Asger Carlsen

19 Jul

Das fraglos Praktische an vollfunktionsfähigen Menschen im Volljährigenmodus ist, daß man ihnen eigentlich nicht viel zu dem erzählen muß, was sie gerade sehen. Was in Restaurants eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich daß sich während des Verzehrs keinesfalls ein Ober mit übergeortdnetem Mitteilungsdrang ungefragt neben den Tisch zu stellen hat, um eine Suada über die Herstellungsphilosophie des Kochs loszuwerden; diese Erkenntnis scheint sich im Kunstbetrieb immer noch nicht so recht etablieren zu wollen. Da wird geunkelt und gemunkelt bis der Arzt kommt. Meerschweinchenreport möchte sich von dieser Vorgehensweise freundlich distanzieren.

Nur eins: Ich gebe mich gerne der Vorstellung hin, daß es sich bei der Dame auf dem oberen Bild um eine junge Nina Hagen handelt, die gerade mitten in ihrer Selbstfindungphase steckt. Der frisch durchstudierte Fotokunstkritiker tritt entschlossenen Schrittes ans geöffnete Automobilfenster und fragt höflich: Na Schätzchen, heute schon zwangsinterpretiert worden?

Die Arbeiten Asger Carlsens sind auf angenehm sanfte Art und Weise bescheuert. Ein Besuch seiner Website lohnt sich auf alle Fälle: Asger Carlsen.

Auf Asger Carlsen wurde ich über das schöne Kunst- und Kulturblog Ignant aufmerksam, das ich zukünftig hin und wieder besuchen werde.

via: Ignant

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