kopf zuerst in die Trommel gesteckt werden. Außerdem war er verabredet und somit trachtete er danach, pünktlich zu sein. «Pünktlichkeit ist die halbe Miete», schärfte ihm seine frühere Vermieterin (Vermieterin I) immer und immer wieder pepperonigleich ein, nur erschien es ihm fraglich, ihm, dem großen Stahlhandel, ob seine Vermieterin (Vermieterin II) das ähnlich sähe. Auf dem Weg zu ihr überfielen ihn da nämlich so einige Zweifel, die sich leider nicht so ohne weiteres ausradieren lassen wollten. «Wo habe ich denn nur um Himmels Willen meinen Radiergummi gelassen? Also den, der immer so herrlich leicht nach Hyazinthen schmeckt. Wo hab’ ich den denn nur?» fragte er sich fast minütlich und unnatürlich irritiert in die Runde blickend, denn inmitten dieser lag er, der große Stahlhandel, bereits nackt und gefesselt bäuchlings auf einem wehrlosen Flokatiteppich bzw. umgegkehrt und mußte sich Schillers Die Glocke aus dem Munde seiner drittbezahnten Ex-Grundschullehrerin über sich ergehen lassen. «Ich, Claudia, Kaiserin und Gott», stand unter anderem auf ihren reich beschrifteten und darob verzierten Fußnägeln zu lesen und langsam schien er, der große Stahlhandel, die Ausweglosigkeit seiner momentanen Gesamtschulsituation zu realisieren.

Stahlhandel schloß gottergeben die Augen, ertastete vorsichtig einen Hammer und schlug dreimal kräftig zu.

Dem Assoziationsblaster entnommen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Im längst mit Spannung erwarteten Buch «Der Sendemast, der Sendemast und der Sendemast» publiziert der Taschen Verlag zur kommenden Art|43|Basel die darin abgebildeten Sendemastanlagen in jeweiliger Originalgröße:

26 Feb

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Wer sich dieser Tage im heimischen Reiche hinter seiner Bildung einmauert, der bekommt draußen vor der Tür von den eingefrorenen Füßen des Klimawandels nichts mit!

9 Feb

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Gregor Krisztian: «Wie visualisiere ich einen Bestseller?»

15 Jan

Gregor Krisztian signiert

Gregor Krisztian signiert

Man sagt, daß der Künstler vor nichts mehr Angst habe, als vor einer vollständig weißen Leinwand zu stehen – und nicht zu wissen, was er malen soll. So sei, so sagt man scherzhaft weiterführend, die Technik des Grundierens entstanden: «Egal was, Hauptsache, da ist schon mal was drauf!»

Steht man vor den gerahmten Exponaten, die die Studenten der Klasse von Prof. Gregor Krisztian anläßlich ihrer Semesterschau regelmäßig an der Hochschule RheinMain präsentieren, so kann man zunächst leicht den Eindruck gewinnen, als handele es sich hierbei um «Kinderkram». Die Scribbles (so nennt man skizzierte Ideenentwürfe in der Werbefachsprache) konkurrieren immerhin mit endproduzierten Plakaten, Büchern, Filmen und Websites. Nicht einfach, sich für ungeputztes Gemüse zu interessieren, wenn am selbigen Ort zur selben Zeit überall fertige Speisen in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen gereicht werden.

Diese nicht sonderlich durchreflektierte Grundeinstellung dürfte sich jedoch spätestens dann schlagartig ändern, wenn man das Glück (oder das Pech) hat, vor einem leeren Scribble-Bogen zu sitzen; und sich mit folgender Aufgabe konfrontiert sieht: «Entwickeln Sie ein Landschaftsbild in fünf verschiedenen Einstellungen, das einem prima dabei behilflich ist, ein ungemein schickes Automobil zu verkaufen.» Oder, um die Sache noch erheblich zu verschärfen: «Leute, wir haben ein neues Waschmittel am Markt zu plazieren. Wie Ihr alle wißt, ist das Zeug genauso gut oder genauso schlecht, wie jede andere bereits etablierte Waschsubstanz auch, aber dennoch müssen wir diesem neuen Pülverchen ein unverwechselbares Gesicht geben. Und nun viel Spaß!» Wer nach mehreren Wochen lediglich mit abgekauten Nägeln aber noch vor einem weißen Blatt sitzt und schwitzt, der hat zumindest schon mal eine Idee davon bekommen, wie genial Markenkreationen wie beispielsweise «Ariel. Nicht nur sauber sondern rein»; «Der weiße Riese. Seine Waschkraft macht ihn so ergiebig»; «Die Vizir-Ultra-Kugel bringt die Waschkraft direkt in das Herz Ihrer Wäsche»; oder: « Unser Bestes von Persil. Da weiß man, was man hat. Schönen guten Abend» sind. Alles ziemlich geniale Einfälle. Wobei die jeweilige Zeit, in der die jeweilige Marketingstrategie zum Tragen kam, zu berücksichtigen ist. Ich weiß nicht, ob sich ein Flüssigputzmittel mit dem Markennamen «Der General» heute noch am Markt einführen ließe. Damals, kurz nach dem Krieg, war das was ganz anderes. Der Gedanke, daß sich der überlebende Teil der Kriegsgeneration der Verlockung, sich für kleines Geld einen echten General als preußisch durchdeklinierte Putzhilfe ins Haus holen zu können, nicht hatte widerstehen können, klingt irgendwie nachvollziehbar. Und, da wir gerade beim Thema sind: Steckt in Ariel nicht assoziativ irgendwie auch das Wort, ähm räusper: Arier? So wie in VegetARIER auch? Glauben VegetARIER vielleicht nur deshalb, daß nur sie ganz allein ganz genau wissen, was für den Rest der Welt gut ist?

Doch bevor ich endgültig vom Thema abkomme und mich meiner Lieblingbeschäftigung Öko-Bashing vollends hingebe, will ich mich zügeln, besinnen und feststellen, daß mit dem Eintritt des zukünftigen Agenturjungkreativen in den Ideenfindungs- und Visualisierungskurs von Prof. Gregor Krisztian an der Hochschule RheinMain eine neue Zeitrechnung beginnt. Es beginnt die Zeit des Nachdenkens und Assoziierens, der eingehenden Gesellschaftsanalyse, des Vergleichens und Einordnens, des strategischen Denkens und Handelns. Nicht nur für Architekten gilt: Was auf dem Reißbrett nicht entworfen wurde, kann später auch nicht gebaut werden.

Im späteren Agenturbetrieb werden Kreative, die besonders gut Ideen visualisieren können, auch Storyboarder genannt. Richtig gute Storyboarder sind rar, begehrt – und werden gehätschelt und gepeppelt. Von ihnen hängt es nämlich ganz wesentlich ab, ob die Agentur in der Lage ist, ihren Kunden eine Idee zu verkaufen – oder eben nicht. Nachfolgend der Blick auf eine Doppelseite des Buchs «Ideen visualisieren – Entwerfen und Präsentieren wie ein Profi». Ist es ein Zufall, daß der Protagonist in dem Scribble für einen Automobilspot ein bißchen wie Daniel Craig (alias 007) aussieht? Und daß die Geschichte in London angesiedelt ist? Und daß man in die weibliche Figur hinter dem Schreibtisch M hineinassoziieren kann? Selbst wenn die Akteure später nicht wie Daniel Craig oder M aussehen, so erhöhen solche visuellen Kniffe die Chance erheblich, daß der Kunde das Grundsätzliche in der Idee erkennt – und abnickt.

Von seinem ersten Buch «DuMont Handbuch: Layoutschule» haben sich von 1984 – 1996 insgesamt 27.000 Exemplare verkauft. Gregor Krisztians zweites Buch, das er gemeinsam mit Nesrin Schlempp-Ülker verfaßte, «Ideen visualisieren – Entwerfen und Präsentieren wie ein Profi», aus dem Mainzer Verlag Hermann B. Schmidt, ist seit 1998 auf dem Markt und kann mit einer bisherigen Gesamtauflage von 35.000 Exemplaren glänzen. Hier ist in beiden Fällen jeweils von einem echten Bestseller zu sprechen. Oder auch von einem Standardwerk, um das man nicht herumkommt, will man die Visualisierung von Ideen in aller Ernsthaftigkeit betreiben.

Gregor Krisztian ist u.a. Mitglied im Deutschen Designer Club – DDC.

Bezugsquelle

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Wie man sich die Zukunft eben immer so vorstellt

5 Jan

Als Cyrano de Bergerac die Augen wieder öffnete, mußte er feststellen, noch nicht das Zeitliche gesegnet zu haben, wohl aber erkennen, daß sowohl Farbe als auch Form seines äußeren Erscheinungsbildes ganz offensichtlich einem signifikanten Änderungsprozeß unterzogen worden waren. Auch war er sich nicht sicher, ob seine Fähigkeit, kraftvolle Monologe zu verfassen, von den beiden Kindern goutiert werden würde. Aber irgendwas mußte er schließlich tun.

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Wie soll ich’s halten künftig?
Mir einen mächtigen Patron entdecken
Und als gemeines Schlinggewächs dem Schaft,
An dem ich aufwärts will, die Rinde lecken?
Durch List empor mich ranken, nicht durch Kraft?
Nein, niemals! Oder soll ich, wie so viele,
Ein Loblied singen auf gefüllte Taschen,
Soll eines Hofmanns Lächeln mir erhaschen,
Indem ich seinen Narren spiele?
Nein, niemals! Oder soll ich Kröten schlucken,
Auf allen vieren kriechen, gleich dem Vieh,
Durch Rutschen wund mir scheuern meine Knie’,
Kreuzschmerzen leiden durch beständ’ges Ducken?
Nein, niemals! Soll ich einem Schäfchen gleichen,
Um selbst mir eins in Trockene zu bringen?
Soll Honig streun, um Zucker einzustreichen,
Und unermüdlich Weihrauchfässer schwingen?
Niemals! Soll ich als lust’ger Zeitvertreiber
Nach großem Ruhm in kleinem Kreise spähn,
Damit sich von den Seufzern alter Weiber
Des Dichterschiffleins schlaffe Segel blähn?
Niemals! Für meine Verse dem Verleger,
Der sie mir druckt, bezahlen runde Summen?
Niemals! In der Verbrüderung der Dummen
Gefeiert werden als der Bannerträger?
Ein einziges Sonett wie ein Hausierer
Vorzeigen, statt noch andre zu verfassen?
Niemand talentvoll nennen als die Schmierer?
Vor jedem Litteratenklatsch erblassen
Und eifrig forschen: Werd’ ich anerkannt?
Hat der und jener lobend mich genannt?
Niemals! Stets rechnen, stets Besorgnis zeigen,
Lieber Besuche machen als Gedichte,
Bittschriften schreiben, Hintertreppen steigen?
Nein, niemals, niemals, niemals! – Doch im Lichte
Der Freiheit schwärmen, durch die Wälder laufen,
Mit fester Stimme, klarem Falkenblick,
Den Schlapphut übermütig im Genick,
Und je nach Laune reimen oder raufen!
Nur singen, wenn Gesang im Herzen wohnt,
Nicht achtend Geld und Ruhm, mit flottem Schwunge
Arbeiten an der Reise nach dem Mond
Und insgeheim sich sagen: Lieber Junge,
Freu’ dich an Blumen, Früchten, selbst an Blättern,
Die du von deinem eignen Beet gepflückt!
Wenn dann vielleicht bescheidner Sieg dir glückt,
Dann mußt du nicht ihn teilen mit den Vettern;
Dann darfst du König sein in deinem Reiche,
Statt zu schmarotzen, und dein Schicksal sei,
Wenn du der Buche nachstehst und der Eiche,
Nicht hoch zu wachsen, aber schlank und frei.

Das Reclamheftchen kaufen.

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Buchtip: «Besser die Wahrheit»

3 Jan

Der Verlagstext aus dem Hause Hoffmann und Campe besagt: «Christian Wulff ist ein Politiker, wie er selten vorkommt: ein mitfühlender Konservativer, einer, der knallharte politische Forderungen durchaus charmant vorzubringen weiß. Und ein realistischer Optimist. Seine Devise: Es gibt große Probleme – aber sie sind lösbar. Das Gesprächsbuch mit einem politischen Essay zur Person von Manfred Bissinger.»

Bezugsquelle

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Oscar Wilde: «Sealed With A Kiss»

6 Dec

Warum die Menschen einen Hang und Drang dazu haben, gerade auf Friedhöfen für eine möglichst lebensunfreundliche Gesamtatmosphäre zu sorgen – und diese auf Biegen und Brechen durchzusetzen und aufrechtzuerhalten, das haben wir noch nie verstanden. Hiervon gilt es, zwei Ausnahmen zu erwähnen: Monumental Cemetery of Staglieno in Genua sowie Père Lachaise Cemetery in Paris. Auf letzterem liegt neben Jim Morrison und Edith Piaf auch Oscar Wilde begraben. Es ist seine bis dato zweite Ruhestätte.

Aber wie kommt ein solcher Oberästhet zu einem solch oberhässlichen Grabstein, von dessen visuellem Grundkonzept sich gerade jener Menschentypus angesprochen fühlte, der sich ungefähr fünfundzwanzig Jahre später nach Fertigstellung (im Jahre 1909) anschickte, unter dem Banner des Hakenkreuzes die halbe Welt in Schutt und Asche zu legen? Der Name des verantwortlichen Bildhauers: Sir Jacob Epstein. The answer is easy: «Oscar Wilde’s tomb was designed by Sir Jacob Epstein, commissioned by Robert Ross, who asked for a small compartment to be made for his own ashes which were duly transferred in 1950. The modernist angel depicted as a relief on the tomb was originally complete with male genitalia which have since been vandalised; their current whereabouts are unknown. In 2000, Leon Johnson, a multimedia artist, installed a silver prosthesis to replace them.» Quote from Wikipedia. Aha, wieder einmal ein treffliches Beispiel für die Gnadenlosigkeit, mit der mitunter persönliche Eitelkeiten unterwegs sind. The British would say: «Someone took a free ride on someone else’s back». Irre nur, daß dieser Mechanismus den Tod überdauert.

Ehm, where were we? Ahja: Waren es nicht gerade die – well, let’s be generous – Millionen an Kußmundhinterlassenschaften, die die archaische Grabsteinoptik gekonnt konterkarierten und somit für einen Oscar Wilde erst akzeptabel machten? Und: Waren sie nicht auch ein Zeichen für die in letzter Zeit so viel zitierte Schwarmintelligenz? Nun gibt es schlechte Nachrichten für den britischen Schriftsteller und Lebemann: Sein Grabmal ist auf behördliche Anordnung komplett entkußmundet worden und nun nur noch durch eine dicke Glasschutzschicht zu besichtigen.

Was ist bloß mit diesen Menschen los?

via: Crackajack’s Nerdcore.

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Christa Wolf ist tot

1 Dec

Die Schriftstellerin Christa Wolf ist – wir sagen es nur ungerne – tot. Heute verstarb sie im Alter von 82 Jahren in der Berliner Charité an den Folgen einer unsachgemäß durchgeführten Photoshop-Operation. Literaturinteressierte Digitalartisten in aller Welt betrauern diesen tragischen Vorfall zutiefst.

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Paris Match: «Dans L’intimite Des Peintres»

1 Dec

Picasso malt am Strand den Kreis seiner Liebsten

Das französische Klatsch- und Reportagemagazin «Paris Match» hat ein Extraheftchen im Buchformat mit schönen und ungewöhnlichen und hervorragenden und höchst privaten Künstlerportraits auf 208 Seiten herausgegeben. Die hier abgebildeten Künstler wie beispielsweise Marc Chagall, Pablo Picasso, Kees van Dongen, Henri Matisse, Salvador Dalí, Francis Bacon, George Braque, Joan Miró, Jean Cocteau oder Jean Dubuffet wurden seinerzeit von Paris Match exklusiv portraitiert. Durch die Zusammenstellung entstand nun ein Kompendium der bedeutensten Künstler des 20. Jahrhunderts, obwohl wir in der Aufzählung Andy Warhol schon ein bißchen vermissen.

Der Autor: Jean-François Chaigneau. Der Preis: 30.00 €. Hier kann man das bibliophile Werk noch rechtzeitig vor Weihnachten bestellen.

via: Pas Un Autre

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Mark Twain feiert seinen 176. Google-Geburtstag: «Der Bericht über meinen Tod war eine starke Übertreibung»

30 Nov

Mark Twain vor seinem berühmten Äquator-Bildnis

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Und zur Feier des Tages folgen ein paar hübsche Zitate von ihm:

«Der Güte Gottes verdanken wir in unserem Lande drei kostbare Dinge: die Freiheit des Gewissens, die Freiheit der Rede und die Klugheit, keine davon in Anspruch zu nehmen.» – Following the Equator, Kap. XX

«Es gibt keinen Breitengrad, der nicht glaubt, er wäre der Äquator, wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre.» – Following the Equator, chapter LXIX

«Wir sollten darauf achten, einer Erfahrung nur so viel Weisheit zu entnehmen, wie in ihr steckt – mehr nicht; damit wir nicht der Katze gleichen, die sich auf eine heiße Herdplatte setzte. Sie setzt sich nie wieder auf eine heiße Herdplatte – und das ist richtig; aber sie setzt sich auch nie wieder auf eine kalte.» – Following the Equator, chapter XI.

«Je mehr Vergnügen Du an Deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.» – A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court, Kap. XXVIII.

Zu Tante Polly.

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Hunter S. Thompson: «Buy The Book, Take The Ride!»

26 Oct

Hunter S. Thompson, Miami Bookfair International, 1988

«A new book, to be released at the end of this month, collects of many of Hunter S. Thompson’s articles published in Rolling Stone magazine. ‘Buy the ticket, take the ride,’ was a favorite slogan of Hunter S. Thompson, and it pretty much defined both his work and his life. ‘Fear and Loathing at Rolling Stone‘ showcases the roller-coaster of a career at the magazine that was his literary home.»

Read more on «Pas Un Autre».

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Gabriele Baier-Jagodzinski: «Gift im Atelier»

3 Oct

Künstler werden bewundert, manchmal auch beneidet, wenn sie Erfolge feiern können, über die dann groß berichtet wird. Aber niemand, am wenigsten die Künstler selbst, machen sich Gedanken über die Materialien und ihre Giftigkeit, mit denen im Atelier hantiert wird. Während in der verarbeitenden Industrie viele Gesetze und Vorschriften Arbeiter schützen, bleibt ein Künstler meist ahnungslos.

Vorbildlicher Gebrauch einer Atemschutzmaske

Als der österreichische Bildhauer Bruno Gironcoli 2010 im Alter von 74 Jahren starb, hieß es, daß die Materialien, mit denen er arbeitete, seiner Gesundheit schwer zugesetzt hätten. Und Niki de St. Phalle starb 2002 im Alter von 71 Jahren an den Folgen schwerer Schäden der Atemwege, die sie sich nach jahrzehntelanger Arbeit mit giftigen Dämpfen, die bei der Verarbeitung von Kunststoffen entstehen, zugezogen hatte.

Unvorbildlicher Nichtgebrauch von Atemschutzmasken

Dieses Handbuch der Toxikologie für Künstler beschreibt die breite Palette der heutigen Arbeits- und Umweltgifte, will Schutzmaßnahmen aufzeigen und Möglichkeiten des persönlichen Gefahren- und Gesundheitsschutzes sowie Entgiftungsverfahren erklären. Es wendet sich an alle, die künstlerisch arbeiten: an Kunststudenten und ihre Professoren an den Akademien, an bereits etablierte Künstler ebenso wie an die Kreativen im Hobbykeller, an «Nebenberufliche» wie an die Mitglieder privater Malschulen: Sie alle sollten die Giftigkeit ihrer Utensilien und Verfahren kennen als Voraussetzung dafür, sich schützen zu können. Ein ausführlicher, qualifizierter Adressenteil soll helfen, sich Rat und Hilfe – auch in medizinischen Fragen – zu holen.

Künstlerisches Arbeiten mit giftigen Substanzen, jedoch ohne Atemschutzmaske

In Anbetracht dessen, daß weltweit täglich viele tausend neue chemische Verbindungen in die Umwelt entlassen werden, ist eine tagesaktuelle Betrachtung nicht möglich. Es soll hier vielmehr um toxikologische Grundlagen gehen, um Vorkommen und Beschreibung der häufigsten Schadstoffe, um die Gefahr speziell für künstlerisch Tätige aufzuzeigen und natürlich auch um Prävention, Prophylaxe, Diagnostik und Therapie.

Das Buch ist soeben im Verlag BoD in Hamburg erschienen und kostet, so ich die Sache recht überblicke: Euro 24,95. ISBN 978-3-8423-6276-5. Hier gibt es bei Bod (Newsroom) ein Portrait der Autorin. Und hier weitere Informationen auf der Seite der Autorin.

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Michael Kaufmann & Stefan Piendl: «Das Wunder von Caracas»

27 Sep


Mitte der 1970er Jahre hatte der venezolanische Musiker, Ökonom und Politiker José Antonio Abreu eine Vision, die nachhaltig das Leben Hunderttausender Kinder und Jugendlicher in Venezuela verändern sollte. Nun lautet zwar einerseits einer der berühmten Aussprüche unseres früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt «Wenn Sie Visionen haben, dann gehen Sie zum Arzt!»; andererseits gäbe es ohne Visionen keine Kunst. Keine Leidenschaft. Keine Kultur im Sinne von Kultur.

So war die Gründung der Orchesterbewegung El Sistema 1975 der Beginn einer einzigartigen Erfolgsstory, die für viele Länder zum kultur- und sozialpolitischen Vorbild wurde. Mit seiner Organisation der Kinder- und Jugendorchester feiert der Musiker, Ökonom und Politiker José Antonio Abreu heute international Erfolge und wird mit Preisen überhäuft – am 2. Oktober 2011 erhält er den ECHO Klassik Sonderpreis für sein soziales Engagement. El Sistema ermöglicht allein in Venezuela zurzeit über 300.000 Kindern und Jugendlichen eine musikalische Bildung und hat damit in einem von schweren sozialen Problemen betroffenen Land eine gesellschaftsrelevante Initiative geschaffen.

Abreu gelang es seit 1975, die Unterstützung aller amtierenden Regierungen zu erhalten. Dadurch verfügte Venezuela 2007 über 90 Montalban-Musikschulen mit 250.000 Kindern, 125 Jugendorchester, 57 Kinderorchester und 30 professionelle Sinfonieorchester. Bei der Fundación del Estado para el Sistema National de las Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela (Fesnojiv) sind hierfür 1500 Musiklehrer angestellt. Die Gesamtjahreskosten des Projektes betragen 29 Millionen Dollar und sind für ein Entwicklungsland eine ungewöhnlich hohe Summe.

Abreu selbst meinte dazu (Zitat Wikipedia): «Die Regierung unterstützt mein Projekt genau wegen seiner sozialen Ausrichtung. Der Staat hat sehr gut verstanden, dass das Projekt, wiewohl es mit Mitteln der Musik arbeitet, zuvörderst ein soziales ist: ein Projekt zur Förderung allgemeiner menschlicher Qualitäten. Denn für die Kinder, mit denen wir arbeiten, stellt die Musik fast den einzigen Weg zu einem menschenwürdigen Dasein dar. Armut – das heißt: Einsamkeit, Traurigkeit, Anonymität. Orchester – das heißt: Freude, Motivation, Teamgeist, Streben nach Erfolg. Wir sind eine große Familie auf der Suche nach Harmonie und jenen schönen Dingen, die allein die Musik den Menschen zu bringen vermag.» Er zitiert gern Mutter Theresa und sagt: «Es ist auch ein geistlicher Kampf für das Wahre, Schöne, Gute – gegen Not und wirtschaftliche Gier.»

Im ersten umfassend recherchierten Buch «Das Wunder von Caracas», das am 4. Oktober 2011 im Irisiana Verlag erscheint, erkunden die Autoren Prof. Michael Kaufmann und Stefan Piendl, mit welcher Leidenschaft Abreu sein Projekt vorantreibt, wie es sich entwickeln konnte und immer noch weiter entwickelt. Dazu befragten sie für dieses Buch alte Weggefährten der ersten Stunde, international gefeierte Künstler wie Gustavo Dudamel und nicht zuletzt José Antonio Abreu selbst.

Abschließend die Meinung eines Spitzendirigenten: «Ich schätze Abreu wie nur wenige Menschen auf der Erde. Bei der Arbeit von El Sistema wird deutlich, was Musik wirklich bewirken kann. Es freut mich, dass die beeindruckende Geschichte von José Antonio Abreu und seiner mehr als 35 Jahre währenden Arbeit nun in einem Buch gewürdigt und beschrieben wird.» – Daniel Barenboim, aus seinem Geleitwort zu «Das Wunder von Caracas».

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Written Portraits

2 Sep

For the Dutch Book Week artist Souverein created some face book sculptures based on their respective authors because this year the (auto) biography was to be featured. However, most of the «writtenly» portrayed authors are not easily to be recognised – as we think. Louis van Gaal, for example, looks like a tired Elvis Presley. Anne Frank is definitively the best work in this series.

via: What The Cool

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Berlin: «Sir John Hegarty President’s Lecture At The Berlin School»

31 Jul

Sir John Hegarty’s President’s Lecture at the Berlin School. Needless to say: the house was crowded; filled with creatives who’s business performances take place on executive levels.

Alle Fotos von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier.

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Ein prüfender Blick auf den Monitor der Kamera beweist: Etwas mehr als zwei volle Stunden Hegarty-Genuß wurden in der Franklinstrasse 15 im Rahmen ihrer nun zum fünfundzwanzigsten Mal stattfindenden «President’s Lecture» von der Berlin School geboten.

Michael Conrad, der Präsident der Berlin School, eröffnet vor vollem Haus die mit Spannung erwartete Abendvorlesung. Das Bildungsprogramm der Berlin School richtet sich übrigens nicht an den kreativen Nachwuchs, sondern an gestandene Haudegen aus den Chefetagen, die über die zunehmende Komplexität des Kommunikationsgeschäftes auf dem Laufenden gehalten werden möchten.

Sir John Hegarty, Mitbegründer der legendären Londoner Werbeagentur BartleBogleHegarty (BBH), kommt gleich zu Beginn seines Vortrages zum Punkt – und präsentiert sein nagelneues Buch. Eigentlich hätte er es «Don’t read this book» nennen wollen, weil die Menschen am liebsten verbotene Dinge tun – und sich sein Buch mit diesem Kommunikationskniff besonders oft verkaufen würde. So richtig belegen konnte Sir John die Richtigkeit seiner These bedauerlicherweise nicht, denn sein Verleger habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht – und es lieber «HEGARTY ON ADVERTISING – TURNING INTELLIGENCE INTO MAGIC» genannt. Manchmal sind Verleger halt so. Hegarty: «Whatever you do, you are surrounded by clients. There is always a client you are supposed to deal with.» Auf der anderen Seite waren alle vorrätigen Exemplare nach Beendigung seiner Lesung umgehend ausverkauft. So, who wanna blame the publisher?

Außerdem hätte er sich mit seinem ursprünglichen Buchtitel «Don’t read this book» im Falle einer an ihn herangetragenen negativen Kritik in der luxuriösen Position befunden, diese mit dem Hinweis «Didn’t I tell you not to read my book?» entspannt abschmettern zu können. Diese Chance sei nun vertan.

«Aber besteht das Leben denn nicht aus vertanen Chancen?» fragt mich just im Geiste eine besorgte Mittvierzigerin aus der Spinatstrasse 37. «Tut mir leid, meine Dame, aber ich glaube, Sie haben sich möglicherweise signifikant verlaufen» entgegne ich ihr, was die Situation ebenso signifikant entschärft. Mit seinen vielen Arbeitsbeispielen aus seinem reichen kreativen Leben läßt der weltbekannte Werbeire nämlich keinen Zweifel daran, daß das Leben aus realisierten Chancen zu bestehen habe – und es dies auch tut. Eine gesunde Portion Hartnäckigkeit sei jedoch immer griffbereit in der Nähe zu halten. Es gilt das Prinzip «Never take a NO for an answer.»

Sir John Hegarty ist, diesen Titel teilt er souverän mit dem leider viel zu früh verstorbenen Paul Arden, der personifizierte Minderwertigkeitskomplex deutscher Werbetreibender. Vor diesem Hintergrund nur allzu verständlich, daß sich ein Seminarteilnehmer sogar seine Ohrmuscheln hatte vorher operativ vergrößern lassen (siehe Foto), um seinen Wissensdurst adäquat stillen zu können. Meerschweinchenreport meint: Vor-bild-lich!

Voilà, sämtliche im Raume anwesende Ohrmuscheln lauschen gespannt den Worten des schwarzen irischen Werbeschafes.

Da John Hegarty selbst nie als Texter gearbeitet hat, sondern ausschließlich als Art Director, ist er konsequent visuell eingestellt. Seine provokante These: «Text hemmt die Kommunikation». Das hier gezeigte Anzeigenmotiv belegt seine Überlegung eindrucksvoll. Es kommt nur mit dem Logo des Unternehmens aus. Es ist ein alter Streit zwischen den Kommunikationsgelehrten, ob größere Textmengen der Werbesache dienlich oder eher hinderlich sind. Werbe- und Texterikone David Ogilvy sah die Sache nämlich deutlich anders. Er scheute sich nicht, in Anzeigen akribisch jedes einzelne Wort zu zählen, auch die Absätze und Spalten, in denen er gesetzt war, um daraus klare Ableitungen und Regeln für einen wirksamen Werbetext zu generieren. Hier eines seiner legendären Anzeigenmotive. Und das, ähm räusper, ist eines unserer Anzeigenmotive (für WABCO), das Euer Hamster nach den Regeln Ogilvys kreierte.

Eine der Reaktionen auf vorstehendes Motiv war übrigens ein Schreiben der Firma Porsche, mit der Bitte, die Anzeige nicht mehr zu veröffentlichen, da sich das Unternehmen andernfalls gehalten sähe, Klage einzureichen. John Hegarty blieb entspannt und schrieb zurück, daß ihm eine Statistik vorläge, die besage, daß der Wagen, in dem ein Autofahrer am liebsten einen Unfall verursachen würde, ein Porsche 911 sei. Er schloß sein Schreiben an Porsche mit der Frage, ob es in Ordnung gehe, daß er diese Statistik veröffentliche. Er habe darauf von Porsche nie wieder etwas gehört.

Hegarty erzählte von einem anderen Klageandrohungsschreiben, mit dem es einst Groucho Marx zu tun bekam; und der Komiker einen ähnliche komischen Weg gefunden habe, seinen «Gegner» Warner Brothers ruhig zu stellen. Dieser Briefwechsel ist ebenfalls in John Hegartys Buch zu finden.

Selbstredenderweise besteht Hegartys Vortrag nicht nur aus der Projektion kreativ erfolgreicher Kampagnenbeispiele, sondern auch aus der Beschreibung wichtiger Entscheidungen, die er in seinem Leben getroffen habe. So standen ihm ziemlich zu Beginn seiner Kreativlaufbahn zwei verschiedene Jobs zur Auswahl: Entweder bei Y&R eine ziemlich gut dotierte Position als Art Director anzunehmen – oder für die Hälfte des Geldes als Junior AD bei Benton & Bowles anzufangen, wo ein ziemlich talentierter italienischer Texter sein kreativer Gegenpart sein sollte: Charles Saatchi. Er entschied sich für die Stelle als Junior AD und Charles Saatchi, der übrigens damals noch nicht DER Charles Saatchi war.

Ein weiterer seiner wichtiger Ratschläge: «If you do advertising, be sure that you do not live advertising! Otherwise your work becomes boring.»

Ein bißchen leichtverständliche Fotokunst zwischendurch? Der Kritiker vom Fach: «Mit seinen großformatigen Trinkerportraits macht der Künstler Mustapha Mandelbaum auf die Bedrohung seltener Tierarten aufmerksam, denen durch die zunehmende Klimaerwärmung die Trinkhallen an den wichtigen Knotenpunkten unseres Planeten ersatzlos wegsterben. Schön ist das nicht!» Nein, schön ist das wirklich nicht.

Werbemißverständnisse entstehen leicht durch ungenaue Typografie: hier hätte es eigentlich «W. Werber» heißen müssen. Eigentlich naheliegend.

Das im Anschluß angesetzte Fragestündchen zeugt von der Aufmerksamkeit, mit der das Publikum den Vortrag John Hegartys verfolgte. Michael Conrad mußte irgendwann die Notbremse ziehen, da Sir John andernfalls noch heute dort stehen und Fragen beantworten würde…

Wie entsteht eine gelungenes Pressefoto? So entsteht ein gelungenes Pressefoto.

Und nun zum Moment, auf den ich seit Hegartys «Don’t read this book!» -Erklärung gewartet habe: Ich erstehe noch das letzte in Cellophan verpackte Exemplar und bitte the master himself auf den Schutzumschlag «For Hamlet Hampster – DON’T READ THIS BOOK» zu schreiben. Ich versichere ihm: «I promise you that I will never ever read your book!». Und genau so werde ich es wohl auch halten. Wirklich? Naja, mal sehen…

Get together: in der Bildmitte der Designer Tassilo von Grolman.

Fazit: Eine erstklassige Veranstaltung der Berlin School auf internationalem Top-Niveau.

Buy Hegarty’s book on Amazon.

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Jeff Jones: «Cover Art»

5 Jul

Es gibt Bucheinbandgestaltungen, die zu übergeordneten Assoziationen regelrecht einladen…

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Cover Design: «The Great Gatsby»

17 Jun

Als ich «The Great Gatsby» von F. Scott Fitzgerald las, da überkam mich tiefe Langeweile und ich hielt wohl nur deshalb bis zum bitteren Ende des Buches durch, weil ich mir immer wieder einredete, daß man ein angefangenes Stück Weltliteratur nicht einfach so unerledigt in seinem Gehirnschränkchen herumliegen lassen sollte.

Dann sah ich die Verfilmung mit Robert Redford in der Hauptrolle und stellte fest, daß sie genauso langatmig, einschläfernd und überflüssig ist wie das Buch. Selbsternannten FilmkritikerInnen, die in schöner und unpassender Regelmäßigkeit nach Konsum einer Buchverfilmung beim Verlassen des Lichtspielhauses selbstverliebt und für alle anderen Lichtspielhausbesucher unüberhörbar und darob nervtötend dahinquäken: «Das ist ja überhaupt nicht so wie in dem Buch!», kann ich vor diesem Hintergrund vorstehend erwähnte The-Great-Gastsby-Verfilmung nur wärmstens empfehlen.

Allen anderen sei kundgetan: Einfach obenstehendes Cover betrachten und alles Wissen, das es sich über dieses Werk anzueignen gilt, sei somit vollständig getankt.

via: Baubauhaus

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Das neue Wiesbaden-Magazin liegt der FAZ bei

15 Jun

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken.

Am letzten Freitag lag das neue Wiesbaden Magazin zum fünften Mal bundesweit der FAZ bei. Das Thema, mit dem unser Redaktionsfotograf Andreas Baier diesmal betraut war, lautete Krimistadt Wiesbaden. Von der Verleihung des «Deutschen Frensehkrimipreises» im wohl schönsten Programmkino Deutschlands Caligari bis hin zu Portraits von Wiesbadener Krimiautoren sowie der Villa Clementine, in der u.a. Literaturlesungen stattfinden, hatte er zur Bebilderung dieses Themas einiges zu tun (siehe oben).

So entstanden auch eine Reihe von Aufnahmen, die den Sprung ins Heft aus Platzgründen leider nicht schafften. Stellvertretend drei weitere Portraits, die anläßlich des Fototermins mit den beiden Herren Martin Kinkel und Rainer Hunold entstanden:

Eine Interpretation von Gewaltdarstellung auf dem Bildschirm mit dem Mittel der satirischen Überhöhung. Der Regisseur Martin Kinkel (u.a. «Der Staatsanwalt») und der Schauspieler Rainer Hunold (u.a. «Der Staatsanwalt») waren so freundlich, bei der Inszenierung dieses Fotos im Hotel Schwarzer Bock maßgeblich mitzuwirken. Das Messer sowie der «offene Brustkasten» wurden später in vergrößerter Proportion digital hinzugefügt. Eine lupenreine 12.800-ASA-Aufnahme.

Die Location für einen gepflegten Mord in gepflegten Kreisen schlechthin: Das Ingelheim Zimmer, ebenfalls im Hotel Schwarzer Bock. Hier befinden sich die Herren Kinkel und Hunold gerade auf Spurensuche. Would you like to learn more about the fascinating history of the Ingelheim Room? Just click here.

Das Wiesbadener Badeschmuckstück und kulturdenkmalgeschützte Opelbad darf natürlich nicht fehlen. Und dieser begnadete Ausblick selbstredenderweise ebenfalls nicht.

Link zum vorangegangenen Artikel über das Wiesbaden Magazin.

Bezugsquellennachweis:
Wiesbaden Marketing GmbH
Martin Michel (V.i.S.d.P.)
Postfach 6050
D- 65050 Wiesbaden

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Olaf Leu zieht vor handverlesenem Publikum im Design Center Stuttgart den zweiten Teil seiner «Bilanz»

30 May

Screenshot DDC.de – Alle Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!

Über Olaf Leus ersten Teil seiner «Bilanz» schreibt Prof. Dr. Klaus Klemp, Ausstellungsleiter Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main: «Authentizität scheint zum neuen Modewort des Designs zu werden. In der Biografie von Olaf Leu findet man allerdings keinen modischen, sondern einen wahrlich authentischen Gestalter wieder, der vor allem kenntnisreich vermittelt, dass Design weniger ein Kunststück, sondern vielmehr ein komplexer Prozess ist, der gesteuert sein will. Und darin war Olaf Leu immer ein ebenso bravouröser und brillanter wie auch in jeder Hinsicht effektiver Dirigent.»

Und Rudolf Paulus Gorbach, Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München von 1996 bis 2007, schreibt: «Olaf Leus überaus vielseitige Tätigkeit, seine Arbeit als Gestalter, Lehrer und Autor führte zu seinem hohen Ansehen, nicht nur in unserer Branche. Meine und die späteren Generationen profitieren von seinen Themen und Projekten noch heute, hatte Leu den tdc und den adc of New York doch nach Deutschland gebracht und damit die amerikanische Gestaltung und Typografie nach Deutschland vermittelt. Beispiele dafür sind die wunderbaren Broschüren und Drucksachen für die Druckfarbenfabrik Gebr. Schmidt. Dass man einmal so schön werben durfte! Mit großem Interesse und Vergnügen habe ich den ersten Band seiner ›Bilanz‹ gelesen, die nicht zuletzt auch für ein außergewöhnliches Stück Typografiegeschichte steht. Und schließlich durfte auch die ›tgm‹ erheblich an Olaf Leus Typografie-Leben teilhaben.»

Olaf Leu beschreibt in seinem zweiten Bilanz-Teil seine prägenden Stationen als Packungs- und Kalender-Gestalter, als Weltenbummler in Sachen Design, als Typograf und Schriftenentwickler, als Corporate-Designer, als Design-Juror, als Design-Consultant, als Designer-Kollege, als Design-Lehrer; lebensnah, lehrreich, unterhaltsam, zuweilen launig – und sehr persönlich erzählt. Auch Kollegen kommen zu Wort. Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, wie und warum Olaf Leu wurde, was er (bis heute) ist: Eine Designlegende, die sich einmischt, gerne auch mal provoziert, die Qualität des Ergebnisses immer konsequent im Auge behält und dabei keine Kompromisse macht, kurzum – Vorbild für eine Gestaltergeneration, die sich mehr denn je über Pixel denn über Kommunikation zu definieren scheint.

Und mit dieser Designlegende saß ich also kürzlich zusammen in einem fortschrittlichen Automobil, um mit Zwischenstop in Frankfurt am Main in Richtung Design Center Stuttgart zu fahren. Zunächst trafen wir an einer Tankstelle zufälligerweise Prof. Volker Liesfeld und danach auf Anne Deile und DDC-Vorstandsmitglied Peter Zizka im Hause Heine/Lenz/Zizka. Anschließend ging’s gemeinsam in die baden-württembergische Landeshauptstadt. Zuvor beschenkte mich Peter Zizka noch mit diesem Buch, das ich nach Lektüre hier noch rezensieren werde.

Olaf Leu wünscht sich etwas mehr natürliches Leselicht, das mit viel Fingerspitzengefühl von oben durch die Decke dringen möge.

Peter Zizka kommt dieser Bitte gerne nach und öffnet behutsam die Tageslichtluke des Heine/Lenz/Zizka-Tageslichtdesignstudios.

Na bitte! Nun konkurrieren sowohl Plastikflaschenschraubverschluß als auch Krawatte vorbildlich um die Aufmerksamkeit des Betrachters – ein ergiebiges, visuelles Streitgespräch zweier wichtiger Gebrauchsgegenstände beginnt, wobei der Schlips den eindeutig besseren Platz an der Sonne für sich zu verbuchen weiß. Klarer Punktesieg. Nebenbei ist nun ebenfalls genügend Leselicht eingetroffen! Einer gesunden Vorbereitung auf den anstehenden Leseabend steht nun nichts mehr im Wege.

Während der Fahrt haben wir genügend Zeit, um die richtig wichtigen Fragen des Lebens eingehend zu erörtern, die sich nach abschließender Bearbeitung vorbildlich verpackt bequem schultern lassen.

Peter Zizka und Prof. Olaf Leu werden durch das Design Center Stuttgart auf dem Parkplatz freundlicher in Empfang genommen.

Olaf Leus «Bilanz»-Exemplare genießen auf dem Weg zum Aufzug umfangreichen Personenschutz durch die Design-Engel des Design Center Stuttgart.

Erster Stock.

Noch vor der eigentlichen Lesung werden erste Gespräche mit Designinteressierten geführt.

Sogar die Unterseiten der Treppenstufen zum Leseraum geben Auskunft über die Themenvielfalt der Bibliothek des Design Center Stuttgart.

Die Stimmung ist hervorragend.

Die Lesung beginnt, und die Bilder sprechen für sich:

Begleitet von regem Applaus erklärt Olaf Leu seine Bilanzierung für beendet.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen, von rechts nach links, teil: Jochen Rädeker, Geschäftsführer Agentur strichpunkt sowie Vorstandssprecher ADC; Conny Winter (ADC und BFF), Fotograf; Prof. Olaf Leu, Ehrenmitglied DDC; Peter Zizka Heine/Lenz/Zizka sowie DDC-Vorstandsmitglied in seiner Eigenschaft als Moderator der Podiumsdiskussion.

Nach der Podiumsdiskussion herrscht reges Treiben an der «Bilanz-Tränke». Jeder möchte sein persönliches Exemplar von Olaf Leu signiert bekommen.

Das Signieren nimmt kein Ende: Peter Zizka, Christiane Nicolaus, Conny Winter, Jochen Rädeker und Prof. Olaf Leu.

Ah! Da kommt mein persönliches Exemplar. Sehr gut!

Ausgezeichnete Stimmung bis zum Schluß: Peter Zizka, Jochen Rädeker, Christiane Nicolaus, Anne Deile, Olaf Leu.

Was soll ich abschließend sagen? Olaf Leus zweiteilige «Bilanz» ist das Standardwerk für jeden, der sich für konzeptionelle Gestaltung in seiner disziplinierten Form interessiert. Wer es nicht liest, braucht sich deshalb auch nicht zu wundern, daß ihm entscheidende Informationen für ein wirkungsvolles Designverständnis vorenthalten bleiben. Und ganz nebenbei: Zwischen den Zeilen stehen ebenfalls dick und fett jede Menge Empfehlungen, wie man eine erfolgreiche Akquise betreibt. Ach ja, und was ich mich angesichts des unglaublich umfangreichen Tätigkeits- und Bilanzberichtes von Olaf Leu frage: «Gibt es etwa einen Weg, zwanzig Jahre lang erfolgreich das Schlafen zu vermeiden?» Falls ja, so möge er darüber bitte unbedingt in seinem dritten Teil referieren!

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Gesine Gürtelfräckler: «Spirituelle Heilbilder»

30 May

«Click to reach total sharpness»
Original Sprituelles Heilbild einfach ein paar Stunden konzentriert
betrachten – und die Kopfschmerzen sind wie weggeblasen. Garantiert!

Gesine Gürtelfräckler ist in den Kreisen esoterischer Glaubensvermittlung alles andere als ein Unbekannte. Kurz nach ihrer Geburt erzeugte sie ihr erstes kleines Energiefeld, wodurch ihre Eltern gebürenfrei Ortsgespräche führen konnten, in der Schule wußte sie immer alles vorher und auch besser; und im Jahre 1597 bemalte sie erstmals Johann t’Serclaes von Tilly ausgiebig die Füße, die Grundsteinlegung für seine spätere erfolgreiche Teilnahme in verantwortlich leitender Funktion am dreißigjährigen Krieg. Gürtelfräckler damals zum Friedlandreport: «Es geht mir immer um die Freisetzung selbstheilender Kräfte, die nicht nur dazu geeignet sind, das individuelle Regelsystem im medizinischen Sinne zu überarbeiten, sondern insbesondere auch komplette Einwohnergruppen ganzer Kontinente. Eine regelmäßig verabreichte Fußreflexzonenbemalung kann da nur hilfreich sein.»

Gesine Gürtelfräckler ist, das sieht man ihren Spirituellen Heilbildern ganz deutlich an, ein brodelndes Kernkraftwerk, dessen Brennstäbe niemals ausgetauscht werden müssen: gelegentliches Fingernägelkauen ist da völlig ausreichend. Früher probierte sie es versuchsweise mal mit der Einnahme von Braunkohletabletten, aber davon habe sie immer Verstopfungen bekommen; die ausschließliche Lichtnahrungsaufnahme sei auch nicht ganz «ihr Ding gewesen», so Gürtelfräckler einige Jahrhunderte später kurz und bündig in einem «Stern-Gespräch».

Gesine Gürtelfräcklers Lichtfarbgemälde mit übergeordnetem Heilcharakter erscheinen rechtzeitig zur nächsten Buchmesse in einem großformatigen Sammelband im Leinenschuber in der «Regenbogenspezialedition Suhrkamp», persönlich von Ulla Berkéwicz-Unseld unter Vertrag genommen, die nach eigenem Bekunden ihr bisheriges Überleben in dieser harten Welt Gesine Gürtelfräcklers spirituellen Heilbildern zu verdanken habe. Berkéwicz-Unselds Erfolgsrezept: «Einfach ein Heilbild von Gersine ein paar Stunden konzentriert betrachten – und die Kopfschmerzen sind wie weggeblasen.»

Zum sechzigjährigen Suhrkamp-Jubiläum gibt es jetzt sämtliche Regenbogenbände (Designkonzept von Willi Fleckhaus) im praktischen Spezialdesignregal von Rafael Horzon, das sich in der Lage sieht, alle 800 Suhrkamp-Regenbogenbände aufzunehmen, und zwar für entspannte € 5.990,–.

Wem das allerdings immer noch nicht Heilbild- und -kraft genug ist, der kann nun seine Regenbogenpackung um den stattlichen Heilbilder-Sammelband Gesine Gürtelfräcklers erweitern. Er muß dafür lediglich seinen persönlichen Banküberweisungsbetrag inhaltlich verdoppeln, und wird dafür jedoch im Gegenzug während seiner restlichen Lebenszeit aller Voraussicht nach nie wieder mit irgendwelchen Problemen konfrontiert werden. Ist das nicht schön?

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Bukowski als Kafka wiedergeboren (oder umgekehrt) erzählt sein schönstes Ferienerlebnis

15 Dec

»Als ich während der Sommerferien meine Großmutter versehentlich in den Bergen eine Klippe runterstürzte, nach einem halben Tag und drei ganzer Nächte auf der Flucht schließlich von einem evangelischen Schloß gefaßt und von ihm in einem aufregenden Prozeß zu einem Tag Arbeitslager hinter den Riegel gebracht wurde, war ich gerade erst 16 Jahre alt. Der Tag im Straflager war hart, wenngleich es mir gelang, mich schnell und harmonisch in das Lagerleben zu intergrieren. Ich arbeitete viel und schwitzte wie ein Schwein. Am Abend zog ich mich in einen Raum zurück, der den Eindruck erweckte, als habe in ihm das letzte halbe Jahrhundert keinerlei Sex stattgefunden, legte mich auf ein prächtiges Himmelbett und holte mir einen runter. Ich explodierte. Am nächsten Tag wurde ich entlassen und ging zum Strand.«

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Enthalten ist diese Kurzerzählung einerseits im dtv-Gedichtesammelband mit dem Titel »Nackt bei 33 Grad« von Charles Bukowski in der Übersetzung von Carl Weissner, der diesen Band ebenfalls herausgibt:

Andererseits läßt sich das hier gegenständliche Werk selbstverständlich auch im Œvre von Franz Kafka nachweisen, und zwar in Der Proceß, u.a. handschriftlich erschienen 1998 im Reclam-Verlag:

Außerem möchten wir diese wundervolle Gelegenheit beim Schopfe ergreifen, um noch auf eine 15-bändige kritische Sonderausgabe aus dem Taschenbuchhaus Fischer hinzuweisen:

Auf der Verpackung wird Franz Kafka mit den Worten zitiert: »Ich suche immerfort etwas Nicht-Mitteilbares mitzuteilen, etwas Unerklärbares zu erklären…« Der passionierte Routinier und Chefinspektor Colombo hätte, so er mit der Causa Kafka betraut gewesen wäre, wie folgt darauf geantwortet: »Das erklärt es natürlich!«

Argentinisches Leserind belegt 1. Platz im Wettbewerb für junge Gestalter

19 Nov

Zur Jumbovergrößerung bitte Bild anklicken!

Eigentlich ist die diesjährige Buchmesse in Frankfurt längst Geschichte – und jegliche Berichterstattung über sie obsolet. Aber wenn es um gutes argentinisches Rindfleisch geht, das einerseits gar nicht abgehangen genug sein kann, um sein volles Aroma zu entfalten; und andererseits guter Weltliteratur aufgeschlossen gegenübersteht, so scheut die Meerschweinchenreportredaktion – Stammleser wissen das bereits – keinerlei Kosten, Mühen und Strapazen: Die Wachen vor dem Redaktionskühlraum wurden in den letzten Wochen stetig verdoppelt.

Das Kooperationsprojekt des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain in Wiesbaden mit der Buchmesse Frankfurt als Förderinitiative für junge Gestalter, das nun schon zum fünften Mal durchgeführt wurde, lud einmal mehr talentierte junge Gestalterinnen und Gestalter dazu ein, das Plakat zur Begrüßung des Ehrengastes auf der Buchmesse zu erstellen. Dieses Jahr war es das Land Argentinien.

Den 1. Platz belegte eine Gemeinschaftsarbeit von Franziska Detlof und Helen Krisztian. Sie zeigt, daß selbst bei einem Diego Maradona bildungstechnisch Hopfen und Malz längst noch nicht verloren sind.

Die Meerschweinchenreportredaktion gratuliert den beiden Preisträgerinnen herzlichst.

Harry Potter and Karl Lagerfeld on Bookshelf Porn

31 Oct

Harry Potter on Bookshelf Porn

via: to hell with why

Karl Lagerfeld on Bookshelf Porn

Bookshelf Porn is an interesting web project where books are free and readers can do what others only dream about.

Zweifel an Milch

13 Oct

Click to enlarge both daramatically

Zweifel an Milch ist wie Alles auf Zucker, nur irgendwie ein bißchen anders. Läse Thomas Anders Sigmund Freud, so wäre noch nicht alles verloren. Aber so? Wollen wir wirklich, daß unser Nachwuchs so degeneriert aussieht und dreinschaut wie auf den beiden die gute Kraft der guten Milch propagierenden Anzeigen, bestimmt finanziert von einer internationalen Knilch-Industrie, deren führende Vertreter schon lange nicht mehr über den Unsinn des Lebens nachgedacht haben? Offensichtlich nicht.

Schönes Wort. Was aber bedeutet offensichtlich tatsächlich? Der freie und belebende Blick durch geöffnete Fenster ist beispielsweise offensichtlich – oder gar allzu durchsichtlich. Aber wäre demnach der freie und ungehinderte Ausblick auf den Unterleib eines Friedrich Nietzsches hingegen ebenfalls offensichtlich oder eher mehr unsichtlich bzw. unsittlich? Oder wäre es lediglich die Freud Siegmunds? Wir meinen: Je nachdem. Und deshalb bleiben wir dabei: Milch ist für Kinder ungesund. Schluß. Aus. Basta. Unendlich.

Kindsroulade à la Cohn-Bendit

12 Oct

Rechtzeitig zur diesjährigen Buchmesse präsentiert der EU-Abgeordnete, eingefleischte Kinderkenner sowie ausgewiesene Talkshowhengst Daniel Cohn-Bendit sein neues Kinderkochbuch, das in nicht zu übersehender Weise seinem selbstgewählten Leitmotto Kinderliebe geht auch durch den Magen huldigt.

Kindsroulade bereitet Cohn-Bendit seit mehreren Jahrzehnten gewohnheitsmäßig so zu: Passendes Kind aussuchen, mißbrauchen, danach ausziehen und waschen, häuten, das Fleisch rouladentauglich zuprügeln, füllen – und anschließend ab in den Ofen. 

Daniel Cohn-Bendit wünscht allen Päderasten einen guten Appetit!

Der Autor und sein Lebenslauf

Mair Sea Book Who

22 Jul

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I couldn’t have set it better. Besides, I don’t believe that this ad has been published.

via Ads of the world

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Advertising Agency: BBDO, Düsseldorf, Germany
Chief Creative Director: Toygar Bazarkaya
Executive Creative Director: Sebastian Hardieck
Art Directors: Sascha Piltz, Astrid Germanus
Copywriters: Thomas Kuhn, Richard Taylor
Account Manager: Verena Grosssteinbeck
Account Supervisor: Eva-Maria Kalcker
Producer: Bernhard Burg
Published: January 2010

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Books Books Books; Books Books Books; …

22 Jul

(Click to enlarge)

About the art of being a perfect private bookkeeper. Go to Bookshelf Porn and find out more what this is all about. A quote from The New Yorker / The Book Bench:

“Featuring a book on your bookshelf is akin to displaying a trophy. You’ve accomplished something in reading a book; it feels like a victory. The opportunity to display your literary conquests in unique or unexpected ways is something I will greatly miss with e-readers.”

Another voice via Twitter:

“bookshelfporn.com has dissuaded me completely from buying a Kindle. thank you.”

How did I become aware of Bookshelf Porn? I found it here: on Bak Magazine.

Polis und Staat

13 Oct

dubist_buch_VI

Je weniger eine Gesellschaft weiß, warum sie existiert und was sie vor allen anderen Möglichkeiten erreichen will, um so unsicherer fühlt sich der einzelne, um so orientierungsbedürftiger hofft er auf fachkundige Hilfe.” (Rüdiger Bubner, Polis und Staat)

European Talibans

12 Oct

dubist_buch_XII

Vieles Wissen und Gelernthaben ist weder ein notwendiges Mittel der Kultur, noch ein Zeichen derselben und verträgt sich nötigenfalls auf das beste mit dem Gegensatze der Kultur, der Barbarei.
(Friedrich Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen)