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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Andy Warhol: «Sometimes people let the same problem make them miserable for years when they could just say, “So what.” That’s one of my favorite things to say. “So what.” My mother didn’t love me. “So what.” My husband won’t ball me. “So what.” I’m a success but I’m still alone. “So what.” I don’t know how I made it through all the years before I learned how to do that trick. It took a long time for me to learn it, but once you do, you never forget.»
3 AprDer Große Stahlhandel
27 FebEs war ein lausig schöner Herbstsommertag. Stahlhandel packte strahlend weiß seine sieben Sachen und verließ die Waschmaschine durch den Hintereingang. Er mußte sich sputen, wollte er nicht von Waltrauts Katze entdeckt und abermals mit dem Kopf zuerst in die Trommel gesteckt werden. Außerdem war er verabredet und somit trachtete er danach, pünktlich zu sein. «Pünktlichkeit ist die halbe Miete», schärfte ihm seine frühere Vermieterin (Vermieterin I) immer und immer wieder pepperonigleich ein, nur erschien es ihm fraglich, ihm, dem großen Stahlhandel, ob seine Vermieterin (Vermieterin II) das ähnlich sähe. Auf dem Weg zu ihr überfielen ihn da nämlich so einige Zweifel, die sich leider nicht so ohne weiteres ausradieren lassen wollten. «Wo habe ich denn nur um Himmels Willen meinen Radiergummi gelassen? Also den, der immer so herrlich leicht nach Hyazinthen schmeckt. Wo hab’ ich den denn nur?» fragte er sich fast minütlich und unnatürlich irritiert in die Runde blickend, denn inmitten dieser lag er, der große Stahlhandel, bereits nackt und gefesselt bäuchlings auf einem wehrlosen Flokatiteppich bzw. umgegkehrt und mußte sich Schillers Die Glocke aus dem Munde seiner drittbezahnten Ex-Grundschullehrerin über sich ergehen lassen. «Ich, Claudia, Kaiserin und Gott», stand unter anderem auf ihren reich beschrifteten und darob verzierten Fußnägeln zu lesen und langsam schien er, der große Stahlhandel, die Ausweglosigkeit seiner momentanen Gesamtschulsituation zu realisieren.
Stahlhandel schloß gottergeben die Augen, ertastete vorsichtig einen Hammer und schlug dreimal kräftig zu.
Dem Assoziationsblaster entnommen.
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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Im längst mit Spannung erwarteten Buch «Der Sendemast, der Sendemast und der Sendemast» publiziert der Taschen Verlag zur kommenden Art|43|Basel die darin abgebildeten Sendemastanlagen in jeweiliger Originalgröße:
26 FebWer sich dieser Tage im heimischen Reiche hinter seiner Bildung einmauert, der bekommt draußen vor der Tür von den eingefrorenen Füßen des Klimawandels nichts mit!
9 FebBuchtip: «Besser die Wahrheit»
3 JanDer Verlagstext aus dem Hause Hoffmann und Campe besagt: «Christian Wulff ist ein Politiker, wie er selten vorkommt: ein mitfühlender Konservativer, einer, der knallharte politische Forderungen durchaus charmant vorzubringen weiß. Und ein realistischer Optimist. Seine Devise: Es gibt große Probleme – aber sie sind lösbar. Das Gesprächsbuch mit einem politischen Essay zur Person von Manfred Bissinger.»
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Gabriele Baier-Jagodzinski: «Gift im Atelier»
3 OctKünstler werden bewundert, manchmal auch beneidet, wenn sie Erfolge feiern können, über die dann groß berichtet wird. Aber niemand, am wenigsten die Künstler selbst, machen sich Gedanken über die Materialien und ihre Giftigkeit, mit denen im Atelier hantiert wird. Während in der verarbeitenden Industrie viele Gesetze und Vorschriften Arbeiter schützen, bleibt ein Künstler meist ahnungslos.
Vorbildlicher Gebrauch einer Atemschutzmaske
Als der österreichische Bildhauer Bruno Gironcoli 2010 im Alter von 74 Jahren starb, hieß es, daß die Materialien, mit denen er arbeitete, seiner Gesundheit schwer zugesetzt hätten. Und Niki de St. Phalle starb 2002 im Alter von 71 Jahren an den Folgen schwerer Schäden der Atemwege, die sie sich nach jahrzehntelanger Arbeit mit giftigen Dämpfen, die bei der Verarbeitung von Kunststoffen entstehen, zugezogen hatte.
Unvorbildlicher Nichtgebrauch von Atemschutzmasken
Dieses Handbuch der Toxikologie für Künstler beschreibt die breite Palette der heutigen Arbeits- und Umweltgifte, will Schutzmaßnahmen aufzeigen und Möglichkeiten des persönlichen Gefahren- und Gesundheitsschutzes sowie Entgiftungsverfahren erklären. Es wendet sich an alle, die künstlerisch arbeiten: an Kunststudenten und ihre Professoren an den Akademien, an bereits etablierte Künstler ebenso wie an die Kreativen im Hobbykeller, an «Nebenberufliche» wie an die Mitglieder privater Malschulen: Sie alle sollten die Giftigkeit ihrer Utensilien und Verfahren kennen als Voraussetzung dafür, sich schützen zu können. Ein ausführlicher, qualifizierter Adressenteil soll helfen, sich Rat und Hilfe – auch in medizinischen Fragen – zu holen.
Künstlerisches Arbeiten mit giftigen Substanzen, jedoch ohne Atemschutzmaske
In Anbetracht dessen, daß weltweit täglich viele tausend neue chemische Verbindungen in die Umwelt entlassen werden, ist eine tagesaktuelle Betrachtung nicht möglich. Es soll hier vielmehr um toxikologische Grundlagen gehen, um Vorkommen und Beschreibung der häufigsten Schadstoffe, um die Gefahr speziell für künstlerisch Tätige aufzuzeigen und natürlich auch um Prävention, Prophylaxe, Diagnostik und Therapie.
Das Buch ist soeben im Verlag BoD in Hamburg erschienen und kostet, so ich die Sache recht überblicke: Euro 24,95. ISBN 978-3-8423-6276-5. Hier gibt es bei Bod (Newsroom) ein Portrait der Autorin. Und hier weitere Informationen auf der Seite der Autorin.
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Gesine Gürtelfräckler: «Spirituelle Heilbilder»
30 MayGesine Gürtelfräckler ist in den Kreisen esoterischer Glaubensvermittlung alles andere als ein Unbekannte. Kurz nach ihrer Geburt erzeugte sie ihr erstes kleines Energiefeld, wodurch ihre Eltern gebürenfrei Ortsgespräche führen konnten, in der Schule wußte sie immer alles vorher und auch besser; und im Jahre 1597 bemalte sie erstmals Johann t’Serclaes von Tilly ausgiebig die Füße, die Grundsteinlegung für seine spätere erfolgreiche Teilnahme in verantwortlich leitender Funktion am dreißigjährigen Krieg. Gürtelfräckler damals zum Friedlandreport: «Es geht mir immer um die Freisetzung selbstheilender Kräfte, die nicht nur dazu geeignet sind, das individuelle Regelsystem im medizinischen Sinne zu überarbeiten, sondern insbesondere auch komplette Einwohnergruppen ganzer Kontinente. Eine regelmäßig verabreichte Fußreflexzonenbemalung kann da nur hilfreich sein.»
Gesine Gürtelfräckler ist, das sieht man ihren Spirituellen Heilbildern ganz deutlich an, ein brodelndes Kernkraftwerk, dessen Brennstäbe niemals ausgetauscht werden müssen: gelegentliches Fingernägelkauen ist da völlig ausreichend. Früher probierte sie es versuchsweise mal mit der Einnahme von Braunkohletabletten, aber davon habe sie immer Verstopfungen bekommen; die ausschließliche Lichtnahrungsaufnahme sei auch nicht ganz «ihr Ding gewesen», so Gürtelfräckler einige Jahrhunderte später kurz und bündig in einem «Stern-Gespräch».
Gesine Gürtelfräcklers Lichtfarbgemälde mit übergeordnetem Heilcharakter erscheinen rechtzeitig zur nächsten Buchmesse in einem großformatigen Sammelband im Leinenschuber in der «Regenbogenspezialedition Suhrkamp», persönlich von Ulla Berkéwicz-Unseld unter Vertrag genommen, die nach eigenem Bekunden ihr bisheriges Überleben in dieser harten Welt Gesine Gürtelfräcklers spirituellen Heilbildern zu verdanken habe. Berkéwicz-Unselds Erfolgsrezept: «Einfach ein Heilbild von Gersine ein paar Stunden konzentriert betrachten – und die Kopfschmerzen sind wie weggeblasen.»
Zum sechzigjährigen Suhrkamp-Jubiläum gibt es jetzt sämtliche Regenbogenbände (Designkonzept von Willi Fleckhaus) im praktischen Spezialdesignregal von Rafael Horzon, das sich in der Lage sieht, alle 800 Suhrkamp-Regenbogenbände aufzunehmen, und zwar für entspannte € 5.990,–.
Wem das allerdings immer noch nicht Heilbild- und -kraft genug ist, der kann nun seine Regenbogenpackung um den stattlichen Heilbilder-Sammelband Gesine Gürtelfräcklers erweitern. Er muß dafür lediglich seinen persönlichen Banküberweisungsbetrag inhaltlich verdoppeln, und wird dafür jedoch im Gegenzug während seiner restlichen Lebenszeit aller Voraussicht nach nie wieder mit irgendwelchen Problemen konfrontiert werden. Ist das nicht schön?
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Argentinisches Leserind belegt 1. Platz im Wettbewerb für junge Gestalter
19 Nov
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Eigentlich ist die diesjährige Buchmesse in Frankfurt längst Geschichte – und jegliche Berichterstattung über sie obsolet. Aber wenn es um gutes argentinisches Rindfleisch geht, das einerseits gar nicht abgehangen genug sein kann, um sein volles Aroma zu entfalten; und andererseits guter Weltliteratur aufgeschlossen gegenübersteht, so scheut die Meerschweinchenreportredaktion – Stammleser wissen das bereits – keinerlei Kosten, Mühen und Strapazen: Die Wachen vor dem Redaktionskühlraum wurden in den letzten Wochen stetig verdoppelt.
Das Kooperationsprojekt des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain in Wiesbaden mit der Buchmesse Frankfurt als Förderinitiative für junge Gestalter, das nun schon zum fünften Mal durchgeführt wurde, lud einmal mehr talentierte junge Gestalterinnen und Gestalter dazu ein, das Plakat zur Begrüßung des Ehrengastes auf der Buchmesse zu erstellen. Dieses Jahr war es das Land Argentinien.
Den 1. Platz belegte eine Gemeinschaftsarbeit von Franziska Detlof und Helen Krisztian. Sie zeigt, daß selbst bei einem Diego Maradona bildungstechnisch Hopfen und Malz längst noch nicht verloren sind.
Die Meerschweinchenreportredaktion gratuliert den beiden Preisträgerinnen herzlichst.
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31 Oct
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Zweifel an Milch
13 Oct
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Zweifel an Milch ist wie Alles auf Zucker, nur irgendwie ein bißchen anders. Läse Thomas Anders Sigmund Freud, so wäre noch nicht alles verloren. Aber so? Wollen wir wirklich, daß unser Nachwuchs so degeneriert aussieht und dreinschaut wie auf den beiden die gute Kraft der guten Milch propagierenden Anzeigen, bestimmt finanziert von einer internationalen Knilch-Industrie, deren führende Vertreter schon lange nicht mehr über den Unsinn des Lebens nachgedacht haben? Offensichtlich nicht.
Schönes Wort. Was aber bedeutet offensichtlich tatsächlich? Der freie und belebende Blick durch geöffnete Fenster ist beispielsweise offensichtlich – oder gar allzu durchsichtlich. Aber wäre demnach der freie und ungehinderte Ausblick auf den Unterleib eines Friedrich Nietzsches hingegen ebenfalls offensichtlich oder eher mehr unsichtlich bzw. unsittlich? Oder wäre es lediglich die Freud Siegmunds? Wir meinen: Je nachdem. Und deshalb bleiben wir dabei: Milch ist für Kinder ungesund. Schluß. Aus. Basta. Unendlich.
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