… denn Delphine vermögen die Seelen niedergeschlagener Menschen zu heilen. Was der Artikel verheimlicht, ist, daß der New Yorker Psychater Dr. Boris Levinson seine Delphine ordentlich mit LSD abfüllte. Wobei: quatsch, das war ja Timothy Wyllie und seine Leseprobe gibt es hier. Wobei: auch nicht richtig. Der wahre Pionier auf dem Gebiet der parapsychologischen Delphinprophylaxe war – Tusch! – Dr. John C. Lilly!

Deutlich erkennbar der gezähmte und zur willigen Aufnahme der LSD-Pille DPHP546 gespreitzte Delphinkiefer. Im Schnitt verbleibt danach der Meeressäuger zwischen 48 und 72 Stunden im von außen verriegelten Badezimmer, um völlig abgeschirmt von sich und seiner Umwelt zur Ruhe zu kommen. Auch Konrad Adenauer soll die Vorzüge dieser Therapiemöglichkeit für sich genutzt haben.
Auf der Website des Deutschlandradios hierzu ein Zitat: “Der aus Ungarn stammende Amerikaner Leo Szilard war einer der weitsichtigsten und geistreichsten Physiker seiner Zeit. Früh erkannte er, was aus der Entdeckung der Atomspaltung alles entstehen könnte und dann auch entstanden ist. Mit kritisch-freundlich-ironischem Blick hat er Intelligenz und Arbeit seiner Wissenschaftler-Kollegen aufs Korn genommen. Eine seiner Satiren heißt ‘Die Stimme der Delphine‘:
Es war seit langem bekannt, dass das Gehirn des Delphins ähnlich komplex aufgebaut ist wie das des Menschen. 1960 berichtete Dr.John C.Lilly, möglicherweise hätten die Delphine eine eigene Sprache, könnten die des Menschen nachahmen und hätten vielleicht eine ihm gleiche oder sogar überlegene Intelligenz. Dieser Bericht erregte damals erhebliches Aufsehen und füllte die Schlagzeilen der Presse. (Damals war ein internationales Forschungsinstitut eingerichtet worden, in dem Wissenschaftler aus Ost und West arbeiteten, um den Kalten Krieg überwinden zu helfen). In einer Veröffentlichung berichtete das Institut, die Delphine zeigten eine außergewöhnliche Vorliebe für Leberpastete. Rasch entwickelte sich eine Sucht nach dieser Pastete, und die Hoffnung, damit gefüttert zu werden, spornte die Delphine zu anstrengender geistiger Arbeit an. Nach und nach zeigten weitere Veröffentlichungen des Instituts, dass die Intelligenz der Delphine die des Menschen weit übertreffe. Nachdem die Wissenschaftler des Instituts die Sprache der Delphine erlernt hatten, begannen die Tiere, den Forschern biologische Versuche vorzuschlagen. Bald schon beschränkte sich das Institut darauf, die von den Delphinen erdachten Versuche auszuführen.”
Manchmal muß ein Delphin wegen schlechten Betragens gegenüber dem ethischen Empfinden der Allgemeinheit, oder weil er eine ihm nicht gehörende Zahnbürste angeknabbert hat, etwas länger im Badezimmer verweilen, als das ursprünglich vorgesehen war. Zum Trost darf er dann jedoch die Presse zu sich einladen und Interviews geben.

