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Richard Paul Lohse: «Honi Soit Qui Mal Y Pense»

2 Apr

Click to play!

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Gabriele Baier-Jagodzinski: «Gift im Atelier»

3 Oct

Künstler werden bewundert, manchmal auch beneidet, wenn sie Erfolge feiern können, über die dann groß berichtet wird. Aber niemand, am wenigsten die Künstler selbst, machen sich Gedanken über die Materialien und ihre Giftigkeit, mit denen im Atelier hantiert wird. Während in der verarbeitenden Industrie viele Gesetze und Vorschriften Arbeiter schützen, bleibt ein Künstler meist ahnungslos.

Vorbildlicher Gebrauch einer Atemschutzmaske

Als der österreichische Bildhauer Bruno Gironcoli 2010 im Alter von 74 Jahren starb, hieß es, daß die Materialien, mit denen er arbeitete, seiner Gesundheit schwer zugesetzt hätten. Und Niki de St. Phalle starb 2002 im Alter von 71 Jahren an den Folgen schwerer Schäden der Atemwege, die sie sich nach jahrzehntelanger Arbeit mit giftigen Dämpfen, die bei der Verarbeitung von Kunststoffen entstehen, zugezogen hatte.

Unvorbildlicher Nichtgebrauch von Atemschutzmasken

Dieses Handbuch der Toxikologie für Künstler beschreibt die breite Palette der heutigen Arbeits- und Umweltgifte, will Schutzmaßnahmen aufzeigen und Möglichkeiten des persönlichen Gefahren- und Gesundheitsschutzes sowie Entgiftungsverfahren erklären. Es wendet sich an alle, die künstlerisch arbeiten: an Kunststudenten und ihre Professoren an den Akademien, an bereits etablierte Künstler ebenso wie an die Kreativen im Hobbykeller, an «Nebenberufliche» wie an die Mitglieder privater Malschulen: Sie alle sollten die Giftigkeit ihrer Utensilien und Verfahren kennen als Voraussetzung dafür, sich schützen zu können. Ein ausführlicher, qualifizierter Adressenteil soll helfen, sich Rat und Hilfe – auch in medizinischen Fragen – zu holen.

Künstlerisches Arbeiten mit giftigen Substanzen, jedoch ohne Atemschutzmaske

In Anbetracht dessen, daß weltweit täglich viele tausend neue chemische Verbindungen in die Umwelt entlassen werden, ist eine tagesaktuelle Betrachtung nicht möglich. Es soll hier vielmehr um toxikologische Grundlagen gehen, um Vorkommen und Beschreibung der häufigsten Schadstoffe, um die Gefahr speziell für künstlerisch Tätige aufzuzeigen und natürlich auch um Prävention, Prophylaxe, Diagnostik und Therapie.

Das Buch ist soeben im Verlag BoD in Hamburg erschienen und kostet, so ich die Sache recht überblicke: Euro 24,95. ISBN 978-3-8423-6276-5. Hier gibt es bei Bod (Newsroom) ein Portrait der Autorin. Und hier weitere Informationen auf der Seite der Autorin.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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DOCUMENTA12: Schwereloser und ganz natürlich behüteter Kunstsachverstand!

21 Jul

71b1Kann sich noch jemand an Roger M. Buergel und Ruth Noack erinnern? Nein? Prima! Und an die documenta XII? Auch nicht? Auch prima, denn dann muß ich es auch nicht bedauern, daß der wohl leichteste aller meiner Verrisse zu dem hier gegenständlichen Thema im Zuge des damals in meinem tiefsten Inneren wütende Veröffentlichungswahn gänzlich unter den Tisch fiel. Jetzt, so aus der vollen Distanz, finde ich ihn noch leichter. Denn: Ist das Leben nicht ein einziger Gervais Obstgarten?

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Youtube’s BIGGEST ATTRACTION – oder: In welcher Gesellschaft wollen wir zukünftig leben?

18 Jun

It was not planed when Hamlet Hamster got
driven by his cousine to get undressed in public.

Some Public Voices:
“Shaken, not Bird!”
(Nature)

“Sensationally moving!!!”
(Rolling Stone)

“Relatively theoretical!”
(Einstein’s Review)

“Was soll der Schwachsinn?”
(Oskar Lafontaine)

“It’s not how naked you are,
it’s how naked you want to be!”
(Paul Arden)

“God bless you!”
(Pope Benedikt XVI)

“Why not on Shaftesbury Avenue?”
(Tom Jones)

“Germany’s Meat Market To Expand!”
(Financial Times)

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DOCUMENTA12 – Jeff Koons hat von “Kunst” die Schnauze gestrichen voll – und kann sie einfach nicht mehr sehen!

22 Sep

Jeff_Koons

Die Karstadt-Verschwörung (2)!

15 Sep

Hier Nachlesen!

DOCUMENTA12 – Anschlag auf Dienstvolvo von Roger M. Buergel – Günther Uecker bestreitet leidenschaftlich, irgend etwas mit dieser abscheulichen Tat zu tun zu haben!

9 Sep

Günther_Uecker

Günther Uecker

Es ist nicht zu fassen: Über fast die gesamte Ausstellungsdauer der wohl überflüssigsten Kunstausstellung der Welt, die unter der Leitung zweier bemitleidenswerter Chancengleichheitsopfer bisher einen Negativqualitätsrekord nach dem anderen einfuhr, blieben jegliche Attacken auf das Kommunikations- und Gesundheitssystems besagter Geisteskörper aus, was dem Grunde nach zu begrüßen ist, andererseits jedoch hinreichend irritiert, zumal das Gros der angesprochenen Besucherklientel mit den Begriffen Startbahn-West, CS-Gas sowie talentfreie Selbsterhöhung gegenüber Dritten durchaus etwas anfangen könnte, wäre ihr vermindertes Erinnerungsvermögen nicht zusätzlich so entsetzlich lädiert. Darüber hinaus hätten auch Roger M. Buergel und Ruth Noack – nach all den gemeinen, niederträchtigen, unqualifizierten sowie die Meinungs- und Redefreiheit hochhaltenden Schmähschriften – ein bißchen positive und mutzusprechende Berichterstattung über “ihreDocumenta durchaus gut gebrauchen können.

Aber man soll nie nie sagen, denn nun, so kurz vorm finalen und rettenden Torschluß kommt mit höchster Eisenbahn noch mal ordentlich Stimmung in die eingeschlafene PR-Bude, punkt der knutbenamte Spitzhackeneisbär auf einer völligst überforderten und saabesken VOLVO-Motorhaube, also genau jenem Wagen, mit dem der tragische Verkehrsunfall Lady Dis längst nicht so tragisch verlaufen wäre – will man den selbstbehuldigenden Lobpreisungen der von vor zehn Jahren in Spanien besagtes Automobil bewerbende Werbeagentur Glauben schenken. Man merkt sofort: ein Blick in den Kalender der zufällig zusammengewürfelten Zufälligkeiten verheißt zur Zeit Günstiges. Denn quasi über Nacht verwandelte sich das Sponsorenauto in ein prachtvolles Kunstwerk wahrlich geueckerten Ausmaßes. Alles könnte so schön sein, mit Mülltrenung, Strafantrag, Kopfschmerzen, bekloppten Interviews, und vielen, vielen internationalen Kunstkritiken, würde der mutmaßliche Urheber nicht kneifen, und vehement seine mutmaßliche Urheberschaft bestreiten.

Meerschweinchenreport meint: Kein schöner (Spitzhacken-)Stil!

Ist Theo Jansen ein neuer Leonardo da Vinci?

29 Jul

Zunächst muß die Frage jedoch lauten: Ist Theo Jansen überhaupt ein Künstler? Antwort: Da er nicht an der diesjährigen Documenta teilnimmt, ist er auf jeden Fall ein Künstler. Sogar ein sehr guter Künstler. Um die in der Überschrift gestellten Frage ebenfalls zu beantworten: Theo Jansen ist kein neuer Leonardo da Vinci. Theo Jansens an Leonardo da Vincis Flug- und Bewegungsobjekte erinnernde Skulpturen sind genial, sie funktionieren – aber Leonardo da Vinci war ein bißchen sehr viel mehr als “nur” jemand, der sich ausschließlich auf diesen Bereich konzentrierte. Neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen folgend, ist es sogar denkbar, daß Leonardo da Vinci der Schöpfer des gefälschten Grabtuchs von Turin war. Um das Antlitz Jesu Christi auf dem Tuch farb- und pinselstrichfrei abbilden zu können, soll er – so die These der Forscher – so etwas wie eine lichtempfindliche Schicht erfunden haben, auf die er dann Jesus’ Konterfei projizierte. Mit anderen Worten: da Vinci ist der Erfinder der Fotografie. (Leute, wenn Ihr mir das nicht glaubt: Letztes Jahr lief auf arte eine stundenlange, eindrucksvoll schlüssige Beweisführung. Es muß so gewesen sein!)

Theo Jansens Arbeiten erinnern mich aber auch – glücklicherweise nur ein bißchen – an die Werke Panamarenkos. Ich persönlich mag Panamarenkos Objekte nicht, da sie mir zu freudlos sind. Panamarenkos Website finde ich hingegen recht gelungen. Und nun direkt zu und über Theo Jansen. Bzw.: Da ich mich gerade (ganz verkrampft und fast theoretisch) im Urlaub befinde, und mich derzeit keine richtig Bloglust befallen will, bitte ich Euch höflichst, sich die dazugehörigen (englischen) Textzutaten hier und hier (im Textfenster rechts neben dem Screen “more” anklicken) zu besorgen. Besten Dank!

via 10DailyThings (ebenfalls mit wichtigen Textzusatzbausteinen)

Jackson Pollock

23 Jul

Einfach nicht von den überdimensionierten Schrifttafeln in spanischer Sprache ablenken lassen. Woody Allen meets Jackson Pollock. Als hochgradig Vorgeschädigter in Sachen Kunst muß ich schon sagen: großartig! Val Kilmer als Willem de Kooning. Eine Sache für sich. Und: Lust bekommen, selbst mal ein bißchen zu pollocken? Hier: Jackson Pollock’s Painting Tool. Geht aber auch mit dem Auto:
pollock_in_the_fields

via The Cellar Image of the Day(inkl. Bildgeschichte)

Carefully Covered Desktop Penis – Eine Bildentstehungsgeschichte!

20 Jul

covered

Natürlich ist es nicht immer ganz einfach und bequem, auf dem Stuhl zu sitzen und immer ganz genau das zu tun, was von einem erwartet wird. Noch schlimmer ist es jedoch, Dinge zu tun, die nicht von einem erwartet werden. Zumindest für die anderen: denn dann kocht der Volkszorn; die glückliche Familienseele ist im Eimer; tagt das Jüngste Gericht; wird die eigene Erziehung überflüssig, denn es steht zu vermuten, daß besagter Übeltäter – in der Ich-Form erzählend – nie eine genossen hat. Und Mäuble stirbt möglicherweise beim Überwachungsanblick solch’ frisch gewonnener Bilderkenntnisse an einem frisch gewonnenen Herzkasper. Ist das dann der Anfang vom Ende? Manchmal ja. In vielen Fällen jedoch nicht – wenn man sich zu helfen weiß (siehe Abbildung).

Aber worum geht es in Wirklichkeit? Um die scheinbar hilflos durchgeführte Rettungsaktion eines/einer Computerhalbkundigen, der/die keinen Plan hatte, wie man ein versehentlich eingestelltes Desktophintergrundbildchen wieder elegant entfernt…? Oder ist die zeitliche und damit geistige Nähe zur Documenta dafür verantwortlich, daß jeder/jede in sich den/die Künstler/Künstlerin entdeckt, dieses Persönlichkeitsprofilphänomen gleichsam hegt und pflegt? Egal welche Antwort die richtige ist, irgendwie wird es eine schon sein, die uns plausibel, einleuchtend und somit angenehm erscheint. Vielleicht geht es dem Bildautor aber auch nur darum, von der selbstgebastelten Mondlandefähre im Hintergrund des Bildes dezent abzulenken. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

An dieser Stelle sollte uns die Meinung des Bildurhebers vornehmlich interessieren. Er mag sich bei Gelegenheit mal zu Wort melden!

DOCUMENTA12 – Die Wanne(n) von Ricardo Basbaum

11 Jul

Das ist der erste vernünftige Documenta-Beitrag (und vermutlich einzige), wobei der Applaus eindeutig folgenden Herrschaften gilt: Tao Te Ching © 2007 battlecommand.org; Footage, Music, Voiceover by Sebastian Hartmann (W.A.Mossad of Wertstahl); Edited by Videomacht. Der wannenzurverfügungstellende “Künstler” Ricardo Basbaum hat damit nicht viel soo zu tun. Wie auch?

Documenta 12 macht Angst!

10 Jul

documenta_macht_angst

Die Karstadt-Verschwörung!

3 Jul

Hier Nachlesen!

d12 – Roger M. Buergel weg vom Fenster!

28 Jun

Jet_Leck

Roger M. Buergel während seiner täglichen Kunstflugübungen von nagelneuem Documenta-Fighter erfaßt. Der erfahrene und kunsthistorisch gebildete Marinefliegerpilot Bazon Brock gibt an, Roger M. Buergel in seinem Jet-Leck-Kostüm für eine unbedeutende Eintagsfliege gehalten zu haben: “Einer Fliege zuliebe fliege ich doch keinen Umweg!”

Buergelmaschine über Marcel Duchamp:

20 Jun

Marcel Duchamp

Marcel Duchamp Fountain, 1916-17

Roger Maschine Buergel spricht:
“Eine Musealisierung der Kunst ablehnend versucht Marcel Duchamp, die eigenen Subjektivitäten zu beschönigen und neue Formen der Organisation als Teil einer potenziell planetarischen Gesellschaft bereitzustellen. Immanente Ursache der mit der Lorenzettischen Kordel(*) vergleichbaren Arbeit ‘Fountain’ ist nach Bazon Brock ein völlig beliebiges Sammelsurium dritter Klasse ohne Sinn und Verstand.”

Information about Dada.

(*) aus FAZnet: Lorenzettis Kordel
“Alle ziehen an einem Strang. Dieser Strang ist eine Kordel, die, vermittelt durch die Figur der Concordia, von Justitia an die Bürger weitergereicht wird. Bei Lorenzetti ist der Nadelkopf im Sinne einer modernen Demokratie entschärft. Setzt man Lorenzettis Kordel zu Gowdas frei schwebender, frei ausgelegter Kordel in Beziehung, kann auf der Grundlage formaler Korrespondenzen wieder eine neue Bedeutungsebene, ein neuer Kontext entstehen. Genauer gesprochen, entsteht ein Möglichkeitsraum, der nach Akteuren sucht.”

DOCUMENTA12 – Mr. Sandman’s Finest Funerals – Sepulkralkultur

20 Jun

Wenn man als weltoffen Kunstinteressierter dieser Tage den langen, beschwerlichen – und wenn man sich dazu entschlossen hat, per Bahn anzureisen -, oftmals auch dornigen Weg nach Kassel zurückgelegt hat, um in den sinnlichen Genuß erfahrbaren Genußes zu kommen, so wird man nicht nur herbe enttäuscht, nein, es beschleicht einen auch das Gefühl, sich am besten gleich einsargen zu lassen. Identische Gefühlswelt sollte ebenfalls durchlaufen, wer völlig zu Recht als künstlerischer Direktor nicht nur der dreisten Anmaßung, der ideologieorientierten Bauernfängerei, sondern auch der kompletten Unfähigkeit überführt wurde – überführt in ein Reich der Stille und Geborgenheit, der Ruhe und ewigen Andacht: in das Reich der intellektuellen Beleuchtung. Ist man schon einmal in Kassel, so trifft es sich günstig, obwohl die meisten es nicht wissen, oder diesen Umstand geflissentlich verdrängen: das Museum für Sepulkralkultur liegt quasi gleich um die Ecke; es feiert dieses Jahr am 22.Juni sein fünfzehnjähriges Bestehen.

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Für die letzte Reise ist es nicht nur wichtig, daß sie angetreten wird, sondern wie man sich auf sie vorbereitet, wie man sie antritt: es hängt viel davon ab. Mit Reisfeld im Kopf und Giraffe im Bauch? Wohl kaum. Mit Giraffe im Hirn und Reisfeld im Magen? Schon eher, aber so richtig befriedigend ist auch das nicht, es fehlt die affirmative Sinnlichkeit, das onkologisch Besondere, die ovomaltineeske Bewußtseinserweiterung unter Heranziehung moderner Energiesparlampen, denn “da unten” kann es ganz schön dunkel sein, möchten auch Kunstwürmer wie wir hin und wieder ganz gerne den Weg, den rechten Pfad der Tugend gewiesen bekommen, schließlich sind wir ganz besondere Kunstwürmer: einerseits zwar ahnungslos, aber andererseits welche mit ganz, ganz, ganz viel Eiweiß in der Lendengegend; und Eiweiß – das wissen wir noch aus unserer Schulzeit – ist der Grundstein eines jeden nahrhaften, besinnlichen, genußvollen Lustfrühstücks: A U F S T E H E N !!!!!!!!!!!

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Aber so einfach, wie es sich hier liest, ist das alles nicht, denn wie heißt es doch so konglomerativ treffend: “So ein Sarg muß schon was taugen, denn auch Würmer essen mit den Augen!” Was wie ein zusammenhanglos in die fröhliche Runde fröhlich agierender Wurmdebattierer geworfene Werbeslogan wirkt, ist in der Tat ein zusammenhanglos in die fröhliche Runde fröhlich agitierender Wurmdebattierer geworfene Werbeslogan – da sollte und darf man sich nicht täuschen, schließlich sind wir alle schon genug getäuscht worden, und zwar von Roger M. Buergel und Ruth Noack höchstpersönlich, die immer noch glauben, der uns durch ihren beschränkten Horizont aufgezwungene Zweite Kunstbildungsweg täte uns gut, sei wichtig und richtig, wesentlich mehr als nur einfach ein geschmäcklerisch interdisziplinärer Kunstkuß, die damit verbundenen Schmerzen fester Bestandteil dieser wohltuenden Maßnahme, denn: alles wird schon gut – so irgendwie jedenfalls. Hauptsache man ist barfuß über sinnlich vertrocknete Reis- und Mohnfelder unterwegs, denn Hauptsache – so will es scheinen – ist alles: “Hauptsache. Ein unschlagbares Trendgefühl.”

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Aber was ist mit dem unschlagbaren Trendgefühl Tauziehen? Mit Sackhüpfen? Mit Tantra? Mit geschundenen Negerleinchen, die “zu lange nicht als individuelle Künstler anerkannt waren” – nur weil glückliche und zufriedene Negerleinchen nicht in die klischeebesessene Vorstellungswelt nichts(be)sagender ZeitgenössInnen passen? Mit spirituellem Ausdruckstanz? Mit Backmischungen von Dr. Oetker? Gibt es sie auch “da unten”, diese wertvollen Momente künstlerischer Selbsterfahrung im Raum der unbegrenzten Möglichkeiten? Und falls ja, wozu soll das gut sein? Um Dinge zu erfahren, die es auf jeder Esoterikmesse zu “erfahren” gibt? Dinge, die mit dem gleichen minderwertigen Gedankenmüll (“Nieder mit Goethe! Es lebe Dorothee Sölle!”) behaftet sind, mit dem die ersten Vertreter einer CS-Gas-geschädigten Lehrerspezies während meiner Schulzeit meinten, nicht nur mich sondern eine ganze Schülergeneration unisono ideologisch tyrannisieren zu müssen? Sind Roger M. Buergel und Ruth Noack das Opfer einer verfehlten Schulbildungspolitik der 68er? Es spricht vieles dafür. Man hätte ihnen niemals 19 Millionen EURO anvertrauen dürfen.

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Additionals via boschblog.de

Finally the full Miss-Cellania-Package about DEATH: 1+2. Take you time and check out her links. It’s worth it!

DOCUMENTA12- Damien Hirsts Weltfrauentag!

18 Jun

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Die apodiktisch-emanzipatorische Buergelmaschine sagt:
“In der multimedialen Praxis ermutigt Damien Hirst, zwischenmenschliche Beziehungen zu schaffen und Bilder gesellschaftlicher Gemeinschaft als Interpretationswissen vergessen zu machen. Bildungsmythos der konsumistischen Arbeit ‘Weltfrauentag’ ist die Unverzichtbarkeit der Integration.”

Nun aber mal Spaß beiseite: Wie lange wollen wir es eigentlich noch dulden, daß wichtige Wegputzmittel, deren Zugang ausschließlich der modernistischen Frau von heute vorbehalten bleiben sollte, immer noch bedenkenlos im öffentlichen Raum diskriminierend dargestellt, kommuniziert und letztlich auch konsumiert werden, wie dies Damien Hirst mit seiner Arbeit ‘Weltfrauentag’ auf der diesjährigen Sächsischen Katholikenwoche (einer Außenstelle der DOCUMENTA) eindrucksvoll, aber auch einfühlsam, zumindest andeutungsweise anprangernd unter Beweis stellt: Damien Hirst will uns in Versuchung führen – das allein reicht in der heutigen Zeit nicht aus, ist nichts Ungewöhnliches -, uns aber auch relativ zeitnah wieder vom Bösen erlösen, ein subtil visual, eine subtil-artikulierte Botschaft, deren widersprüchlicher (aber eben auch völkerverständigender) Kern einem erst gewahr wird, wenn man für sich selbst herausgefunden hat, wer man eigentlich ist – und: wieviel Durst man hat.

Durst, diese peinigene Selbsterfahrungsmöglichkeit, von der immer noch viel zu wenige MitchristInnen Gebrauch machen, dieser göttliche Andachtsmechanismus, dem auch Jesus Christus nicht hatte widerstehen können, und der IHN, unseren Herren Jesu Christi, einst am Kreuze hatte (ver)trocknen lassen – und zwar für uns. Durst bedeutet aber auch, die freie Entfaltung der eigenen Persöhnlichkeit zu fördern, wenn man ihn regelmäßig stillt, ihn auch mal dort zur Ruhe kommen läßt wo er gerne zur Ruhe kommen möchte; und schließlich – als belohnender Nebeneffekt sozusagen – so in den sinnlichen Genuß seiner gesamten regenerativen Schlagkraft kommt. Einerseits. Andererseits erscheint es zwingend geboten – die Ausstellungsbesucher höheren Semesters werden mir auf Grund ihrer erweiterten Lebenserfahrungswelten zustimmen müssen: muß der Durst auch mal mit britisch-hirstischer Härte rangenommen werden, er muß trainiert werden, und zwar für Olympia. Bleibt nur zu hoffen, daß die beiden Vertreter unseres Bildungsgiraffenpärchens Roger M. Buergel und Ruth n’Oack brav, artig und fleißig mittrainieren, auf daß nach Ablauf der 100 Tage nicht nur die “Documenta tot ist” (Zitat Buergel).

DOCUMENTA12 – Die Buergelmaschine

17 Jun

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Björn Masselasse: “Weniger ist mehr” (120cm/178,5cm; Cibachrome), 1978

Roger M. Buergel ist wirklich nicht zu beneiden. Da muß sich der ahnungslose Kunstautodidakt (Hermann-Nitsch-Trauma) einerseits mit ignoranten Kritikern rumschlagen, andererseits der restlichen, wesentlich willigeren Welt die gesamte Weltkunstgeschichte auf einmal erklären. Und dafür hat er nur 100 Tage Zeit. Selbst wenn Roger M. Buergel James Bond hieße und seine Frau Ruth Noack Miss Moneypenny, so würde es das Duo in diesem kurzen Zeitrahmen dennoch nicht schaffen, was keine Schmach wäre, weil wir aus Niederlagen immer wieder Kraft für neue Siege erwirtschaften können – wenn wir es denn nur wollten. Dennoch: so richtig befriedigend ist diese Vision letztlich nicht, aber dafür möglicherweise diese: Und wenn Du denkst es geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her! Und dieses Lichtlein trägt einen Namen, nämlich: Buergelmaschine. So affirmativ-apokalyptisch die formmigrative Klangfarbe in ihrer Namensbezogenheit, so assoziativ-konglomatyptisch kündigt sich die Wirkungsweise der Buergelmaschine an. Zur eingangs abgebildeten Arbeit von Björn Masselasse stellt die Buergelmaschine treffend fest:

“Trotz der Partydekadenz des Kunstmarktes beschwört der schwedische Künstler Björn Masselasse, die globale Bourgeoisie zu verderben und eigene Wahrnehmungsgewohnheiten als typische Linearität dem Vorstellungsraum zu entziehen. Komplexer Bezugsrahmen der als Hommage an Gilles Deleuze konzipierten Arbeit ‘Weniger ist mehr’ ist die Umkehr des Kunstgedankens.” Na bitte, wer sagt’s denn.

Wer die Buergelmaschine selbst einmal für sich ausprobieren, oder gar zum neuen Lebensinhalt machen möchte, der kann – und sollte – das hier tun!

via Six Percent Recall

DOCUMENTA12 – Nam June Paik schlägt Brücke zur zwischenmenschlichen Versöhnung!

17 Jun

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Was im Diesseits nur wenig bis gar nicht möglich scheint (zu viele Kriege, erhöhte GEZ-Gebühren, Neid und Mißgunst für 99,- Mark am Tag, allenthalben vorgetäuschte Orgasmen), ist für Nam June Paik, den medial-meditativen Fluxus-Meister aller Künstlerklassen, aus der Tiefe des unerledigten Jenseits heraus offensichtlich überhaupt kein Problem bzw. Thema: Brücken schlagen, Brücken bauen, Gräben überwinden, Hände reichen – vorausgesetzt sie sind nicht bereits muselmanistisch abgehackt; aber selbst wenn: Nam June Paik würde auch hier noch eine gesellschaftsrelevante Lösung finden, zumindest einen Lösungsansatz vorschlagen, der unter bildungspolitischen Aspekten vor den allzu gestrengen Sanfthirnen Roger M. Buergels und Ruth Noacks Gnade fände. Eine Art (ART Basel?) Gnade vor Recht sozusagen. So ist es schon verwunderlich, daß Nam June Paik nicht auf der diesjährigen Documenta vertreten ist, wahrscheinlich deshalb nicht, weil seinen Arbeiten durch die Verwendung von vielen, ja sehr vielen Bildschirmen eine unerträglich hohe Dosis an Medienlastigkeit anlastet; die das (hip)kompetente Kuratorenehepaar Roger M. Buergel und Ruth Noack unter bildungspolitischen Aspekten keinesfalls dulden darf und kann, obwohl Nam June Paik u.a. von 1958 bis 1963 mit Karlheinz Stockhausen auf dem Gebiet der elektronischen Musik intensiv zusammenarbeitete; aber vielleicht war das alles zu kommerziell, oder zu wenig sinnlich, oder was weiß ich… Vielleicht aber, und das erscheint mir wesentlich wahrscheinlicher, haben Roger M. Buergel und Ruth Noack noch nie etwas von Nam June Paik gehört.

Und jetzt, da ich es soeben niedergeschrieben habe, erscheint es mir ganz logisch: Klar, wenn man nur unbekannte Künstler nimmt, von denen man bei vielen noch nicht einmal weiß, ob sie tatsächlich Künstler sind; belanglose Reis- und Mohnfelder, eine ausgestopfte (belanglose) Palästina-Giraffe, Häkel- und Strickzeug (ebenso belanglos) aus Persien, usw. usf. pseudoideologiegesteuert für Kunst erklärt, dann fällt auch niemandem auf, daß unsere beiden übergeschnappten DocumentamacherInnen in Wirklichkeit von Kunst nicht die geringste Ahnung haben. Das erklärt auch, warum sie sich mehr für die Form und weniger für die Inhalte der ausgestellten Arbeiten interessieren. Und wenn man darüber hinaus noch nicht mal die angestrebten Formen erreicht (siehe Aue-Pavillon), dann ist man unter PR-technischen Gesichtspunkten natürlich gut beraten, etwas von “Migration der Formen” oder ähnlich Sinnunbehaftetes daherzufaseln, zusätzlich den aus aller Welt angereisten Journalisten mal eben zur Ablenkung “Ignoranz” vorzuwerfen – und keiner merkt was. Allerdings sind 100 Tage eine lange Zeit; und die sommerliche Sauregurkenphase der Presse gilt es ebenfalls zu überstehen. Vielleicht wird zu gegebener Zeit ja doch mal in diese Richtung journalistisch ermittelt. Das wäre dann in der Tat eine sinnliche Erfahrung. Oh ja!

DOCUMENTA12 – Straßenkunstwerkzerstörung aufgeklärt!

15 Jun

documenta_kunst_entfernt

So viel Aufmerksamkeit hätten sich die Kasseler Dreck-Street-Boys mit ihrem neuen Frontmann Boy George nicht träumen lassen, als sie im frühen Morgengrauen ein Stück überflüssige Straßenprotestkunst der chilenischen Künstlerin Lotty Rosenfeld, die mit ihrer ungenehmigten Aktion unterschwellige Formen von Macht und Kontrolle, sowie das von Bundeskanzlerin Angela Merkel gesteuerte Unrechtsregime in Berlin” aufzuspüren gedachte, schlicht, ergreifend und unrechtsregimeresistent von der Straße kratzten – einfach so. Das ist einerseits bedauerlich, andererseits natürlich nicht, denn : was tun? (die da eigentlich)

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Nachtrag vom 16.6.2007

Das schreibt Mein-Gott-Und-Meine-Welt!

Rosenfeld beklagt sich: “Ich bin persönlich wirklich verletzt. Es ist ein Akt der Gewalt und ich fühle mich missachtet.” Die Arme aber auch, wie bedauerlich, sie wird mißachtet…

Das schreibt das Zeitblog!

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Nachtrag vom 19.6.2007

Das schreibt Politically Incorrect!

DOCUMENTA12 (ent)(st)artet als Volksfest mit Live-Musik…

15 Jun

wurstjonglage

Die weltberühmte Wurstkünstlerin Anna-Cosima von Espenschied ist auch auf der DOCUMENTA-Eröffnung live und in Aktion mit dabei!

… und bleibt die nächsten 100 Tage auch ein Volksfest, denn wie Ruth Noack jüngst in einem Interview mit Welt-Online treffend feststellt: „Vor fünf Jahren bedeutete die Documenta, dass man andere für relevant hielt. Jetzt aber sind wir in einer (typisch deutschen Selbstverleugnungs-)Situation (die dem Horizont geistig minderbemittelter Underdogs entspricht), wo wir froh sein können, wenn wir noch für relevant gehalten werden. Zum Beispiel von China (Sweatshops) und Indien (Sweatshops), Bayern (Oktoberfest), Preußen (FRITZ – Das Stadtmagazin) und all die anderen Andersdenkenden (Horst Köhler), die die neuen ökonomischen Player sind.“ Da ist so ein Volksfest mit integriertem USB-Stick und Miss-Documenta-12-Wahlverfahren genau das Richtige, „um internationale Maßstäbe zu setzten, wo international und von Dieter Bohlen anerkannt werden“ weiß Roger M. Buergel im selben Interview stolz zu berichten und man sieht ihm an, daß er irgendwie glücklich ist, überraschenderweise so viel von Kunst zu verstehen.

Auf die Frage, ob sich denn am Prinzip „Ausstellungseröffnung“ irgendwas geändert habe, antworten Buergels glänzende Augen: „Unterschiedliche Leute machen natürlich unterschiedliche Eröffnungen. Aber die Probleme sind ähnlich. Es ist neu, dass es eine Bewegung der zeitgenössischen Ausstellungseröffnung in den Mainstream gibt, dass eine zeitgenössisch zubereitete Bratwurst kein versprengter Zirkel mehr ist, sondern Pop. Das ist der Punkt, wo man die (Daumen-)Schraube weiterdreht. Für uns bedeutet das, dass wir mit einem blinden Passagier, pardon, bildenden Ernährungsanspruch in eine Pop-Wirklichkeit gehen. Letztlich geht es immer um die Wurst, nicht etwa um Käse. Das ist die Kurzformel, das sagt alles.“

wurstkoffer

Joseph Beuys hätte der TITANIC-Wurstkoffer sicherlich sehr gut gemundet; und gefallen – auch oder gerade als Ausstellungsstück auf der DOCUMENTA. Aber die früheren Zeiten sind heute eben nicht mehr das, was sie früher einmal waren, womit sich die Katze in den Schwanz beißt.

Es folgt eine Pressemeldung des Kasseler Touristikbüros als Komplettzitat:

Das Kunst-Event documenta 12 veranstaltet am Vorabend der offiziellen Eröffnung, dem 15. Juni, ein großes Fest für die Bürger von Kassel und alle documenta-Interessierten. Im Bergpark Wilhelmshöhe sorgen internationale Jazz- und Rockbands sowie DJs für Volksfestatmosphäre – und ab 24 Uhr beginnt die documenta Clubnacht. Gefeiert wird in Kasseler Clubs, Bars und Diskotheken – der Eintritt ist frei, Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die “HESSEN hat was!”-Wochenschau zeigt, wie vielfältig das Kunst-Spektakel startet und präsentiert auch in dieser Ausgabe weitere Top-Leistungen, Veranstaltungen und Produkte aus Hessen.

Feiern bis in die Morgenstunden / Nordhessen bietet Kurztrips zu Kunst

Das Eröffnungsfest beginnt um 20 Uhr, weitere Infos und Presseanfragen bei Catrin Seefranz, Tel.: +49-(0)561-7072-782, Fax: +49-(0)561-7072-757; E-Mail: press@documenta.de, Website: http://www.documenta.de. Auch die Tourismus-Experten der Region NordHessen bereiten sich auf die über 650.000 Besucher vor, die zur documenta 12 erwartet werden und halten in Kassel und Umgebung attraktive Übernachtungsangebote bereit. Ob Kurztrip für eine Nacht, Erlebniswoche mit Wellness-Garantie oder die Kombination von Aktivurlaub und Kunstgenuss: Die Angebote beinhalten den Eintritt zur documenta sowie zahlreiche Zusatzarrangements für jeden Anspruch. Zum Beispiel im Waldhotel Schäferberg: 3 Übernachtungen plus 2 Tage documenta kosten im Doppelzimmer 222 Euro. Weitere Angebote unter http://www.nordhessen.de oder telefonisch unter +49-(0)561-97062-18.!“

DOCUMENTA12 – Buergels zärtliche Quälereien!

13 Jun

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DOCUMENTA-Fiffikus Roger M. Buergel machte lange Zeit ein riesen Geheimnis um den Zustand und die Zusammensetzung der ellenlangen Künstlerliste. Hierzu stellte er vor wenigen Stunden erhellend fest: „Indem man den Kunstmarkt wie einen Husky behandelt, und die unter Verschluß zu haltende Künstlerliste wie seine Zunge, und ihm diese (Künstlerlisten-)Zunge zwar nicht herausreißt, sie ihm aber immerhin beherzt verlängert und für den weiteren Gebrauch vorübergehend stillegt, kann man den Husky ein bißchen quälen. Ich quäle natürlich zärtlich, denn ich will ja für alle – insbesondere den Husky – nur das Beste.” Mehr über Roger M. Buergels heimliche Sado-Maso-Phantasien gibt es hier nachzulesen. Quatsch, hier natürlich! Und: hier!

DOCUMENTA12 – Alle Hände voll zu tun!

13 Jun

Denken wir an die Entstehungsgeschichte der Kunstgeschichte, so denken wir zwangsläufig an die Entstehungsgeschichte der Händegeschichte. Wenn sich die Geschichte der Hände mit der Geschichte der Kunst kreuzt, dann entstehen mitunter geradezu großartige Werke. Denken wir nur an Albrecht Dürers Betende Hände, die an dieser Stelle nicht mal abgebildet werden müssen, weil wir diese Arbeit ohnehin fest mit unserem Bewußtsein verankert im Geiste gespeichert haben. Aber nicht nur das! Sind es nicht die Hände, die manigfaltige Pinsel über manigfaltige Leinwände schwingen, schleifen, bewegen? Die Leinwände gar erst spannen, zurechtrücken? Reimt sich das Wort Leinwände nicht auf Kleinhände? Da darf man nicht drauf schlagen, denn die Mauer ist ja längst weg, und Wegener nach geglückter Befreiung der Landshut-Geiseln gut bezahlter Sicherheitchef bei des Saudis…, auch und gerade ohne Hände: unvorstellbar!

Doch zurück zum Thema: Roger M. Buergel und Ruth Noack, das sympathische Kuratorenehepaar der DOCUMENTA 12, brauchten sich nur ihre eigenen Hände zu betrachten, um zu wissen, wieviel Arbeit da auf sie zukäme, nähmen sie die Herausforderung des besonnenen und empfindsamen Kuratierens an – was sie zum Leidwesen nicht gerade weniger auch taten. Natürlich besagt ein chinesisches Sprichwort: Wer nicht lernt, mit den Ohren zu laufen, der wird niemals seinen Händen das Sehen ermöglichen! Aber was besagt das schon? Eben. Deshalb bringt der chinesische Künstler Ai Weiwei 1000 zusätzliche Chinesen ins Documenta12Land, um sie ihre Eindrücke mittels 2000 zusätzlicher chinesischer Hände filmen, fotografieren und aufschreiben zu lassen. In viele gespuckte Hände produzieren und beantworten viele relevant flüssige und überflüssig relevante Fragen. Damit entsteht ein präzises Sinnbild, das für die gesamte DOCUMENTA 12 relevant ist. Hände sei Dank!

DOCUMENTA12 – Aufklärerischer Gesamtexpressionismus im Kommen!

12 Jun

Es war lediglich eine Frage der guten, alten Tante Zeit, bis sie sich unter Anwendung moderner, digitaler Kommunikationstechniken herumgesprochen und etabliert hat, die neue Kunstgattung: Aufklärerischer Gesamtexpressionismus! Und wie man es von einem echten Avangarde-Blog (meerschweinchenreport.de gehört, weil Mitinitiator des Aufklärerischen Gesamtexpressionismus’, eindeutig mit dazu) zurecht erwarten darf, war es nicht nur fester Bestandteil dieser erst vor kurzem ins Leben gerufenen Bewegungsspitze, sondern gehört nach wie vor mit dazu! Eine Dazugehörigkeit, die verpflichtet, aber auch nachdenklich stimmt, ebenso die Beobachtungsgabe trainiert. Das ist, zugegebenermaßen, ziemlich viel Holz auf einmal:

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Deshalb zunächst ein kurzer Blick in die nahe Vergangenheit: Mark McGowan, Lee Paige, sowie der diesjährige Arnold Bode Preisträger 2007 Chang Po-yu gehören, klicken Sie nur die Links an, so werden Sie realisieren: meerschweinchenreport.de berichtete bereits zu einem Zeitpunkt über diese großartigen Künstler, da noch kein anderes Presse- und Messeorgan etwas von ihnen wissen wollte. (Eine neue Kunstrichtung ist immer dann eine neue Kunstrichtung, wenn es dem Verfasser gelingt, sich trotz unvollständiger Satzgebilde, sooo verständig zu machen, daß der Leser unmißverständlich wird nachvollziehen können, worum es dem Verfasser eigentlich geht. Gelingt ihm dies nicht auf Anhieb, so steht ihm immerhin noch das Stilmittel der Wiederholung zur Verfügung, denn merke: Wiederholungen wirken normsetzend!)

Das ist aber nur die eine, weil kleine Seite dieser umfangreichen Medaille. Die andere – und wesentlich schlagkräftigere: Immer mehr Weblogs und andere Berichterstatter wollen nicht mehr ihre Augen vor der unumstößlichen Wahrheit verschließen, nämlich: der Aufklärerische Gesamtexpressionismus ist doch am besten, tollsten und nicht zuletzt: am schönsten! So schreibt beispielsweise modabot – Nachrichtenagentur für Avangarde Mode einen gelungenen Artikel über das Bundesamt für Bekleidung auf der documenta 12. Ebenfalls wartet das Blog Missing in Germany mit einer feinen Hinterfragung der drei von Ruth Noack und Roger M. Buergel wohl mehr aus einer Laune heraus in die Runde geworfenen Leitmotive Ist die Moderne unsere Antike?, Was ist das bloße Leben? und das lenineske Was tun? auf. Zwar vermißt meerschweinchenreport.de die im direkten Kontext zum Aufklärerischen Gesamtexpressionismus zwingend vorgeschriebenen Selbstverletzungen der Künstler, aber eingehende Reflexionen über die Gleichschaltung der Mode sowie zerfallende Wohnblockhäuser aus den 50ern können – zumal besagte Kunstgattung noch dabei ist, sich zu entwickeln und am Markt zu etablieren -, als eine solche künstlerische Selbstverletzung erachtet werden. Dies sei hiermit geschehen!

meerschweinchenreport.de bittet im Sinne eines durchsetzungsstarken Aufklärerischen Gesamtexpressionismus’ auch weiterhin um akkurate und zahlenstarke Berichterstattung!

DOCUMENTA12 – Buergel (Last Man Standing!) schmeißt die Brocken hin!

12 Jun

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Frei nach dem Motto “Niemals das tun, was man eh schon kann!” versammeln sich ab dem 16. Juni auf dem Gelände der DOCUMENTA 12 1001 Menschen, die auf Staatskosten mal etwas völlig Neues ausprobieren wollen: Grenzen einreißen, Brücken bauen und schlagen, Bienen das Überleben sichern; und vor allen Dingen: sich endlich mal selbst(er)finden! Jeder Mitmachende hat genau 100 Tage Zeit, sich so extrem wie irgend möglich im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit zu positionieren. Die übrigen DOCUMENTA 12 Besucher stimmen ab. Der Gewinner wird in fünf Jahren automatisch Kurator der nächsten DOCUMENTA (13) sein! Und dann heißt es wieder zukunftsfähig und projektbezogen: “Ich habe zwar keine Ahnung, aber dank der vielen Millionen wird die Sache schon irgendwie über die Bühne gehen…”

DOCUMENTA12 – Paris Hilton wird MISS DOCUMENTA 12!

11 Jun

Auch in diesem Video spielt der Faden, die Kordel, das kulturelle Verbindungsstück, das mental interdisziplinäre Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Kulturen, eine hervorstechende Rolle, weshalb Ruth Noack und Roger M. Buergel über die Idee, Paris Hilton nach Verbüßung ihrer Haftstrafe als MISS DOCUMENTA 12 nach Kassel zu holen, regelrecht und übergeordnet glücklich sind.

Nun ist die Sensation perfekt: Roger M. Buergel und Ruth Noack, das sympathische DOCUMENTA 12 – Kuratorenehepaar, macht ein weiteres Mal Nägel mit Köpfen, fackelt nicht lange mit der längst gehißten Fahnenstange herum und beschloß von der Direktbank weg, daß Paris Hilton umgehend nach ihrer Haftentlassung nach Kassel kommen soll, um Miss DOCUMENTA 12 zu werden! “Paris hat uns in Sachen PR so einiges voraus, das wir für relevant halten: künstliche Tränen, künstliches Make-up, künstliches Aroma, künstliche Schulbildung, sehr viel Kunst eben – und da bieten sich zwangsläufig diverse Synergien an, die es aus unserer Sicht zu nutzen, im Sinne eines schöpferischen Prozesses zu schöpfen gilt”, so Ruth Noack vor zwei Stunden auf einer eiligst anberaumten Pressekonferenz. Ob die beiden denn Angst hätten, mit der Göre möglicherweise überfordert zu sein? Klares “Nein!” von beiden Seiten, denn, so fügen sie leicht grinsend hinzu: “Es ist ja nicht so, als gäbe es in Deutschland keine solide gebauten Nervenheilanstalten, schauen Sie sich doch nur mal das Fridericianum an…”

DOCUMENTA12 – Anita Skåmægøs friedliche Körperkunstspiralen!

11 Jun

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Anita Skåmægøs friedliche Körperkunstspiralen sind in der internationalen Kunstszene schon längst kein Geheimtip mehr, der jedoch noch immer nicht von Roger M. Buergel und Ruth Noack wahrgenommen wurde, sonst wäre diese überaus sympathische Skandinavierin auch gar nicht mit von der Partie; ergo: vor dem Hintergrund einer raumübergreifenden Völkerverständigung wird sie auf der DOCUMENTA 12 überall und zugleich nirgends zu sehen und anwesend sein. Dazu Prof. Dr. Dieter Honisch: Anita Skåmægøs friedliche Körperkunstspiralen sind eine sensationelle Errungenschaft des menschlich-modern gesteuerten Kunstbetriebs, weil sie sich in gleich mehrfacher Hinsicht gegen den üblichen Kunstkommerz auflehnen: einerseits vereinen sie in ihrer meisterlich ausdefinierten Formensprache migrationsassimilierte Sondersystematiken mit bereits kognitiv hinreichend Verinnerlichtem: Picasso, Miró, Delaunay, Dalí, Hilton, usw. usf. … bis hin zu scharfer Kritik am indischen Kastensystem, andererseits sind Anita Skåmægøs friedliche Körperkunstspiralen unverkäuflich. Hierin liegt wohl ihr größter Reiz, ein Reiz, der sich geldgeilen Galeristen nur schwer wird vermitteln lassen: Man muß sich schon persönlich auf das Ausstellungsgelände der DOCUMENTA 12 bewegen, um sie live zu erleben, ihre Einzigartigkeit zu erfahren, und im Geiste abzuspeichern – wie einen Duft, den man mal in jungen Jahren auf einer Klassenfahrt vernahm, und danach (leider) nie wieder.”

DOCUMENTA12 – Gordon Matta-Clark meets Richard Wilson bzw.: vice versa!

10 Jun

“Eigentlich”, so Roger M. Buergel, “haben wir uns für Richard Wilson als einen der auf der DOCUMENTA 12 ausstellenden Künstler entschieden, weil mich diese kreisrunde Gebäudescheibe irgendwie assoziativ, ohne aber jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, an Gordon Matta-Clark, quatsch, Walter De Marias Erdkilometer erinnert, womit ich nicht sagen will, daß die Erde immer noch eine Scheibe ist, denn Ruth und ich wollen diese – nicht ganz uninteressante – Ansicht dann doch lieber durch die Kreationisten-Kretins vertreten wissen; das ist ungefährlicher, denn die Dinge und ihre Zusammenstellung werden dem Betrachter erlauben, etwas zu denken, worauf er sonst nie gekommen wäre.”

Und Ruth Noack fügt geheimnisvoll hinzu: “Es ist auch sehr praktisch, das mit der Arbeit von Richard Wilson, denn das Gebäude, das wir hier in Kassel ausstellen, steht immer noch in Liverpool; dort, wo es hingehört; dort, wo es sich wohlfüht; und dort, wo es für die gesamte Ausstellungsdauer der DOCUMENTA 12 auch verbleibt, denn die Versand- und Verpackungskosten – gerade für dreidimensionale Arbeiten, sprich: Skulpturen – sind ganz schön teuer, wie Sie hier nachlesen können!Und genau das macht die Meerschweinchenreportredaktion doch glatt und gerne. Wobei: hat sie ja schon längst.

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Nachtrag vom 11.6.2007

Ich freue mich ja immer über Leser, die sich an meinen Beiträgen erfreut oder unerfreut zeigen, oder weiterreichen oder nicht weiterreichen, usw. usf.. Aber dieses Prinzip verstehe ich nach wie vor nicht…

DOCUMENTA12 – Bill Violas beeindruckendes Plädoyer gegen menschliches Ungemach unter Einbeziehung einer beeindruckenden und zuvor durch Ruth Noack und Roger M. Buergel genehmigten Formensprache!

9 Jun

Ruth Noak begründet ihre Entscheidung, auf der diesjährigen DOCUMENTA 12 auch eine Arbeit von Bill Viola (siehe oben) auszustellen, mit ihrer innigen Nähe zum rationalen Irrationalismus, mit dessen Hilfe sie ebenfalls immer bei grün über die Straße gehe (obwohl längst rot ist) und sich auch sonst prima selbsterfahre, selbst wenn ihre un(g)e(r)füllte Waschmaschine bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages hinein ihren Job macht. Seit ihre Nachbarn wissen, daß sie die überirdisch unfehlbare Macherin der DOCUMENTA 12 ist, trauen sich diese sowieso nicht mehr, sich mit ihr anzulegen, weil ein Leben ohne Reisepaß nicht mehr so schön ist – was Ruth Noack als nur allzu gerecht empfindet. Und wem das immer noch keine ausreichenden Gründe für Bill Violas Arbeit auf der DOCUMENTA 12 (d 12) sind, für den hat sie noch dieses Zitat parat: “Nie hat wohl eine Gegenwartsgeneration mit einem derart räuberischen Instinkt die Errungenschaften des Vergangenen aufgebraucht und mit entschlossener Realitätsverleugnung alles von sich weggeschoben, was die Bereicherungssucht des einzelnen behindern könnte” (Oskar Negt, Kindheit und Schule in einer Welt der Umbrüche). Ein perfektes Zitat, das sich inhaltlich perfekt auf Bill Violas oben einzusehende Arbeit bezieht, ohne dabei die Lebensumstände einer ganzen 68er-Generation und deren menschliche Nachfolgeprodukte zu sehr aus den Augen zu verlieren.

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Nachtrag vom 11.6.2007

Seltsames Documenta12blog….

DOCUMENTA12 – Dr. Ruth Westheimer kocht ihre schönsten Nuß-, Frucht- und Fußkuchen!

6 Jun

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Nachdem der katalanische Starkochkünstler Ferran Adrià sein Erscheinen zur DOCUMENTA 12 plötzlich als „nicht mehr sicher“, „unwahrscheinlich“ oder gar „wenig vorstellbar“ bezeichnete, weil er lieber doch hinterm heimischen Herd bleiben möchte, disponierten die beiden unversierten aber dennoch rührigen Ausstellungsmacher Roger M. Buergel und Ruth Noack spontan um, und ersetzten den hitzblütigen Südländer ruckzuck durch Frau Dr. Ruth Westheimer, von der die Weltöffentlichkeit schon lange nichts mehr gehört hat – jedenfalls nicht so richtig -, und deshalb „auch mal wieder dran ist“, wie das Kuratorenehepaar mit unbestechlichem Selbstgerechtigkeitgefühl, nebst einer erstaunlichen Vorliebe für kalorienhaltige Fußgebete, ausführt. Von Frau Dr. Westheimer sind sicherlich keine löffelweise verabreichten Speisen à la Algenkrokant, Tabakblättersud, mit Bärenblutwurst gefüllte Giraffenhälse aus Palästina oder gar Marshmallows zu erwarten. Nein, sie arbeitet feiner, elitärer, sublimer, nicht zuletzt: muslimer. Das ist das, was sie ausmacht, das ist das, was wir an ihr schätzen: ihre Vorliebe für eine klare, unmißverständliche Kochsprache im Kontext einer attraktiven Körperansprache, die man nur sprechen kann, wenn man weiß, wie man am besten auf sich aufpaßt und sich so wenig wie möglich die Finger verbrennt.

Wer keine Zeit hat, nach Kassel zu fahren, der kann sich die wichtigsten Kochkunst-Aspekte Dr. Ruth Westheimers nach Hause holen. Ihr Buch “Fruits, Nuts & Cakes – Die Geheimnisse religiöser Fußmassagen” ist just als Multiple im Kölner Sahnefuß-Verlag erschienen und kostet ca. 87,50 EURO.