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HSRM: «Studenten der Hochschule RheinMain präsentieren ihre Abschlußarbeiten»

3 Feb

Link zur zugehörigen Website Wir putzen uns raus. Zu jedem Kommunikationsdesigner, der nun ins mal bittere und mal süße Berufsleben entlassen wird, gibt es ein Videofilmchen zu sehen. Und auf der Vernissage, die am 9. Februar für 19:30 angesetzt ist, sind dann die entsprechenden Arbeiten zu begutachten. Und natürlich auch zu bewerten. Ganz analog: mit Klebepunkten, die – abhängig davon, in welcher Leckrichtung man sie bevorzugt mit seiner Zunge zu befeuchten wünscht – mal bitter und eben auch mal süß schmecken. Denn «Konsequenz» ist und bleibt nunmal der zweite Vorname dieser wundervollen und hochwertigen Ausbildungsstätte.

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DDC-Werkstatt im Hause Feine Werbung

24 Nov

Ein letzter Blick auf die sonnenuntergangsverwöhnte Fassade des großartigen Kurhauses zu Wiesbaden und schon geht es ab nach Frankfurt zu «Feine Werbung». Eine hervorragende Einstimmung.

Ein kurzer Blick ins verwackelte Bücherregal: Es ist so einer jener Momente, da begreift man erst im nachhinein, was passiert ist. Ein riesiger fast glutroter Mondball, eine sich anbahnende sternenklare Nacht – und: «Ist er nicht wundervoll?» seufzt sie. «Du solltest ihn unbedingt fotografieren!» legt sie nach. Ich hatte im Laufe der Zeit gelernt, daß es zwecklos ist, den Wunsch eines weiblichen mondanbetenden Wesens zu ignorieren. Also halte ich das Tele durch meine Armbeuge und Seitenfenster irgendwie Richtung Mond, drücke ab und stelle nach einigen Fehlversuchen befreit fest: «Ja, er ist wirklich sehr schön. Sehr malerisch. Erinnert mich irgendwie an Portugal.»

Malerisch gefüllter Salon mit sich malerisch unterhaltenden Mal- und Designspezialisten im Hause «Feine Werbung».

Prof. Olaf Leu verzichtet aus Überzeugung auf den Gebrauch moderner Laserpointer und erzielt dadurch ganz erstaunliche Effekte.

Niko Gültig checkt das Magazin-Design vergangener Jahrzehnte. Im Hintergrund: Michael Eibes.

Niko Gültig checkt immer noch das Magazin-Design vergangener Jahrzehnte. Im Hintergrund immer noch Michael Eibes.

Lisa Schulze-Oechtering (Feine Werbung) und Prof. Olaf Leu.

Konzentriertes Tischgespräch, u.a. mit Olaf Barski und Peter Zizka.

Konzentrierte und gute Tischdiskussionen zeichnen die unterschiedlichen Blickwinkel aus, von denen sie passioniert geführt werden.

Im Gespräch: Der neue Geschäftsführer von Vitra Frankfurt und DDC-Fördermitglied Heiko Stahl.

Prof. Gregor Krisztian im Gespräch mit Prof. Regina Henze (Vizepräsidentin Forschung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig).

Hans-Peter Gloatz (Foliendruckerei), Theo Schulze Oechtering, sowie ein weiterer noch zu identifizierender Gesprächspartner.

V.l.n.r.: Thomas Vetterlin (Käsecatering aus der Frankfurter Kleinmarkthalle), Claudia Ernenputsch, Till Schneider (Architekt), Jörg Kessel (GF Firma Seed- Post Production), Hermann Graf zu Stolberg-Wernigerode.

Olaf Barski klärt Michael Eibes über die Vorzüge maßgeschneiderter Notizbücher aus dem Hause Bindewerk auf, die selbst bei Übergröße bequem in jede noch so kleine Hosentasche passen – und darüber hinaus jedes noch so haptische Premiumbedürfnis zu befriedigen wissen. Im Hintergrund: Peter Zizka als «roter Salon» auf zwei Beinen.

Und nun fühlt sich der Verfasser dieser Zeilen dann doch noch irgendwie genötigt, auf das glatte Versagen unseres Redaktionsfotografen hinzuweisen. Wo sind die Bilder von unserem DDC-Fördermitglied Winter & Company? Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung besonders ungewöhnlicher Papiere sowohl für den Offset- als auch den Digitaldruck spezialisiert. Wer schon mal das Cover des DDC-Jahrbuchs «Gute Gestaltung 11» haptisch beschnuppernd in den Händen gehalten hat, der weiß wovon hier die Rede ist.

Von Arne Katzbichler und seiner Firma Bindewerk gibt es immerhin das Bild vom maßgeschneiderten Notizbuch. Wer diese Büchlein fühlen darf, der interessiert sich nicht mehr für Moleskine-Produkte.

Und last but not least, there is this crazy Bleisatz-Guy Eckehart SchumacherGebler who introduces us to his amazing and quite wunderschöne Bleisatzbücher, die mittlerweile Kultstatus bei Sammlern haben. Er ist der Gründer des Bleisatzmuseums in Leipzig, die ehemalige «Offizin Haag Drugulin» und ist auf dem Gebiet eine absoluter Kenner – und: Ein ausgezeichneter Typograph!

Als Entschuldigung für die fehlenden Bilder führt unser Redaktionsfotograf ins Feld, daß ihn die Mondfotosession auf dem Weg nach Frankfurt dann doch mehr mitgenommen habe, als man das als Außenstehender erahnen könne. Wir lassen das jetzt einfach mal so stehen…

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes im Gespräch mit DDC-Ehrenmitglied Prof. Olaf Leu.

Ein und dieselbe Szene …

in zwei unterschiedlichen Lichtstimmungen – der visuellen Haptik wegen.

Der klassisch begehbare Partykleiderschrank. Hier ohne Weißwürstchen.

Allerdings hier sehr schmackhaft: Geröstete Weißwürste über offener Lagerfeuerromantik.

Ein prüfender Blick in den Spiegel verrät: Auch dort sieht gute Kommunikation gut aus.

Ausgelassene Stimmung bei den Nachwuchsdesignern.

Niko Gültig und Michael Eibes stellen die weltberühmte Szene aus dem Hitchcock-Klassiker «Die Frau im unverglasten Spiegel» nach, in der sich der Protagonist langsam nach vorne beugend eine ordentliche Portion Wasserglashaptik genehmigen möchte. Für die beiden Vollprofis ist diese selbstgewählte Aufgabe erwartungsgemäß schnell realisiert.

Prof. Greorg Krisztian im Arbeitskreise seiner Studenten, die derzeit in einem Projekt der DDC-Akademie arbeiten (Dozentin Lisa Schulze Oechtering). Die heutige Corporate-Design-Aufgabe: Formen Sie aus Mininegerküssen das DDC-Logo, wobei Sie im Geiste die Wortsilbe «Neger» unbedingt gegen «Schoko» ersetzen sollten. Andernfalls riskieren Sie gesellschaftliche Ächtung.

Und hier das künstlerisch leicht verfremdete Ergebnis vorstehend beschriebener Gestaltungsaufgabe.

Patricia Eibes und Oliver Wagner.

Wie schon Gertude Stein einst so schön treffend feststellte: «Ein haptisches Erlebnis ist ein haptisches Erlebnis ist ein haptisches Erlebnis.» Deshalb wurden Käse und Schinken auch standesgemäß vorwiegend mit den Händen dem Munde zugeführt – ein Umstand, der unserem Redaktionsfotografen zu vorgerückter Stunde dies durch und durch silberne Stilleben bescherte.

Redaktionsfotograf Andreas Baier,
photographiert von Michael Eibes

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1. Entscheidertreffen im Wiesbadener Kurhaus

15 May

Es gibt so Tage mitten in der Woche (Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, kennen das sicherlich auch), da fragt man sich während des langsam in Richtung Sonnenuntergang schreitenden und überaus wohlgeratenen Nachmittages, womit man sich zur Abwechslung mal so richtig und entspannt belohnen könnte, kramt dabei ein wenig geistesverloren in der Jackentasche herum – und wird in Sachen Fragebeantwortung urplötzlich fündig: Ha! «1. Entscheidertreffen im Wiesbadener Kurhaus». Stimmt, jetzt fällt es mir auch wieder ein.

Die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen ist im wesentlichen davon abhängig, welche Entscheidungen er im Laufe seines Lebens trifft. Die Frage «Soll ich zunächst eine der kleinen roten Tomaten verinnerlichen, oder mich eher dem Lachs (oben nicht im Bild) zuwenden?» läßt den Rückschluß zu, daß der sich so Selbstfragende keinerlei Interessen am Umweltschutz hegt und pflegt, weil er sich gegen die Alternative «Rinderfilet» stellt und somit von der Möglichkeit, auf gut gebratenem Wege einen lästigen C02-Produzenten genußvoll von unserer Erdkruste zu entfernen, partout keinen Gebrauch machen will.

Wir lernen: Manch’ eine Entscheidung mag von uns selbst für gut befunden werden, ist jedoch geeignet, in ihrer Außenwirkung für Mißverständnisse zu sorgen.

Wäre unser Lachsgenüßling zudem als Protagonist in einem Stück von Henrik Ibsen unterwegs, so könnte es gut sein, daß ihm, nur weil er den Lachsverzehr in der Öffentlichkeit als etwas Erstrebenswertes dargestellt hatte, von wutentbrannten Umweltaktivisten die Fensterscheiben seines Hauses eingeworfen werden. Und das alles nur, weil er nicht so gerne Rindfleisch ist.

Wir lernen: Entscheider zu sein, ist keine beneidenswerte Position. Deshalb ist es um so wichtiger, Entscheidertreffen zu veranstalten, im Rahmen derer die besonderen Begleitumstände und den daraus resultierenden Folgen, mit denen eine Entscheidungsfindung für gewöhnlich behaftet ist, zu erörtern. Geladen waren hochrangige Lehrkörper hessischer Hochschulen. Neben Speisen und Getränken wurden auch Kugelschreiber jeweils mit eingearbeitetem Laserpointer gereicht.

Wer mit einem gelben Regenschirm lässig im eingewinkelten Unterarm eingeklinkt vor den Toren des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden konzentriert im Programmheft blättert, hat seine Entscheidung, eine Vorstellung der Internationalen Maifestspiele zu besuchen, längst getroffen. Hier muß nichts mehr hinterfragt werden.

Hat man seine Entscheidung zu Gunsten des 1. Entscheidertreffen im Wiesbadener Kurhauses erst einmal getroffen, so mag man nicht glauben, es gäbe während des Exekutionsprozesses keinerlei Irritationen und Versuchungen, mit denen man konfrontiert wird. Hier flüstert mir beispielsweise auf meinem Weg zum Kurhaus der rote Teppich des Hessischen Staatstheaters zu: «Willst, feiner Knabe, du mit mir geh’n?» Klares «Nein».

Meine erste Begegnung mit Feinkost Käfer war Mitte der 1980er als der fünfzigste Geburtstag eines erfolgreichen Unternehmers im Römersaal des Mittelrheinischen Landesmuseums in Mainz gefeiert wurde. Im Innenhof stand ein riesiges Zelt und darunter wurde für knapp 500 geladene Gäste alles zubereitet. Im Morgengrauen knatterte ich mit meiner Ente über die Theodor-Heuss-Brücke wieder gen Wiesbaden. Es war ein rauschendes Fest – und das Essen schmeckte hervorragend! Seit mehr als zwanzig Jahren betreut Gerd Käfer die Gastronomie im Wiesbadener Kurhaus. Von den Verantwortlichen eine sehr gute Entscheidung, ihn dort in aller Nachhaltigkeit wirken zu lassen.

Der Präsident der Hochschule RheinMain, Prof. Dr. Detlev Reymann (Bildmitte), im Gespräch mit Martin Michel, Geschäftsführer Wiesbaden Marketing GmbH.

Mit dem Rücken zur Kamera, von links nach rechts: Kurdirektor und Betriebsleiter der Kurbetriebe Wiesbaden Henning Wossidlo, Senior-Projektmanagerin Karin Otto sowie (nicht mit Rücken zur Kamera, dafür ganz rechts im Bild) Prof. Christine Wagner von der Hochschule Rhein Main.

Hat man erst einmal für sich die Entscheidung getroffen, ein Blogger zu sein, so ist es von Bedeutung, bereits etablierte Vorgehensweisen anderer Blogger unhinterfragt in das eigene Verhaltensportfolio zu integrieren: Zum Beispiel das Fotografieren und Publizieren von Speisen, die einem kredenzt werden. Vorteil: Der Geschmack bleibt länger im Gedächtnis.

Von welcher Qualität die musikalische Begleitung des Abends war, sollte man allein dem Foto entnehmen können. Leider ist mir der Name der Pianistin entfallen, bin mir aber sicher, ihn von der Kurhausverwaltung noch nachgereicht zu bekommen.

Kurdirektor Henning Wossidlo kündigt den Vortrag «Entscheidungs- und Konfliktmanagement» von Referent Markus Merk an.

Ein bekanntes Bild, das sich einem immer dann bietet, wenn es darum geht, einem Vortrag aufmerksam beizuwohnen.

Referent Markus Merk war erst Zahnarzt, dann international erfolgreicher Schiedsrichter und ist nun mit seinem Vortrag «Entscheidungs- und Konfliktmanagement» auch in eigener Sache unterwegs, denn er sagt: «Ich bin eine Marke. Die Marke Merk.» Es war ein abwechslungs- und pointenreicher Vortrag, der uns aufzeigte, daß die Beschreibung von Konfliktsituationen auf dem Spielfeld, die vom Schiedsrichter Entscheidungsstärke verlangen, denen im Berufs- und Alltagsleben stark ähneln. Interessant auch seine Analyse, auf welch unterschiedliche Arten die Top-Spieler zu seiner aktiven Zeit mit ihm kommunizierten. Alles in allem ein Vortrag, den man sich entsprechend großen Detailreichtums mehr als einmal anhören sollte.

Lange haben wir in der Redaktionssitzung darüber diskutiert, ob man ein solches Foto zeigen darf, wo die Privatsphäre aufhört, wo das öffentliche Interesse anfängt – und zu welcher Zeit beide Instanzen gerade im Urlaub sind. Wir haben es uns nicht leicht gemacht, stellten im Redaktionskonferenzraum einen Garderobenspiegel nach dem anderen auf, um so viele Meinungen wie irgend möglich zu diesem brisanten Thema zu generieren. Letztlich fiel die Abstimmung einstimmig aus: Wir dürfen uns dem Fortschritt nicht verweigern.

Aber worum geht es eigentlich? Um Fantomas? Den blauen Dunst im praktischen Humanformat? Eine neue Technik, um sich langfristig krankschreiben zu lassen? Nein, bei der neuartigen Zehnfingerenergieübertragungstechnik entsteht im näheren Umfeld für den Bruchteil einer millionstel Sekunde ein Spannungsfeld, das besonders kreative Forscher und Hochschulprofessoren blau anlaufen läßt. Für das menschliche Auge ist dieser Prozeß nicht sichtbar. Ein interessantes Verfahren zur Qualitätssicherung, das sich noch in der Erprobungsphase befindet.

Gruppenbild mit Dame, und von links nach rechts: Prof. Lothar Bertrams (HSRM), Ex-Schiedsrichter und Referent Markus Merk, Prof. Christine Wagner (HSRM), Prof. Rüdiger Pichler (HSRM) und Prof. apl. Dr. Gerd Lautner (TU Darmstadt).

Es war eine rundum gelungene Abendveranstaltung im Wiesbadener Kurhaus. Einziger Wermutstropfen: Durch die vielen Gespräche, die sich im Anschluß an den Vortrag von Markus Merk auf der Kurparkterrasse vollzogen, kam ich bedauerlicherweise nicht mehr dazu, von jeder einzelnen Dessertspezialität zu kosten. Hier könnte ein formschönes Wegzehrungsthermoschächtelchen mit eingeprägtem Kurhausemblem Abhilfe leisten, das zudem mit einer kleinen Pfeife ausgestattet ist, um nach Verlassen des Hauses vor der Drehtür stilvoll das Taxi herbeizupfeifen.

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ADC-Festival: «Why are you gleaming so creatively, Mr Vaske?»

7 May


Selbstredenderweise haben wir Hermann The German Vaske diese Frage nicht gestellt, denn er hätte sie problemlos zwischen Tür und Angel beantwortet – und so leicht wollen wir es ihm dann doch nicht machen. Kreativität soll schließlich ein schweres Geschäft bleiben, das zwingend die Hinzuziehung eines erfahrenen Fachmanns erfordert. Einen Fachmann wie Hermann Vaske eben!


Dietmar Henneka glüht immer und sein Geist sprudelt überall. Ein Blatt vor den Mund nimmt er grundsätzlich nicht, allein schon deshalb, weil es sofort verbrennen würde. Ein starker Fotograf mit starken Ansichten. Daß er kreativ ist, ist ihm selbst möglicherweise bisher noch nicht aufgefallen.


Kreative Menschen tun alles, um sich unabläßig neuen Herausforderungen zu stellen –wie zum Beispiel hier der behutsamen Entwöhnung eines nagelneuen iPads von der Tischplatte. Keine leichte Aufgabe, die jedoch von Prof. Rüdiger Pichler (HSRM + Präsidium hFMA) geradezu meisterhaft gemeistert wird. Zum Dank beschenkt das iPad seinen Dompteur und stolzen Besitzer mit strahkraftintensiven Kreativerkenntnissen.


Es gibt Menschen, einer von ihnen ist Chuck Porter, deren kreative Aura so stark strahlt, daß sich selbst die von diesem Ereignis angefertigten RAW-Dateien konsequent einer Schwarz-Weiß-Bearbeitung verweigern.

Access All Areas: «Ein gesunder Abschlußbericht»

21 Apr

Treppenaufgang zur Ausstellung der Hochschule RheinMain (HSRM) im Rahmen der diesjährigen Access All Areas. Auf den Frontseiten der jeweiligen Treppenstufen visualisiert und zementiert sich der kraftvolle Werdegang Ehemaliger. Zugleich eine eindrucksvolle Beweisführung der These Prof. Rüdiger Pichlers, die besagt: «Wer es bei uns schafft, der schafft es auch in London, New York, Paris, Barcelona und Tokio.» Quod erat demonstrandum.

Schon Gertrude Stein wußte zu berichten: «Gut gefüllte Hallen sind gut gefüllte Hallen sind gut gefüllte Hallen.» Wobei vorstehender Satz des Autors Hang und Drang geschuldet ist, immer auch irgendwie und irgendwo Gertrude Stein einbauen zu wollen. Zu klären wäre also die Frage, inwieweit eine Rose mit einer gut gefüllten Halle gleichzusetzen – oder zumindest in einen Bezug überhaupt zu bringen ist. Antwort: Für einen Veranstalter gibt es nicht rosigeres als einen gut gefüllten Veranstaltungsort. Quod erat demonstrandum.

Das fraglos Schöne an einem Teleobjektiv ist die mit ihm verbundene Möglichkeit, einerseits Entfernungen zu «verkürzen» und andererseits durch die damit einhergehende geringere «Schärfentiefe» sogenannte «Vereinzelungen» vornehmen zu können. Hier liegt der Fokus beispielsweise auf Gertrude Stein, quatsch, Gordon Bonnet von der Wiesbadener Industrie- und Handelskammer. Bitte Foto anklicken, um in den Genuß der konkreten Wirkungsweise des Teleobjektivs zu kommen.

Ein gut gefülltes Auditorium steht für interessante Vorträge von interessanten Referenten vor interessiertem Publikum. Aber worum geht es eigentlich? Das hat Euch Euer ergebnisorientierter Meerschweinchenreport bereits in seiner Vorschau ausführlich beschrieben.

Im Bildvordergrund von links nach rechts: Frau Dekan Prof. Dr. Jutta Hahn, Frau Prof. Dr. Cornelia Freitag-Schubert und Herr Prof. Rolf Schubert. Im Hintergrund nimmt Herr Prof. Jörg Waldschütz (ADC) ein Bad in der Studentenmenge.

Nach den Vorträgen entspannte Stimmung am Rednerpult (von links nach rechts): Präsident Prof. Dr. Detlev Reymann, Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, Prof. Gregor Krisztian sowie Prof. Rüdiger Pichler.

«Meine Herren! Was wir noch bräuchten, das ist ein sweetes Gruppenfoto vor einer schmucken Betonwand!» Von links nach rechts: Prof. Gregor Krisztian (HSRM), Prof. Rüdiger Pichler (HSRM), Rolf Mehnert (Vorstand Fuenfwerken AG), Prof. Dr. Detlev Reymann (Präsident HSRM), Dr. Helmut Müller (Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden).

«All ships must sail into the same direction!» Im konstruktiven Dialog: Michael Volkmer (Scholz & Volkmer) und Michael Eibes (Sprecher des DDC-Vorstandes).

Gérard Röpke von Big City TV. Im Hintergrund Prof. Jörg Waldschütz (ADC) mit Ehering.

Heiko Kubenka und Conny Diergardt vom richtungsweisenden Wiesbadener Kurier. Im Hintergrund Anja Henningsmeyer von der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA).

Laurenz Nielbock und Thilo von Debschitz von der «Q Kreativgesellschaft». Sie sind gemeinsam mit Prof. Gregor Krisztian für den hochwertigen «Speiseplan» verantwortlich, den die Studenten der HSRM während ihres 5-tägigen New-York-Trips kredenzt bekamen.

Prof. Günther Klein, Mentor Maximus Mork vom Ork, Prof. Jörg Waldschütz, Michael Volkmer und Prof. Dr. Cornelia Freitag-Schubert.

«Was passiert, wenn ein Flugzeug während des Fluges die Flügel vorübergehend kurz einklappt und zufälligerweise Erik Spiekermann mit an Bord ist? Wird dieses Ereignis die Entstehung einer neuen serifenlosen Schrift provozieren?» Über diese Fragestellung diskutierten voller Leidenschaft Prof. Gregor Krisztian (HSRM) und Thilo von Debschitz (Q-Kreativgesellschaft). Im Hintergrund der lachende Dritte: Michael Volkmer (Scholz & Volkmer).

Direkt nach den Eröffnungsfeierlichkeiten an der Hochschule RheinMain finden die Aufbauarbeiten der DDC-Ausstellung «Gute Gestaltung 11» im Muschelsaal des Wiesbadener Kurhauses statt.

Die Deutsche-Designer-Club-Ausstellung ist so konzipiert, daß jedes Ausstellungsstück seinen fest zugewiesenen Platz hat. Präzision verlangt Präzision.

Gute Gestaltung vom «addcube» bis hin zu funktionalem Laborgerätedesign. Der DDC ist für alle Design-Bereiche zuständig.

Der große Saal in der Wilhelmsstraße war voll besetzt, als IHK-Präsident Dr. Gerd Eckelmann die Gäste begrüßte und die Bedeutung der Kreativ- und Designwirtschaft für Wiesbaden auch aus Sicht der IHK hervorhob.

Der Präsident des Rates für Formgebung, Prof. Dr. Peter Pfeiffer machte die Wertschöpfung, die Design leisten kann, in seinem Vortrag an Beispielen insbesondere aus dem Produktdesign der Automobilindustrie deutlich.

So zeigte der Formgebungspräsident den Besuchern anhand eines einzigen Bildes, wie gut, familienfreundlich und preiswert ein Mercedes-Sportwagen mit einem VW-Logo aussehen kann.

«Barometer der Zufriedenheit»: Sind die Gäste zufrieden und entspannt, so läßt sich dieser Gemütszustand leicht an der variablen Hautfarbe des Fachpubliums ablesen. So richtg rot angelaufen ist an diesem Abend niemand.

Gut gestaltet und gelaunt: Marcus Wenig (Die Firma).

Ebenfalls zu den anwesenden Gästen zählte Dr. Klaus Kleinschmidt; photonet galerie.

Auf dem Weg zur DDC-Ausstellung «GUTE GESTALTUNG 11» im Muschelsaal des Wiesbadener Kurhauses: Am Warmen Damm Freiluftunterricht für eine Grundschulklasse. Thema: Pflanzenbestimmung.

Von links nach rechts: Sven Clasen, Amt für Wirtschaft und Liegenschaften; Stadtrat und Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel; Henning Wossidlo, Kurdirektor und Geschäftsführer der Kurhaus Wiesbaden GmbH.

Auf der Suche nach dem ultimativen Design-Kick? So reißerisch sollte man im seriösen Design-Bereich nicht formulieren. Aber wie denn sonst? Nun ja, vielleicht so: «Nach einem schmackhaften und lockeren Frühstück, in dessen Mittelpunkt leicht gebogene Hummerschwänze standen, betrachteten es nun die zahlreichen Besucher der DDC-Ausstellung *Gute Gestaltung 11* als ihre Hauptaufgabe, in denen ihnen dargebotenen Designprodukten eben jene und just zuvor genußvoll verspeiste Hummerschwänzchenkrümmungen wiederzuentdecken und dies als Anlaß, einmal zünftig über Zukünftiges nachzudenken, zu nehmen. Der Herr mit den drei blauen Streifen am Ärmel und dem leicht gewölbten Typoposter scheint bereits fündig geworden zu sein.»

Am Freitag, den 8. April, wurde durch den Stadtrat und Wirtschaftsdezernenten der Stadt Wiesbaden, Herrn Detlev Bendel, im Rahmen der 5. «Access All Areas», die ebenfalls unter dem Label «Designtage Wiesbaden» firmieren, die gut besuchte DDC-Ausstellung «GUTE GESTALTUNG 11» im Muschelsaal des Wiesbadener Kurhauses eröffnet. Die Stimmung war ausgezeichnet.

Ausgezeichnet gutes Design ist nicht nur gutes Design, weil es sich erkennbar um gute Gestaltung handelt: es muß auch hoch funktional sein. Nach den durch den Bauhausgründer Walter Adolf Georg Gropius einst ferstgelegten Richtlinien für «artgerechte Porzellangestaltung» muß sich durch einen bereits gebrannten Teetassenuntersetzer auch bequem eine Sonnenfinsternis verfolgen lassen.

Michael Eibes und Prof. Volker Liesfeld diskutieren entspannt über eine gelungene und vom Deutschen Designer Club (DDC) prämierte Schnabeltassendesignleistung, die in den Lebensabendoasen der Firmengruppe «Seniorenglück» eine übergeordnet positive Resonanz erfuhr.

Auffälliges und ungewöhnlich gestaltetes Beindesigntattoo unter Hinzuziehung des Schrifttyps Helvetica Bold: «I’ve been a dancer all along». Wer in den letzten Jahren die Access All Areas aufmerksam verfolgte, wozu auch die Filmabende im Walhalla-Filmtheater gehörten, der wird vergleichsweise leicht erraten können, in welcher Wiesbadener Designagentur der hier abgebildete Beintattooinhaber seinen Schreibtisch stehen hat.

Marcus Wenig (DDC) von der Firma Die Firma klärt als diesjähriger Juryvorsitzender der Sektion «Internet» die Besucher darüber auf, warum, wieso und weshalb die Preisträger Preisträger sind.

Michael Eibes (Vorstand DDC) klärt über die Aufgabenstellungen auf, vor denen die DDC-Juroren stehen. Rechts im Vordergrund Malte Kindt.

Lange Schlange vor der Lutherkirche in Wiesbaden, dem Austragungsort der diesjährigen «see conference #6». Im Hintergrund ragt stolz die Gutenbergschule mit ihren Giebeln in die Höhe, die für das Bildungsniveau Eures Hamsters lange Zeit verantwortlich zeichnete.

Ein Blick von der Pressetribüne in die Pressetribüne zeigt, daß manche übergeordnete Kommunikationsmaßnahmen im Dienste einer guten Sache stehen.

In diesen heiligen Hallen empfing der Autor dieser Zeilen im Jahre 1984 brav, artig, bieder und gut das Licht in Form eines Abiturzeugnisses. Und jetzt? O tempus, quo vadis? Na klar, immer häufiger in die Kirche – um zu reden.

Sorgfältig im Lichte der Großartigkeit positioniert (von links nach rechts): Peter Post, Rui Camilo, Michael Volkmer und Stefan Lauhoff.

Diese Veranstaltung benötigte eine intensive Vorbereitung, eine Kirche als Veranstaltungsort für die «see conference» ist alles andere als selbstverständlich; und außerdem müssen auch dieses Jahr mindestens zwei der Sprecher direkt nach ihrem Vortrag zum Flughafen eilen. Der Initiator Michael Volkmer ist gewohnt souverän und qualitätsorientiert aufgestellt.

Carlo Ratti vom SENSEable City Lab in Boston markiert unter anderem Müll, der auf der Straße herumliegt, mit GEOtags und beobachtet dann via Satellit welche Wege er in den nächsten Wochen zurücklegt.

Prof. Dr. Harald Welzer (Bildmitte) ist nach wie vor mit der Kreuzigung Jesu Christi nicht ganz einverstanden und so wird ihm nach Beendigung seiner Messe zum Thema Nachhaltigkeit von einem Zuhörer mit dem ganz großen Durchblick bescheinigt, zukünftig «immer dann in die Kirche zu gehen, wenn er, Welzer, predige». Na bitte, das sind doch glasklare Ansagen, An- und Aussichten.

Eine der großen Leistungen Harald Welzers – bevor er sich auf den Talk-Show-Zirkus eingelassen hat –, ist, daß er im Bereich des menschlichen Erinnerungsvermögens darüber forschte, wer sich wie an die Zeiten des Dritten Reichs erinnert. Er befragte Täter und Opfer. Ein tiefer Einblick in die menschliche Psyche. Das Buch heißt «Opa war kein Nazi». Ich habe das Buch gelesen. Für mich das Standardwerk zum Thema Vergangenheitsbewältigung.

Sein Vortrag auf der «see conference» jedoch war – und es tut mir wirklich leid, das so sagen zu müssen – nichts als eine seltsame Mixtur, bestehend aus gesellschaftlich längst akzeptierten Thesen zum Thema «Umweltschutz» einerseits und dem intensiven Bedauern, daß die aus seiner Sicht wirklich relevanten Themen wie beispielsweise «Fukushima» oder «Klimaerwärmung» von den Medien nicht mit allem Nachdruck über Jahre hinweg zum täglichen Dauerthema gemacht würden. Gott sei Dank, kann ich dazu nur sagen. Wenn sich unsere Gesellschaft schon mit Vollgas und in unumkehrbarer Weise Richtung Betonwand bewegt, möchte ich in der Zeit bis zum Aufprall wenigstens noch meinen Spaß haben – und sie mir nicht von selbsternannten Miesepetern vermiesepetern lassen.

Ach ähm, noch was, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Welzer: Wissen Sie eigentlich warum, wieso und weshalb der Hemdkragen erfunden wurde? Nein? Nun, ich will es Ihnen gerne sagen. Das hat etwas mit «Nachhaltigkeit» zu tun. Der Hemdkragen schützt das Sakko oder auch Jacket vor dem Körperfett, das auch über die Hautbereiche am menschlichen Hals abgesondert wird. Ob das nun wünschenswert oder eher weniger wünschenswert ist, sei mal dahingestellt, denn: es ist halt eben so. Wie viel mal mehr und häufiger ein Sakko, das von einem hemdkragenlosen Hemden- (oder wie in Ihrem Falle) T-Shirtträger getragen wurde, zur Reinigung muß, und wie viel mal mehr dadurch die Umwelt unnötigerweise eine Mehrbelastung erfährt, ergibt sich mit Sicherheit ebenfalls aus jener Rechnung, die Leute wie Sie immer dann heranziehen, wenn es darum geht, scheinbar ahnungslosen Mitmenschen den grundsätzlichen Erwerb von Textilien mit dem Satz «Wußtest Du eigentlich, daß für die Produktion eines einzelnen T-Shirts sage und schreibe 80.000 Liter Wasser verbraucht werden?» madig zu machen. Stimmt’s, oder hab’ ich recht?

Frage ist deshalb nur: Warum halten Sie sich denn dann nicht im Interesse an einer aufrichtigen und übergeordneten Umweltrettung an die Spielregeln? Tragen Sie doch einfach mal ein hübsches weißes, oder von mir aus auch kariertes, Hemd mit Doppelmanschetten und darüber dann das T-Shirt von der «see conference #6», gefolgt von Ihrem Sakko. Das sieht zum einen auch bei Ihnen recht schick aus und zum anderen entlasten Sie damit, wie bereits ausgeführt, die Umwelt. Deal? Meerschweinchenreport wird Ihren weiteren Lebensweg von nun an kritisch begleiten und sehen, ob Sie sich zukünftig in Ihrer ökoideologisch motivierten Lebensführung nachhaltig gebessert haben werden…

Pause nach der Kirche, ist immer auch irgendwie eine Pause vor der Kirche. Bei einer Vortragsveranstaltung, die in einer Kirche stattfindet, verhält es sich immer auch irgendwie ähnlich.

Wer mit dem Licht der Wahrhaftigkeit nicht sofort klarkommt – und noch üben muß, hält sich entweder ein Programmheft vors Gesicht oder trägt geflissentlich eine Sonnenbrille.

Eine Weitwinkelaufnahme, die kein Weitwinkelfotograf ausläßt.

Um mich vor dem geballten «Qualitäts-Overkill», den die «see conference» grundsätzlich bietet, zu schützen, verlasse ich, wie mit Michel zuvor besprochen, den Ort der «Visualisierung von Informationen» bereits nach dem zweiten Referenten, um gemeinsam mit einem guten Freund den Klimawandel dahingehend zu stoppen, indem wir einen kleinen Teil eines ökobiologisch korrekt aufgezogenen CO2-Produzenten gut gegrillt und nachhaltig vernichteten. Selbstverständlich gaben wir uns via Livestream den Rest der «see conference #6». Just to be perfectly honest with you: it was a perfect day.

Access All Areas-Party am 9. April im kuenstlerhaus43, (Obere Webergasse 43, 65183 Wiesbaden). Beginn 20 Uhr, Eintritt 3€. Das Haus, so habe ich mir sagen lassen, war knallvoll. Diese Aufnahme entstand einen Tag später beim sonntäglichen Rundgang, der eigentlichen Access All Areas. Im Hintergrund auf der anderen Seite das Kinderzubehörartikelgeschäft «Little Heroes».

«Little Heroes». Ein schicker Laden für schicke Kinderzubehörartikel. Meerschweinchenreport berichtete bereits hier ausführlich.

«888Monkey»: Ein schicker Laden für schicke Fahrräder und schicke T-Shirts. Meerschweinchenreport berichtete hier bereits ausführlich.

Designlegende Prof. Olaf Leu zu Gast bei Michael Eibes Design.

Bratwurst von der MILKA-Kuh? Wenn man die Regeln einer ausgeklügelten CI nicht konsequent einhält, oder mit ihnen gekonnt spielt, so kann man durchaus zu solchen Assoziationen kommen…

Michael Eibes (DDC) und Gordon Bonnet (IHK).

Beim Rundgang mit der Kamera erwischt: Christoph Kremers (Die Firma) in den Räumlichkeiten von Fuenfwerken AG.

Brutzeln lieblich auf dem Fuenfwerken-Weber-Grill vor sich hin: «Weißwürste Rustikal».

Wer sich als Agentur Flaechenbrand ausgesucht hat, der wird als Kunde von Ärzten behandelt, die wissen, was eine ganzheitliche Schmerztherapie bedeutet – und wie sie funktioniert: nämlich (fast) immer alles doppelt.

Außerdem lag noch eine persönliche und gerade zwischen den Zeilen mit viel Liebe angefertigte Einladungsmail von Harald Wenk (Lekkerwerken) vor; aber eigentlich war ich ja gar nicht da, weshalb ich dieser gerade zwischen den Zeilen mit viel Liebe angefertigten Einladungsmail von Harald Wenk (Lekkerwerken) nicht habe folgen können, weil ich ja eigentlich die ganze Zeit über die «Deutsche-Tourenwagen-Masters» (DTM) verfolgt habe, die am gleichen Tag Wiesbaden «unsicher» machte. So ißt das manchmal…

Und Fazit? Fazit ist prima.

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ADC-Kongress 2011: «Die hfma-Netzreporter drehen den Hahn jetzt richtig auf!»

13 Apr

Naturgemäß wird jeder Mensch von Haus aus mit jeweils zwei «Hähnen» (siehe Bild), die sich nach Herzenslust in alle erdenkliche Himmelsrichtungen aufdrehen lassen, geliefert. Die hFMA-Netzreporter betreiben mittels dieses Features volle Vorteilsnahme. Bildmitte: Prof. Rüdiger Pichler.

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Letztes Jahr fiel der Startschuß. Dieses Jahr wird das Terrain der engagierten Berichterstattung über den «ADC-Kongress 2011» von den hFMA-Netzreportern zunächst nach den Richtlinien der Senfer Kreativenrechtskonvention gesichert und anschließend suksessive ausgebaut. Ça veut dire: Jeder und jede, der und die über die Highlights des diesjährigen Kreativentreffens zeitnah informiert sein möchte, sollte das Weblog der hfma-Netzreporter im Festivalzeitraum vom 4. bis zum 8. Mai täglich mehrmals besuchen; und sich – noch besser – in den Feedreader packen. Ach ja, gezwitschert wird auch.

Keine Lust, die Katze im Sack zu kaufen? Well, hier sind ein paar sweete hFMA-Netzreporter-Appetithappen vom letzten Jahr:

Die Kreativ-Brille: Wer in der Werbebranche bestehen will, kommt um diese Brille nicht herum. Ob mit oder ohne Dioptrin, keine Kundenpräsentation ohne. Die hFMA-Netzreporter erhalten erstaunlich überraschende Antworten.

Hat Wladimir Klitschko Angst vorm Zahnarzt? Eine gute Frage, die nicht gestellt wurde. Ein entspanntes Gespräch mit dem Weltklasseboxer, der ganz genau weiß, was «Welpenschutz» in der praktischen Interviewsituation bedeutet.

Der rege Sascha Lobo an der regungslosen DollyBar. Ein Gleichnis? Für den aufgeklärten Geist stellt die Beantwortung dieser Frage keine große Hürde dar…

Wer sind die hFMA-Netzreporter? Die hFMA-Netzreporter sind ein Verbund von Studierenden folgender hessischer Hochschulen: Hochschule RheinMain | Wiesbaden, Hochschule für Gestaltung Offenbach, Hochschule Darmstadt, Philipps-Universität Marburg und Justus-Liebig-Universität Giessen.

Unterstützt und gefördert wird dieses Projekt durch die «Hessische Film- und Medienakademie» (hFMA).

You Tube Kanal: hfmakademie

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Access All Areas: Auftakt nach Maß(arbeit)!

9 Apr

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Am Donnerstag, den 7. April, wurden die 5. «Access All Areas», die ebenfalls unter dem Label «Designtage Wiesbaden» firmieren, mit einem sauberen Sachvortrag auf dem Gelände der Hochschule RheinMain eröffnet. Die Stimmung war ausgezeichnet.

Von links nach rechts: Prof. Gregor Krisztian (HSRM), Prof. Rüdiger Pichler (HSRM), Rolf Mehnert (Vorstand Fuenfwerken AG), Prof. Dr. Detlev Reymann (Präsident HSRM), Dr. Helmut Müller (Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden).

Der ausführliche Bericht über «Access All Areas» erscheint erst nach Abschluß des Festivals.

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Access All Areas: «HSRMs Studientrip nach NYC»

5 Apr

Team HSRM

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Truppe hatte sowohl inhaltlich als auch formal ein gestrafftes Programm in New York City zu bewältigen. Nicht in achtzig Tagen um die Welt, aber dafür in nur fünf Tagen einmal quer durch die Büros feinster Grafikdesigner- und Typographenadressen, die mit ihren gestalterischen Erzeugnissen die Welt im wahrsten Sinne des Wortes in ihrem visuellen Bewußtsein erheblich beeinflußt.

Welche Truppe? Studenten der Hochschule RheinMain (HSRM) begaben sich unter der Leitung von Prof. Gregor Krisztian sowie Thilo von Debschitz und Laurenz Nielbock (beide Geschäftsführer von Q-Design in Wiesbaden) und Thommy Mallmann an den Hudson River, um … siehe vorstehender Absatz.

Die Ergebnisse werden nun im Rahmen der 5. Access All Areas (AAA) am 7. April um 13:00 Uhr in der Hochschule RheinMain (Glaskasten, Unter den Eichen 5) gezeigt. Die Ausstellung wird von Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller eröffnet.

Nachfolgend ein paar Bilder vom New-York-Ausflug, die freundlicherweise von Prof. Gregor Krisztian zur Verfügung gestellt wurden.

Stephen Doyle

Carbone Smolan

Pentagram

Brand New Conference

Brand New Conference

Weiterführende Informationen hier.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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HSRM: Blow-up Your Experience

16 Dec

Es gehört schon lange zum guten Ton, ist fester Bestandteil der akademischen Ausbildung an der HSRM, ist darüber hinaus Tradition: Studenten des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Hochschule RheinMain legen Zeugnis von ihrem sechsmontatigen Praktikum in einer möglichst angesehenen Kommunikations- oder Werbeagentur in Form eines Plakates ab: Umfangreich Erlebtes, dargeboten als inhaltliche Kompressionsnahrung im Blow-up-Format, und das alles im Rahmen einer schönen Ausstellung. Erfahrene Juroren jurieren – und Euer Hamster war zur Abwechslung mal wieder mit von der Partie. Außerdem gehörten der Jury Mathias Henkel, Text CD Saatchi & Saatchi (im Schnee stecken geblieben); Jochen Kürschner, Geschäftsbereichsleiter Leifheit AG (im Schnee stecken geblieben); sowie Prof. Rüdiger Pichler (anwesend) an. Trotz des insgesamt hohen Niveaus waren die drei Siegerarbeiten schnell ermittelt. Alle drei Beiträge verfügen über ein gemeinsames Merkmal, was auf eine bestimmte identische Grundhaltung bei ihren Urhebern schließen läßt. Dazu Prof. Rüdiger Pichler: »Die Regeln gekonnter Plakatkommunikation wurden sämtlichst mißachtet – und sind deshalb so überzeugend, weil sie gekonnt mißachtet wurden.«

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Alexeij Dobschinskij kommuniziert nach dem Prinzip »Verwirrung ist die Basis der Verführung« und löst inhaltlich mit dem Angebot, »in der Stimme von Bruce Willis zu lesen« auf. Christina Mendach, Personalabteilung von Saatchi & Saatchi, wird es freuen, denn einen Bruce Willis hatte sie bisher mit Sicherheit noch nicht in der Mangel. Plakat zur Vergrößerung bitte anklicken.

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Peer Wierzbitzki war bei Ogilvy & Mather; die formale Einhaltung der knallroten Ogilvy-CI auf seinem Plakatentwurf zeugt davon. Aber dann: Typographie klitzeklein. Die Neugier wird eingeladen zu forschen. Ergebnis: In der Mitte des Posters sehen wir die faksimilierte Wiedergabe einer zerknautschten Jean-Remy-von-Matt-Visitenkarte, denn der war ja auch mal Texter im Hause O&M. Dazu die Kernaussage: »Große Karrieren haben einen Anfang«. Plakat zur Vergrößerung bitte anklicken.

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Und dann liefert Christian Urbanski (ebenfalls Saatchi & Saatchi), der sich während des Rundgangs auch für das im Kommunikationsdesigntrakt ausliegende und excellent gemachte Linotype-Magazin No. 7, das die überarbeitete Times Modern von Luke Prowse zum Gegenstand hat, begeistern konnte, eine unter, quatsch, überirdische Arbeit ab. Kernaussage: »Manchmal ist es weit bis zur großen Idee.« Eine dreidimensionale Kommunikationsmaßnahme mit ziemlich viel Papierkorb. Und wie weit und wie schwierig es ist, eine große Idee zu produzieren, verdeutlicht Christian Urbanski konsequenterweise ebenfalls mit der an den Verfasser dieser Zeilen übersandten JPG-Datei, die unschärfer kaum hätte sein können. So erarbeitet man sich entspannt den 1. Preis und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Herzlichen Glückwunsch!

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So, und eigentlich wäre Euer Hamster mit der Berichterstattung jetzt fertig, hätte er da nicht noch einen Satz fürsorglich zu verabreichender Ohrfeigen an einen Studenten zu vergeben, dessen Name in seinem ureigensten Interesse hier nicht genannt werden soll. Er absolvierte sein Praktikum in Berlin bei DDB. Dieses verlief wohl nicht ganz so, wie sich das unser Praktikant ursprünglich vorgestellt hatte. Zudem geriet er in ein Zeitfenster, in dem er mitansehen mußte, wie einigen Werbern bei DDB in Berlin die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde. Völlig willkürlich – aus der Sicht unseres noch Lernenden. Das ist natürlich alles obergrausamst. Fürwahr.

Nun, seinem Team sei gekündigt worden, aber er, er sei tapfer bis zum bitteren Ende geblieben. Dann verwandte er noch Formulierungen wie beispielsweise »Werbehitler«. Die mit dieser unmißverständlichen Bezeichnung bezeichnete Person sei hier namentlich ebenfalls nicht genannt, obwohl nun jeder halbwegs gut Informierte weiß, um wen es sich handelt. Und das ist bereits einer der springenden Punkte: Man kann nicht im vollen Bewußtsein, einen Pakt mit dem Teufel eingegangen zu sein, sich später, wenn sich der Teufel dann tatsächlich als ein solcher zu erkennen gibt, darüber beklagen, daß der Vertragspartner ein Teufel sei. That doesn’t make sense, does it? Das Geschäftsgebaren besagten »Werbehitlers« ist übrigens allseits bekannt. Basiswissen, über das ein Student der Kommunikationswissenschaften an einer solch’ ausgezeichneten Hochschule im 8. Semester zwingend verfügen sollte.

Und das Grundsätzliche: Wenn jemand so jammert und jault und nachtritt, nur weil ihm der Weihnachtsmann vorübergehend mal ein kleines Mürbeteigplätzchen weggenommen hat; also, was soll man eigentlich von so jemandem erwarten, wenn ihn das Schicksal mal so richtig in die Zange nehmen sollte? Was? Nichts.

Allerdings steckt unser Protagonist noch in der Ausbildung, und so soll ihm eine wichtige Lebensregel, wie sie einst Andy Warhol für sich selbst formulierte, mit auf den steinigen Lebensweg gegeben werden, aufdaß ihm emotionale Gesundung widerfahre: »Wenn Du glaubst, daß sich alles gegen Dich verschworen hat, daß Du weder ein noch aus weißt, dann sollst Du Dich niemals beklagen, sondern Dich der Annahme hingeben, daß es offensichtlich sehr viele Menschen gibt, die Dir extra ein Drehbuch auf den Leib schneidern, um Dir das Leben zur Hölle zu machen. Freue Dich, daß Du in einem Film die Hauptrolle spielen darfst, der eigens nur für Dich gedreht wird. Ein größeres Kompliment kann man Dir gar nicht machen. Du bist ein Star – und wirst es noch weit bringen.«

Argentinisches Leserind belegt 1. Platz im Wettbewerb für junge Gestalter

19 Nov

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Eigentlich ist die diesjährige Buchmesse in Frankfurt längst Geschichte – und jegliche Berichterstattung über sie obsolet. Aber wenn es um gutes argentinisches Rindfleisch geht, das einerseits gar nicht abgehangen genug sein kann, um sein volles Aroma zu entfalten; und andererseits guter Weltliteratur aufgeschlossen gegenübersteht, so scheut die Meerschweinchenreportredaktion – Stammleser wissen das bereits – keinerlei Kosten, Mühen und Strapazen: Die Wachen vor dem Redaktionskühlraum wurden in den letzten Wochen stetig verdoppelt.

Das Kooperationsprojekt des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain in Wiesbaden mit der Buchmesse Frankfurt als Förderinitiative für junge Gestalter, das nun schon zum fünften Mal durchgeführt wurde, lud einmal mehr talentierte junge Gestalterinnen und Gestalter dazu ein, das Plakat zur Begrüßung des Ehrengastes auf der Buchmesse zu erstellen. Dieses Jahr war es das Land Argentinien.

Den 1. Platz belegte eine Gemeinschaftsarbeit von Franziska Detlof und Helen Krisztian. Sie zeigt, daß selbst bei einem Diego Maradona bildungstechnisch Hopfen und Malz längst noch nicht verloren sind.

Die Meerschweinchenreportredaktion gratuliert den beiden Preisträgerinnen herzlichst.

ADC-Festival 2010 in Frankfurt am Main

29 May

Jeder, der schon einmal versehentlich einen Nagel, vorzugsweise einen rostigen, in den Schädel, vorzugsweise seinen eigenen, gerammt bekam, weiß, daß er dieses Happening nur auf zwei Arten bewerten kann: entweder als widerlichen Schicksalsschlag – oder als unheimliche Auszeichnung der besonderen – wenn nicht gar der 3. Art (Basel)!

Das www.adc-hilfe.de-Notfallhilfenagelsystem verringerte dieses Jahr die Selbstmordrate unter unausgezeichnet gebliebenen Kreativseelchen drastisch. Die Festivalsleitung sprach von einem absoluten Glücksfall, der sich ruhig wiederholen dürfe.

Doch alles hübsch der Reihe nach, was so viel heißt wie: wir begeben uns an die Quelle, an den Ort des Ursprungs, dort wo alles anfing und alles ausgedacht wurde: an die Wiesbadener Hochschule RheinMain (HSRM), die sich in Kooperation mit der Kunsthochschule Kassel, der HfG Offenbach sowie der Hochschule Darmstadt einige kleine und weniger kleine, aber dafür gänzlich feine Projekte für das diesjährige ADC-Festival ausgedacht haben. Können Hochschulen denken? Nicht ganz, aber dafür die vielen Studenten und Professoren, die ein Hochschulgebäude mit Leben zu erfüllen vermögen. Gerät mein Schreibstil außer Kontrolle? Nicht ganz, aber dafür fast.

In diesem Raum saßen bis eben noch jene Studierende und Studierendinnen, die just in diesem Moment an die Projektionsleinwand stürmten, um kollektiv festzustellen: „Hilfe, ich habe Excel!“ Dafür gibt es den ersten goldenen ADC-Notnagel!

Doch wie jeder angehende Arzt im zweiten Semester weiß, folgt auf Excel Ernüchterung, FDP, DFB oder ADC, wobei ADC, darin sind sich alle Hochschulabsolventen einig, das weitaus angenehmere Krankheitsbild darstellt. 

Verkehrte Welt: Auch Prof. Jörg Waldschütz (HSRM) setzt sich ganz bewußt den gefährlichen Excel-Strahlungen aus – und profitiert von ihnen. Sogar sein iPhone funktioniert wieder. Seine Mine verrät seinen Gedankengang: „Werden wir auf einen Außerirdischen treffen?“ 

Voilà, Wir sehen John Carpenters Starman aus dem Jahr 1984, der noch einen Tag zuvor im Fernsehen als Film zu sehen war, und nun ganz real auf einer der vielen Vortragsbühnen des ADC-Festivals steht und ganz andächtig ein ADC-Wasserfläschchen gleichsam massierend umklammert. Wer hätte das gedacht? Eine kleine Sensation, aber Sensationen sind ja seit je her ein fester Bestandteil des ADC-Festival-Fahrplans.

Dann sehen wir ebenfalls Oliviero Toscani, das wohl berühmteste Werbe-A(I)DS-Opfer der Welt, das nur noch per You-Tube-Mundschutz zu uns sprechen darf. Alles nur ein sensationeller Werbetrick? Vorstellbar (wie alles andere auch) ist das natürlich.

Außerdem sehen wir noch jemanden, der aus purer Freude an der eigenen digitalen Leistungskraftbereitschaft zum Mond fliegen möchte, aber möglicherweise nicht so richtig weiß, welchen Knopf es zu drücken gilt; sowie….

… einen der erfahrensten deutschen Langzeitwerbeastronauten (Norbert Herold als Charles Wilp bzw. umgekehrt), der für unseren Fotografen noch einmal kurz demonstriert, wie durchgeschüttelt er sich damals nach seinem Mondwerbejungfernflug fühlte.

Aber ist das schon alles gewesen? Nein, denn die Stadt Frankfurt zahlte dem ADC eine gerührte Antrittsgebühr von EURO 500.000,-, damit er seine Jahrestagung im kreativen Karnutenwald diesmal nicht in Berlin, sondern im sweeten Frankfurt abhält. Das evoziert die Frage: „Ist Frankfurt der neue Mond Deutschlands?“

„Wann haben Sie das erste Mal den Verdacht gehabt, an ADC erkrankt zu sein?“ Da wurde es manchem unter der Fleischmütze ganz schön heiß (Amir Kassaei, Oliver Voss, Hermann Vaske und Heinz-Rudolf Kunze), andere dachten wiederum, sie kämen ins Fernsehen (Amir Kassaei, Oliver Voss, Hermann Vaske und Heinz-Rudolf Kunze) und legten ihr Sonntagsgesicht auf. Das Leben schreibt eben die besten Drehbücher.

Bei so viel Erfolg kann es eben nur heißen: Dran bleiben! „Wann waren Sie das letzte Mal auf dem Mond?“ Und: „Sehen Sie meine Energiekreise auf der Wand, also etwas überhalb der Fußleiste? Ja? Was sagt Ihnen das alles?“ 

Auf jeden Fall sagt uns das: Näher ran an die Geschichte!

Und zum anderen, daß nachfolgendes Handymondpoetenmännchen ziemlich ganz genau das darstellt, was das nachfolgende Handymondpoetenmännchen in aller Tatsächlichkeit darstellt, nämlich ein kerngesundes Handymondpoetenmännchen mit eingebautem Heinz-Rudolf-Kunze-Zusatznutzeneffekt, das es sich nicht nehmen ließ, unseren Meerschweinchenreportchefredakteur mit seinem neusten Werk „Handymondpoeten sind Refrainfragmente“ erfrischend ungebeten zu versorgen:

Heinz-Rudolf Kunze

Handymondpoeten sind Refrainfragmente

Es spricht zu Dir,
mein süßes Rosenschätzchen,
mein allerliebstes Hosenlätzchen.

(…)

In Deinen Armen will ich friedlich ruhen:
Mit Handyphone und pinkenen Schuhen.

(…)

Kraftvoll wälzt sich Stahlgewitter
Durch die Flure und die Breite,
Lebenslänglich mit Schwertleite:
Lebenslänglich schmeckt schon bitter.

Nicht nur Stahl zerfetzt das Sein,
Auch Sperma sprudelt reichlich.
Ein strammer Fiesling macht auf „weichlich“,
Betäubt mit feinem Riesling-Wein.

(…)

Durchdrungen bin
und ist mein ICH!
Du gibst mir Sinn
mein Herzensstich!

(…)

Das Leben birgt gar manche Last,
Drum acht’ ich drauf, daß alles paßt.

 

Wenn Ihr uns fragt, so riecht das ganz und gar nach dem ganz großen Comeback von Heinz-Rudolf Kunze. Keine Frage. Eine andere Frage: „Wer ist eigentlich wer? Und vor allen Dingen: Warum?“ Zwei wirklich gute Fragen.

Niko Gültig (DDC-Vorstand) und Michael Eibes (DDC-Vorstand) im Paparazzi-Style auf dem ADC-Festival unterwegs.  (Patricia Eibes gelang es noch rechtzeitig, sich mit einem beherzten Hechtsprung aus dem Bild zu retten.)

Peter „Starkstromhirn“ Zizka (DDC-Vorstand) absolviert seinen diesjährigen Karibikurlaub ganz entspannt in Messehalle 5. 

Im Hintergrund der weltberühmte Hermann Vaske (leicht unscharf) im Bild. (Foto: Michael Eibes)

Joseph Beuys Torte

Unverkennbar: Im Vordergrund die weltberühmte Joseph-Beuys-Torte mit wertvoller Blattgoldverrandung. Schmolz der Meister aller Künstlerklassen früher noch das Replik einer massivgoldenen Zarenkrone ein, um daraus einen goldigen Osterhasen zu gießen, so verlagert der inzwischen auch immer zahnlosere Filz-und-Fett-Künstler sein Wirken geschickt in den für ihn so untypischen Bereich der leicht zerkaubaren Nahrungsmittel. Meerschweinchenreport meint: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!

Prof. Rüdiger Pichler (HSRM) im Gespräch über Lichtdesign mit dem ehemaligen BRAUN-Chefdesigner Prof. Dieter Rams. Location: Museum für Angewandte Kunst unter der Ausstellungsleitung von Prof. Dr. Klaus Klemp.

Wenn der Schöpfer des weltberühmten Schneewittchensargs kommt und spricht, so bleibt kein Stuhl, mag er so gut oder so schlecht gestaltet sein wie er will, unbesetzt, bleibt kein Quadratzentimeter Teppichboden, mag er so gut oder so schlecht gepolstert sein wie er will, unbesetzt. Hier: Prof. Dr. Klaus Klemp im Gespräch mit Prof. Dieter Rams im Museum für angewandte Kunst.

Wenn der ADC ruft, dann springen und sitzen die Teilnehmer; alles konzentriert sich auf die front row: Mögen die vorne aufgenommenen Informationen von der dortigen Hörmuschel (gelber Kopf) zuverlässig bis in die hinterste Reihe (Kamera) weitergeleitet werden. 

Der Herr Henkel ist Texter und Creative Director bei Saatchi&Saatchi in Frankfurt und wird nicht müde, jedem zu erklären, warum man nicht nur in Ausnahmefällen einem Helikopter die Landung auf einem „absoluten Halteverbotszeichen“ gestatten sollte.

Kleine Zwischenfrage: „Herr Severin, leiden Sie zufälligerweise an ADC? Möchten Sie auch mal auf die ADC-Notfall-Couch? Oder benötigen Sie vielleicht einen attraktiven ADC-Notnagel?“ Herr Severin: „Darf ich mir mal Ihre Brille ausleihen?“

Versuchen wir also, uns jenen anzunähern, die für diese und andere investigativen Fragen verantwortlich zeichnen und begeben uns direkt ins Hauptquartier der Netzreporter, wobei die Wege dieser Herren auch hier unergründlich erscheinen.

Das Hauptquartier der Netzreporter: Hier wird besprochen, nachgedacht und umgesetzt. Echte Entscheiderqualitäten sind gefragt und vorhanden.  Teamgeist dominiert, kocht Kaffee und sorgt für professionelle Ergebnisse. Und wer kocht nebenan?

Nebenan kocht die max-Redaktion vorzugsweise im eigenen Saft. Auf die spontan in den Raum hinein gerufene Frage: „Hey, gibt’s Euch immer noch?“ herrschte Schweigen im Walde. Meerschweinchenreport meint: Souveränität geht anders.

Zurück bei den Netzreportern. Jugendlicher Scharfsinn macht sich breit. Auf die spontan in den Raum hinein gerufene Frage: „Gibt’s bei Euch eigentlich auch was zu gewinnen?“ erfolgte eine spontan in den Raum hinein gerufene Antwort: „Ja, diesen herrlich zusammenklappbaren Regiestuhl. Er paßt bequem in jede Brieftasche und zum typischen deutschen Abendessen; bestehend aus mehreren Vollkornbrotscheiben und einer gesund gemischten Aufschnittplatte.“ Meerschweinchenreport meint: Na bitte, es geht doch!

Summa summarum sind das genügend schmackhafte Informationen, um sich komplett durchinspiriert noch mal auf die Suche nach unseren Netzreportern im tückischen Einsatz vor Ort zu begeben.

Na bitte! Harmonisch integriert sich der versierte Netzreporter in die Messehallelandschaft und baut zur Tarnung eine Pappcouch auf, die als attraktiver Blickfang dient. Somit tritt der Netzreporter in den Hinter-, der Interviewpartner auf der angedeuteten Sitzgelegenheit hingegen in den Vordergrund. Denn wie sagte doch Hermann-Josef Abs einmal so treffend: „Understatement ist die gehobenste und feinste Form von Angeberei!“ Heute sagt man jedoch „Passion to perform“ dazu – doch dazu später bzw. jetzt gleich wesentlich mehr.

Das ADC-Festival lockte mit großen Namen: Paul Smith, Wladimir Klitschko, Albert Speer, Dieter Rams, oder Heiner Goebbels. Einerseits. Andererseits waren die offiziellen Aufenthaltsorte besagter Herren quer über die Stadt verteilt; eine Stadt, die alles andere als klein ist. So war es leider unmöglich, dem ADC-Festival mit der gebotenen Grundentspannung zu begegnen.

Selbstredenderweise war das Gespräch mit Dieter Rams, Till Schneider, Fabian Wurm und Klaus Klemp über „Gutes Design“ eine gute und gewinnbringende Veranstaltung.

Die Hochschullandschaft in der Bundesrepublik gehört in ihrer Eigenschaft als Ausbildungsinstitution nicht umsonst zu den härtesten und akribischsten in der Welt. Für alles und jedes gibt es Schautafeln und Schulungsfilme. Auch für das korrekte Beschriften einer Beschriftungstafel beispielsweise. 

Selbstverständlich werden ebenfalls präzise Bauanleitungen für das Zusammenfalten von Podiumsdiskussionsteilnehmern bzw. deren Namensschildchen bereitgehalten, die es an deutlicher Dreidimensionalität nicht missen lassen.

Doch wozu dieser unverhältnismäßig erscheinende Drill? Prof. Rüdiger Pichler von der HSRM gibt sich punktbetont: „Wer es bei uns schafft, der schafft es auch in London, Barcelona, New York oder Tokio. Das ist unser Anspruch!“

Machen wir also die Probe aufs Exempel. Verfolgen wir folgenden Wettbewerb, der auf  folgender nicht zu übersehenden ADC-Leuchtspurmunitionstafel sachlich beschrieben wird:

Und wie sieht so ein Workshop-Lab aus? Riskieren wir ruhig einen Blick hinein:

Und worum geht es? Um eine Strategie zur Markteinführung des neuen IKEA-Katalogs. And don’t forget: Catalogue is hero!

Meinen nicht sonderlich durchdachten Spontanvorschlag, ein Schwarzweißfoto, das eine in Trümmern liegende deutsche Großstadt kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs zeigt und stolz die Schlagzeile „Los Billy! Aufbauen!“ transportiert, wurde von einem hoffnungsvollen Kreativnachwuchstalent mit den Worten „Nö, ist zu sehr Hornbach“ allen routiniert reflektierten Ernstes abgelehnt. Ist es ein Wunder, daß jenes hoffnungsvolle Kreativnachwuchstalent zum Siegerteam gehörte?

Und mit dem Begriff „Siegerteam“ schließt sich der Kreis um das ADC-Notfallhilfesystemteam, das, wie eingangs bereits ausgeführt, dieses Jahr zur sichtlichen Freude der ADC-Festivalsleitung eine ganze Reihe von Suiziden unter den Nichtausgezeichneten präventiv hatte verhindern können.

Daß der Weg zum Ruhm in seinen Beschwerlichkeiten oftmals mit denen des klassischen Kreuzwegs gleichzusetzen sind, zeigt die Maßnahme von Prof. Rüdiger Pichler (HSRM), der gemeinsam mit dem Künstler Bernd Brusberg eine schöne, schwere und schön vergoldete Nagelkrone kreierte, wie nachfolgendes Pressefoto zeigt.

Die vergoldete Nagelkrone dürfte sicherlich der Star auf der diesjährigen ADC-Nagel-Award-Preisverleihung gewesen sein, stolz auf den diversen Häuptern diverser ausgezeichneter Kreativer thronend. Allein der Verfasser dieser Zeilen erledigte an diesem Tage einen Auftrag – und kann deshalb nicht authentisch darüber berichten.

Dennoch: Die Meerschweinchenreportredaktion übersendet allen Gewinnerinnen und Gewinnern unseren herzlichsten Glückwunsch!

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Und nun noch einen Nachtrag in eigener Sache: Heinz-Rudolf Kunze ist nicht Heinz-Rudolf Kunze, jedenfalls nicht jener Heinz-Rudolf Kunze, den ich im Rahmen dieses Artikels als solchen meinte identifizieren zu müssen. In tatsächlicher Wirklichkeit handelt es sich schockierenderweise um eine ziemlich heruntergekommen wirkende Ausgabe von Kai Diekmann. Deshalb hier der eigentliche Textbeitrag:

Kai Diekmann

Ganz anders als die vielen Arrivierten, die karitativ Kreativen, die vertieft so Ungenierten, kommt der bekannte Mobilfunkdichter Kai Diekmann daher – und läuft den Netzreportern direkt in die Arme. Zufall? Auf deren drängende Frage, ob er schon mal einen ADC-Nagel gewonnen habe, antwortete er „Ja, für unsere Schlagzeile ‚Wir sind Papst’“ – aber man sieht ihm deutlich an, daß ihm Ruhm und Ehre nichts bedeuten, ihm Bescheidenheit viel wichtiger ist.

Diekmann ist nur Diekmann, wenn er so tut, als wäre er Diekmann; denn privat ist er ganz anders: einfach nur Diekmann. Dann öffnet er sich und seinen obersten Hosenlatz, quatsch, Hemdenknopf, verschafft sich Luft und Erleichterung, die ihm, wenn man ganz genau hinschaut, temporär sogar ein wenig etwas bedeuten mögen. Diekmann, der bekannte Luftundbodenphilosoph ist ein Poet der einfachen Straße, von dort kommt er her; und dort fühlt er sich wohl. Seine maßgeschneiderte (Ver)kleidung ist für ihn nur Mittel zum Zweck, um so an zweckmäßige Mittel zu kommen.

Und wofür das alles? Um hoffungsvolle Talente zu fördern, die irgendwo auf ihrem Weg zum Weltstar von der Fahrbahn abgekommen sind, und denen er ganz inkognito und unter Aufbringung nicht unerheblicher Mittel und Mühen den so wichtigen charakterlichen Feinschliff verpassen läßt, ohne es an die große Glocke zu hängen. Dabei ist es ihm egal, ob die von ihm ausgewählten Schäfchen sein Programm, das er selbst gerne als „humane Zwangsqualifikation“ bezeichnet, zu goutieren wissen – oder eben nicht. Diekmann weiß um seine Bedeutung in der Welt des Culture and Character Buildings, möchte dafür jedoch nicht andauernd belobigt werden, jedenfalls nicht zwingend und schon gar nicht: coram publico. Das ist ihm – wie so vieles – hoch anzurechnen!

Eigentlich war es Diekmann anzumerken, daß er, als er dem berühmten Hamlet Hamster und seiner ebenso berühmten Meerschweinchenreportredaktion so plötzlich und unvermittelter Dinge gegenüberstand, am liebsten sofort auf die Knie gesunken wäre, um „Bitte, bitte, bitte lieber Hamlet Hamster, veröffentliche eines meiner spontanen Mobilfunkgedichte, für die ich in der ganzen Welt mindestens genauso berühmt geworden bin, wie Du für Deine Nichtmobilfunkgedichte!“ zu betteln. Und weil er es tatsächlich tat, stehen oben im Gegenzug einige Arbeitsproben seiner dichterischen Schaffenskraft. So viel Fairness sollte schon sein!

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Und hier einige Motivationsveröffentlichungen aus dem Reich der hier mitwirkenden Studentinnen und Studenten, denen Hamlet Hamster alles Gute für ihre berufliche Zukunft in der Kommunikationsbranche wünscht!

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Non scholae, sed vitae discimus.

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Nachtrag vom 31.5.2010

Die Nagelkrone fasziniert auch Sascha Lobo

gesehen auf www.adc-hilfe.de