Vom Reifen befreit die Autofelge …

10 Mar

hasenfelgen

Foto: noregt

Vom Reifen befreit die Autofelge
Durch des Fahrers holden, belebenden Drift,
In den Himmel fährt mit einem Lift
Samt schnuppernd Nase Hase Helge:
Weg die Löffel, weg sein Stift.
Von dort her sendet er – humorbefüllt –
Riesige Schauer grauer Karnickel,
Der Ort, er wirkt recht zugemüllt,
Ein wackelnd Heer belebter Pickel.
In dieser Wildnis regt sich Streben,
Bewußtsein wächst für neues Leben:
Hase Helge. Wie’s ihm wohl ergeht?
Kein Wunder, daß er aufersteht!
An diesem Ort, in diesen Höhen,
Ist es leicht, das Licht zu sehen;
Doch in der hohlen, finsteren Röhre
Lockt gemein geputzt die Möhre.
Mit Zwiebeln und Schalotten,
Mit Safran, Kieler Sprotten,
Mit Seifenduft und Mandelspreu,
Mit Pfefferkorn und frischem Heu,
Mit Senfbedarf und Ablaßschraube,
Wohlgarniert auf Nonnenhaube.
Dieser Schmaus, er ist das Wahre,
Ein Bräter sei des Helges Bahre.
Kehr’ Dich um zu diesen Schätzen,
Um sich an den Tisch zu setzen,
Denn an diesen feinen Hobelkanten
Sitzen nicht nur Kaffeetanten:
Priester, Meister, Metzgersäue,
Immer dreister auch das scheue,
Brave, neue Fräuleinwunder,
Schlosserbäuche werden voller, werden runder;
Der lustig, kleine Nachen – er geht unter.
Denn bis zum Sinken überladen wirken Waden
Prallgestopft, die zum Verzehr einladen.
Ich hör schon im Dorfe die Meckerhälse,
Sie beten:
Oh, Vollstrecker-Else!
Sei uns gnädig! Hilf uns auf die Leiter!
Dir ganz nah! Und IHM ganz auch!
Euch zu dienen sei unser Brauch!
Ein letztes Mal noch aufgemüpft:
Helge ist vom Tisch gehüpft!