Gordon Greckos „Komplexe Sprachtafeln“

Hey, Gordon! Wie würdest Du das Cover für einen Relaunch des längst in Vergessenheit geratenen FAZ-Magazins gestalten?“ Das war so eine unserer Fragen an ihn. Obenstehend eine seiner Antworten an uns. Deutlich zu sehen, hier nur in grauer Outline-Andeutung, eines der Lieblingsmotive Greckos: das Fabergé-Ei.

Der deutschsprachige Ausnahmeaustralier ließ es sich nicht nehmen, exklusiv für Hamlet Hamster’s Screenshots Magazine featuring Meerschweinchenreport bzw. umgekehrt sein Œvre um den Zylinderzyklus „Komplexe Sprachtafeln“ zu erweitern. Gordon Grecko lebt seit Jahren von der Außenwelt zurückgezogen in den Rocky Mountains. Im Sommer hackt er Holz, um es im Winter zu verfeuern. Diese Konsequenz wird von Besonnenheit regiert, eine Besonnenheit, die dank ihrer höheren Schulbildung ganz genau weiß, daß so ein Bandscheibenvorfall eine ziemlich unangenehme Angelegenheit ist, und so nimmt es nicht weiter wunder, daß ER es immer wieder schafft, den meinungsbildenden Teil der Öffentlichkeit mit seinen benutzerfreundlichen Designprodukten zu erfreuen. So fanden dank Greckos innovativer Farbwege während der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta mehr Sportler den Weg zu den ihnen zugedachten Imbißbuden, als auf sämtlichen vorangegangenen Spielen zusammen.

Gordon Grecko ist kein Streetfighter im klassischen Sinne, er tut nur so. Es ist seine Attitüde, so wie sich andere Menschen beispielsweise die Zähne putzen (ohne es wirklich zu tun), sich die Haare schneiden lassen (ohne auch nur den geringsten Gedanken an einen tatsächlichen Friseurbesuch zu verschwenden) – und kommt dabei irgendwie automatisch zu interessanten Ergebnissen, weil er sich dadurch konsequent der gesellschaftlichen Normalität verweigert. Irgendwie automatisch? Naja, wie man’s nimmt. Und ER nimmt es, wie es kommt. Es gibt Menschen, die eingeschlossen in einem Fahrstuhlschacht entweder in einem Film mitspielen, oder in pure Panik ausbrechen – oder gar beides gleichzeitig tun.

Es gibt aber auch Menschen, die damit nichts am Hut haben wollen; und besonnen nach einem Lösungsweg suchen. Gordon Grecko fühlt sich keiner der beiden soeben grob skizzierten Menschengruppen zugehörig; und das ist gut so, macht die Sache so ungemein spannend, denn seine Spontaneität fußt auf sorgfältiger Überzeugungsarbeit, deren semantischer Grundapproach ihm einst von einer hälftiglebensmilchbejahenden Literaturstudentin in L.A. zwischen Tür und Fußangel vermittelt wurde. Gordon Grecko hat mit seinen Firmen ein wahres Internetimperium errichtet, läßt sich von dressierten Marschflugmilben das Müsli immer frisch und kerngesund ans Bett bringen; jedoch gibt es keine einzige Site, keine einzige Datenbank, die ihn explizit als kreativen Kopf ausweist, denn für ihn steht traditionelle Handarbeit nach wie vor im Rampenlicht emotionaler Existenzialität. Hier meidet er die Öffentlichkeit wie der Teufel das viel zitierte Weihwasser.

Wie wir es geschafft haben, ihn zu diesem Beitrag zu überreden? Ganz einfach: Monatelanges Holzhacken in den Rocky Mountains und Seelenmassage mit diplomatischen Eselszungen, die wir mit viel Fingerspitzengefühl exakt und extra megaexklusiv für Sie, liebe Meerschweinchenreportleserinnen und Meerschweinchenreportleser, in heiße Watte und Aspik eingelegt haben; heraus kam dabei nichts anderes als eine „Komplexe Sprachtafel“ nach der anderen; selbstverständlich auch oder gerade  zum Essen. Eben ganz wie Sie wünschen…

Gordon Greckos große These im Hinblick auf übergeordnete Kommunikationserfolge in der Zukunft liegt ganz klar im Segment der non-verbalen Kommunikation beheimatet. Denn, so Grecko, je weniger sich ein Vorstandschef zu  unbefriedigenden Quartalszahlen äußert, desto geringer ist seine Chance, an Ort und Stelle gefeuert zu werden. Und: Was für die Firma gilt, das gilt auch für den privaten Bereich innerhalb der eigenen vier Wände – wie uns das dieser Bildunterschrift überstehende Schlußwerk Greckos eindeutig belegt, beweist – oder wie auch immer. Hauptsache Farbe, Hauptsache vorzüglicher Geschmack.

Die Meerschweinchenreportredaktion wünscht seinen Leserinnen und Lesern einen segensreichen und überaus guten Appetit!

Published in: on June 30, 2008 at 8:09 pm Comments (1)

Wie komme ich bloß von den Kühen und der Kuhmilch wieder runter?

Irgendwie alles nicht ganz einfach. Da entwickelt sich nach einem halben Jahr anstrengenster Bloggerei eine kleine, lecker, locker und leicht geschlagene Assoziationskette, die sogar in Milch schwimmt – und nun bleibe ich bei ihr hängen. Komme einfach nicht mehr von ihr los. Klar, ich könnte Euch ein Kochrezept für Marsianer bieten; es wäre hier abrufbar: How To Cook An Alien? (via Miss Cellania) Oder: How To Cook An Alien And Survive? Gerade die zweite Variante läßt vermuten, daß der Autor vorausschauend mitdenkt. Unter Köchen nicht immer üblich. Man denke nur an Kai Diekmann oder Alfred Biolek. Aber hilft mir dieser kleine Abstecher ins gedankliche Abseits etwa weiter? Nein, nicht wirklich, denn unter gewissen Umständen können Marsianer ihrerseits das gute weiße Milchpulver als Kuh getarnt saugwegbeamen, oder wasauchimmer, naja: H I E R !!! Bleiben wir ahnungslosen Erdlinge also notgedrungen noch etwas bei der “richtigen” Milch hängen. Haben wir es beispielsweise mit einer vorwiegend mit weißer Elementik arbeitenden Power-Point-Präsentation zu tun, so sprechen wir gerne von einer “gesunden” Darstellungsweise eines vielleicht sogar recht schmerzlichen Sachverhalts. Wer liest schon gerne freiwillig FOCUS? Eben. Oder steht im Focus. Ganz alleine mit einem Stier, einer Milchkuh oder Megaphon in der Arena – und alle anderen schauen aus sicherer Entfernung zu. Dennoch: daß die das Filmchen wiedergebende Präsentation nur etwas mehr als drei Minuten dauert; und der Referent alles gesagt hat, was es über das heikle Thema “Erfolg” zu sagen gibt, hat er mit Sicherheit einem kurz zuvor genossenen Glas kalter Milch zu verdanken. Oder aber es liegt daran, daß der Mann Amerikaner ist, und seine Zuhörer sind auch Amerikaner – und Amerikaner sind in mancherlei Hinsicht ziemlich einfach zufriedenzustellen. Dann brauchen wir also gar keine keine Milch? Also, bevor wir sie mutwillig den Chinesen überlassen, so sollten wir sie lieber selbst trinken. Edel sei das Magenbitter, hilfreich, weiß und gut!

Filmchen via Vicina Blog

Published in: on October 26, 2007 at 3:29 am Leave a Comment

Feinste Kuhmilch vom Feinsten!

Manchmal sprüht die Milch des Lebens wie sie will.
Manchmal steht der Milchzapfhahn ganz einfach still.
Manchmal brauch’ ich morgens meine Ruh
und dann such’ ich Trost bei einer Kuh…

Tja, so ist das eben: Gestern philosophierte ich noch darüber, daß mich der Begriff Halbschuh irgendwie an Schwälbchenmilch und Winnetou denken läßt; und heute assoziiere ich mit Kuhmilch marsianische Spermamännchen, die an Sonnenarmut leiden – was irgendwie aufs Gleiche hinausläuft. Finde ich jedenfalls. Ist das nicht alles seltsam? Und dann diese Euterfontäne. So effibriestesk. Aber erschießt die Kuh die Männchen mit Milch, weil sie sich weigern, bestehende gesellschaftliche Konventionen anzuerkennen? Ein starres Gesellschaftssystem, mit strengen Regeln und Sonntagsspaziergang? Oder ist das nur das Produkt einer Milchmännchenrechnung, weil sich die Rauminhalte der Butterbrote Louis XIVs nicht mit den Binomischen Formeln ermitteln lassen? Charles Beau du Lait wäre an dieser Stelle für ein ordentlich gefülltes Glas Milch sicherlich dankbar, vorausgesetzt es verzichtete darauf, sinnlos rumzuhampeln. So wollen wir doch mal sehen, ob sich das nicht bewerkstelligen läßt. Wäre schön.

via adverblog

Published in: on October 25, 2007 at 2:30 am Comments (4)

Nichtrauchen macht frei!

You don’t always die from tobbaco,
sometimes you just lose a lung,
Oh, you don’t always die from tobbaco,
Sometimes they just snip out your tongue,
And you won’t say worth a heck,
With a big hole in your neck,
( Cuz you don’t always die from tobacco )
Cuz you don’t always die from tobacco.

Hey, seit Anfang Oktober bin ich definitiv Nichtraucher. Und es war ganz leicht, denn ich bin stark – und die Immernochraucher sind schwach. Sie verdienen den sozialen Abstieg, Gehaltskürzungen, Arbeitsplatzverlust und einen Platz an der Chemosonne. Genau. So ist das nun einmal – wenn man es endlich geschafft hat, den Tabak-C.E.O.s ins Gesicht zu pinkeln! Ich fühle mich gut. Ich bin frei und erfolgreich. Meine Zunge ist nicht mehr belegt. Und das ist irgendwie die Hauptsache.

Published in: on October 23, 2007 at 1:32 am Comments (3)

Na, seid Ihr auch so seltsam angeplättet?

Müdigkeit im Wechsel mit starkem Arbeitsantrieb? Almabtrieb im Wechsel mit gestiegenen Milchpreisen? Alles gar nicht mehr seelisch unter einen Hut zu bringen. Und die Kühe? Müssen wir vor ihnen ob soviel Tapferkeit jetzt unsere Hüte ziehen? Möglich wäre es schon. Dana Lyons ist Kuhexperte der ganz besonderen Art; so etwas wie eine intellektuelle Melkmaschine, obwohl er das gar nicht gerne hört. Ihm verdanken wir dieses schöne Video, eine gelungene Symbiose aus Herz und Verstand, Phimose und Vaterland, aber auch Glycose und allerhand. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die noch leben und gleichzeitig soviele Talente zu gleicher Zeit in sich vereinen. Wie schön, daß es das noch gibt.

Published in: on October 22, 2007 at 9:46 pm Leave a Comment

Die Jazzformation “Talking Cows”…

… spielt in einem niederländischen Kuhstall. Zwei Bauern mit unterschiedlicher Meinung im Interview. Mit englischen Untertiteln.

Published in: on September 3, 2007 at 4:32 am Leave a Comment

Alpenländische Hornbeuge

hornkuh

Wenn Du mit Deinen großen Hörnern
nach kleinen Körnern pickst;
Wenn Du, verkleidet Hühnchen
auf Deinem Bühnchen alles überblickst;
Wenn Du: gebrandet und entsendet,
unter schwerer Last gewendet,
Grashalme erstickst;
Wenn Du nach jedem Psalme
neue Botschaften verschickst,
dann gehör(n)st Du auf die Couch!

2007 © by Hamlet Hamster

Published in: on August 26, 2007 at 10:41 am Leave a Comment

Milchkuh erwartet Drillinge!

fat_cow

Published in: on August 21, 2007 at 12:17 am Comments (1)

Mein Küheordner hat Hunger …

Published in: on April 28, 2007 at 11:16 pm Leave a Comment

Fliegende Kuh versenkt japanisches Fischerboot

Gekonnte Kunst gegen Hungersnöte in der 3. Welt

Gute Kunst aus Dänemark, die gekonnt auf die Hungersnöte in der 3.Welt aufmerksam macht. Foto: OutsaPop

Vor knapp zehn Jahren ging folgende Meldung durch die Presse:
„Wladiwostok. Vor der sibirischen Küste soll ein japanisches Fischerboot von einer aus heiterem Himmel herabfallenden Kuh versenkt worden sein. Dies gaben die zunächst von den russischen Behörden verhafteten japanischen Fischer zu Protokoll. Die Recherche ergab, daß hungrige russische Soldaten mit einem Militärflugzeug einige Kühe zwecks baldigen Verzehrs von einer Weide entführten. In der Luft hätten die Kühe mit ihrer Nervosität das Flugzeug fast zum Absturz gebracht, so daß die Soldaten die Ladeklappe öffneten, um ihre Mahlzeit schweren Herzens mit den Gesetzmäßigkeiten des freien Falls vertraut zu machen.“ Die zuständigen Behörden haben diesen Vorfall inzwischen bestätigt.

Ein anderer Vorgang ist ebenfalls amtlicher Natur – und hier dokumentiert. Der Artikel behandelt das Ende der walisischen Drachenwurst.

Materialien zum erweiterten Diskurs:

Preiskuh

Als erste Konsequenz übt das russische Militär seit einigen Jahren während ihrer Manöver auch den korrekten Milchkuhabwurf. Hier: Das “Große Milchkuhabwurfszertifikat” in Bronze, das sich ein Proband nach bestandener Prüfung stolz vor seine Tür hängte, und das dank seiner vorbildlichen Tarnung ebenfalls zu Kampfeinsätzen mitgenommen werden darf. Foto: bunabhucan

Fliegende Renaissancemilchkuh

Bereits in der Renaissance waren fliegende Kühe ein beliebtes Mittel zur Erleichterung einer zwischenmenschlichen Kontaktaufnahme. Bild: overthemoon

Baumkuh

In Australien jagte einmal ein Krokodil eine Milchkuh durch das halbe Land. In der Nähe von Melbourne flüchtete sie erschöpft auf einen Baum, den sie bis zum Sankt Nimmerleinstag nicht mehr verließ. Glück im Unglück: das Krokodil verhungerte. Die Arbeit “Cow up a tree” von John Kelly erinnert an diese Legende; und so wie es aussieht, sind die meisten damit auch einverstanden. Foto: Saurabh and Ri,a

Published in: on March 22, 2007 at 5:13 pm Leave a Comment