DOCUMENTA12 – Künstler Mark McGowan verspeist Hund, oder: es gibt nichts Richtiges im Falschen…

31 May

corgie

Um Prinz Phillip zu bestrafen, verspeiste seltsamer Künstler diesen Hund. Ist er bzw. Jeff Koons noch zu retten? Bildnachweis

Um gegen Prinz Phillips Fuchsjagdvorliebe zu demonstrieren, beschloß der britische Künstler Mark McGowan, einen waschechten Corgie – seines Zeichens Repräsentant der Lieblingshunderasse der Queen –, publikums- und medienwirksam in Form von Hackfleischbällchen live in der Radioshow von Bob und Roberta Smith zu verspeisen. Der Künstler betont, daß besagter Corgie auf einer Corgiezuchtfarm in Südengland eines natürlichen Todes gestorben sei. Zugleich vertritt er die Auffassung, daß der Prinz zwingend auf diesem Wege zu bestrafen sei, weil einer der von ihm gejagten Füchse vor seinem Ableben unnötig hatte leiden müssen; wobei auch Mark McGowan litt, denn er beschreibt den Geschmack des Hundes nach Genuß als wirklich ekeleregend. Für Mark McGowan war das nicht das erste künstlerische Protestessen dieser Art: So aß er bereits einen Schwan, um seine ausgeprägte Grundhaltung gegen die Monarchie, das Reiche, die gesellschaftliche Oberschicht im Allgemeinen zu verdeutlichen; und während der diesjährigen DOCUMENTA 12 wird McGowan entweder die Mineralölkonzerne dahingehend anprangern, indem er sich über regulär geplatzte und nach einer Rezeptur des britischen Starkochs Jamie Oliver zubereitete Autoreifen „leicht schmatzend“ hermacht, wie er sagt; oder er wird sich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte darüber informieren, inwieweit es gestattet ist, Politessen dem öffentlichen Straßenverkehr zu Verzehrszwecken zu entziehen, um notorische Falschparker auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. So oder so: Titel der Arbeit ist ein leicht modifiziertes Zitat Winston Churchills: „If you’re tired of the universe, you’re tyred by life!“

Die Meerschweinchenreportredaktion wünscht schon jetzt viel Erfolg und – sollte es tatsächlich zur kulinarischen Reifenperformance kommen: einen guten und herzhaften Appetit!

Part of it via BoingBoing

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7 Responses to “DOCUMENTA12 – Künstler Mark McGowan verspeist Hund, oder: es gibt nichts Richtiges im Falschen…”

  1. sv June 1, 2007 at 9:31 am #

    Mal abgesehen von dem Corgie hätte ich den Künstler als Engländer identifiziert. Auf solche Ideen kann nur ein Engländer kommen :mrgreen:

  2. hamlethamster June 1, 2007 at 3:08 pm #

    Hast Du Dir den Film dazu eigentlich angesehen? Bin selbst nicht soo zart besaitet, aber irgendwie ist die Nummer schon hinreichend ekelhaft.

  3. sv June 2, 2007 at 7:47 am #

    Film? Oh, da – die Links sind nicht so gut zu erkennen. Hm, ob die Hackbällchen wirklich vom Corgie waren? Ich hab woanders im Netz gelesen, dies sei zweifelhaft. Ich glaub, ich bin auch nicht sooo zart besaitet. Ich finde es skurril, very british halt.

  4. hamlethamster June 2, 2007 at 11:03 am #

    Ja, das mit der schlechten Erkennbarkeit der Links ist bedauerlich. Könnte sie ja fett machen, aber das sieht auch nach nichts aus. Und mit CSS kenne ich mich nicht aus. So ist es halt.

    Und wo hast Du das mit den gefakten Hackfleischbällchen gelesen?

  5. sv June 2, 2007 at 3:26 pm #

    spiegel.de berichtete zweifelndd

    Beim so´n langen Text mit vielen Links kann schon mal einer durchgehen. (Unterstreichen wäre evtl. noch ne Idee) Die “Themes” haben hier so alle ihre Tücken und Schwächen. Bei Diggas Digest fummel ich manchmal Stunden rum, um ein Foto “passend” zu machen. Nun, der Inhalt folgt der Form 😉

  6. hamlethamster June 2, 2007 at 4:50 pm #

    Habe kein “Unterstreichen”, nur “Durchstreichen”. Unterstreichen ist was für Querulanten, Durchstreichen hingegen etwas für pseudogewitzte Pseudoselbstzweifler – im faktorisierten Sinne. Lese mir den Spiegelartikel gleich mal durch. Thanks for that!

Trackbacks/Pingbacks

  1. DOCUMENTA12 - Aufklärerischer Gesamtexpressionismus im Kommen! « meerschweinchenreport.de - June 12, 2007

    […] zunächst ein kurzer Blick in die nahe Vergangenheit: Mark McGowan, Lee Paige, sowie der diesjährige Arnold Bode Preisträger 2007 Chang Po-yu gehören, klicken Sie […]

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