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Angrillen mit leckeren Babymöpsen

2 May

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Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln auf unserer Nase. Die warme Luft und die Sonne locken uns ins Freie. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt zum Angrillen! Endlich wieder kross gegrilltes Fleisch, aromatischer Fisch, Gemüse und frischer Salat. Besonders mit den neuen Grills wird das Angrillen zum Highlight.

Dieses sowie weitere leckere Rezepte warten auf essen & trinken darauf, sorgfältig ausprobiert zu werden.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Eine Überlegung zu vorgerückter Stunde: «Die Laufmasche ist der Bär des weiblichen Intellektes auf seinem Weg nach oben»

26 Dec

Foto von Andreas Baier
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Weil es so schön ist, gleich nochmal: «Die Laufmasche ist der Bär des weiblichen Intellektes auf seinem Weg nach oben». Oh, welch’ vollkommen erscheinende Beklopptheit doch diesem Satze innewohnt. Einerseits. Andererseits klingt es auch irgendwie einleuchtend. Paradox, nicht?

Eine Alternative: «Der weibliche Intellekt ist die Laufmasche des oberen Bären auf seinem Weg». Fragt sich nur: Auf welchem Weg? Und wohin führt er? In ein Brillenfachgeschäft? Oder gar in die Konsequenzen des bösen Klimawandels? Wer will das so genau wissen?

Wir hätten da allerdings noch «Der Intellekt des weiblichen Bären ist die Laufmasche des Weges nach oben» im heutigen Sinnangebot.

Allerdings, so fürchten wir, führt das alles zu nichts. Greifen wir zu einem Kniff, den schon Sokrates für sich zu nutzen wußte: Ersetzen wir also den Begriff Laufmasche durch Schirlingsbecher, quatsch, das Wort Fahrkartenautomat sowie das Adjektiv weiblich durch werblich. Und siehe da: «Der Fahrkartenautomat ist der Bär des werblichen Geschlechts auf seinem Weg nach oben». Na bitte, es geht doch.

Wohingegen die Aussage «Der werbliche Intellekt ist der Fahrkartenautomat des oberen Bären auf seinem Weg» unter logischen Gesichtspunkten zunächst noch etwas gewagt wirkt, jedoch ihr volles Aroma genau dann entfaltet, wenn auch hier einige Veränderungen und Umstellungen vorgenommen werden, die in letzter Konsequenz in die verbalisierte Überlegung «Es ist immer das Wesentliche, das dem Sinn das Sein verleiht» münden. Wir lernen: Dem Grunde nach ist es gar nicht soo schwer, sich gewählt und verständlich zu artikulieren. Auch nicht zu vorgerückter Stunde. Man muß es nur ganz stark wollen.

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Tobias Meyer Leaves Sotheby’s to Become Art Dealer

1 Dec

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Digital Painting by Andreas Baier entitled «Wonderful World»

Surprise, surprise, surprise: «Tobias Meyer, the worldwide head of contemporary art and an auctioneer for more than two decades, has left the company’s building being pressured for change by activist investors including Daniel Loeb» as Boomberg reports.

For us, however – and with all the respect in the world – it was not that much surprising: When Tobias Meyer recently sold Andreas Baier’s «Mona Lisa, Or The Measuring Of Loretta Langenscheidt» for the discrete amount of $1 bn (please see painting above, showing Sotheby’s courtroom short before the magic moment when settling the deal) everyone seemed to be so outrageously quiet and happy – except some activist investors including Daniel Loeb himself.

How did that all come? Well, on this very same digital painting Daniel Loeb and his activist investors noticed this little red dog who was looking at a smartphone displaying «$2 billions» and, of course, how this little red dog was stating: «WHOW!!!» as well. Daniel Loeb exclusively to Meerschweinchenreport: «This gorgeous little dog’s oh so cute ‹WHOW!!!› was an official bid of nothing less than $2 billions which everyone became aware of; and Tobias Meyer should have better noticed this bid in order to take it seriously. ‹Sotheby’s› cannot afford such mishaps, especially not when Amy Cappellazzo was selling at ‹Christie’s› Francis Bacon’s Triptychon ‹Three Studies of Lucian Freud› for a reasonable amount of $3.5 bn to a cute and very well educated hippopotamus family. You may quote me precisely this way if you like!» Of course, we do like it very much this way!

Tobias Meyer recognises: «I will always cherish my time at ‹Sotheby’s› and look forward to the next chapter in my career». Meerschweinchenreport is more than just certain that Tobias Meyer will become one of the most influential and powerful art dealers of this century; a goal he might have already archived.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Ryanairs ze(h)n Gebote – oder: «Die Füße der Julia Roberts»

19 Oct

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Eigentlich können wir gar nicht die Auserwählten sein, wenn es darum geht, sich Gedanken über die weibliche, pardon, werbliche Aussagekraft von Anzeigenkampagnen zu machen, die im Kontext zur Fliegerei stehen, da wir aus religiösen und ziemlich vielen anderen Gründen seit Beginn des neuen Jahrtausends kein Flugzeug mehr bestiegen haben. Eigentlich.

Andererseits sind wir vielleicht gerade deshalb die Richtigen, jene Vollprofis für diesen Job, nach denen die ganze Zeit auf dem Rest der Welt überall hektisch gefahndet wird. Vielleicht.

Nun denn: Was wir im Laufe der Zeit der Presse haben entnehmen können, ist, daß man bei Ryanair in aller Ernsthaftigkeit über die Einführung von Stehplätzen nachdenkt. Vor diesem Hintergrund wird das hier gegenständliche Anzeigenmotiv klarer: Wer während des Fluges nicht stehen sondern lieber sitzen möchte, der muß ein erhöhtes Beförderungsgeld entrichten. Dies kann, wie wir jetzt lernen, auch in Form einer Art Kleiderspende geschehen, die, wie der Pressesprecher von Ryanair versichert, direkt an das Rote Kreuz weitergeleitet wird. «Ryanair. Billigfliegen mit Human Touch.» kommt uns als Claim in den Sinn.

Auch daß das, was seit über einem Jahrzehnt auf Flughäfen passiert, einen mehr an Massentierhaltung erinnert, denn an entspanntes und gelegentlich betreutes Reisen, läd eher zu einem ordentlichen Fußmarsch quer durch Europa ein, als sich das anzutun. Ist es ein Zufall, daß die Begehung, die Besteigung oder auch die Bewanderung des Jakobsweges immer populärer wird? Monatelang mit sich, einem festen Ziel vor Augen und einem Rucksack (fast) allein unterwegs. Wer interessiert sich danach noch für den Grand Canyon?

Wer so intensiv reist, der träumt auch intensiv. Wir wollen es den Jakobsweg-Reisenden gleich tun – und schließen unsere Augen: Wir sind Cecil B. De Mille und stehen gerade vor der wundervollen Aufgabe, für eine mit voller epischer Breitseite auszustattende Filmszene, ein dutzend rosa Elefanten auf den Füßen Julia Roberts durch das Kleinwalsertal stapfen zu lassen. Solche Visionen sind erbaulich, sowohl in intellektueller als auch finanzieller Hinsicht: Laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamtes leben weltweit rund 2,32 Milliarden Fußliebhaber, die bereit wären, für eine Eintrittskarte zu dem Film «Die zehn Gebote oder die Füße Julia Roberts» ein kleines Vermögen auszugeben.

Daß das liebe Geld die einzige Ryanair-Chef Timothy, pardon, Michael O’Leary motivierende Triebfeder ist, machte er auch einmal mehr anläßlich einer Jahrespressekonferenz deutlich, die die Veröffentlichung brillanter Ryanair-Jahresgewinnzahlen zum Thema hatte: «I’m here with Howard Miller and Michael Cawley, our two deputy chief executives. But they’re presently making love in the gentleman’s toilets, such is their excitement at today’s results». Womit nun auch geklärt sein dürfte, was es mit «Ryanair. We fly you naked.» in aller Tatsächlichkeit auf sich hat.

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NSA-Affäre: «Verfassungsschutz überfliegt US-Konsulat in Frankfurt»

12 Sep

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In den diesjährigen internationalen Sandkastenspielen um das goldene Kalb bzw. Kuchenförmchen sowie die besten Plätze in den Medien ziehen einige bundesdeutsche Regierungsvertreter kurz vor den wichtigen Bundestagswahlen mit ihren amerikanischen Kollegen gleich: Der deutsche Verfassungsschutz überfliegt mit seinem Lauschangriffexpertenteam (siehe Foto) das in Frankfurt ansäßige US-Konsulat – und fördert erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, die wir jedoch aus Gründen der Geheimhaltung leider, leider, leider geheimhalten müssen.

Als erste Vergeltungsmaßnahme läßt die US-Regierung nun ihrerseits einen Hubschrauber (siehe Foto) über dem italienischen Speiseeis-Konsulat «Duce» in Damaskus kreisen, die Iren wollen den Dänen beistehen und durchsuchen die Kühlschränke des Döner-Restaurants «Emser Depesche» auf einer indischen Nordseebohrinsel, die Australier machen es den Franzosen nach – nur die Briten kochen mal wieder ihr eigenes schmackhaftes Süppchen. Ach ja, wie Liechtenstein reagieren wird, ist zur Stunde noch unklar.

Um als Helikopterpilot am großen Weltgeschehen teilnehmen zu können, sollte man Lotto-Spieler und teamfähig sein; und über ein harmloses Erscheinungsbild sowie die unerschütterliche Vorstellungskraft verfügen, daß das Leben ein einziger Ponyhof sei, auf dem zum Zwecke der gekonnt abgeklärten Nahrungsergänzungsmittelaufnahme riesige Wundertüten mit guten Fleisch- und Flugeigenschaften nebst mehrfach überprüfter und für gut befundene Tomatensaftgeschmacksaromen gereicht werden. Und Erdnüsse? Erdnüsse (3 Stück, siehe Foto) gibt es natürlich auch.

Bildquelle

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Großer Leserwettbewerb: «Freundliche Taxierscheinungen in Wiesbaden»

5 Aug

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Taxis gehören laut einer von Wikipedia initiierten Umfrage eindeutig zur Gattung der agilen Leuchtkopffledermäuse. Eigentlich. Taxis sind aber auch, so man bereit ist, den Ergebnissen einer Analyse über deren Inhaltsstoffe, die das Institut Fresenius im Auftrag der Bundesregierung kürzlich durchführte, zu folgen, so sind Taxis auf dieser Betrachtungsebene eher als nahe Artverwandte des einsatzfreudigen Containerschiffs einzustufen – und zu begreifen. Ebenfalls eigentlich. Geschäftsleute hingegen bezeichnen sie gerne als Rechenmaschine auf Rädern. Was zwangsläufig dazu führt, daß wir uns jetzt als leicht irritiert bezeichnen müssen.

Das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt ist, daß es Taxis vortrefflich verstehen, subtil auf sich aufmerksam zu machen. Unser Redaktionsfotograf kann ein hübsches Lied davon singen. Kaum, daß er die Kamera im Anschlag hat, um beispielsweise die «Griechische Kapelle», den Michelsberg, die Webergasse oder das Opelbad abzulichten, so macht es «brooooom» – und ein Taxi fährt quer durchs Bild.

Daß dies jedoch keinesfalls plump, sondern mit einem hohen Maß an ästhetischem Gefühl und Sinn für eine gute Bildgestaltung geschieht, davon zeugen die hier abgebildeten Aufnahmen. Dieser Umstand beflügelte uns, über die Veranstaltung einer entsprechenden Lesereinbindemaßnahme nachzudenken.

Das Ergebnis: Wir bieten sie gelumbeckt oder als Fadenheftung an. Ergo: Alles, was Sie tun müssen, ist, uns Ihre Taxierlebnisse in Wort und/oder Bild mitzuteilen.

Nachfolgende Fragen sollen Ihnen bei Ihrer Textentwicklung eine kleine Hilfestellung bieten: «Haben auch Sie schon mal ein Taxi gesehen? Und falls ja: in welchem Kontext? Oder sind Sie gar schon mal mit einem mitgefahren? Falls ja: Wie war die Verpflegung an Bord? Gab es zeitliche Abweichungen vom Fahrplan? In welchem Land bzw. welcher Stadt waren Sie da gerade unterwegs? (Nordenstadt, Amöneburg, Biebrich, Kohlheck, New York, …?) Worüber referierte der Fahrer, die Fahrerin? Über Mathematik? Winston Churchill? Die Schwierigkeit, bei Staatsbesuchen Kanaldeckel anständig zu verschweißen? Oder gar das Wetter?»

Aber auch Taxifahrerinnen und Taxifahrer können sich an unserer Leserinnen- und Leseraktion beteiligen: Schreiben Sie uns zum Beispiel, was Ihnen schon einmal Gewöhnliches oder gar Ungewöhnliches mit Ihren Fahrgästen passiert ist: «Trugen sie eine Brille? Waren sie in Eile? Wurde Ihnen schon einmal ein treuherziger Vierbeiner als Zahlungsmittel angeboten?»

Die besten Geschichten werden wir im Meerschweinchenreport veröffentlichen. Einsendeschluß ist der 31. November 2013.

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, es sei denn, Sie drohen uns bei drohender Nichtveröffentlichung mit Ihrem Anwalt. In solchen Fällen werden wir routiniert kleinbeigeben – und nahezu alles veröffentlichen. (Wichtig: Fällt die Frist des Einsendeschlusses zufälligerweise auf einen Sonn- oder Feiertag, so verlängert sie sich automatisch auf den darauffolgenden Werktag.)

Möchten Sie in absehbarer Zeit auf die Dienste eines Wiesbadener Taxiunternehmens zurückgreifen? So können Sie beispielsweise unter diesen Telefonnummern entsprechende Vorkehrungen treffen. Allerdings gibt es auch noch weitere Wiesbadener Taxi-Unternehmen, die nicht in den Gelben Seiten stehen und ebenfalls auf ihren Websites einen freundlichen, netten, tüchtigen und hilfsbereiten Eindruck machen.

Möchten Sie in absehbarer Zeit wissen, wie es ist, mit einem Taxi quer durch den Wiesbadener Regen zu streifen, so mag Ihnen dieses Digitalheftchen unseres Redaktionsfotografen einen entsprechenden Eindruck vermitteln.

Für Ihre Wettbewerbseinreichungen, die Sie bitte bis zum 31. November 2013 in absehbarer Zeit vornehmen möchten, nutzen Sie bitte dieses Kontaktformular:

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1. Weltklimakonferenz der Strandkörbe vom 28. bis 30. Juni 2013 in Wangerooge

9 Jul

Lange schon war unser Redaktionsteam nicht mehr so aufgeregt, wollten doch schließlich die vielen, vielen weltweit sich im Einsatz befindlichen Strandkörbe ein Zeichen setzen – und den Klimawandel endlich und ganz ultimativ verbieten.

Das Foto zeigt die uns vorauseilende Maschine, die, da durch ein sehr starkes Teleobjektiv aufgenommen, den Eindruck erweckt, als habe sie sich bereits dem Mond gefährlich, weil klimawandelbegünstigend, genähert, was aber – Glück im Unglück – nur eine optische Täuschung darstellt.

Kurz nach der Landung wird die Entschlossenheit, mit der die internationalen Strandkorbdelegationen angereist sind, mehr als überdeutlich: Die Neuseeländer fahren gleich zu Beginn scharfe Geschütze auf: Sie haben temporär das Erscheinungsbild einer Schafherde angenommen. Ihre unmißverständliche Botschaft: Hier wird notfalls um jeden Grashalm gestritten – und schon gar nichts verschenkt.

Der Freitagabend ist von den Veranstaltern eigentlich als zwangloses und gemütliches «Get together» geplant, allerdings macht ihnen das kühle – ja fast eisige – Klima zwischen den angereisten Delegationen einen gehörigen Strich durch die empfindliche Rechnung.

Selbst die wenigen menschlichen Hilfsmitarbeiter, die sich spontan auf die Strandkorbparty zubewegen, um ihre vermittelnden Dienste anzubieten, dürfen die zweispurige Trennungslinie nicht überqueren.

Auch die Bemühungen der Grenzpatrouille, die frostige Stimmung mit warmtemperaturigen Lichtstrahlern aufzubessern, bringt keine nennenswerten Erfolge: Im großen und ganzen herrscht Schweigen im Strandkorbwalde.

Erst am nächsten Tag kommt etwas Bewegung in die Buden. Die, die für die Herbeiführung einer künstlichen Erkältung unseres Planeten sind, zeigen sich verschnupft und blaugestreift; und die, die für Wiederaufforstung der tropischen Regenwälder sind, leuchten belehrend grüngestreift. Allerdings ist die Menge der noch Meinungslosen in ihrer Anzahl unübersehbar dominant.

Hier möchte das Meer bei der adäquaten Meinungsfindung helfend unter die Arme greifen: Es zeigt sich ganz in hellem Blaukleid, was gleichbedeutend mit «Hey Jungs, was habt Ihr? Es ist doch alles in bester Ordnung!» ist. Und das Meer wird es ja wohl schließlich wissen.

Für die Mittagspause wird immerhin ein me(e)(h)rheitsfähiger Beschluß herbeigeführt: Es sollen sich alle Strandkorbdelegierte zum Zwecke der kurzfristigen geistigen Zerstreuung eine Folge «hr2 – Der Tag» anhören; und zwar in der heruntergeladenen Podcastversion zum Thema «Fälschen bis der Sammler kommt – Wozu noch Originale».

Was als gut gemeinter Approach zur Steigerung des allgemeinen Konferenzklimas gedacht ist, entpuppt sich jedoch als Sprengsatz mit GAU-Qualitäten: Es dauert nicht lange und jeder wirft jedem vor, fremde Meinungen zu äußern; jede wirft jeder vor, ihre Schwangerschaften gefälscht und bei anderen abgeschrieben zu haben. Plötzlich taucht aus den Tiefen der karierten und gestreiften Meinungsvielfalt Daniel Buren auf, der jedoch sofort im Blitzlichtgewitter untergeht. Das Gerücht geht um, alle Strandkörbe seien keine Originalarbeiten von Daniel Buren – was Konsequenzen haben müsse.

Als dann noch von einigen unbeugsamen Konferenzteilnehmern bemängelt wird, daß in der Podcastsendung überhaupt nicht über den seltsamen Kunstkritiker und Expertisenaussteller Werner Spies reflektiert wurde, und daß die Rolle Heinrich Lübkes als Architekt und Möglichmacher des Tragens gestreifter KZ-Häftlingskleidung in besagter Sendung ebenfalls nicht durchleuchtet worden sei, steht die gesamte Konferenz Kopf und kurz vor dem Abbruch.

Wie gut, daß die Sonne ein Einsehen hat und die einmal mehr in eisige Gesprächsstarre verfallenen Klimakonferenzlinge mit wohltuender Wärme versorgt, was überraschenderweise auch dazu führt, daß Kinder, die in den Konferenzbereich eingedrungen sind, toleriert werden. Aber ist das Problem damit gelöst? Oder sollte man Daniel Buren nicht einfach mal den Amerikanern ausliefern? Allein schon aus Prinzip? Oder ist Wärme vielleicht doch nicht so schlecht? Dem Grunde nach besteht noch ausreichend Gesprächs- und Diskussionsbedarf.

Ein Blick zurück (und ins Standkorbdelegiertenmuseum): Vergleicht man die heutige Situation mit der von vor achtzig Jahren, so ist doch nicht zu übersehen, daß die starre und unverrückbare Grundhaltung der Strandkorbdelegierten im Laufe der Jahrzehnte «weicher» geworden ist. Früher gänzlich aus Beton genormt und geformt sind sie heute doch um einiges flexibler und verhandlungsbereiter geworden. Rechts unten im Bild: Zwei Standkorbdelegiertenmuseumswärter absolvieren ihren Rundgang durch die Reihen der Betonstrandkorbdelegierten.

Die Arbeit des Chiropraktierteams zeitigt Erfolge: Verkrampfungen werden dadurch gelöst, indem die Strandkörbe kurzerhand in den Wind gehängt und skeletttechnisch mal ordentlich «durchgeblasen» werden. Hier in einer ausgiebigen Einzelsitzung.

Na bitte! Es geht doch: Zwar scheint die Zahl derer, die für die Herbeiführung einer künstlichen Erkältung unseres Planeten sind, zu steigen, aber der Schein trügt, da inzwischen ein Beschluß herbeigeführt wurde, der besagt, daß Blau nicht mehr im Sinne von Blau zu deuten sei. Ein erster wichtiger Erfolg für den Sieg der sich abzeichnenden «Großen Mitte». Der Sonnenuntergang tut sein übriges.

Zwei Reiserouten, weiß wie Reis,
Kreuzen sich im blauen Felde.
Geschwindigkeit, so heißt das Gleis:
Es geht ums gute Gelde.

Dies, so seys, ist prima Sache.
Aber auch der Ruhe sei bedacht.
Damit von Last befreit ein jeder Drache
Sein kraftvoll Feuer neu entfacht.

So sind Kraft und Pause,
Lila süß in Bernsteinzimmern
Überall zu Hause:
Befleckt mit Freudenschimmern.

Das Blau ist nun gänzlich verschwunden, es existieren nur noch Grün und Rot und Gelb und eigentlich ist den Strandkorbdelegierten immer mehr alles egal, weil «the man next to you is your brother» und «das Leben ist so schön» und «Eile mit Weile» und «Wie wichtig nehmen wir uns eigentlich, daß wir glauben, wir wären in der Lage, Kraft unseres Handelns das Klima nachhaltig zu beeinflussen?» und überhaupt… und so verwundert es nicht weiter, das Themen wie beispielsweise «Fußgängerreflexzonenmassage» immer mehr an Bedeutung und die Oberhand gewinnen.

Alle Strandkörbe bekräftigen beim obligatorischen Abschlußgruppenfoto, daß sie sich nächstes Jahr wieder treffen sollten und zukünftig «mehr Komfort für alle» bieten möchten – und daß eigentlich alles ganz schön ist, sogar dieses seltsame Schwarzweißwetter der letzten Tage.

Und was ist ein gutes Schwarzweißfoto? Das ist ein gutes Schwarzweißfoto. Alles drin: Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Optimismus und natürlich auch der Aspekt der Versöhnung (Zwei Flugzeuge kommen aufeinander zu).

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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John McAfee: «How To Uninstall John McAfee»

26 Jun

John McAffee has lived his dream – and now his dream lives him. This quite interesting viral has gained more than 3,5m views in just one week. You should see it.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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«Frühstücksfernsehen» von Olli Dittrich

25 May

Die konsequenterweise zu fast mitternächtlicher Zeit ausgestrahlte Erstsendung von Olli Dittrichs begnadeter Satiresendung «Frühstücksfernsehen» ist schlicht unfaßlich. Sie hat mit den normalen Genres «Comedy», «Kabarett» oder herkömmlicher Satire nichts zu tun. Und strenggenommen ist seine Sendung auch nicht richtig lustig, sie verdeutlicht auf unglaublich intelligente Weise ziemlich drastisch die Armseligkeit des Formates «Frühstücksfernsehen». Ohne ein Ausnahmetalent wie Olli Dittrich wäre diese Art der Umsetzung undenkbar.

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Satire: Von «Oh! Là! Le polar!» hin zu «L’art pour l’art» – Ein faszinierender Kurzreisebericht durch die Welt menschlicher Synapsen

2 May

Gustave Flauvages (1667 – 1944) Gemälde «Etwas Warmes braucht der Bär» (Ausschnitt) aus dem Jahre 1848 gilt in Fachkreisen nicht nur als Meilenstein auf dem Gebiet des «rational verlebten bzw. verklebten Impressionismus» sondern diente in den 1970er Jahren ebenfalls als Vorlage für die mittlerweile als legendär zu bezeichnenden Maggi-Suppen-Werbespots «Etwas Warmes braucht der Mensch». Zu Beginn des 21. Jahrhunderts könnte es als ausgleichendes Korrektiv im Kampf um die Meinungsvorherrschaft in Sachen Klimawandel Wirkung zeigen – und so verdient Einzug in die Hall of Fame paradox agierender Wogenglätter halten. Wir sind gespannt, ob es dazu kommen wird.

Stand am Anfang der Ausruf «Oh! Là! Le polar!» (Oh! Seht! Ein Polarbär!) noch für die Sichtung eines Polarbären (französische Bezeichnung für Kühlschrank in den eigenen vier Wänden), so mutierte er im Laufe der Zeit über «Là! Le Polar!» (Polente, oder auch: Polenta) und «Là! Polar!» (Abk. für Polaroidfoto) hin zu «L’art pour l’art», also zum reinen künstlerischen Selbstzweck, der die Entfremdung der Mittel zu heiligen schien. Heiligenschein? Vielleicht auch das. In anderen Worten: Die Anwesenheit eines Kühlschranks war also gar nicht mehr zwingend erforderlich, um ihn dennoch in seiner Nähe zu wissen. Eigentlich ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aaber: Dieser Mechanismus griff auch als Leonardo da Vincis «Mona Lisa» aus dem Louvre entwendet wurde: Da vertraten nicht eben wenige Kunstkenner die Ansicht, daß sie gar nicht verschwunden sondern immer noch an ihrem angestammten Platze anzutreffen sei. Sie tanzten soo lange barfuß in ihren Woodoo-Wickelröcken vor der kahlen Ausstellungswand zu einem imaginären Lagerfeuer auf kältestem Marmorfußboden bis, ja bis zum einen die «Mona Lisa» auch für den Rest der Welt wieder sichtbar (transparent, visuell erfahrbar, etc. pp.) wurde; und zum anderen unsere Woodoo-Helden mit einem ordentlichen Schnupfen das Bett hüten mußten. In dieser «emotionalen Kälte des kulturellen Gewissens» (Mutter Theresa) bzw. «kulturellen Emotionalität als kaltes Schrankgesicht» (Baroness Thatcher of Kesteven) implementierte sich folgerichtig die Geburtsstunde des «L’art pour l’art».

Das damalige ärztliche Fachpersonal analysierte intellektuell artverwandt und sprach in solchen Fällen einhellig von einer «gesunden Unterkühlung des menschlichen Gehirns, das nur in diesem Zustand zur Entwicklung faszinierender Gedankengänge befähigt sei». Kein Wunder also, daß in der heutigen Zeit Unterkühlte die Unterkühlung suchen – und beispielsweise bemüht sind, mit Kaltlichtlichterketten in Herzform kollektiv das arme Nordpoleis vor seinem vermeintlich sicheren Untergang zu bewahren. Aber sind es nicht dieselben Leute, die noch vor zwanzig Jahren gemütererhitzt «Freiheit für Grönland! Nieder mit dem Packeis!» forderten?

Latürnich sind sie das; und das macht die Sache ja so ungemein spannend. Wir schließen unsere Redaktionsaugen und sehen im Geiste John Wayne öffentlichen Sex mit einem Pinguin praktizieren, um auf das bedrohte Antarktiseis hinzuweisen. Auch ein klarer Fall von «L’art pour l’art», weil Wayne, auch wenn er noch lebte, mit Klimaschutz nichts am Hut haben wollte, er aber dennoch durch vorstehend beschriebene Performance auf die bestehenden Verhältnisse selbstlos hinweisen würde. «Uneigennützigkeit im Dienste der Wissenschaft sowie der globalen Volksgesundheit», so definierte es einst der Fußballspieler Günther Netzer in folgerichtiger Vorhersehung, als er den Bundesligaklub 1. FC Köln nach einem Zerwürfnis mit Trainerlegende Hennes Weisweiler zum Saisonende verließ, um so als Frühmahnender auf die Endlichkeit der Dinge hinzuweisen. Außerdem nutzte er die so gewonnene Mehrfreizeit sinnvoll, indem er im heimischen Reiche den Kühlschrank abtaute und ihn im Anschluß durch das geschlossene Fenster ins Freie beförderte. «Die echten L’art-pour-l’art-Künstler», so erklärte es in seiner Hochphase der Kunstkenner und Documenta-Macher Lothar Romain «hat nicht die geringste Ahnung, daß er selbst einer ist – außer natürlich Timm Ulrichs. Der weiß immer ganz genau über sich und die Dinge, die ihn umgeben, Bescheid».

Timm Ulrichs: «Timm Ulrichs den Blitz auf sich lenkend, 1977»

Die sich im Rahmen dieses kleinen Besinnungsaufsatzes immer mehr herauskristallisierende These ist doch die, daß sich die Anzeichen dafür, daß der Klimawandel höchstrichterlich selbst als L’art-pour-l’art-Künstler zu erkennen und zu achten sei, verdichten; und daß die überall auf dem Globus tausendfach verteilten und in ihrer Eigenschaft als selbsternannte Klimaschützer Agierenden, nichts anderes als vom L’art-pour-l’art-Künstler, nennen wir ihn mal «Johann Ke(l)vin Gottfried Klimawandel», persönlich Bestellte sind, die sich noch nicht so richtig mit ihrer Rolle als willfähriges Marionettenspielzeug eines wahren Freigeistes abgefunden und sich in ihr eingelebt haben. «Das jedoch», so der frühere Direktor der Berliner National Galerie Dieter Honisch bereits in den frühen 1980er Jahren in ebenfalls folgerichtiger Vorhersehung, «komme aber noch». Wollen wir es stark hoffen.

Frühere Artikel im Meerschweinchenreport zu diesem Thema:
Alfred Hitchcock: «The Living Fridge (2)»

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MAD Magazine: «Advertisements»

22 Mar

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When William M. Gaines was the publisher and owner of MAD Magazine, he refused to accept any form of advertising. This allowed him to spoof anyone and anything he desired. Some of the magazine’s best satire was in the form of a fake ad placed on the back cover, and occasionally inside the front cover. This collection showcases many of the best satirical ads from the mid 1950′s thru the early 1970′s.

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Bob Rivers: «Walking Around In Women’s Underwear»

18 Dec


Lacey things, the wife is missing.
Didn’t ask, for her permission
I’m wearing her clothes,
her silk panty hose.
Walking around in women’s underwear.

In the store, there’s a teddy.
With little straps, like spagetti.
It holds me so tight,
like handcuffs at night.
Walking around in womens underwear

In the office there’s a guy named Melvin.
He pretends that I am Murphy Brown.
He’ll say «Are you ready?»
I’ll say, «Woah man! Lets wait untill the wife is out of town.»
Later on, if you wanna,
We can dress, like Madonna.
Put on some eye shade, and join the parade.
Walking around in women’s underwear.

Lacey things, missing.
Didn’t ask, permission.
Wearing her clothes, silk panty hose.
Walking around in women’s underwear.
Walking around in women’s underwear.
Walking around in women’s underwear

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Bob Rivers CD «I am Santa Claus» can be purchased here.

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Norbert Lammert: «Strange Domination»

9 Dec

Wir erinnern uns an eine vor vielen, vielen Jahren in der Satirezeitschrift Titanic veröffentlichte kleine Zeichnung, auf der ein Maikäfer in einem Dominastudio zu sehen war, wie er mit Kopf, Armen und Beinen in einem Pranger steckend die verduzte Domina anflehte, doch bitte, bitte, bitte seine Leibspeise, nämlich einen Berg frischer Laubbaumblätter, vor seinen Augen genüßlich zu verspeisen.

Was wir auf oben eingebundenem Filmchen zu sehen bekommen, das sind die spitzbeschuhten Beine einer Domina, wie sie offenbar genüßlich vor den Augen eines leibhaftigen und schließlich auch leicht wimmernd winsenlnden Hundes, einige Stückchen Hundefutter doch recht sorgfältig mit ihren spitzen Absätzen zerkleinert.

Was wir leider nicht zu sehen bekommen, das ist, wie sich der derzeit amtierende Bundestagspräsident Norbert Lammert mit einem riesigen Vorschlagshammer seinen Fingerkuppen ein überaus blaues Erscheinungsbild verschafft, um damit in aller Öffentlichkeit für seine inakzeptable Rückenstärkung der NPD angemessen Buße zu tun.

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John Cage: «4’33” for piano» – Eine juristische Delikatesse

8 Dec

An einer anderen Stelle auf dem YouTubePortal war das Stück des Fluxus-Künstlers John Cage «4’33” for piano» angeblich auf Veranlassung der deutschen GEMA über einen längeren Zeitraum gesperrt gewesen. Wir wollen mal davon ausgehen, daß es sich hierbei nicht um einen Marketinggag des Accountinhabers handelte, der zumindest uns beim Besuch bereits froh verkündete, daß die «Sperre» zwischenzeitlich wieder aufgehoben worden sei.

Das besondere an Cages musikalischer Darbietung ist, daß eben über die Zeitspanne von vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden so rein gar nichts zu hören ist. Dennoch ist dieses Stück auch bei der GEMA als Musik registriert.

Aber welche von der GEMA bisher ungenutzte Möglichkeiten, den Rest der Welt einmal mehr nachhaltig auf ihre eigene Unsterblichkeit hinzuweisen, ergeben sich hieraus? Vom Prozeß des sogenannten Sample-Clearings wissen wir, wie nervenaufreibend das Einholen fremder Urheber- und Leistungsschutzrechte ist, zum Beispiel, wenn man sich zur Herstellung einer eigenen Komposition und/oder Musikproduktion der Werke und Produktionen Dritter bediente.

Um es einfacher zu sagen: Wollen wir beispielsweise eine selbst produzierte Sprachaufnahme mit Musik eines fremden Komponisten unterlegen, so müssen wir ihn selbstverständlich um Erlaubnis bitten und mit ihm ebenfalls die Zahlungsmodalitäten aushandeln.

Jetzt könnte die GEMA und könnten natürlich auch die jetzigen Rechteinhaber des am 12. August 1992 in New York City verstorbenen Fluxus-Künstlers jeder Sprachproduktion, in der nichts als die reine Sprache zu hören ist, unterstellen, daß besagte Sprach- und Hörbuchproduktionen sämtlichst unerlaubterweise mit der musikalischen Komposition «4’33” for piano» von John Cage unterlegt worden – und deshalb entsprechende Lizenzgebühren angefallen seien.

Die Tatsache, daß die GEMA in dieser Sache nicht schon längst medienwirksam tätig geworden ist, zeigt, wie amateurhaft diese Organisation im tiefsten Inneren ihres Herzens und in aller Tatsächlichkeit aufgestellt ist.

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F L Fowler: «Fifty Shades Of Chicken»

25 Nov

Now and finally, the sado-maso-or-whatsoever-book has got its proper satire, and is – as we might suggest – a useful cookbook as well: Fifty Shades Of Chicken. What this is all about? Just take a deep breath and look into this highly entertaining and most viral promotion film(chen):

Interested? All you need to do is to pay Fifty Shades of Chicken a visit. Well, we hope that the recipes of the fifty chicken dishes have not been created for masochists only … ’cause one of them, you know, is called Mustard-Spanked Chicken. This should tell us something.

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Attraktiver Lebkuchenrohbau zur Unterfütterung einer seltsamen Jobbesprechung

20 Nov

Aus dem Reich der Irrungen und Wirrungen menschlicher Gehirnwindungen: Ein sonniger Tag. Ein sonniges Gemüt. Wir sitzen ihm beziehungsweise ihr direkt gegenüber. Die Minilebkuchen sind mit Minimikrophonen verwanzt, aber das wissen wir nicht – wobei: natürlich wissen wir das, aber wir lassen uns nichts anmerken. Ganz so, wie es uns die Vertreter der Ermittlungsbehörde aufgetragen haben.

Eine hinreichend seltsame Gesprächsführung: «Wir können das auch ohne Fingerlutschen, quatsch, ohne Rechnung machen». «Nein, das können wir nicht. Wenn Lebkuchen im Spiel, dann lutschen wir immer an den Fingern und arbeiten – wie immer – ausschließlich gegen Rechnung» war unsere Antwort. Dann betrat ein junger Mann mit blaugephotoshopten Haaren die Bühne, um sie kurz darauf wieder zu verlassen. Die Dame: «Ein sehr guter Kreativer, ist aber gebrochen, weil: Vater-Sohn-Komplex». Die Dame bedient sich bei ihren Spiegelungsversuchen falscher Informationen. Wir spielen das Spiel mit. Ein angeblich riesiger Auftrag steht zur Disposition, für den sie jedoch eigentlich kein Geld habe; Geld, das schon direkt nach der Auftragserteilung auf unserem Konto sein könnte. Ha! Endlich!

Echte Butterfahrtsrhetorik mit etwas anderen Vorzeichen. Die Wege des menschlichen Humors sind eben unergründlich. Unsere Auftragsdame gab uns aber trotzdem den Job, den sie jedoch unter Nennung höchst seltsamer Gründe und Umstände am nächsten Tag schon wieder per Mail stornierte. «Wir bezahlen Euch natürlich die Reisekosten». Reisekosten? Welche Reisekosten? «Nein, das ist nicht nötig» schrieben wir zurück. Schließlich hat uns auf der Rückreise dieses Licht und haben uns diese Aufnahmen für dieses doch recht befremdliche Gespräch entschädigt.

War es das? Nein, das war es leider nicht. «Hey, wir haben da ein hübsches Gespräch aufgezeichnet. Sieht nicht gut aus für Euch.» Für uns? Quatsch. Es sieht eher für unsere seltsame Gesprächspartnerin nicht gut aus. Wahrlich nicht. Was wir uns aber in diesem Kontext immer mal wieder fragen: «Wie ist es möglich, daß sich Menschen für etwas instrumentalisieren lassen, ohne den wahren Sachverhalt zu kennen?»

Inzwischen kennen wir die Antwort:

Was wir uns allerdings jetzt fragen, ist: «Wie groß sind eigentlich die Unterschiede zwischen Affen und Menschen wirklich?» Und was uns auch noch beschäftigt: Wird uns das ZDF diese Treatment abkaufen und uns mit der Erarbeitung eines produktionsreifen Drehbuches beauftragen?

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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John Cleese and Rowan Atkinson: «Beekeeping»

2 Nov

Hysterical sketch with John Cleese as a beekeeping expert and Rowan Atkinson as a terrible television show host. Recorded live in 1981.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Nick Stern: «You Are Not Bansky»

1 Nov

As it appears adapting, copying, quoting and re-enactments are The Big Thing, not to forget blaming China and their inhabitants for doing the same, which is – as we think – a quite unique and highly sophisticated way of making up one’s mind. Are we supposed to ask ourselves: «Why?» Honestly, we don’t think so. This is not the ballpark we should waste our time and energy on.

The newest and hottest issue: Innocent bees are dying rapidly! So, let’s protest on facebook and avoid eating honey! So, let’s chop off our feet and legs with chainsaws in order to disconnect ourselves from the option of disturbing the poor bees in their original living spaces. So, let’s burn down our cars, houses and bicycles just to set an impressive sign against copyright infringement. So, let’s spread our wings and jump off from the 15th floor of any office building in the world in order to bite the bitter pill of life, and show solidarity with our slowly vanishing natural sweetener producers. But whatever we do: we should do something. And this something could even lead us into reproducing Bansky’s work. Well, just a thought…

Website Nick Stern
via LikeCool

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Reefer Madness

31 Oct

Click to enlarge stonedly

Originally financed by a church group under the title Tell Your Children, the film Reefer Madness was intended to be shown to parents as a morality tale attempting to teach them about the dangers of cannabis use. However, soon after the film was shot, it was purchased by producer Dwain Esper, who re-cut the film for distribution on the exploitation film circuit. The film did not gain an audience until it was rediscovered in the 1970s and gained new life as a piece of unintentional comedy among advocates of cannabis policy reform. Today, it is in the public domain in the United States and is considered a cult film which is to be downloaded here. It inspired a musical satire, which premiered off-Broadway in 2001, and a film based on the musical in 2005.

Continue reading on Wikipedia.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Greenhouse: «The Weekend Has Just Landed»

14 Oct

Björn and Benny are back from outer-space in order to save the world.

Do you remember Björn and Benny from the legendary pop-group ABBA? After spending some glorious time-out in outer space they now returned as marsian monks to provide us with the luxurious advantage of getting in touch with their new album ARRIVAL which is nothing but a perfectly carried out musical re-design of their former album ARRIVAL featuring a helicopter and all four band members on the cover. Do you remember?

The time when ABBA saved our childhood.

Do you remember chalk hearts melting on a playground wall? Do you remember dawn escapes from moon washed college halls? Do you remember the cherry blossom in the market square? Do you remember I thought it was confetti in our hair? Ehm, sorry: wrong chapter.

Do you remember how the original album started with the track When I kissed the teacher? They changed the title into When I kissed the preacher. The rest of the lyrics, however, remained originally. Due to the fact that since their separation from each other Björn and Benny are now forced to do their home cleanings without any female support; a circumstance that influenced their style of musical arrangements: less high hats, more bass drums. It’s so disturbing but so effective as well, isn’t it?

In addition, to them, everything in general and in public’s mind seem to be based on topics such as climate change and the rescue of the world’s most important tree hugger number one: the poor, poor polar bear. Consequently, they re-formed themselves, new branded as Greenhouse – with greater success if we are willing to take a fantastic look at the charts:

Björn’s and Benny’s tremendous chart success as Greenhouse

Almost every radio and tv channel all over the planet put Greenhouse on their list of heavily rotating music tracks and clips. This is what Björn and Benny call The never ending greenhouse effect. So, the force may be with them. For the rest of all times.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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