Archive | Sonntagsgedichte RSS feed for this section

Das Lied der Banjowelpen

7 Apr

Herrmann von Banjo mit einer seiner beiden Welpen

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Der Sturm, er goß, er wurde Sonne,
Diogenes denkt, daß seine Tonne
Schützend weiß, geblechtelt ganz,
Hechelnd beißt in Eigenschwanz.

«Regie!» – It should have better heißen,
«Colgate» helps beim Better-Beißen.
Schön, daß uns die Götter helpen:
Es klingt das Lied der Banjowelpen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Andy Warhol: «Sometimes people let the same problem make them miserable for years when they could just say, “So what.” That’s one of my favorite things to say. “So what.” My mother didn’t love me. “So what.” My husband won’t ball me. “So what.” I’m a success but I’m still alone. “So what.” I don’t know how I made it through all the years before I learned how to do that trick. It took a long time for me to learn it, but once you do, you never forget.»

3 Apr

Click to enlarge springly

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Kurz-Dizz für (fast) jede Gelegenheit

28 Feb

Du bist nicht die List, die das Laster belästert, 

Nur als Optimist mit dem Zaster verschwestert.

Ein Pessimist, der im Raster verwässert,
Doch ich bin Dentist, der Deine Pasta verbessert.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Der Große Stahlhandel

27 Feb

Es war ein lausig schöner Herbstsommertag. Stahlhandel packte strahlend weiß seine sieben Sachen und verließ die Waschmaschine durch den Hintereingang. Er mußte sich sputen, wollte er nicht von Waltrauts Katze entdeckt und abermals mit dem Kopf zuerst in die Trommel gesteckt werden. Außerdem war er verabredet und somit trachtete er danach, pünktlich zu sein. «Pünktlichkeit ist die halbe Miete», schärfte ihm seine frühere Vermieterin (Vermieterin I) immer und immer wieder pepperonigleich ein, nur erschien es ihm fraglich, ihm, dem großen Stahlhandel, ob seine Vermieterin (Vermieterin II) das ähnlich sähe. Auf dem Weg zu ihr überfielen ihn da nämlich so einige Zweifel, die sich leider nicht so ohne weiteres ausradieren lassen wollten. «Wo habe ich denn nur um Himmels Willen meinen Radiergummi gelassen? Also den, der immer so herrlich leicht nach Hyazinthen schmeckt. Wo hab’ ich den denn nur?» fragte er sich fast minütlich und unnatürlich irritiert in die Runde blickend, denn inmitten dieser lag er, der große Stahlhandel, bereits nackt und gefesselt bäuchlings auf einem wehrlosen Flokatiteppich bzw. umgegkehrt und mußte sich Schillers Die Glocke aus dem Munde seiner drittbezahnten Ex-Grundschullehrerin über sich ergehen lassen. «Ich, Claudia, Kaiserin und Gott», stand unter anderem auf ihren reich beschrifteten und darob verzierten Fußnägeln zu lesen und langsam schien er, der große Stahlhandel, die Ausweglosigkeit seiner momentanen Gesamtschulsituation zu realisieren.

Stahlhandel schloß gottergeben die Augen, ertastete vorsichtig einen Hammer und schlug dreimal kräftig zu.

Dem Assoziationsblaster entnommen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Whitney Houston: «Nose’s Overdoses»

14 Feb

Photo by Alexander Kosinski

Photo via Zéro

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Hey, little Whitney:
You funky, chutney overdose.
I’ve got your smell
In my sober nose;
In my sober nose!

It is screwing like a shell bell
Into my brain
And into my mind!
It is ringing like a shell bell
In the rain;
It makes me so blind!

Hey, little Whitney:
You funky, chutney overdose.
I’ve got your smell
In my sober nose;
In my sober nose!

Website Whitney Houston.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Das Lumen vor der Wiesbadener Marktkirche

7 Feb

Das Lumen vor der Wiesbadener Marktkirche

Noch ist es schweinekalt, doch halt: Schon bald werden die ersten Vöglein aus dem Süden zurückgekehret sein, um uns im Sonnenschein auf einem Bein und steinig Klippen mit einem lustig Lied im Herzen, auf ihren Lippen, der Gliederschmerzen zu befreien. So dann verzeihen wir dem Kaltsein – es wird schon bald sein, ähm, sagte jemand «Kalkstein?»

Nicht immer wird’s im Wald sein, wir sagen’s gradaus: Hier, direkt am Rathaus gibt’s Bier und auch Spinatschmaus (und vieles andere), deshalb wadere ich mit meinen Worten nicht, sondern setz’ mich hin – mit Reimeslust bedeckt gut, weil: Ich bin ein Gedicht. Und es schmeckt gut.

Website Lumen

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Feingebäck mit Erdbeerquark

30 Jan

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Übel bist Du damals schon gefallen:
Deine Netzstrumpfhose ward zerrissen.
Mein Blut brachte es zum Wallen:
«Oh, was für ein Leckerbissen!»

So packte ich Dich bei den Flügeln –
Und half Dir in den Stand.
Heute hilfst Du mir beim Bügeln –
Rechnest mit dem Flaschenpfand.

Es war Liebe auf den ersten Blick:
Wild wie im Jurassic Park!
Jetzt ist noch mein höchstes Glück:
Feingebäck mit Erdbeerquark.

So steuern wir dem Ende zu:
Mit Comfort und wolln’s nicht seh’n:
«Entschlafen sanft. In süßer Ruh!»
So werd’ ich in der Zeitung steh’n.

Auf dem Friedhof dann, in aller Stille,
Versenkt man meinen roten Sarg;
Und esse innendrin – mein letzter Wille:
Feingebäck mit Erdbeerquark.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Wie man sich die Zukunft eben immer so vorstellt

5 Jan

Als Cyrano de Bergerac die Augen wieder öffnete, mußte er feststellen, noch nicht das Zeitliche gesegnet zu haben, wohl aber erkennen, daß sowohl Farbe als auch Form seines äußeren Erscheinungsbildes ganz offensichtlich einem signifikanten Änderungsprozeß unterzogen worden waren. Auch war er sich nicht sicher, ob seine Fähigkeit, kraftvolle Monologe zu verfassen, von den beiden Kindern goutiert werden würde. Aber irgendwas mußte er schließlich tun.

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Wie soll ich’s halten künftig?
Mir einen mächtigen Patron entdecken
Und als gemeines Schlinggewächs dem Schaft,
An dem ich aufwärts will, die Rinde lecken?
Durch List empor mich ranken, nicht durch Kraft?
Nein, niemals! Oder soll ich, wie so viele,
Ein Loblied singen auf gefüllte Taschen,
Soll eines Hofmanns Lächeln mir erhaschen,
Indem ich seinen Narren spiele?
Nein, niemals! Oder soll ich Kröten schlucken,
Auf allen vieren kriechen, gleich dem Vieh,
Durch Rutschen wund mir scheuern meine Knie’,
Kreuzschmerzen leiden durch beständ’ges Ducken?
Nein, niemals! Soll ich einem Schäfchen gleichen,
Um selbst mir eins in Trockene zu bringen?
Soll Honig streun, um Zucker einzustreichen,
Und unermüdlich Weihrauchfässer schwingen?
Niemals! Soll ich als lust’ger Zeitvertreiber
Nach großem Ruhm in kleinem Kreise spähn,
Damit sich von den Seufzern alter Weiber
Des Dichterschiffleins schlaffe Segel blähn?
Niemals! Für meine Verse dem Verleger,
Der sie mir druckt, bezahlen runde Summen?
Niemals! In der Verbrüderung der Dummen
Gefeiert werden als der Bannerträger?
Ein einziges Sonett wie ein Hausierer
Vorzeigen, statt noch andre zu verfassen?
Niemand talentvoll nennen als die Schmierer?
Vor jedem Litteratenklatsch erblassen
Und eifrig forschen: Werd’ ich anerkannt?
Hat der und jener lobend mich genannt?
Niemals! Stets rechnen, stets Besorgnis zeigen,
Lieber Besuche machen als Gedichte,
Bittschriften schreiben, Hintertreppen steigen?
Nein, niemals, niemals, niemals! – Doch im Lichte
Der Freiheit schwärmen, durch die Wälder laufen,
Mit fester Stimme, klarem Falkenblick,
Den Schlapphut übermütig im Genick,
Und je nach Laune reimen oder raufen!
Nur singen, wenn Gesang im Herzen wohnt,
Nicht achtend Geld und Ruhm, mit flottem Schwunge
Arbeiten an der Reise nach dem Mond
Und insgeheim sich sagen: Lieber Junge,
Freu’ dich an Blumen, Früchten, selbst an Blättern,
Die du von deinem eignen Beet gepflückt!
Wenn dann vielleicht bescheidner Sieg dir glückt,
Dann mußt du nicht ihn teilen mit den Vettern;
Dann darfst du König sein in deinem Reiche,
Statt zu schmarotzen, und dein Schicksal sei,
Wenn du der Buche nachstehst und der Eiche,
Nicht hoch zu wachsen, aber schlank und frei.

Das Reclamheftchen kaufen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Des Hochhaussaurus strammer Biß

31 Dec

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Der Hochhaussaurus biß heut zu:
Energisch, klar, mit breiten Zähnen.
Nun geht kaum ‘ne Tür noch zu:
Dies sei wohl zu erwähnen.

Seitlich er sich rangepirscht:
So, wie er gelernt.
Das Haus betrübt, die Decke knirscht:
Schon ist es entkernt.

Warum die schlimme Tat?
Ist Abriß auch für ihn ‘ne Chance?
Oder frißt er gern Betonsalat?
Er ist Fan der Renaissance.

Bis zum Ausbruch der Vulkane
Schmeckt ihm Bauhaus wunderbar –
Und wie aller erste Sahne:

Frohes, neues Jahr!

Foto via: Zéro

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Das Weihnachtsmagenwunder von Knourdes

24 Dec

So liegt sie da und spendet Kraft:
Die Weihnachtsbratenpartnerschaft.
Doch was ist das? Der Vogel klemmt!
Das Weihnachtsfest scheint arg gehemmt.

Nicht vor, zurück, nicht rechts, nicht links:
«Why don’t you want to spread your wings?»
Die Frage war halt nur rhetorisch,
Denn hier geht nichts – so rein motorisch.

Guter Rat, stets sau und noch mehr teuer:
Wer will genau dem Ungeheuer
Freundlich, sanft, doch klar erklären,
Daß sein Verwendungszweck die Menschen nähren?

War der Magen größer als der Ofen?
Und: Mit wie und vielen Strophen
Soll hier noch getextet werden?
Frohes Fest – ohne Beschwerden!

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Andreas Gryphius: «Es ist alles Eitel» (1637)

19 Dec

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1. Du siehst, wohin du siehst, nur eitelkeit auf erden.
2. Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;
3. Wo ietzundt städte stehn, wird eine Wiese seyn,
4. Auf der ein schäfers kind wird spielen mit den herden;

5. Was itzundt prächtig blüth, sol bald zutreten werden;
6. Was itzt so pocht und trotzt, ist morgen asch und bein;
7. Nichts ist, das ewig sey, kein ertz, kein marmorstein.
8. Jetzt lacht das glück uns an, bald donnern die beschwerden.

9. Der hohen thaten ruhm muß wie ein traum vergehn.
10. Soll denn das spiel der zeit, der leichte mensch bestehn?
11. Ach, was ist alles diß, was wir vor köstlich achten,

12. Als schlechte nichtigkeit, als schatten, staub und Wind,
13. Als eine wiesen blum, die man nicht wieder find’t!
14. Noch wil, was ewig ist, kein einig mensch betrachten.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Lebensmühle

4 Dec

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Das Mühlenrad der Lebensschicht
steht gefestigt – optisch dicht.
Es weist die Wege und schlägt Brücken,
Es kreist die Säge und stopft Lücken.

Es ist Gehege auch – und Innenhof:
Statisch träge, ein reger Philosoph!
Und kommt des Wegs ein junger Schelm,
So sei das Rad sein schützend Helm.

Nicht Adlerkopf, nicht schneller Jet,
Nicht Axt, nicht Batmans Bett:
Nichts vermag durch das Parkett zu brechen,
Nicht zu biegen runde Flächen.

Nicht zu stören dieses Gleichnis,
Das uns sagt: «Es weicht nichts
Und niemand von der Stelle,
Denn es schwimmen Eure Felle!

Durch den Jordan und den Rhein,
Durch den Magen und kleinklein,
Bis Orcas uns das Zeug verdauen
Und fröhlich aus der Wäsche schauen.
»

Diese Delle rund zu formen,
Ist die Kunst von Lebensnormen;
Ist ein Teil in Fischkonserven:
Geschmacklich sei der Nerv zu schärfen;

Der uns Gleichmut antrainiert,
Und außerdem auch durchmassiert,
Bis die Muskellappsis schwellen –
Ein Synonym für «Hundebellen».

Nun sind wir weg vom weiten Thema,
Und doch ganz nah an diesem Schema,
Denn die Crema auf dem Käffchen
Macht aus jedem Schwanz ein Äffchen.

Macht aus jedem Unverdauten
Optisch einen Halberbauten oder einen Kalbergrauten;
Oder nennen wir ihn Optimisten,
Der sich auch auf Röhrenpisten

Trefflichst wie zu Hause fühlt
Und nicht ansatzweise unterkühlt.
So malt sich jeder so sein schönes Leben.
Und es wird wahr – beim Kreiselschweben.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Der rosarote Phantenreiter

27 Nov

Ein schönes Sonntagsgedicht, gefertigt nach den gestrengen Regeln der
FLUXUS-Bewegung, die ebenfalls für die Erfindung der chinesischen
Stäbchen in ihrer beweglichen Urform verantwortlich zeichnet.

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Oh rosaroter Phantenreiter,
Bist mir mein treuer Wegbegleiter,
Mein Streiter für das große Sehen.
Doch läßt Beton sich leider nicht vernähen.

Das Hören mit den Augen ist wie das Laufen
mit den Ohren. Laugenbretzelbrillen will ich kaufen;
Habe mir geschworen: «In der Stille
kommt’s auf Stil an. – Brille. Fielmann.
»

Aber das ist nur: «Aspekt, der erste!»
Denn der zweite steckt in jeder Seite
Einer Autotür; und so erfährste:
«Phantenreiter sucht das Weite!»

Weil die Gebühr für Autobahnbenutzung
Nicht mehr finanzierbar ist. Weil der Stier,
Quatsch, Stür, den Matsch samt Nachbeputzung
Nicht mehr als sein Bier erachtet.

Weil Getier am Fahrbahnrande
An der Mahnwahnbande übernachtet.
Weil der Mensch als solches danach trachtet,
Dem Verstande manchmal nicht zu folgen.

Deshalb gibt es Phantenreiter, rosarote,
Die mit Pflichtbewußtsein wohl gedeihen
– und mit Verve(*) Ihrem Handeln eine rosarote
Note anverleihen – optisch eine Schärfe.

Doch was haben wir davon?
Was ist der hohe Sinn der Sache?
Ersetzt der Phantenreiter Telefon?
Oder ist er nur «Der ewig Wache»?

Entdeckte er für uns das Te-fe-lon?
Für rückstandfreies Bratgehabe?
Für einen glutenfreien Elfenton?
Für eine honigfreie Bienenwabe?

Welche Gabe wird denn hier beschrieben?
Viertel sieben? Drei nach achet?
Wer kleingekauert nach Belieben
Phantenreiter bauert, der erwachet!

(*) sprich: «Werfe»

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Picture via: Kitschy Living

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Zum nahenden Ende analoger Satellitenübertragung: «Fünf Zeilen Testbildfarben»

20 Nov

Wir testen im Westen die besten Farben – wild.
Das Fest stillt den Wicht samt Resten – Testbild.
Da verläßt das Licht am besten das – Schutzschild.
Die Farben zerfetzen das Aroma – obermild.
Im Koma liegt Oma Kriemhild und – tilt.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Ihr Engel!

3 Oct

Oh, Ihr Engel!
Ihr singt und schwingt in meinen Ohren,
Ihr kleinen süßen Dinger!
Ihr lest Sartre.
Heiratet meine Gartenzwerge –
Und lauft im Spargelgarten barfuß!

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Fitnessraum

18 Sep

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Es ist nicht wahr,
Ich glaub’ es kaum:
Tot liegst Du im Fitnessraum.
Der Sonntag war’s,
Es schien die Sonne –
Und wieder hobst Du eine Tonne.
Bald die zweite, dann die dritte –
Und das zeriß dann Deine Titte.
Ein Muskelschwund am falschen Platz.
Das war’s dann wohl:
Adios, mein Schatz!

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Kurze Zwischennotiz

16 Sep

Von der Etsch bis zum kragenweichen Opa
Sind wir jetzt das Fragezeichen in Europa.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Wie Du mir, so ich Dir

28 Aug

Heute mal wieder ein runder Google-Feiertag:
«262. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe»

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Mann mit zugeknöpften Taschen,
Dir tut niemand was zulieb:
Hand wird nur von Hand gewaschen;
Wenn du nehmen willst, so gib!

Johann Wolfgang Goethe 1749-1832

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Fußgängerzone

17 Aug

Ausschnitt aus einem der damals üblichen DDR-Filmchen

Nicht die Bohne interessiere ich mich für eine Fußgängerzone. Es sei denn, eine Frau mit «Oben Ohne» wäre dort zu sehen. Tja, dann könnte ich mein Interesse an einer Fußgängerzone verstehen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Gutes Essen

9 Aug

Das Memorandum geistert durch
Die süße Schornsteinethik.
Dessen wohl bewußt ist sich der Lurch;
Schönes Wetter hilft beim Pressen.

Auf die Bretter warf es Mais und Linse,
Die, die es nicht konnten.
Dessen wohl bewußt ist sich die Minze;
Es bleibt die Frage: Wessen

Geist sich hier nach Künsten wohl versuchte?
Ist es denn vergebens?
Nein, denn ein Leben als «Der Gutbetuchte»
Beinhaltet halt eben: gutes Essen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Les vacances de Monsieur Arnold Schwarzenegger: «Brickfist For Breakfast»

18 Jul

Painting by Sylvester Stallone

Pretending that life is like holidays as long as you are getting paid for it perfectly, Arnold Schwarzenegger made it clear and quite special when he addressed to the kids: «Between a brickfist and a breakfast, there are no real differences. Preferably we should say that the one can’t really live without the other. A brickfist is mainly for people who don’t want to eat. So, in these cases, the brickfist always prepares the way for the breakfast.»

And the kids were replying: «Oh yes, Arnie, we promise that we’re all very, very hungry and that we all want to become like you!»

Arnie’s final demand: «And you promise to always use a strong and protective toothpaste with strawberry flavour?»

The kids promised and they lived happily ever after.

*

Website Sylvester Stallone.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Cake In The Sky

17 Jul

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I close my eyes – and you appear.
I can smell your smell’s so near.
I see you riding through my dreams.
It seems you’re happy – so it seems.

I‘m still awake and still so shy.
All I can say: there’s a cake in the sky.

You’ve been walking smiling faces –
With your sneakers many races.
You’ve been enjoying your slim curtain;
And all the movies from Tim Burton.

I‘m still awake and still so shy.
All I can say: there’s a cake in the sky.

You’re my warmly welcome dreamback rider.
Only way too young – leider, leider…

So, where’s the lake for my nice-try?
All I know: there’s a cake in the sky.
I’m still awake and still so shy.
All I can say: there’s a cake in the sky.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Stairway To Heaven

13 Jul

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There’s a lady who’s sure all that glitters is gold
And she’s buying a stairway to heaven
When she gets there she knows, if the stores are all closed
With a word she can get what she came for
Ooh, ooh, and she’s buying a stairway to heaven

There’s a sign on the wall but she wants to be sure
‘Cause you know sometimes words have two meanings
In a tree by the brook, there’s a songbird who sings
Sometimes all of our thoughts are misgiven
Ooh, it makes me wonder
Ooh, it makes me wonder

There’s a feeling I get when I look to the west
And my spirit is crying for leaving
In my thoughts I have seen rings of smoke through the trees
And the voices of those who stand looking
Ooh, it makes me wonder
Ooh, it really makes me wonder

And it’s whispered that soon if we all call the tune
Then the piper will lead us to reason
And a new day will dawn for those who stand long
And the forests will echo with laughter

If there’s a bustle in your hedgerow, don’t be alarmed now
It’s just a spring clean for the May queen
Yes, there are two paths you can go by, but in the long run
There’s still time to change the road you’re on
And it makes me wonder

Your head is humming and it won’t go, in case you don’t know
The piper’s calling you to join him
Dear lady, can you hear the wind blow and did you know
Your stairway lies on the whispering wind?

And as we wind on down the road
Our shadows taller than our soul
There walks a lady we all know
Who shines white light and wants to show
How everything still turns to gold

And if you listen very hard
The tune will come to you at last
When all are one and one is all, yeah
To be a rock and not to roll

And she’s buying a stairway to heaven

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Songwriters: James Page; Robert Plant (by Led Zeppelin)

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Über die Bedeutung und den Gebrauch des Wortes «Genuß»

10 Jul

Keegan Gibbs

Foto via RVCA

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Mit breitem Grinsen, blauem Kragen
Geschieht der Magermilch, was ihr bestimmt.
Wer will wissen, wer was wagen
sollte: Das ist der, der sich besinnt, der sich besinnt.

«Besinnung ist die Schwester des Genusses!» –
Das denken alle Hedonisten.
«Doch ist dies Wort der Bruder jeden Stusses!» –
Wissen Ränke und Getränkekisten.

Auf den Pisten der Erfahrung
Klebt das Wesen des Erfindens.
Mit Genuß ist alles Nahrung:
Auch der Vorgang des Entbindens.

Und fährt ein Zug durch unsere Schädel,
so heißt es gleich: «Oh spür’ wie wild! Ich fühl’ mich edel!»
Und fährt ein Zug durch unsere Schädel,
so heißt es gleich: «Ich bin ein Bild! Ich häng’ im Städel!»

Dieser Anspruch und in dieser Höhe
Scheint etwas wohl vermessen,
Denn bei Licht bertrachtet sind es Flöhe,
Die nur vom Billigsten sich speisen. Essen.

Wir genießen, genießen, genießen den Genuß,
Wir sprießen, sprießen, sprießen voller Lust,
Der entsandte Omnibus samt Rettungskuß
Sei uns ebenfalls ein Hochgenuß!

Alles wird genossen:
Vom Hirnschlag bis zum Joghurt light
In Gänze und ganz unverdrossen.
Genuß bedeutet Heiterkeit.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Summer Santa

30 Jun

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Es stapft die Figur
so seltsam gekleidet
durch die Natur,
weil sie sie nicht meidet.

Die Flur, sie unterscheidet
und weidet sich an diesem Blick.
Für manch anderen sind verkehrte Welten
ein enormer Wickelkick!

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Man Ray: «Poem»

19 Jun

Diese Zeichnung von Man Ray aus dem Jahre 1924, die er im Wonnemonat Mai in Paris anfertigte und «Poem» nannte, erinnert mich im übertragenen Sinne an Kurt Schwitters «Zahlengedichte» aus seiner «Ursonate».

via: LANGUAGE TO BE LOOKED AT AND/OR THINGS TO BE READ
via: This isn’t happiness

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Ich wünschte, ich wünschte, Du wärst hier!

5 Jun

Photo by: SunnyMarry [flickr ]

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So viele Nächte allein auf hoher See, trinke hohes C, streichle mein Gemächte, flechte seine Haare bis ein Haken entsteht, wie ein Laken sind die Wellen in Deinem Bidet, das Ende der Welt ist mein großer Zeh, den ich seh‘, an dem ich dreh‘, wenn ich meine Augen schließe, die Vorstellung genieße, Du wärest jetzt bei mir. Ich rieche Dich, Dein Duft macht mich sehend, Sehnsüchte auf Knien flehend, ziehen an mir vorrüber wie weiße Wolken als Sahne auf der Suppe. Ich erahne, erbitte, winsel: Eine Sternenschnuppe erhelle wie ein Pinsel die Nacht. Ich schwimme auf der Welle Deiner Stimme in dem Traum, den Du mir gebracht. An der Schwelle zum zweiten Raum weiten sich die Pforten, Eskorten begleiten mich, bereiten meinen Weg zu Dir:

Ich wünschte, ich wünschte, Du wärst hier!

Der Tag geht, es dämmert und hämmert wie belämmert in meiner Brust. Du mußt mir glauben, auch Tauben, die sich in die Lüfte schrauben, rauben mir den Schlaf, weil das Schaf der Schafe fehlt, ich hab‘ sie alle für Dich und mich gezählt. Du warst und bist ein anderes Wesen: Konntest und kannst mich von Innen lesen. Du kehrtest mit dem Eisenbesen, den Du verehrtest, wolltest mir beweisen, daß diese Kur, die gerechte, mir die Natur zurückbrächte. Wieviele Nächte tat alles weh, doch endlich seh‘ ich Monet nach Zahlen meine Qualen mit Wasserrosen übermalen, sie prahlen sie mit ihrem Frohsinn, ihrer Heiterkeit. Im neuen Kleid wird es Zeit, Dich zu erfreuen. Mache Dich bereit, denn sanft, unverkrampft wie ein Stier komm‘ ich hier und jetzt zu Dir:

Ich wünschte, ich wünschte, Du wärst hier!

Flügel vieler Schmetterlinge in uns beben, nach der Sonne streben. Es ist ein Muß, Dir als Dädalus einen Kuß zu geben. Es fehlen Stühle auf der Reise nach oben. Ich rede Stuß – vielleicht – doch muß ich Dich loben, ich fühle mich so leicht. Nichts ist seicht oder eingeweicht. How I wish, how I wish you were here:

Ich wünschte, ich wünschte, Du wärst hier!

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Hommage an Sigmund Freud mit einer Ballade an eine Spätromantikerin mit gelegentlicher Todessehnsucht

29 May

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flashlight painting by Andreas Baier

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Liebe Barbie!

Natürlich kannst mit Arsen Du Dich verköstigen,
Oder auch vom Balkon Dich stürzen.
Natürlich kannst mit Tragödien Du Dich belustigen,
Oder mit Pfeffer Deinen Goldfisch würzen.
Natürlich kannst eine Schlange an Deine Brust Dir legen,
Oder Dir die selbstgegossene Kugel geben.
Natürlich kannst Du Dir Deinen eignen Richtblock sägen,
Oder auch am Galgen nach mehr Länge streben.

Natürlich kannst Du Dich auch noch erstechen,
Oder um die letzte Mahlzeit bitten.
Natürlich kannst Du auch den Schirlingsbecher zechen,
Nur: In dieser Zeit die falschen Sitten.
Heute kann man nämlich auch beim Fensterputzen
Den lang erhofften Abflug schaffen.
Oder auch beim pflichtbewußten Rosenstutzen
Mittels Schere sein entstelltes Antlitz straffen.

Natürlich kannst Du auch das Gas entfachen,
Oder mit Kohlenmonoxid ins Jenseits dösen.
Natürlich kannst Du auch Freund Freud belachen,
Oder in der Wanne Dein Ehrenwort einlösen.
Sollte jedoch plötzlich Dir all‘ dies‘ nicht mehr behagen,
Weil der Tod Dir zu oft, zu ordinär geworden,
Dann geh‘ Dich mit Dir selbst vertragen:
Streiche die Aktion und laß‘ das Morden.

Denn natürlich magst auch Du der Wälder bunter Blätterreigen.
Denn natürlich magst auch Du nachts auf nasse Dächer steigen.
Denn natürlich magst auch Du auf den Brettern Dich verneigen,
Um es Dir und mir und allen anderen zu zeigen!

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Phonetisches Assoziationsgedicht ohne inhaltlichen Sinn

17 May

So sie, die Susi, Suppe hatte
Und sich Mausis (quasi) puppenplatte,
Schuppenflechtemäßig echte -
Ja so les’ ich – selbstgerechte
Satte, matte Leseratte
Durch die oberglatte Zeile fraß,
War das Maß der Dinge ausgeschöpft –
Und das Oberhemd wie aufgeknöpft.

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Ritter Knitter

1 May

************Gewidmet Moses P.************

Wenn es deppert und scheppert und kracht in der Nacht, dann ward ich um den Schlaf gebracht, gewacht hab‘ ich die ganze Zeit, die Schlacht, den Streit um Dich zu gewinnen und binnen einer Stunde ward die Kunde rundgegangen, daß Ritter Knitter grad auf seiner Runde, Besitzer großer Häuschen, Schlitzer süßer Mäuschen bangen muß um sich und seinen guten Ruf. Mein Beruf ist Ritterjäger, Träger schräger Ritterjägerorden. Im Morden dieser Blechgespenster bin ich einsame Spitze in allen Klassen. Aus dem Fenster warf ich sie in Massen; stopfte sie in Klo, verbrannte sie mit Stroh – lichterloh. So zieren die Gepeinigten, dank meiner Hände, im ganzen Lande Schlösserwände; all die Burgen, die Gereinigten von Schurken, plötzlich zickt Gewitter, hör‘ ich Dein Gejammer, Dein Gewimmer – und mir kommt der Schimmer: Ritter Knitter fickt Dich grad im Bernsteinzimmer.

Hookline

Der Päderast in Stahl gefaßt ist schier am Schnaufen, Schwitzen, Augen blitzen durchs Visier, wie ein Stier in Action, die pure Satisfaction, ganz der Schloßherr, ganz der Captain, fingert er und fummelt rum wie Clapton, als ob die Rüstungsteile rapten; sie stepten und stampften, schleppten sich dampfend durch den Raum und die Zeit; im Traum schien er breit, Schaum vor seinem Munde und im Grunde schrie es längst nach Gerechtigkeit, wie ein Hengst in seiner Mächtigkeit, Prächtigkeit, ganz allein auf dem Prüfstein seiner Tatsächlichkeit werd‘ ich ihn angreifen, er reifen Pläne, sie streifen die Zähne in seinem Maule stark, etwas wird gleich faul sein im Staate Dänemark. Bitter für Knitter: Die Spähne, die Splitter seiner Zähne verabschieden sich jetzt. Nichts wird er mehr blicken und für immer und ewig ficken wir im Bernsteinzimmer, denn darauf steh‘ ich.

Hookline

Und in den Flitterwochen werden wir uns was Hübsches aus Ritter Knitters Knochen kochen.

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