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Otto Herbert Hajek und Horst Ehmke: «Ein exquisiter Deal»

18 Jul

Otto Herbert Hajek, Horst Ehmke und Ehefrau Katja Hajek während der Vernissage im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg

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Der Künstler Otto-Herbert Hajek war dafür bekannt, auch die Disziplin Verhandlungsgeschick zur Kunstform erhoben zu haben. Wer einmal seine Villa in der Stuttgarter Hasenbergsteige 65 besuchen durfte, dem wurde sofort klar, was darunter zu verstehen war: Teppiche, Türen, Gardinen – alles echte Hajeks, die er als Multiple im Auftrag großer Firmen wie z.B. Vorwerk oder Biffar realisierte. Verglichen mit seinen Großprojekten waren das aber eher kleine Fingerübungen.

Im Bereich Kunst am Bau gelang es ihm beispielsweise, einen Vertrag mit der damals noch existenten Deutschen Bundespost abzuschließen, in dem festgelegt wurde, daß, salopp gesagt, von nun an bis in alle Ewigkeit jeder Bundespostneubau ausschließlich mit seiner Kunst zu bestücken sei, da es sich sinngemäß «um ein Gesamtkunstkonzept handelt, das sich stetig weiterentwickelt und diese Weiterentwicklung nicht durch die Werke anderer Künstler unterbrochen werden darf». Dieser Vertrag wurde erst durch die Umwandlung der Deutschen Bundespost in die Deutsche Post AG unwirksam.

Im Rahmen des «KUNSTüberall»-Projektes der Stadt Salzgitter steht auch eine Skulptur von Otto Herbert Hajek auf der Insel im Salzgittersee:

Hajek-Skulptur auf der Insel im Salzgitter-See

Hajek-Skulptur auf der Insel im Salzgitter-See

In Salzgitter-Thiede steht auch eine Skulptur der leider viel zu früh verstorbenen Hajek-Tochter Katja Ka:

Skulptur von Katja Ka in Salzgitter-Thiede

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Alle Fotos von Andreas Baier
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Thomas Höpker: «Grabbing The Lense»

25 Jun

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Our staff photographer took this spontaneously created portrait of Thomas Höpker in the German Rubens-town Siegen in the year 1987 during the vernissage of his exhibition «Ansichten eines Reporters».

At that present time he was the art-director of the magazine stern. He later became member of the legendary photo-agency Magnum which he ran from 2003 until 2007 as its president as well. Recently, he was patron of the Fotogipfel Oberstdorf. He lives and works in Big Fresh Pond close to Southampton on Long Island, in Berlin or in Santiago de Chile. In New York City he took one of his most discussed photographs.

Should you wish to collect some original prints of his impressive work the Berlin based gallery Camera Work provides you with a great opportunity to do so.

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DDC-Preisverleihung «Gute Gestaltung 14»

10 Jun

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Im Oktober letzten Jahres wurden einmal mehr herausragende kreative Designleistungen unter der Schirmherrschaft von Matthias Wagner K, Direktor «Museum Angewandte Kunst Frankfurt», und im Rahmen des DDC-Wettbewerbs «Gute Gestaltung 14» im Offenbacher Capitol ausgezeichnet. Neues Ehrenmitglied wurde Michael Conrad. Mit dem DDC-Grand-Prix wurde Götz W. Werner prämiert. Es war ein schöner Abend.

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Hans Rosenthal: «Sie sind der Meinung, diese Spende war Spitze!»

15 Apr

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Unter dem Psydonym kasae6013 stehen einige Privatfotos aus dem Reiche der Familie Hans Rosenthals auf dem WDR-Digit-Portal.

Das Aufmacherbild zeigt den Entertainer Anfang der 1950er Jahre im Garten seines Hauses im Berliner Westsektor, wo er sich einmal mehr im Geiste auf die Live-Sendung seines nächsten Ratespiels im Fernsehen vorbereitet. Läßt sich an seiner Körperhaltung – Handspitzen deuten auf die Schuhspitzen – bereits die später zu seinem Markenzeichen gewordene Aussage «Sie sind der Meinung, das war Spitze!» ableiten? Wir halten das durchaus für möglich.

Das zweite Bild zeigt sowohl die Mutter als auch die Ehefrau Hans Rosenthals unter einem Rosenbogen – immer ein untrügliches Zeichen für ein intaktes Familienleben. Vielleicht setzt sich gerade deshalb die Hans-Rosenthal-Stiftung für unverschuldet in Not geratene Mitmenschen ein. Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung vieler, vieler Spender konnte die Hans-Rosenthal-Stiftung seit nunmehr 26 Jahren Familien in schweren Notlagen zur Seite stehen.

Über die Erinnerungsfotos aus dem privaten Familienalbum Götz Alsmanns, ebenfalls auf WDR-Digit – haben wir bereits hier berichtet.

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Flo Service: «30. Geburtstag»

9 Apr

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Alphörner werden inzwischen mehrheitlich aus Carbon gefertigt. Diese wiegen im Gegensatz zu ihren hölzernen, gut 24 Pfund schweren, Kollegen lediglich anderthalb Kilogramm. In der Bundesrepublik Deutschland gilt dabei das Fertigungsgebot: F-Dur. In China werden sie zu Zahnstochern verarbeitet und bei der Firma «Hubert Hense» transformiert man sie gelegentlich auch zu Handläufen für Treppenaufgänge. Doch dazu später etwas mehr.

Der Künstler Patrick Beiling aka «Aaden» eröffnet mit seinen einfühlsamen Balladen das Fest zum dreißigjährigen «Flo-Service»-Bestehen. Wir möchten als Hörtip sein Stück «A Miracle» auf You Tube empfehlen. Seine persönliche Website mit weiteren Informationen sowie Tourkalender ist hier besuchbar.

Die beiden Gechäftsführer Tim Sandrock und Thomas Spanier geben ihren Gästen einen kleinen Ein- und Rückblick über den Werdegang ihres Unternehmens «Flo Service». Angefangen vor dreißig Jahren mit einem VW-Bus (Bully) und einigen Beschallungsgeräten, so läßt Flo Service inzwischen – hinreichend salopp formuliert – die Sau raus.

Energy Drink? Energy Drink.

Zum aktuellen Dienstleistungsangebot gehören mittlerweile ebenfalls schnell auf- und abbaubare Konzertbühnen mit allem erdenklichen Zubehör fürs Drum und Dran. «Flo Service» betreut mit seinen Mitarbeitern pro Jahr so um die eintausend Veranstaltungen, sodaß der selbstbewußt klingende Slogan «Right In The Heart of Europe» seine Berechtigung hat, insbesondere vor dem Hintergrund, daß sich immer mehr international etablierte Künstler der Flo-Service-Dienste vergewissern.

Bei einem Kick-down-and-go-for-it-Programm dieser Art wäre es eigentlich kein Wunder, würde Flo Service, in vielleicht zehn Jahren oder so, eine mobile Konzertbühne entwickelt haben, die sich per Knopfdruck vom Mars direkt auf einen bestimmten Erdpunkt schließen ließe, auf deren Spielfläche kurz nach ihrer vollständigen Selbstentfaltung in Windeseile ein Künstler – vorzugsweise Michael Jackson oder so – von der befruchteten Eizelle bis hin zur Auftrittsreife entstünde; und dieses Konzertwerkzeug sich nach Gebrauch publikumswirksam auf die Größe eines schmackhaften Kaugummis reduzierte, um schließlich von einem Lateinamerikanischen Ureinwohner mittels seines Blasrohres wieder zurück auf den Mars geschossen zu werden.

Isabernursongedanke…

Zum Abschluß ihres Referates löschen die beiden Geschäftsführer das dreißigjährige Licht – um im Kalender Platz für weitere dreißig Jahre zu schaffen. Die Flammen, der Kerzenrauch, sowie die dizzygillespieeske Blasebacke von Thomas Spanier hat unser Redaktionsfotograf mit viel Liebe fürs Detail nachträglich digital hinzugefügt.

Und nun zu den Blasebacken der vier freundlichen Blaseröhrenherren vom «Alphornsportverein Falkenberg» oder so, deren digitale Heimseite hier zu besuchen ist. Die wohltuenden Vibrationen der Alphörner vermögen es, Drinks zu schütteln (nicht zu rühren), Fußreflexzonenmassagen zu verabreichen sowie das Ambiente des Atriums mit einer Lichtfarbauswahl einzukleiden, die sich nach den Vorgaben der allseits beliebten Almyuveda-Heilmethode richtet:

Enzian Polka? Enzian Polka. Und den «Paula Walzer» gibt es auch zu hören.

Zu den Gästen gehört ebenfalls Johannes Klein.

Was wird die Zukunft bringen? Ein Blick in das digitalisierte Gesicht eines Glückskeksboten verrät es: Disko, Party und sicherlich auch etwas mehr Testbild im TV. Außerdem wird gleich Vitold Rek auftreten:

Was der jüngst mit dem Hessischen Jazz-Preis ausgezeichnete polnische Kontrabaß-Virtuose Vitold Rek auf und mit seinem Instrument veranstaltet, das ist schlicht als Wahnsinn zu bezeichnen.

Auch das ist eine Form hochwertigen Jazzes: Virtuoses Schuhdesign mit dem mutmaßlichen Arbeitstitel «Captain America meets Mary Poppins». Wer solche Zuhörer hat, der muß sich über die Qualität des eigenen Spiels keinerlei Gedanken machen.

Der Konzertsaal des Mainzer «Frankfurter Hof» in der Augustinerstrasse ist gerammelt voll. Auch hier hat sich, wie es scheint, ein Almyuveda-Botschafter erfolgreich im Rampenlicht des allgemeinen Bewußtseins – zumindest kurzzeitig – etabliert…

Der Anblick der Farbe Blau erinnert an Yves Klein, an Pablo Picassos «blaue Periode» und die Musik der Band Shantel & Bucovina Club Orkestar sowie an Urlaub auf dem Balkan mit gebratenen Tauben, die einem unaufgefordert in den Mund fliegen. Auf dem Bild sogar mit Gewürzblättern im Schnabel unterwegs.

Shantel hat es nach vielen Jahren hartnäckiger Basisarbeit in Europa zur wohlverdienten internationalen Prominenz gebracht, mit über 1.000 gespielten Shows ist er mit seinem Bucovina Club Orkestar Garant für ein Live-Spektakel der absoluten Spitzenklasse und eine traumwandlerisch enge Kommunikation mit seinem Publikum.

Viele der Stücke sind nach den Prinzipien der Pentatonik aufgebaut. Normalerweise wird die Melodieführung bei solchen Kompositionen von Streichinstrumenten oder Gesangsstimmen übernommen. Hier jedoch werden sie, unterfüttert von SKA-Rhythmen, von einem Bläsersatz, bestehend aus zwei Trompeten und einer Posaune, gespielt – und das kommt fett.

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Das Konzert entwickelt im Saal und bei den Fans eine solche positiv heiße Atmosphäre, daß sich das gesamte Gebäude stetig ausdehnt – und so zur amtlichen Super-Konzerthalle mutiert.

Noch nie haben wir einen Schlagzeuger mit solch ausgeprägen Rampensau-Qualitäten erlebt, wie es bei ihm der Fall ist. Er verläßt sein Instrument, hüpft am Bühnenrand herum – und bringt das gesamte Publikum wortlos dazu, tief in die Hocke zu gehen – um dort gemeinsam bis zum erlösenden Luftsprung zu verharren.

Well, the exciting concert is over. Glücklich, zufrieden und irgendwie auch etwas abgekämpft verlassen die Besucher den Konzertsaal.

Zum Release der Shantel-CD Anarchy & Romance erscheint das von ihm herausgegebene und streng limitierte «ALRIGHT MAGAZIN» – ein Kompendium für Politik, Musik, Kunst und Lifestyle, mit Beiträgen über das berühmte Frankfurter Rotlichtviertel und seine Beat-Clubs der 50er und 60er Jahre, einen Zeitzeugenbericht über das Hanau der 60er Jahre und wie dabei zufällig Punkrock erfunden wurde, ein Essay über die Geschichte des Rock’n‘Roll in Deutschland und wie indonesische Rock-Bands dabei Entwicklungshilfe leisteten, eine Fotostrecke von Horst A. Friedrichs zum Thema «The Kiez is alright – so verschwendete ich meine Jugend».

Finally, so müssen wir sagen, ist es ein sehr schönes, ausgewogenes und abwechslungsreiches Fest, das auch Kraft seines Caterings mit schmackhaften Produkten aus der Region zu überzeugen weiß.

Und natürlich auch mit Gästen aus der Region…

Wir gehören einer Jahrgangsstufe an, da bringt man zum Kauf von Schuhen noch frische Socken mit ins Geschäft. Nicht so die Vertreter der jüngeren Generation. Ihre Wirkungskraft ist in eine Dynamik von ergebnisorientiertem Pragmatismus eingebettet, die es beispielsweise akzeptiert, frische Merchandising-T-Shirts einfach vor Ort mal eben kurz unter Realbedingungen anprobieren

Und mit diesem subtilen Abschlußgedanken lassen wir unsere geschätzten Leserinnen und Leser jetzt alleine.

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Wladimir Klitschko Goes Typography

2 Mar

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In unserem Beitrag vom 20. März 2011 gingen wir einer Frage nach, die wir kurz zuvor Vitali (oder war es Wladimir?) Klitschko während einer Pressekonferenz auf dem ADC-Kongress in Frankfurt stellten, nämlich: «Vitali, wäre es Ihnen vielleicht möglich, Ihren nächsten Gegner exakt so zuzurichten, daß er nach Beendigung des Kampfes genau so aussieht wie auf einem Selbstportrait-Gemälde von Francis Bacon?» Er grinste vielsagend.

Wie nun der Fontblog berichtet, kämpft Wladimir Klitschko Kraft seiner Fäuste mit Schriftkunst gegen Leseschwäche, wobei die erste uns spontan pisakende Frage lautet: «Wie kann man denn mit blaugeschlagenen Augen überhaupt noch lesen?»

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Wladimir Klitschko boxte in seinem ersten Kampf über 26 Runden jeden Buchstaben des Alphabets in blauer Farbe auf Leinwand, und signierte die Unikate anschließend, die zu Gunsten der Aktion Klitschko vs. Illiteracy im Hause Springer vor geladenen Gästen sowie auf Ebay versteigert wurden. Klitschko vs. Illiteracy soll auf die weltweite Bildungsarmut unter Kindern aufmerksam machen.

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Zur Klitschko-Font-Download-Site

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Interligenzfest

20 Jan

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Nicht immer und auch nicht immer öfter, aber dafür manchmal – manchmal zumindest – ergreift einen das eigene Werk, oder auch das Wort, und dann ist es passiert – meistens noch ehe im Tale die Hähne krähen: Ein neuer Intelligenztest erblickt das Licht der Welt. Viel Vergnügen, wo immer Sie auch gerade sind!

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Fotografische Mathematik (4): Wurst x Birds = Alfred Hitchcock Oversized + Almost Weightless

30 Dec

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Endlich, endlich, endlich haben wir ein (fast) geeignetes fotografisches Mathematikbeispiel, das nach dem allgemeingültigen Regelwerk für Multiplikation, insbesondere unter philosophischen Gesichtspunkten, ganz gut funktioniert: Würste multipliziert mit Seevögeln ergeben einen in seinem Volumen zugenommenen Alfred Hitchcock, der jedoch faktisch gleichzeitig an reinem Körpergewicht eingebüßt hat, was sowohl durch die Präsenz der Würste als auch die der Seevögel paradox und kognitiv interagierend weiterführend abstrahiert dargestellt wird; ein Umstand, der dem britischen Starregisseur sichtlich zusagt. Typisch Full English Breakfast eben.

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Materialien zum erweiterten Diskurs:
Fotografische Mathematik (1)
Fotografische Mathematik (2)
Fotografische Mathematik (3)

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Mercedes Fans!

26 Dec

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Unter der Rubrik «1970: Premieren in Stuttgart, Pannen im Weltall – Die Mercedes-Chronik des Jahres 1970 – Der berühmteste Kniefall der Welt» veröffentlichtet Ihr kürzlich eine ganz im Zeichen des 100. Geburtstages Willy Brandts stehende Überschrift, nämlich diese hier: «Es gibt politische Denkmäler, die einen traurigen Hintegrund haben, und es gibt Denkmäler, die bis heute begeistern. Der ‹C111› gehört definitiv in die zweite Katergorie.»

Katergorie? Das kennen wir sehr gut, denn wenn wir unsere «Katergorien» auskurieren, dann erscheint uns regelmäßig ein Portraitbild Josef Stalins, das mit folgender Bildunterschrift intellektuell aufgehübscht ist: «Es gibt politische Speisen, die bis heute einen traurigen Hintegrund haben, und es gibt Speisen, die bis heute begeistern. ‹Spaghetti mit Tomatensoße› gehört definitiv in die zweite Katergorie.»

Ihr und wir sehen: Pannen im geistigen Weltall haben viele Gesichter. Und Mercedes-Limousinen, die ihren ungewollten «politischen Kniefall» bereits vollzogen haben, auch. Ihr Anblick, so viel können wir Euch sagen, ist kein schöner. Gebt einfach mal den Begriff «Heißer Kniefallherbst 1977» in Eure Bildersuchmaschinen ein.

Wir wünschen Euch einen gut funktionierenden Anlasser für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!

Eure Meerschweinchenreportredaktion

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Happy Birthday «PHOTONEWS»!

6 Dec

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Das Online-Portal des Goethe Instituts schreibt: «PHOTONEWS ist eine großformatige Zeitschrift, die über das aktuelle Geschehen in der Fotografie mit Berichten zu Ausstellungen, Künstlerporträts, Buchrezensionen, Hinweisen auf Preise und Wettbewerbe informiert. Europäische Fotografie bildet den Schwerpunkt, wobei andere Länder ebenfalls Beachtung finden. Neben den rein künstlerischen Aspekten der Fotografie finden sich hier auch anwendungsbezogene Reportagen und Berichte sowie Werbefotografien. Zudem wird jede Ausgabe mit einem Ausstellungkalender für Deutschland, die Schweiz und Österreich ergänzt. Viele farbige und Schwarz-Weiß-Fotos sorgen für visuelle Eindrücke. Im Technikteil werden Neuerungen für professionelle Fotografen vorgestellt.»

Das ist eine schöne, sachlich richtige und somit treffende Beschreibung. Einerseits. Andererseits natürlich auch. Dazwischen jedoch, also zwischen den Zeilen, sey aber noch einiges anzumerken: Beispielsweise, daß nicht eben wenige Textbeiträge von essayistischer wenn nicht gar literarischer Güte sind. Ein Qualitätsumstand, der von Anbeginn des Bestehens von «PHOTONEWS» ein eher beiläufiges Durch-oder-gar-mal-eben-Weglesen konsequent zu verhindern wußte. Die unmißverständliche Botschaft an den Leser: «Entweder nimmst Du Dir Zeit für mich und beschäftigst Dich ausführlich mit mir – oder Du läßt es besser sein».

Mit einem solchen Anspruch sind schon so einige den menschlichen Intellekt stark beanspruchende Publikationen an den Start gegangen, aber das 25-jährige Bestehen feiern zu können, ist in diesen Kreisen eine bemerkenswerte Ausnahme – und spricht zweifellos für sich, für die Redaktion und das von ihr erstellte PHOTONEWS-Konzept, das sich seit nunmehr einem Vierteljahrhundert beinahe unverändert Ausgabe für Ausgabe widerspiegelt.

Zum Themenkomplex Bildsprache beziehungsweise Heftoptik sei herauszustellen, daß es «PHOTONEWS» ebenfalls gleich zu Beginn erfolgreich gelungen ist, für eine gleichwertige Präsentation von Bildergebnissen zu sorgen, die ihrerseits unterschiedlichen Darstellungsdisziplinen im Bereich der Fotografie zuzuordnen sind. Salopp gesagt: Völlig egal, ob es sich um künstlerische, werbliche oder um Reportagefotografie handelt, jede einzelne Fotografie bekommt in der Zeitung ein Plätzchen zugewiesen, auf dem sie gut wahrnehmbar ihr volles Aroma verströmen kann.

Zum Jubiläum läd «PHOTONEWS» seine Weggefährten, also alle Lesende, Schreibende und Fotografierende, die dieser Zeitung 25 Jahre lang treu zur Seite gestanden haben, ein, nicht nur sich selbst und die hier gegenständliche Zeitung für Fotografie zu feiern, sondern insbesondere das, was alle Beteiligten miteinander verbindet: die Fotografie.

«PHOTONEWS» schreibt: «Daher wünschen wir uns als Glückwunsch zum Geburtstag ein Bild, eine Fotografie: d a s  gute Bild  – versehen mit einem Kurztext zur Fotografie, zu 25 Jahren PHOTONEWS oder einfach zum guten Bild. Wir setzen dieses Projekt über das ganze Jubiläumsjahr 2014 fort und freuen uns auf viele spannende Bilder und Kommentare. Wer sich beteiligen möchte kann ein Bild mit Text per E-Mail an 25jahre@photonews.de senden. (Bitte nur 1 selbst fotografiertes Bild, frei von Rechten Dritter, im Format RGB in einer Breite von 1000 px mit 72 dpi Auflösung). Danke!»

Unser Redaktionsfotograf Andreas Baier wurde bereits 1989 in «PHOTONEWS», also im ersten Jahr ihres Erscheinens, in der Ausgabe Nummer 8 mit seinem Text- und Bildbericht über seine «Kur in St. Peter-Ording» ausführlich vorgestellt. Selbstredenderweise hat er sich bereits mit oben abgebildetem Beitrag beteiligt – und wünscht auch an dieser Stelle «PHOTONEWS» alles Gute und viel Erfolg für die nächsten 25 Jahre Fotografie, Fotografie und Fotografie.

Website PHOTONEWS – Zeitung für Fotografie
via 25 Jahre PHOTONEWS

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Berlin School of Creative Leadership: «Bill Roedy’s President’s Lecture»

23 Nov

The last time we took a deep look over Berlin’s river Spree our eyes were introduced to a swan’s pair of blue frozen feet which we recognised as a clear evidence that the incredible creative Chuck Porter must have been – somewhere somehow – around, which in fact, he was.

This time we are not sure what the visual scenery (shown above) wants to let us know; but since we take Bill Roedy’s advice to never ever give in seriously we are quite confident that we will be figuring it out – someday somewhere somehow.

Our staff photographer Andreas Baier recently downloaded a new set of digital oil brushes from the internet, so almost everything and everybody is going to be touched with them – even some originally good tasty looking sandwiches. Our readers are cordially invited to make the most out of this situation.

There we go: Honouring Bill Roedy’s exceptional career which is based on two remarkable cornerstones (Military and MTV), our staff-photographer felt responsible to melt down both aspects to one music-clip-lookalike-look.

In general: The creation of this visual language happens to be with all the respect he could pay him and MTV remembering quite well that MTV EUROPE was the only TV-channel that was willing to screen his commercial for a fictional funeral company named «Mr. Sandman’s Finest Funerals» Andreas Baier once was desperate to compete in Cannes with.

Picture above: Two members of the German Designer’s Club’s (DDC) executive board: Niko Gültig and Michel Eibes. Recommended music track: Modest Mussorgsky’s «Pictures At An Exhibition»

Right from the start the Berlin School of Creative Leadership’s President’s Lectures enjoyed the status of a never ever to be missed event.

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The president of the Berlin School of Creative Leadership, Michael Conrad, introduces Bill Roedy and, of course, his book «What Makes Business Rock» as well.

Roedy’s book details his experience in expanding a corporation and gives advice to executives and aspiring executives in creative companies.

Clark Parsons and Michael Conrad.

The managing director of the Berlin School of Creative Leadership, Clark Parsons, introduces each Participant of the Berlin School’s MBA-program to the audience. As a matter of fact, they literally come from allover the world.

As Bill Roedy will say a little bit later: «I am convinced that it is always possible to teach execellent creatives the secrets of financial business habits as it is impossible turning brilliant financial experts into creative directors».

After an impressive introduction, Michael Conrad hands over the microphone to Bill Roedy in order to clear the way for his president’s lecture.

As the Berlin School of Creative Leadership Class 11 Godfather, Bill Roedy brings with him a wealth of experience and educational inspiration. Roedy was most recently Chairman and Chief Executive of MTV Networks International (MTVNI).

A dedicated internationalist and music lover, Roedy was the architect of MTVNI’s successful localization model, which empowered the local operations to embrace both commercial and artistic autonomy, while finding the right balance between local and international content.

By the Milky Way, Bill Roedy finds: «These are sneakers with a huge whow-factor».

Bill Roedy’s sneakers come along with a huge kick-down-and-go-for-it-factor.

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It is Roedy’s pioneering strategy of respecting and reflecting audience diversity through local language, music and fashion that led to MTV Networks’ rapid global expansion – throughout Asia-Pacific, Europe, Africa, the Middle East and Latin America.

Under Roedy’s leadership, MTVNI developed and launched hundreds of channels, starting with MTV Europe in 1989. He worked on making MTV available in East Berlin and celebrated with Europe when the wall came down.

He and his team built a global operation that now includes over 172 locally programmed and operated TV channels outside the US in more than 162 countries in 33 languages, reaching a potential audience of two billion people, making MTVNI the largest networks in the world.

 

Bill Roedy exclusively demonstrates
the broadcasting mechanisms
of dish aerials

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Let’s now reflect about Bill Roedy’s thesis that the music channel MTV helped to tear down the German wall: Due to his quite aggressive strategy having MTV broadcasted via satelite without any encryption in order to conquer one country after the other, the people started to buy dish aerials all over the world with which they could receive and watch MTV for free. Once these dishes were installed the people were then also be able to get in touch with other countries’ news channels; with the interesting side effect that all news of the world were now bypassing unfiltered any government’s censorship.

Such new newsfeeds surely helped to build up a new sort of self-confidence helping unhappy earthlings to get rid of their totalitarian leadership figures in oh so many countries around the globe – and, of course, in East-Germany as well.

It is common sense that it was definitively MTV’s purest and highly genuine attractiveness that drove the people into buying tons of dish aerials. So, during this particular time frame MTV was the seed for the creation of that what is now considered to be a worldwide community.

On this photograph Bill Roedy exclusively demonstrates the broadcasting mechanisms of dish aerials and how their signals were crossing hurdles completely unharmed, such as the former German wall was one.

Finally, we can say that the experienced former commander of nothing less than three NATO Nuclear Missile bases in Italy significantly helped to change the world with something even the military was not aware of its tremedous long-term power: Music!

In 1998 Mr Roedy was named Ambassador for UNAIDS and he has addressed the UN General Assembly on several occasions regarding the pandemic.

He was a founding member and chair of the Global Business Coalition (GBC) on HIV/AIDS from 1999 to 2002, and currently serves as Chair of the Advisory Board. In 2005, UN Secretary General Kofi Annan appointed him founding chair of the Global Media AIDS Initiative Leadership Committee. Mary Robinson also appointed him as an Envoy for the Global Alliance for Vaccinations and Immunizations (GAVI) in 2010.

Also part of the audience: Michael Schirner.

 

Kofi A. Annan addresses Bill Roedy

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The United Nations Secretary-General Kofi A. Annan addresses in a speech: «Ten years ago in 2001, HIV/AIDS had been around for 20 years. 28.6 million people were infected with the virus, and many millions more had lost their lives.

It was then that I called on the world’s businesses to join together in the global fight against the virus. The Global Business Coalition on HIV/AIDS was formed, uniting the corporate sector, governments, and civil society in one common cause. MTV was one of the businesses at the forefront of the coalition, using its global network of channels to disseminate cutting-edge, entertaining, and innovative HIV messaging to young people worldwide. Under Bill’s leadership, HIV prevention and education was an integral part of MTV programming, and he was asked to serve as a Special Ambassador for UNAIDS in 1998.

As HIV statistics rose and fell in different countries and demographics over the years, young people accounted for over half of new infections almost every time, and still do today. In recognition of the media’s powerful role in reaching this affected group, the Global Media AIDS Initiative (GMAI) was established in 2005 to galvanise media organisations to play an even stronger role in prevention and education.

Bill was the first person I thought of to chair the leadership committee of this crucial initiative. His passion and dedication to the fight against HIV, particularly among the world’s young people, made him the perfect leader and pioneer for the GMAI. Under Bill’s chairmanship, it grew to include 140 companies from 70 countries.

As we approach the 30th year of AIDS, I cannot praise Bill enough for his continued dedication to the cause. Through the Staying Alive Campaign, countless young people are educated and informed through a medium that they trust and believe in. Further still, MTV has reached thousands of young people through the Staying Alive Foundation, ensuring that HIV prevention is tackled at a tangible, grass roots level in the local communities where it really matters.

Ist is an honour for me to lead our tribute to Bill today. I know there are many people from across the world that will have words of praise and admiration for Bill’s incredible achievements throughout his 22 years at MTV.

Thank you Bill for your tireless activism in the global fight against HIV/AIDS, and many congratulations on a long and successful career at MTV Networks International.»

 

Medals & Awards

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Before joining MTV in 1989, Bill Roedy was Vice President, Affiliate Operations Manager of HBO. He completed his Bachelors in Science at West Point and then served with the Airborne, Ranger and decorated combat service where he received the Bronze Star, Air Medal, Meritorious Service Medal and the Vietnamese Cross of Gallantry (with Silver Star). He also served as a commander of three NATO Nuclear Missile bases in Italy. He received his MBA at Harvard University.

In addition: He has received the International Emmy Founder’s Award, amfAR’s Award of Courage, Individual Business Leadership Award presented by US President Bill Clinton, Doctors of the World Leadership Award and the UN Correspondents Association Global Citizen of the Year Award presented by UN Secretary General Ban–Ki-Moon in 2009. He has given numerous commencement addresses with honorary doctorate degrees.

 

Global Media AIDS Initiative (GMAI)

The «Global Media AIDS Initiative» (GMAI) is an umbrella organization that unites and motivates media companies around the world to use their influence, resources, and creative talent to address AIDS. The GMAI creates a framework for sharing television and radio programming among media companies in order to increase public health messaging. The organization also educates journalists, editors and producers on how to cover the issue. HIV is preventable, and GMAI members aim to improve public awareness and knowledge to help stem the spread of HIV/AIDS.

Within the GMAI, there are five national and regional coalitions of media companies. As of July 2009, the media initiatives in Africa, Asia, Russia, Latin America and the Caribbean included over 300 member broadcasters total. The GMAI was conceived and organized by the Kaiser Family Foundation and UNAIDS with financial support from the Bill and Melinda Gates Foundation, the Ford Foundation and the Elton John AIDS Foundation.

Bill Roedy explains why he is passionate in the fight to end pneumonia, a preventable disease: «As a music lover and former CEO of MTV Networks International, I’ve spent decades trying to give voice to young people struggling for creative freedom. More recently though I’ve also taken to a new cause: the struggle of babies and children in poor countries just to survive.

Few people can even name the leading global killer of young children — it’s pneumonia — and it claims a child’s life every 20 seconds. Not surprisingly, the overwhelming majority of these deaths take place in the developing world where access to health prevention and care is sometimes complicated.

World Pneumonia Day (WPD), November 12, is an opportunity to remember those many young lives lost to pneumonia which could have been prevented in large part with vaccines, access to simple antibiotics and improved nutrition. If we could ensure that existing vaccines reach those children who need them most we would make a huge difference in preventing the more than 1.5 million young lives lost each year to this devastating disease.»

Go on reading here.

 

Q & A

Questions & Answers.

Berlin School of Creative Leadership’s President Michael Conrad listens to the questions.

Michael Conrad moderating Q & A.

After the official part of Bill Roedy’s president’s lecture, David Slocum discusses with members of the audience.

Susann Schronen.

After a long and very exhausting march through the jungle of creatively dried out lands (Berlin’s new wannabe airport) Michael Eibes, the Chairman of the German Designer’s Club’s (DDC) executive board, has now reached a refreshing and most lifesaving oasis that has also been provided with the unique capability of signing books.

In the center (f.l.t.r.): Susann Schronen, Jamshid Alamuti, Sheridan Johns and Marie Budde.

The «Ambassador of Striking Yellow» and also member of the German Designer’s Club’s (DDC) executive board, Niko Gültig, awaits his personally dedicated Widmung from Bill Roedy. Recommended music track: Yello’s «On Track».

Recommended music track: Crowded House’s «Four Fingers In One Day».

«Recognising a serious lack of green in this very same coloured image we both ourselves find us integrated, maybe you might like to consider starting your dedication with the creation of a green spot … possibly right here. Well, just a thought…»

Well, there is another way to describe Bill Roedy best – with the help of two of his tweets:

1) 10:51 AM – 15 May 2013:
«Had a great dinner with Barbara Bush and Mark Dybul in NY. And hearing about great work of both the Global Health Corps and Global Fund.»

2) 7:00 AM – 20 Jun 2013:
«Sitting in Finnegans sipping Guiness in Dalkey where Bono and Ali are having lunch with Michelle Obama. Ireland is as beautiful as ever!»

Bill Roedy’s Dedication

Two dedications waiting to be compared and interpreted. Above Bill Roedy recommends our copywriter Hamlet Hampster: «(…) Please Read this Book! (…)»

Sir John Hegarty’s Dedication

The famous creative Sir John Hegarty, however, recommended our copywriter Hamlet Hampster in July 2011: «DON’T READ THIS BOOK!»

What we are now asking ourselves is: What will happen when reading a book that – quite obviously – better should not be read; and not reading a book that cannot wait to be read? Honestly, we are a bit afraid of trying out… Are there any suggestions, out there?

With the visual impression of the formerly best known «Testbild» we not only say buy-buy but like to draw your attention to this «tent talk» with Bill Roedy and Michael Conrad:

Following this link you will be able to watch Bill Roedy’s complete President’s Lecture. So, be a happy sneaker – and just do it!

 

***Materials For Extended Discourse***
Sir John Hegarty’s President’s Lecture
Hartmut Ostrowski’s President’s Lecture
Peter Brabeck-Letmathe’s President’s Lecture
The Freitag-Brother’s President’s Lecture
Thomas Burrell’s President’s Lecture
Chuck Porter’s President’s Lecture

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DDC: «Gute Gestaltung 14»

19 Nov

Sehen DDC-Juroren beim Jurieren nur noch rot…

so diskutieren sie sich am Kaffeebuffet wieder zurück in den gelben Bereich – und vergeben Auszeichnungen für besonders hervorzuhebende Kreativleistungen.

Der DDC-Kreativwettbewerb «Gute Gestaltung» gehört im Designbereich zu den renommiertesten Auszeichnungen, die man sich im Büro an die Wand hängen, ins Regal stellen – oder beides kann.

Der Sprecher des DDC-Vorstandes Michael Eibes begrüßt die angereisten Juroren aller zehn Wettbewerbskategorien.

Blick in die gutgelaunte Menge der DDC-Juroren. Vorne links: Dieter Leistner. Dahinter auf der linken Seite: Stefan Soltek.

Juror Peter Apel hat da noch eine Frage…

DDC-Juryvorsitzender Niko Gültig ganz im Kreise der vielen begehrten Bewertungpunkte, die in dieser Bildstrecke zum letzten Mal visuell in Erscheinung treten.

DDC-Juror Christoph Grünberger bei der Arbeit.

DDC-Juroren Tilman Bares (Vordergrund) und Gregor Ade (Hintergrund) bei ihrer Bewertungsarbeit in Sachen «Unternehmenskommunikation».

Bei der Arbeit: Die beiden Juroren Christian Daul und Sven Clasen beschäftigen sich mit den eingereichten Arbeiten in der Kategorie «Markenkommunikation».

Bei der Arbeit: Die beiden Juroren Prof. Dr. Klaus Klemp und Axel Braun bei ihrer Beurteilungsreise durch Raum, Zeit und Architektur.

Christiane Scharpf ganz in ihre Bewertungsarbeit vertieft.

In der Kategorie «Zukunft» beraten (v.l.n.r.) Jenny del Corte Hirschfeld, Oliver Scherdel, Laurent Lacour, Prof. Jörg Waldschütz und Jürgen Blümmel.

Farbiges Belegbild für die Fortsetzung konzentrierter Jurorentätigkeiten am Gefülltebrötchenbuffet.

Im konstruktiven Dialog: Die Juroren Martin Grothmaak, Peter Zizka und Prof. Laurent Lacour.

Im konstruktiven Dialog: Die Juroren Peter Zizka, Michael Eibes, Martin Grothmaak und Laurent Lacour.

Der Juryvorsitzende Niko Gültig überwacht zusammen mit der immer sonnig grüßenden Anne Tecklenburg das kreative Bewertungsgeschehen mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war es beispielsweise 12:12 Uhr.

Eine der überragenden Haupteigenschaften großer Kreativer ist ihr großer und kreativer Schattenwurf, den sie beim Fotografiertwerden gleichsam fingerschnippisch gegen den Aufheller werfen. Rechts im Bild: Jurorenfotograf Peter Hamel.

«Herr Prof. Waldschütz, dürfen wir Ihnen eine Frage stellen? Spielt der Aspekt der Street Credibility bei der Gestaltung des Jahresberichtes der Deutschen Bank in Zukunft überhaupt noch eine tragende Rolle?»

«Oh güld’ner Herbst! Ihr prangt in meinem Busen, sehr möcht ich mit Euch heut’ schmusen. Ihr öffnet Eures Blickes Pforten, es fällt das Laub an allen Orten.» Zum kompletten Herbstgedicht.

Ein Gerücht besagt, daß der Künstler Gerhard Richter für mehrere Stunden nicht mehr aus diesem Raum herausgefunden habe. Meerschweinchenreport bleibt natürlich dran!

Matthias Wagner K, Jenny del Corte Hirschfeld, Fritz Gottschalk, Wolf Udo Wagner und Stefan Nigratschka.

Die Jury in der Kategorie «Geschäftsberichte» sind auf alles besonders gut vorbereitet, kennen sie doch die eingereichten Arbeiten seit Wochen in- und auswendig, so komplex sind die zu berücksichtigenden Gestaltungskriterien, daß es mit «ein bißchen Durchblättern» nicht getan ist. Im konstruktiven Diskurs: Marcus Wenig, Clemens Hilger, Oliver Wagner und Klaus Chmielewski.

Konzentrierte Typoanalyse. Im Focus der focussierende DDC-Juror Michael Rösch.

Gutes Designwettbewerbbewertungsprinzip: Mit Zuckerbrot, Zuckerbrot und Zuckerbrot.

Am Jurorenbuffet: Jurorenfotograf Peter Hamel.

Fachgespräch zwischen Octavio Klemens Nüsse und Fritz Gottschalk.

Im Gespräch mit zwei administrativ mitwirkenden Studentinnen: Gregor Ade und Sven Clasen.

Bildmitte: Poonam Choudhry im Gespräch mit Matthias Wagner K.

DDC-Juror Christoph Grünberger im Gespräch mit DDC-Juror Fritz Gottschalk.

Sabine Keggenhoff.

(v.l.n.r.): Fritz Gottschalk, Michael Eibes, Jochen Beithan und Clemens Hilger.

Auf dem Weg zum Jurorendinner: Saturday Night Fever auf dieterleistnerisch.

Als unser Redaktionsfotograf «Käfer’s» Flaconsaal im Wiesbadener Kurhaus betrat, ward er vom unbändigen Wunsch beseelt, unbedingt in der 1970er-Jahre-Stilistik der «Kodak-Tri-X-Pan-Available-Light-Photography» zu arbeiten, sprich, den Chip mindestens mit ASA 3200 zu belichten, so grobkörnig zu arbeiten wie irgend möglich, um den Charme der Pariser Caféhaus-Fotografie aus dieser Zeit zu transportieren.

Vorne links: Clemens Hilger und Jenny del Corte Hirschfeld.

Norbert Herold begrüßt Prof. Olaf Leu.

Michael Rösch.

Oliver Scherdel und Christiane Scharpf.

DDC-Jurorin Jenny del Corte Hirschfeld.

Kleine Flaconsaal-Impression.

Niko Gültig stellt den Festredner Matthias Wagner K, Direktor des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, den Jurymitgliedern des DDC-Wettbewerbs «Gute Gestaltung 14» vor.

Der Lichtbildvortrag zeigt das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, nachdem es durch umfangreiche Umbauarbeiten wieder in seinen ursprünglichen Originalzustand versetzt wurde. Ganz so, wie von Stararchitekt Richard Meier einst erbaut. Urheber der vielen Architekturfotografien: Dieter Leistner.

The Vortrag is now over. Matthias Wagner K, Direktor Museum Angewandte Kunst und Schirmherr, collects the applause.

Katja Wenger und Ursel Schiemann.

In der Bildmitte: Norbert Herold.

Aus der Serie «Fein geputzte Teller im Vordergrund». Dahinter: Christian Daul.

Noch eine Flaconsaal-Impression.

Uli Mayer-Johanssen im Gespräch mit dem diesjährigen Jurorenfotografen Peter Hamel.

Dieter Leistner und Uli Mayer-Johanssen.

Eine kleine Hommage an die Seite Photoshop Disasters: So mögen sich unsere Leserinnen und Leser auf die Suche der verschiedenen von uns bewußt eingearbeiteten Fehler begeben. V.l.n.r.: Prof. Olaf Leu, Uli Mayer-Johanssen, Gregor Ade, Clemens Hilger und Oliver Wagner.

Im Gespräch: Prof. Olaf Leu und Uli Mayer-Johanssen.

Kleiner Philosophen-Scherz: Zwei Tischkerzen unterhalten sich angeregt mit einem Delphin über Jean-Paul Sartre. Zwei Wochen später explodiert der Delphin. Warum?

Fritz Gottschalk hält eine spontane Rede.

Till Schneider hält eine spontane Rede.

Aus der Serie «Fein geputzte Teller im Hintergrund». Vordergrund: Oliver Wagner.

Gerhard Richter encore une fois.

Christian Daul im Gespräch mit Olaf Stein.

Der große Jurorenrundgang: Die Mitglieder der jeweiligen Fachjury, hier «Unternehmenskommunikation», stellen ihren Jurykollegen der anderen Fachkategorien die von ihnen prämierten Arbeiten vor.

Till Schneider und Prof. Dr. Klaus Klemp erläutern bei der großen Juryzusammenkunft die Hintergründe ihrer Entscheidungen.

Hat ihre Geheimtinte zu Hause im Geheimfach gelassen: Lisa Schulze-Oechtering beim Übermitteln einer Geheimbotschaft.

Christian Daul präsentiert eine ausgezeichnete, weil ungewöhnliche, Weinflaschenbeschriftungsweise.

Das gute Stück im Close-Up-Look.

Ist die Bewertung kreativer Gestaltungsleistungen mit kreativem Hütchenspielen vergleichbar? Klares nein: Es geht um prämierte Eiskrembehältnisse mit eingearbeiteter street credibility. Im Bild: Juror David Kuntzsch.

Christian Daul, Sven Clasen und David Kuntzsch präsentieren eine weitere durch ihre Jury-Division prämierte Arbeit.

DDC-Juror Fritz Gottschalk.

Volker Stengele erläutert die Entscheidung der Jury in der Kategorie «Unternehmenskommunikation» (hier nicht im Bild). Dafür jedoch beispielsweise Jochen Beithan, Marcus Wenig, Norbert Herold oder Christoph Grünberger.

Volker Stengele erläutert die Entscheidung der Jury in der Kategorie «Unternehmenskommunikation» (hier im Bild).

Prof. Gisela Grosse (CCI).

DDC-Juror HP Becker.

Marcus Wenig erläutert seinen Jurykollegen die Digitalversion eines prämierten Geschäftsberichtes.

Präsentation der Foto- und Filmjury unter dem Vorsitz von Dieter Leistner.

Prof. Gregor Krisztian stellt seine neue Kompilation mit ausgezeichneten Nachwuchskreativarbeiten vor, die von den Mitgliedern der DDC-Juryversammlung betrachtet wird. Hier beispielsweise von Michael Rösch.

Auch nach zwei Tagen konzentrierter Juryarbeit ist die Stimmung im Kreise der Juroren ungebrochen, wie hier durch Jochen Beithan (vorne rechts) demonstriert.

Michael Eibes.

DDC-Juryvorsitzender Niko Gültig «dirigiert» für dieses Jahr ein letztes Mal: «Und jetzt bitte ich, daß sich alle unisono von ihren Plätzen erheben» … (In der dritten Reihe rechts: Gerald Jude).

was auch umgehend und ebenso unisono geschieht. Vorne rechts: Jurorin Sigrid Ortwein.

Niko Gültig verabschiedet sich von Sven Clasen.

Till Schneider im Gespräch mit Anne Tecklenburg.

Heike Brockmann und Thomas Poursanidis im Gespräch mit Peter Apel.

Straight through the middle: Gregor Ade.

In der Bildmitte: Prof. Gisela Grosse. Über sie und ihre Tätigkeit berichtete Meerschweinchenreport beispielsweise hier und hier.

In der Bildmitte: Prof. Laurent Lacour.

Frisch zurück vom banskyesken Außendiensteinsatz: Peter Zizka und Martin Grothmaak.

Niko Gültig im Gespräch mit Fritz Gottschalk, eingerahmt von Martin Grothmaak (links) und Peter Zizka (rechts).

Summa summarum: «Wenn einem so viel Gutes widerfährt, ist das schon einen 16 Jahre alten Lagavulin wert». Location: Hotel Nassauer Hof.

Fritz Gottschalk im Hotel Nassauer Hof.

Prof. Gregor Krisztian schaut noch einmal kurz vorbei – und verabschiedet sich auch wieder sofort. Über ihn und seine Arbeit schrieb Meerschweinchenreport beispielsweise hier und hier.

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Sensibel religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Sneak Preview: «DDC – Gute Gestaltung 14 Jurytagung»

3 Nov

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Foto von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier

Die Entscheidungen nebst Würfel sind erneut gefallen: Einmal mehr traf sich die große DDC-Fachjury, um über die eingereichten Wettbewerbsarbeiten zu beraten und zu urteilen.

Meerschweinchenreport war auch dieses Jahr dabei und wird in den kommenden 14 Tagen, oder so, umfangreich nicht nur mit vielen, vielen bunten Smarties, sondern auch mit einer ausführlichen Schwarzweißbildstrecke darüber berichten.

Unsere Bildunterschrift zu vorstehender Aufnahme:
«Eine der überragenden Haupteigenschaften großer Kreativer ist ihr großer und kreativer Schattenwurf, den sie beim Fotografiertwerden gleichsam fingerschnippisch gegen den Aufheller werfen.»

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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«Bud Spencer und Terence Hill»

7 Oct

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Wir haben uns gerade einen Film der beiden Herren Bud Spencer und Terence Hill angesehen. Einer aus der «Vier-Fäuste-Reihe»: Bud Spencer und Terence Hill betreten ein Kaufhaus. Der Ladenbesitzer mit guten Kontakten zur hiesigen Unterwelt verwechselt Terence Hills Hut mit einem Taschentuch. Es kommt zur Schlägerei.

Bud Spencer und Terence Hill sitzen in einem Restaurant an einem kleinen Tisch. Eine 12-köpfige Gruppe, allesamt Brüder des Gastronoms mit guten Kontakten zur hiesigen Unterwelt, betritt den Speisesaal und verlangt, genau an dem Tisch von Bud Spencer und Terence Hill zu sitzen. Es kommt zur Schlägerei.

Wir legen eine Pause ein, um uns mit etwas perfekt zubereitetem Wildragout für unser Durchhaltevermögen zu belohnen.

Bud Spencer betritt die Praxis seines Psychiaters und erzählt ihm daumenlutschend von seiner Kindheit. Es kommt zur Schlägerei. Der Psychiater will sich rächen und folglich Bud Spencer hypnotisieren. Bud Spencer riecht den Braten (perfekt zubereitetes Wildragout), kippt vom Stuhl und durchschlägt Kraft seines Körpergewichtes das Parkett und den Fußboden. Er landet einen Stock tiefer auf einem Gesicht, das Sammy Davis Jr ähnlich sieht – und mit guten Kontakten zur hiesigen Unterwelt ausgestattet ist. Es kommt zur Schlägerei.

Abwechslung: Bud Spencer und Terence Hill werden in einem Auto von Kriminellen entführt. An einer Kreuzung zeigt Terence Hill zwei an ihrem Wagen stehenden Polizisten den Mittelfinger. Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd; später jedoch zu einer Schlägerei mit guten Kontakten zur hiesigen Unterwelt.

Am Schluß halten beide einen Scheck über eine Million Dollar in den Händen. Wofür, das wissen wir leider nicht, vermuten jedoch, daß er im Zusammenhang mit guten Kontakten zur hiesigen Unterwelt steht.

Filmidee: Bud Spencer (84) und Terence Hill (74) werden für «Zwei renitente Rentner auf der Reeperbahn» verpflichtet: Synopsis: Beide räumen in gehabt gewohnter Drehbuchmanier mit ihren Gehhilfen im Hamburger Vergnügungsviertel auf, verprügeln Doppel Whopper um Doppel Whopper, verputzen Big Mäc um Big Mäc, verlieben sich schließlich in zwei geknechtete FischstäbchInnen – und befreien sie sodann im selben Atemzug aus den Händen einer sadistischen und geldgierigen Seniorenwohnheimsfritteuse. Am Schluß erstickt sie an einem Scheck über eine Million Dollar, mit der sie von den beiden geknebelt wurde.

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Prof. Dr. Hanno Higgins: «Über die Bedeutung der Sprache und ihre Auswirkung im täglichen Leben»

1 Oct

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John Chamberlain: «Nutcracker, 1958»

Sprache ist ein Muß. Ohne Sprache kein kommunizierter Sinn. Ohne kommunizierten Sinn kein Geld. Ohne Geld kein Leben. Jedenfalls nicht dieses. So einfach ist das. Wirklich? Ja, wirklich!

Theoretisch zumindest. Im praktischen Leben sieht das aber oftmals anders aus. Ganz anders. Da benutzt man die Sprache, um zu verschleiern, sich mittels einer gezielten Falschaussage aus der Klemme zu bringen. Manchmal bringt man sich aber erst dadurch in eine solche. Die Steinzeitmenschen hatten es da noch vergleichsweise einfach, obwohl neueste wissenschaftliche Studien eindeutig belegen, daß zum Beispiel das Prinzip Desinformation auch bei den Affen Anwendung findet. Doch zurück zur Steinzeit: Faustkeil auf den Kopf hieß: Du bist böse und gleich tot! Faustkeil nicht auf den Kopf bedeutete hingegen: Du bist lieb und darfst in meiner Nähe bleiben. Dazwischen gab es wenig, jedenfalls nicht die FAZ mit ihren vielen Stellenanzeigen und der damit verbundenen Möglichkeit, einen freundlich dotierten Platz in einem Mobbingkindergarten zu ergattern.

Interessant ist, daß es den menschlichen Fortschritt ohne schwammig anmutende Formulierungskünste gar nicht geben würde. Zumindest nicht in dieser Form. Auf der anderen Seite stehen genau diese ihm zur Weiterentwicklung erheblich im Wege. Denken Sie nur an die Emser Depesche, deren Fälschung der Chefintrigant Fürst Otto von Bismarck vornahm, bevor er sie an den deutschen Kaiser weiterleitete und die somit den deutsch-französischen Krieg 1870-1871 auslöste. Diese Dualität des Paradoxen, wie Sigmund Freud, bzw. Karl Popper es einmal nannte, spiegelt sich in einem anderen Umstand viel drastischer nieder: in der Geburt und im Tod eines jeden Menschen. «Die Geburt ist eine Lüge, die Wahrheit der Tod», wußte schon Johann Wolfgang von Goethe zu berichten. Der da schon senile und ehrfürchtig geschätzte Geheimrat war von der fixen Idee beseelt, daß die Erde, die Natur in ihrer ganzen Echtheit falsch sei und der Tod somit die einzig gültige Wahrheit darstelle. War ihm die Theorie der Matrix bereits bekannt? Darüber können wir nur spekulieren.

Falls es so etwas wie die Matrix geben sollte, hat die Sprache dann ihre eigene? Falls ja, dann würde das die Extistenz und den Mechanismus der Lüge erklären. Und auch, daß der Tod die Wahrheit ist, weil der Tod den Menschen aus der Lüge herausführt. Sind somit Selbstmörder in Wahrheit Wahrheitssuchende? Oder stellt die Sprache an sich bereits eine Lüge dar? Sind Fragen ein Mittel zur Sinnsuche, oder lediglich ein Produkt unpräziser Überlegungen? Das alles sind Fragen, die hinterfragt werden müssen, weil uns vorgefertigte Antworten, so wie sie unser Gehirn für uns parat hält, hier nicht weiterbringen.

Nehmen wir einmal Lessings Ringparabel und stellen uns vor, daß es drei verschiedene Wahrheiten gäbe, deren Erscheinungsbild absolut identisch ist, aber nur eine davon auch in Wirklichkeit echt ist. Was würde das bedeuten? Nichts! Denn was hat eine identische Identität gegenüber einer wahrhaftig und wirklich wirklichen Identität nicht, was die wahrhaftig und wirklich wirkliche Identität hat? Nichts! Und genau das ist es! Das ist der springende Punkt: Dotzdotzdotz…

Vor diesem Hintergrund sollten sich viele Fragen, die sich uns automatisch stellen, gar nicht erst stellen, weil sie fast alle überflüssig bzw. längst parallelexistent sind, ohne daß wir es so richtig mitbekommen beziehungsweise wahrnehmen.

Beeinflußt die Sprache somit unsere Wahrnehmung? Ja! Genauer gesagt: Nichts beeinflußt unsere Wahrnehmung mehr, als unsere Sprache. Ich will Ihnen ein Beispiel geben: In meiner Sturm-und-Drang-Zeit war ich viel für den STERN unterwegs. So fotografierte ich auch einmal das Golf-GTI-Treffen in Klagenfurt. So weit so ungut. Was mich jedoch seit diesem Tag bis heute nachhaltig ins Grübeln brachte, war weniger der Typus Golf-GTI-Fahrer, sondern mehr die Gestalt und Struktur des STERN-Redakteurs, der, um seine magere Geschichte etwas aufzurüsten, das GTI-Baby erfand, ein Baby, das angeblich vor genau einem Jahr während des jährlich stattfindenden GTI-Treffens gezeugt worden sein soll. Und nun bat mich der Knabe, das entsprechende Baby zu besorgen. Ich besorgte ihm aber das entsprechende Baby nicht, obwohl ich ihn zwischen den Zeilen verstehen ließ, daß das Bild in Arbeit sei. Einige Tage später rief mich die STERN-Bildredaktion an und erkundigte sich besorgt nach dem Verbleib des GTI-Baby-Fotos. Es war völlig zwecklos, meiner Gesprächspartnerin erklären zu wollen, daß es aber gar kein GTI-Baby gab. Wäre ich mit dem Redakteur zum Nordpol gefahren und er hätte in seiner Geschichte von grünenden Löwenzahnplantagen geschwärmt, hätte ich vor genau demselben Problem gestanden. Ergo: Wenn es darum geht, den gesunden Menschenverstand zu überlisten, so sind wir Erdlinge Weltmeister in dieser Disziplin. Wir vertrauen eher dem Geschriebenen eines Fantasten, als vernünftig klingender Rationalität.

Diesen Mechanismus macht sich zum Beispiel die BILD-Zeitung zu nutzen. Aber nicht nur sie, wir alle tun es und so auch ich. Was ist zum Beispiel mit meinem Namen? Prof. Dr. Hanno Higgins? Klingt gut, nicht? Aber ist er auch echt? Außer mir weiß das keiner, möglicherweise noch nicht mal höchstrichterlich ich selbst? Wie hätten Sie den Inhalt des bis jetzt Gelesenen aufgenommen, wenn darüber gestanden hätte: «Ein Beitrag von der angehenden Sozialpädagogin Magdalena Dinckelgut?» Oder denken Sie an den bürgerlichen Namen von Adolf Hitler, den ich längst vergessen habe. Seine Karriere fußte nicht nur auf dieser Lüge! Er wird für sich reklamieren wollen, daß er nur die Zusammenhänge einfacher und griffiger formuliert und somit ein besseres Verständnis herbeigeführt habe. Wie? Sie möchten wissen, worum es in meinem Beitrag geht? Ganz einfach: Es geht um die Unfähigkeit, eine klare Sprache zu sprechen.

Prof. Dr. Hanno Higgins unterrichtet an der «Wall Street University of Economic Research And Mystery Sciences».

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Europäischer Rettungsschirm ungültig: «Merkel gedopt»

29 Sep

Die neue Titanic.

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Hotel Bossa Nova: «Schlicht Weltklasse!»

21 Sep

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Das Fachmagazin Jazzthetik bescheinigt der Gruppe «virtuoses Spiel und raffinierte Arrangements»; Jazzthing stellt fest: «Die Sängerin Liza Da Costa hat genug individuelles Timbre, um sich von den säuselnden Bossa-Elfen abzugrenzen» und music-scan.de kommt zu dem Ergebnis: «musikalische Erotik». Ok, das klingt ja einerseits schon mal ganz gut, trifft die Sache bzw. den Nagel aus unserer Sicht jedoch noch nicht ganz den zuvor sorgfältig gescheitelten Kopf, denn: «Hotel Bossa Nova» ist beziehungsweise sind schlicht weltklasse. Und es bedarf bei dieser Feststellung noch nicht einmal eines Ausrufezeichens, denn jede und jeder, der mindestens zwei funktionstüchtige Ohren stolz sein Eigen nennen darf, wird nach Sichtung des nachfolgenden Filmchens zwangsläufig zu einer ähnlichen Einschätzung gelangen:

Irre, daß das Ensemble «Hotel Bossa Nova» (Alexander Sonntag, Liza Da Costa, Tilmann Höhn, Wolfgang Stamm) mal so eben ein schnittloses Musikvideo hinlegt, welches eine dermaßen entspannte Grundstimmung verströmt, daß einem selbst die Schnittlosigkeit des Filmchens irgendwie gar nicht so recht auffallen will – jedenfalls nicht während der ersten drei Durchgänge.

Besagte Produktion kommt übrigens aus dem Hause «Greb + Neckermann», eine Truppe, die gleichermaßen entspannt und konzentriert unterwegs ist, eine Tatsache, die ebenfalls unser Redaktionsfotograf bestätigen kann, der mit dem gesamten Mitarbeiterstab im Rahmen eines Fotoportraittermins für das bundesweit der FAZ beiliegende «Wiesbaden-Magazin» bereits freudvoll zusammenarbeitete.

Oben abgebildetes Foto ist der Website Hotel Bossa Nova entnommen.

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NSA-Affäre: «Verfassungsschutz überfliegt US-Konsulat in Frankfurt»

12 Sep

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In den diesjährigen internationalen Sandkastenspielen um das goldene Kalb bzw. Kuchenförmchen sowie die besten Plätze in den Medien ziehen einige bundesdeutsche Regierungsvertreter kurz vor den wichtigen Bundestagswahlen mit ihren amerikanischen Kollegen gleich: Der deutsche Verfassungsschutz überfliegt mit seinem Lauschangriffexpertenteam (siehe Foto) das in Frankfurt ansäßige US-Konsulat – und fördert erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, die wir jedoch aus Gründen der Geheimhaltung leider, leider, leider geheimhalten müssen.

Als erste Vergeltungsmaßnahme läßt die US-Regierung nun ihrerseits einen Hubschrauber (siehe Foto) über dem italienischen Speiseeis-Konsulat «Duce» in Damaskus kreisen, die Iren wollen den Dänen beistehen und durchsuchen die Kühlschränke des Döner-Restaurants «Emser Depesche» auf einer indischen Nordseebohrinsel, die Australier machen es den Franzosen nach – nur die Briten kochen mal wieder ihr eigenes schmackhaftes Süppchen. Ach ja, wie Liechtenstein reagieren wird, ist zur Stunde noch unklar.

Um als Helikopterpilot am großen Weltgeschehen teilnehmen zu können, sollte man Lotto-Spieler und teamfähig sein; und über ein harmloses Erscheinungsbild sowie die unerschütterliche Vorstellungskraft verfügen, daß das Leben ein einziger Ponyhof sei, auf dem zum Zwecke der gekonnt abgeklärten Nahrungsergänzungsmittelaufnahme riesige Wundertüten mit guten Fleisch- und Flugeigenschaften nebst mehrfach überprüfter und für gut befundene Tomatensaftgeschmacksaromen gereicht werden. Und Erdnüsse? Erdnüsse (3 Stück, siehe Foto) gibt es natürlich auch.

Bildquelle

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Andreas Baier: «Unterwegs – Eine Art Reisetagebuch»

11 Sep

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Andreas Baier: Café de Flore, Paris

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Und wenn er viele Reisen tut, so gibt es für ihn zwangsläufig noch mehr zu berichten.

Unser Redaktionsfotograf hat nun einige Bilder seiner Unternehmungen auf Das Auge in seinem Portfolio «Unterwegs – Eine Art Reisetagebuch» zusammengefaßt, das sowohl von seiner körperlichen als auch geistigen Beweglichkeit zeugt.

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Aus religiösen Gründen keine Kommentarmöglichkeit.
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Dr. Rüdiger Grube: «Immer unterwegs»

10 Sep

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Dieses bemerkenswerte Portrait des Deutsche-Bahn-Chefs Dr. Rüdiger Grube ist Bestandteil des neuen Portrait-Portfolios unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier auf Das Auge. Und hier geht’s zu seinem Profil.

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