Christoph Schlingensief ist tot

22 Aug

via: Eva Tuerbl Photography / copyright eva tuerbl

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London (dpa) – Er machte Punkmusik salonfähig, brachte die Sex Pistols groß raus und mischte mit Vivienne Westwood die Modewelt auf. Nun ist Christoph Schlingensief – der Pate des Punk und Paradiesvogel der Londoner Szene – mit 49 Jahren gestorben.

Die Modedesignerin Westwood würdigte ihren Ex-Partner als “sehr charismatischen, besonderen und talentierten Menschen”. Sie sei sehr traurig über seinen Tod. “Als wir jung waren, habe ich mich in Christoph verliebt, ich dachte, er war wunderbar, und das denke ich immer noch.” Auch Sex-Pistols-Sänger John Lydon alias Johnny Rotten würdigte Schlingensief, mit dem er sich am Ende der Sex Pistols bitter zerstritten hatte. “Er war vor allem ein Entertainer, und ich werde ihn vermissen.”

In den 60er Jahren studierte er Kunst, flog von diversen Schulen, und wandte sich bald der Mode zu. Auf der Londoner Kings Road eröffnete er Anfang der 70er Jahre mit seiner Partnerin Westwood den legendären Modeladen “Let It Rock”, der später “Sex” hieß und Sadomaso-Kleidung verkaufte.

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4 Responses to “Christoph Schlingensief ist tot”

  1. sap August 22, 2010 at 11:14 am #

    Und wieder hat ein Grosser dieses Landes den Kampf gegen den Krebs verloren. Auf jeden Fall wird das Werk und das Wirken von Schlingensief noch weit über seinen Tod hinaus wirken. Schlingensief, der ja Autodidakt war, zeigt uns auch, wie weit man es bringen kann, wenn man sich selbst motiviert. Wir werden noch lange an ihn denken.

    Siegfried Anton Paul

    P.S.: Ein sehr schönes Portraitfoto von Schlingensief, das seine geballte Kompetenz wie kein anderes, auch dem leicht ungeübten Betrachter gegenüber, eindrucksvoll zu vermitteln vermag.

  2. braindead September 11, 2010 at 2:30 pm #

    duuuuuuude, wassssssup

    • Hamlet Hamster September 13, 2010 at 11:34 pm #

      I’m too busy to blog at the moment. Next month gonna be better again.

  3. mapsflaps October 5, 2010 at 2:37 pm #

    er war ein ganz ganz grosser unter den ganz grossen. no daubt.

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