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Testbericht: «Legen Sie Ihre alte Abgasschleuder schleunigst an die kurze Leine!»

13 Feb

Darf endlich nicht mehr in städtische Umweltzonen vordringen:
Die großspurig auftretende Abgasschleuder der alten Schule: der Fiat 500.

Es ist wahr: In den letzten Jahren haben sich insbesondere Autos, deren Geburtsdatum bis weit in die 1960er reicht, und die in einer Zeit mit Lehrern, die noch echte Lehrer waren; und einem ordentlich gemachten Schwarzweißfernsehprogramm, das noch ein ordentlich gemachtes Schwarzweißfernsehprogramm war; mit Weihnachtsgeschenken, die noch ordentlich eingepackte Weihnachtsgeschenke waren; mit Blei im Benzin, das noch Benzin mit ordentlich echtem Blei im Benzinblut war; mit vielen unterschiedlichen Währungen in vielen unterschiedlichen Ländern; und gedankenverlorenem Murmelspielenaufderstraße, sowie verklumpten Nesquickpulverklümpchen in ordentlich frischgezapfter Land(minen)milch heranwuchsen und groß geworden sind, durch das Entwickeln starker Retro-Gedankengänge besonders unbotmäßig hervorgetan: Sie wollen sich einfach nicht an die modernen EU-Abgasnormen halten: 25 Liter Super (auch wenn bleifrei) auf 100 Kilometer sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Deshalb müssen diese Drecksschleudern endlich weg von der Strasse. Meerschweinchenreport unterstützt diesen Trend ausdrücklich, denn motorisierte Fortbewegungsmittel müssen auf dem heutigen Stand der Technik sein, um mitreden bzw. mitfahren zu dürfen. Das ist einfach so!

Wir können uns doch alle noch gut daran erinnern, wie wir als Kinder auf unserem Kinderfahrrad im Straßenverkehr beinahe täglich an einer Bleivergiftung zugrundegegangen wären – hätten wir an ihm teilnehmen dürfen. Das lag an überdimensionierten Automotorenleistungen: 3.6 Liter, 4,8 Liter, 6,2 Liter, oder wie obiges Beispiel deutlich zeigt: 4 Personen durften in einer großzügigen 10,8 Liter Fahrgastzelle Platz nehmen. Damals dachte sich niemand etwas Böses dabei, heutzutage wissen wir jedoch: Das ist viel zu viel! Daß früher darunter auch die Umwelt kräftig mitlitt, war jedem klar, der nach- und mitdachte. Viele von ihnen konnten das nicht; einige wenige aber schon. Es ist als ein großes Stück Glück zu erachten, daß ausgerechnet diese wenigen sich dazu entschlossen, uneigennützig den langen Marsch durch die Instanzen der Automobilindustrie zu wagen. Oben angekommen, überzeugen sie nun mit kompromisslosen Ergebnissen, die restlos zu überzeugen wissen:

Weil moderner Umweltschutz durch seine rassige Eleganz zu überzeugen
weiß, ist der neue Mercedes SLK AMG nicht nur auf internationalen
Umweltgipfeln stets ein gern gesehener Gast, sondern auch mit
einer grünen Umweltplakette in städtischen Umweltzonen.

Mit dem auf 294 kW/400 PS und 520 Newtonmeter gesteigerten AMG 550 Kubikzentimeter-V8-Motor, zahlreichen Leichtbau-Komponenten, Carbon-Hardtop, 19 Zoll AMG Schmiederädern, AMG Gewinde-Sportfahrwerk und AMG Hochleistungs-Verbundbremsanlage kann der Bolide seine sportliche aber auch extrem umweltbewußte Fahrweise selbst auf abgesperrten Rennstrecken voll ausspielen. Ein serienmäßig eingebauter Katalysator sowie Airbags (auch in den Seitentüren) machen’s möglich! Und falls man mal durch eine vom Umweltwetterdienst nicht rechtzeitig identifizierte Chemieabgaswolke fahren sollte, nur keine Panik, denn das Dach ist fest montiert – das Offenfahren ist nicht möglich.

Und der Verbrauch? Der liegt laut Werksangabe je nach Fahrweise zwischen erfreulichen und supersparsamen 2,75 und 4,58 Litern Super-Plus je angefangenen 100 Kilometern – und damit weit unter der gesetzlichen Norm.

Somit ist besagtes Fahrzeug ideal für im internationalen Umweltschutzzirkus tätige Führungskräfte und Funktionäre geeignet, die unter Einsatz ihres Lebens beispielsweise Erdwärmebohrungen begleiten, den Jugoslawienkrieg initiieren, oder – noch riskanter – gefährliche Golfplätze auf ihre Umweltverträglichkeit hin persönlich überprüfen müssen.

Photo Fiat 500: ishiku
Photo Mercedes SLK AMG, sowie Textzitat: Der Tuningblogger

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***Materialien zum erweiterten Diskurs – hr2 | Der Tag***
Prima Klima für Skeptiker – Die Katastrophe wird abgesagt

Dauer: 54:2 min.
Autor: hr2-kultur | Der Tag
Datum: 13.02.2012

Beschreibung: «Prof. Fritz Vahrenholt ist ein wandelbarer Politiker und Manager. Vom Vorzeigepolitiker der frühen Umweltbewegung wurde er zum Manager von Shell und RWE. Jetzt bereitet er seinen Ruhestand vor – mit einer Unruhe stiftenden Streitschrift. Der für die Erneuerbaren Energien zuständige Vorstandschef beim Atomkonzern RWE hat ein Buch geschrieben, das die weltweit angesehenen Klimaforscher als Lügner darstellt. Es behauptet, die menschgemachte Klimaerwärmung mache eigentlich gar nichts aus, weil die Aktivitäten der Sonne den ganzen Effekt kompensieren. Das Buch hat das Zeug zum Bestseller. Es wird die so genannten Klimaskeptiker beflügeln. Allein: das Weltklima liest nicht – auch keine Bestseller…»

Download hier

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Der Beweis: Mit zunehmendem Alter werden Erwachsene wieder wie Kinder!

10 Jul

AP Photo/Nick Ut

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Eine Gans in Teva Trekking Sandalen? Sofort schlachten, das Tier!

8 Jun

via: Cute Overload

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Colour Your Life!

5 May

Activists who have seen to much German TV-Channel SAT1 went nuts, then into the forrest and turned a lovely part of our holy mother’s nature into an open-air Kindergarten. «If you can’t save it, paint it!» is the new activists’ slogan in order to save the whales, the world and their own public awareness. Meerschweinchenreport thinks «Well done!»

via: mlkshk

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Fröhliches Überschriftenraten

15 Feb

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a) Mit aller Macht und Kraft warf sich dieser furchtlose Eisbär auf den aufsteigenden Unterwasseratompilz, um mittels Körpergewichtes seinen ungezügelten Aufstieg in die Erdatmosphäre zu verhindern.

b) Durch die stetig steigende Erderwärmung sinkt im Gegenzug die Körpertemperatur der Wale dramatisch, wie dieser arme Eisbär leidvoll erfahren mußte, der bei gemütlich absolvierten Brustschwimmübungen im offenen Meer fast von einer gefrorenen Walatemblase von unten aufgespießt worden wäre.

c) Im medialen Öffentlichkeitsarbeitskampfes um das Recht auf Erstfestlegung des genauen Weltuntergangsdatums ist den engagierten Umweltaktivisten beinahe jedes vom Zweck geheiligte Mittel recht, wie diese künstliche Plastikeisbergspitze beweist, auf der ein dressierter Eisbär für das PR-Foto in einem Hollywood-Filmstudio gekonnt balanciert. Sein betroffener Gesichtsausdruck wurde später in der digitalen Nachbearbeitung des Bildes hinzugefügt.

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Egal was, Hauptsache Eisbär.

28 Jan

Ein gesundes ökologisches Bewußtsein zu entwickeln, ist eine gute Sache. Besonders wenn es dazu auch noch ideologiefrei ist, denn es bedarf keines besonderen Heiligenscheins, seinen Ölwechsel nicht irgendwo im Wald durchzuführen. Außerdem wäre es ebenso hilfreich, würde sich die Erkenntnis in den Schädeln maßgeblicher CS-Gas-gebeutelter Umweltaktivisten durchsetzen, daß es alles andere als eine «ausgeglichene CO2-Bilanz» darstellt, Bäume abzuhacken, nur um im Winter damit ökoideologisch pseudokorrekt die eigenen vier Wände zünftig zu überheizen. Denn: Verbrennt man einen Baum, so setzt er die Menge an CO2 frei, die er während seiner gesamten Lebensdauer in seinem Stamm angesammelt hat. Und zwar auf einmal! Das ist genauso bescheuert, als würde man einen Staudamm einreißen und die durch diese ad hoc freigesetzte Wasserenergie vernichteten Dörfer mit der Begründung rechtfertigen, daß das alles nicht so schlimm sei, da es sich ja schließlich um eine ausgeglichene Energiebilanz handele. Cool! Und: Was will man eigentlich mehr? Frei nach Kurt Tucholsky läßt sich deshalb bereits zu Beginn dieses Artikels resümierend feststellen: «Der Umweltschutz, so sagte einmal ein sterbendes französisches Eichhörnchen, ist eine viel zu ernste Angelegenheit, als das man ihn den Umweltschützern überlassen sollte.»

Doch beschäftigen wir uns einmal inhaltlich mit den hier gegenständlichen Abbildungen. Es handelt sich zunächst um Aufkleber, die man jeweils um Steckdosen oder Lichtschalter herum im heimischen Reiche anbringen soll, um so auf gut gestaltetem Wege permanent an den großen Weltuntergang bzw. die armen Eisbären erinnert zu werden.

Der oberste Tapetenaufkleber zeigt ein Meerschweinchen, das einer unerreichbaren Karotte unermüdlich hinterherhechtet und so Strom erzeugt. Oben rechts der große Superaufkleber mit einem grünen Eisbären und dem schriftlichen Hinweis «PVC-freies Produkt». Das wirft gleich mehrere Fragen auf.

1. Haben wir uns nicht darauf verständigt, daß wir alles tun sollten, damit der Eisbär mitsamt seines Lebensraumes weiß bleibt – und nicht etwa ungewollt (vielleicht sogar vor Zorn) grün anläuft?

2. Worauf zielt der Hinweis, daß es sich um ein PVC-freies Produkt handelt, ab? Darauf, daß Eisbären PVC-frei sind bzw. dies auch zukünftig bleiben sollten? Ich weiß ja nicht, aber ich persönlich finde den Anblick von PVC-freien Eisbären irgendwie unappetitlich. Die sollen mal schön brav ihre Plastikeingeweide behalten. Und zwar für sich. Gleiches gilt übrigens auch für Meerschweinchen.

3. Ist den Kreateuren der Aufkleberserie denn nicht in den Sinn gekommen, daß Stromkabel zu Isolationszwecken mit PVC ummantelt werden? Außerdem: Die Steckdose auf der ersten Abbildung enthält u.a. welches Material? Ach ja, PVC natürlich.

4. Und was ist mit dem Lichtschalter auf der zweiten Illustration? Aus welchem Material besteht der? Ach ja, auch aus PVC natürlich.

Zudem ist die zweite Illustration dahingehend mißverständlich, daß Kinder glauben könnten, man müsse Wasser in die Lichtschalter gießen, um die Deckenleuchte im Wohnzimmer einschalten zu können. Es besteht somit Lebensgefahr – und zwar trotz des grüngemeinten Eisbären. Wer diese Gefahr abtut, der hat von Kindern keine Ahnung.

Woraus wird eigentlich nochmal PVC gemacht? Richtig, mein lieber Watson, aus Erdöl. Und warum fehlt ausgerechnet hier der PVC-freie Grüneisbär, wo seine Präsenz zur Abwechslung mal Sinn gehabt hätte? Keine Ahnung, mein lieber Watson …

Es ist einfach nicht schön, einen armen, kleinen PVC-freien Feldhamster mittels eines windkraftenergiegespeisten Katapultsitzes auf den Planeten der grünen Eisbären zu schießen. Was sollen denn da die Kinder und erst die Nachbarn denken? Kommissar PETA, übernehmen Sie!

Ha! Hier, und nur hier, hat der Aufkleber «PVC-freie Produkte» Sinn. Und: Dieses Motiv hat nichts mit Produkten der direkten Energiegewinnung zu tun. Fazit: Bei dieser Kampagne muß der Gedanke «Heutzutage hat ja alles irgendwie mit Erdöl und Energiesparen zu tun und deshalb ist es auch nur zu legitim, überall einen grünen Eisbären draufzukleben» eine signifikante Rolle gespielt haben. Auf dem Bau kennt man diese Art des Denkens ebenfalls, nur hat man dafür einen anderen Sinn- bzw. Leitspruch parat: «Was nicht paßt, wird passend gemacht!»

via: freshhome

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Klimaforscher entsetzt: Es war der wärmste Dezember seit Beginn der Klimaaufzeichnung im 15. Jahrhundert

18 Jan

Es ist nicht zu leugnen: Die Leugner des Klimawandels sind erfolgreich am Drücker. Lag noch bis im letzten Jahrzehnt des alten Jahrtausends die komplette Erdkugel Jahr um Jahr für mehrere Wintermonate unter einer meterdicken und für unseren Weltenball hochnotgesunden Schnee- und Eisschicht begraben, sodaß das berühmte «Rien ne va plus» selbst in den hitzigsten Spielcasinos von Las Vegas und Monte Carlo zum gefügelten Wort wurde, so bleibt und blieb das himmlische Weiß in den letzten vier Jahren nur ein paar Tage und bröckelte sofort von allem erdenklichen ab, z. B. von Autodächern oder gutgelaunten Weltverbesserergewissen.

Wohin die globale Reise geht? Zunächst in die Sauna, anschließend ins Solarium, danach in den Deutschen Bundestag und schließlich aufs weltmännisch soziale Abstellgleis. Der blaue Planet, so lieb wir ihn auch haben, wird für uns nachsitzen müssen. Bei Renate Künast und Claudia Roth naturgemäß und mal wieder in der ersten Reihe. Er wird sich, ob er das will oder nicht, daran gewöhnen.

Können wir das Ruder noch rumreißen? Bilder, wie das oben abgebildete, sagen uns gefühlsmäßig, daß der Hitzetod bereits unweigerlich vor unser aller Türe steht – es ist nur noch ein üble Frage der Zeit. Auf der anderen Seite kann es «links» nicht ohne «rechts» geben, «oben» nicht ohne «unten», nicht «heiß» ohne «kalt», womit wir wieder beim Thema wären, das ohne ein würdiges «Fazit» nicht sein vorläufiges Ende finden kann.

Fazit: Wir sollten weniger Tee trinken und zum Ausgleich mehr Speiseeis verputzen. Das sorgt für einen geringeren CO2-Verbrauch sowie einen allzeit kühlen Kopf. Beides werden wir zukünftig mehr brauchen denn je!

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When the Moon Comes Down (Feb, 1936)

8 Dec

Read the full, highly impressive, mostly entertaining, aggressively self-fulfilling story on: Modernmechanix

Skate Birds

1 Nov

Manche Blogger entwickeln ein Problembewußtsein…

22 Jul

…, das man erstmal entwickelt haben muß, bevor man mitreden darf – und kann. Hier ist die Problembeschreibung. Aber vielleicht nennt sich das Blog in der Titelunterzeile nicht ganz umsonst: Über die neuen Möglichkeiten im Netz. Die schönen Zeiten, da man sich im Zuge von Nachbarschaftsstreitigkeiten gegenseitig per Gerichtsbeschluß die Bäume im Garten um den einen oder anderen Kopf kürzer machte, scheinen wohl bedauerlicherweise immer mehr der Vergangenheit anzugehören. Schnüff…

Nachfolgend übrigens ein Screenshot, an dem sich jeder nach Herzenslust bedienen darf – vorausgesetzt, er ist scharf darauf. Er soll für tatsächliche Probleme stehen, die es zu bewältigen gilt: abgelaufene Parkuhren und gefälschte Twitter-Accounts zum Beispiel. Oder liege ich da mal wieder vollkommen falsch?

via: Sascha Lobo (Prolog)

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Nachtrag vom 22. 7. 2010

Gerade schlägt sich René von Nerdcore mit nörgelnden Lesern herum. Einigen wir uns darauf, daß es derzeit mehr als sommerlich heiß ist. Ein Tip: Auto verkaufen und mehr mit der Bahn fahren. Das beruhigt die Nerven – und: es wird noch heißer. Das ist praktisch. Eine Thai-Massage wäre möglicherweise eine geeignete Alternative.

via ‘Om sweet ‘om

Allerdings kann man auch den Wohnort der jeweiligen Leser via IP-Nummer ermitteln und danach ein bißchen James Bond mit ihnen spielen. Gibt es eine bessere Form von Leserbindung?

Oder darf ich es anders sagen? Mit einem chinesischen Sprichwort gar? “Wenn Du vor die Tür gehst, so mußt Du damit rechnen, daß Du Regentropfen begegnest.”

René, you’re doing a great job. So why don’t you stay relaxed, then?