Archive | December, 2010

Bukowski als Kafka wiedergeboren (oder umgekehrt) erzählt sein schönstes Ferienerlebnis

15 Dec

»Als ich während der Sommerferien meine Großmutter versehentlich in den Bergen eine Klippe runterstürzte, nach einem halben Tag und drei ganzer Nächte auf der Flucht schließlich von einem evangelischen Schloß gefaßt und von ihm in einem aufregenden Prozeß zu einem Tag Arbeitslager hinter den Riegel gebracht wurde, war ich gerade erst 16 Jahre alt. Der Tag im Straflager war hart, wenngleich es mir gelang, mich schnell und harmonisch in das Lagerleben zu intergrieren. Ich arbeitete viel und schwitzte wie ein Schwein. Am Abend zog ich mich in einen Raum zurück, der den Eindruck erweckte, als habe in ihm das letzte halbe Jahrhundert keinerlei Sex stattgefunden, legte mich auf ein prächtiges Himmelbett und holte mir einen runter. Ich explodierte. Am nächsten Tag wurde ich entlassen und ging zum Strand.«

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Enthalten ist diese Kurzerzählung einerseits im dtv-Gedichtesammelband mit dem Titel »Nackt bei 33 Grad« von Charles Bukowski in der Übersetzung von Carl Weissner, der diesen Band ebenfalls herausgibt:

Andererseits läßt sich das hier gegenständliche Werk selbstverständlich auch im Œvre von Franz Kafka nachweisen, und zwar in Der Proceß, u.a. handschriftlich erschienen 1998 im Reclam-Verlag:

Außerem möchten wir diese wundervolle Gelegenheit beim Schopfe ergreifen, um noch auf eine 15-bändige kritische Sonderausgabe aus dem Taschenbuchhaus Fischer hinzuweisen:

Auf der Verpackung wird Franz Kafka mit den Worten zitiert: »Ich suche immerfort etwas Nicht-Mitteilbares mitzuteilen, etwas Unerklärbares zu erklären…« Der passionierte Routinier und Chefinspektor Colombo hätte, so er mit der Causa Kafka betraut gewesen wäre, wie folgt darauf geantwortet: »Das erklärt es natürlich!«

Vladimir Putin sings »Blueberry Hill«

14 Dec

Das Nachtzugerlebnis

14 Dec

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Ich mache ja keinerlei Geheimnis aus meiner Unfähigkeit, einen sauber geführten Terminkalender zu unterhalten. Nein, ich empfinde es nicht mal ansatzweise als Schmach; ganz im Gegenteil: Insgeheim bin ich sogar etwas stolz auf besagtes Unvermögen. Außerdem stellte bereits Friedrich Dürrenmatt so schön und treffend fest: »Je genauer man plant, desto härter trifft einen das Schicksal«. Ihm zu huldigen, das sei mir stets ein übergeordnetes Anliegen.

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Auf einer geschäftlichen Reise nach München blieb ich mit meiner Pick-Up-Ente kurz vor München durch Getriebeschaden liegen, das heißt, ich schaffte es gerade so zur Rampe der Autonachtreisezugverladestation (übrigens ein Wort mit 31Buchstaben). Dort blieb das gute Stück bis zum Rückreiseantritt geparkt. Als es dann soweit war, begegnete mir auf dem Bahnsteig Richtung Köln – denn dort wollte mich der Erbauer meines herrlichen Vehikels am nächsten Tag mit seinem Hänger in Empfang nehmen – ein torkelnder Finsterling Marke besoffener Prolet entgegen, der sich, ich verfolgte neugierig die Stilistik seines Ganges, zu meinem großen Erstaunen und Entsetzen die kleine Leiter des Führerhauses ausgerechnet jener Lok hochhangelte, die meinen Zug durch die Nacht ziehen sollte. So bat ich einen Bahnmitarbeiter um eine spontane Unterredung, die mit jenem Satz endete, der mir einen bis dato unerreichten Einblick in das überaus entspannte Betriebsklima bei der DB gewährte, nämlich: »Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgend jemand bei uns trinkt, jetzt so kurz nach Eschede!«

Der Nachtzug setzte sich in Bewegung und ich verständigte über Mobilfunk die Polizei. Irgendwo, so Höhe Ingolstadt, wurde der Zug außerplanmäßig gestoppt und zwei hilfsbereite Polizisten, Zivildienstleistenden gleichend, schleiften den Lokführer auf ihren Schultern gestützt zum bereitstehenden Krankenwagen. Eine viertel Stunde später notierten die Herren von der Polizei meine Personalien und eine Kurzaussage. Nach schätzungsweise einer weiteren Stunde kam dann ein neuer Lokführer des Weges. Beim Schlafwagenschaffner stieg ich im Ansehen, so daß er mich in ein Ersterklasseeinzelzimmerschlafwagenabteil (übrigens ein Wort mit 41 Buchstaben) umquartierte. Schön mit Holzvertäfelung und gebügeltem Leinenbettbezug und so. Das volle Gedeck!

Am nächsten Morgen erreichten wir mit entsprechend ordentlicher Verspätung eine Seitengleisanlage des Kölner Hauptbahnhofs. Einige Anschlußzüge waren schon weg oder wichtige Verabredungen verpaßt. Die Mitreisenden unterzogen mich einer kollektiven Ächtung, so als wollten sie sagen: »Danke, Du Idiot! Wegen Dir ist meine gesamte Tagesplanung obsolet geworden«. Die meisten von ihnen hätten obsolet ohnehin für den Markennamen einer nicht sonderlich raffiniert zubereiteten Obstsalatspeise gehalten. Nicht, daß diese abgehalfterten Existenzgeschädigten mir hätte schlabbernd um den Hals fallen müssen, denn es war nichts als purer Egosimus, der mein Handeln steuerte, aber ein paar zufriedene Gesichter hätte ich dann doch schon gerne gesehen.

Da ich mal wieder in meiner Geldnotphase steckte, sprang ich über meinen Schatten und setzte mich mit dem damaligen BILD-Chef in Verbindung und fabulierte so kryptisch wie möglich über den Vorfall. »Mein Honorar ist zweihundert!«,sprach ich selbstbewußt und er erwiderte »Kein Problem, zweihundert Mark sind für uns absolut kein Problem«. »Ich dachte mehr an Zweihunderttausend Mark« korrigierte ich ihn – ich hatte ja nicht die geringste Ahnung, was eine solche Geschichte wert sein könnte, worauf er antwortete: »Das ist viel zu viel. Kein Mensch bezahlt Ihnen so viel Geld!«

Aus meiner Sicht machte er mir einen hinreichend verlegenen Eindruck! Wir verblieben so, daß wir es uns beide überlegen würden. Ich spielte auf Zeit. Eigenartigerweise hörte ich nichts mehr aus Hamburg und am nächsten Tag war meine Geschichte im Überbruch auf Seite 1. Ein anderer Fahrgast hatte sich zwischenzeitlich ebenfalls bei der BILD-Zeitung gemeldet und alles suppenbrühwürfelwarm erzählt. Ich fühlte mich wie ein Verteidiger, der ganz allein und mit hängender Zunge den Ball über das Spielfeld gebracht hatte, doch letztlich von einem Mitspieler aus der eigenen Mannschaft im gegnerischen Strafraum mutwillig zu Fall gebracht wurde. Und das Schlimmste: Nur 0,8 Promille hatte der Lokführer laut Schlagzeile angeblich im Blut. Dieses mickrige Ergebnis empfand ich als die wahre Niederlage.

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»Möchten Sie Tee oder Kaffee zum Frühstück?« »Beides. Und beides bitte doppelt!« gab ich zur Antwort. »Croissants brauche ich keine, die hole ich mir gleich auf der Rue St. André Des Arts« fügte ich ergänzend hinzu. »Na dann viel Vergnügen«, sagte der Schlafwagenschaffner und händigte mir wieder meinen Reisepaß aus. Hatte ich das etwa alles nur geträumt?

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Vor drei Jahren veröffentlichten wir oben stehende Kurzerzählung leicht modifiziert als Podcast, gehostet von einfallsreich.tv. Nun unterliegen die Macher von einfallsreich.tv den gleichen genetischen Veränderungen wie wir es tun, was heißt, das alles im Fluß ist, manches sogar im Fuß, manches wiederum im Kopf; wer will von uns schon so genau sagen können, was am morgigen Tage alles auf dem Acker wächst. Mit anderen Worten: das Podcast gibt es derzeit nicht mehr, der Text jedoch ist geblieben. Ist das nicht eine schöne Bestandsaufnahme?

Ach ja, ein gelegentlicher Besuch von einfallsreich.tv lohnt sich nach wie vor.

Liu Di’s Animal Regulation Series

14 Dec

Liu Di is an amazing Chinese artist – and pretty much young. Born 1985 in Shanxi Province, China he studied between 2004 – 2009 at the Central Academy of Fine Arts in China. The 25 year old photographer had some exhibitions in 2009, and this year his achievement was already announced at Art Basel|Miami Beach.

Liu, represented by pekin fine arts, is known for his work which deals with conflicting relationships between nature and human society, generated by the rate of chinese urban development.

via: bldgwlf

Dri ‘N King with Hemingway

14 Dec

Plaza del Castillo, Jul 1959. Hemingway’s last visit to Pamplona

Want to know what »Death In The Afternoon«, »Death In The Gulf Stream«, »Mojito«, »The Montgomery« or »Papa Doble« taste like? Furthermore, you’d like to find out how to make ’em the Hemingway way? If so, you should better pay Codex XCIC a serious visite.

Very Rare Wildcat Shot – National Geographic

13 Dec

Photograph by Andrew Lucas

via: Design you trust

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Did you know that SteveMartinToGo has got the Twitterflow?

13 Dec

via: Business Insider

Kaugummikuchen?

13 Dec

Sonnenuhr – Ein OPEL-Astra Treatment

13 Dec

Seit ein paar Tagen ist es amtlich: McCann-Erickson betreut nicht mehr seinen Großkunden OPEL. Für Euren Hamster Anlaß genug, im Archiv zu wühlen und eines seiner vielen Treatments, die er mal für besagte Agentur anfertigte, hier digital abzudrucken.

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Ein Astra-Cabrio steht in Vordergrund des Bildes mit halboffenem Verdeck am Strand, es strahlt die Sonne. Das Verdeck ragt in einer Weise in den Himmel, daß es einen dreieckigen Schatten auf den Sand wirft, der den Zeiger einer Sonnenuhr darstellt, die von der Gruppe, zu der das Cabrio gehört und die es sich auf dem Strand (im Hintergrund des Bildes) gemütlich gemacht hat, in den Sand gezeichnet wurde. Es ertönt zielgruppenkompatible Musik aus den Boxen des Autos. Plötzlich fragt einer der Faulenzenden: »Wie viel Uhr haben wir denn?« Eine Frau im Zielgruppenalter steht auf, läuft zur Sonnenuhr und ruft: »Um wie viel Uhr müssen wir denn weg?« Die Antwort kommt promt: »Um acht!« Da die Sonnenuhr bereits kurz vor acht steht, nimmt sie die Fernbedienung des Cabrios und verstellt das Verdeck so, daß die Uhr nun wieder auf sechs Uhr steht. Sie ruft den Jungs zu: »OK, Wir ham’ noch Zeit!« und läuft zurück zu ihrem Platz.

CUT TO CLAIM: Frisches Denken für bequemere Autos.

Christmas’ Most Relevant House Warming Party

12 Dec

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In Scheiben liegt der Hund geschnitten
auf dem Grill – und läßt sich bitten.
Draußen ist’s und drinnen still,
der Hund, er bettelt: »Ja, ich will!«
Nur, was wird der Hund wohl wollen?
Vielleicht noch einen Dresdner Stollen?
Eine Wurmkur für den nackten Akt?
Doch die Koteletts? Längst entpackt!
Vertrackt! – Da packt das Herrchen Edelgeiz
die lange Fleischerzange mit dem Spreiz
und rührt im flackernd Loderfeuer
wider jede Hundesteuer. »Wird das teuer!«
seufzt die Blaublusdame mit dem Boxer-
hund im Hintergrund. »Oh, der Arme!
So ein Mist!
«, spricht die Dame leicht erregt,
weil Boxi wohl der nächste ist,
den man zerlegt bei Tische ißt.

Sein Haupt scheint deshalb wohl gesenkt,
Weil Frauchen sonst zu leicht vergißt,
daß das Leben ist kein Zuckerschlecken –
wenn man es so recht bedenkt…

Ergäbe eingewickelt und dies wohlbehalten
in wollwarmweichen Zwickeldecken,
begleitet von verzwickt geboxten Nasenfalten,
dies Produkt ein mariniertes Etwas,
so wären starke Extras dieser Art und Güte
auch was fürs Gestüte Marke »Ascot-Hüte«.

Aber sind sie (die Hüte) hier zu sehen?
Auf diesem Bild da oben – bitte sehr!
Nein! Wie soll man das verstehen?
Optisch wär’s – an diesem Ort – ein »Mehr«.
»Mehr« wie »Mehrschweinchenreport«.

Santa Claus: »Home Sweet Christmas Home«

12 Dec

Würde der abgebildete Chivas Regal auch noch über seine typische Bernsteinfarbe verfügen, wäre diese Anzeige sicherlich nichts für einen satirischen Werbebeitrag im Meerschweinchenreport. Aber so? Natürlich.

»Oh no, Frostie ate my son!«

11 Dec

On Christmas 1959 Dorothy Williams made a terrible discovery: Frostie ate her son. Unfortunately. However, as a matter of fact, she was not alone. Fortunately not. On that very same year and Cristmas Eve there were millions of Frosties all over the world waiting to be found by millions of caretaking mothers at a certain place were normally their sons and daughters should have been expected to be in order to receive the next steps of their liberal Christmas treaties.

But why did Frostie so? Probably, we will never know.

Die wahre Bedeutung …

11 Dec

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dieses Bildes hat sich uns ebenfalls noch nicht so recht erschlossen, obwohl wir schon davon ausgehen, daß es sich hierbei um ein Fahrrad handeln soll. Oh, welch’ großartige Einladung zu weitschweifenden Interpretationen wird uns hier geboten. Sogar Alice Schwarzer könnten wir, unter Einbringung einer leichten, irgendwo geschickt zwischen den Zeilen versteckten, Syntaxverschiebung, eins auswischen; allein: Es fehlt uns gerade die Lust dazu.

Alles, was uns bleibt, ist, einmal mehr auf ein unkonventionelles aber dennoch hochwertiges Weihnachtsgeschenk hinzuweisen, um das man Sie in Ihrer Nachbarschaft beneiden wird. Testen Sie Ihren persönlichen Exklusiveweihnachtsgeschenkebesorger ruhig mal ein bißchen intensiver.

Smirnoff Screwdriver

11 Dec

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Was möchte uns diese Anzeige sagen? Daß es groovy ist, besoffen von der Leiter zu kippen? Und daß es schön ist, dies kollektiv zu tun? Oder daß Smirnoff Vodka so wenig Alkohol enthält, daß man niemals von der Leiter fällt? Man diese – also im logischen Umkehrschluß – mit Smirnoff im Blut gefahrlos erklimmen könne? Oder daß es besser ist, alkoholisiert von der Leiter zu stürzen, als in diesem Zustand am Straßenverkehr teilzunehmen? Oder, daß man mit Smirnoff im Blut und zwei gebrochenen Beinen sich immer noch in der Lage sieht, mit einem freundlichen Grinsen ein Glas Smirnoff Screwdriver in die Höhe zu recken und gemeinsam mit seiner und seinem (noch) im Hintergrund wirkenden Schicksals- und Leidesgenossin sowie Leidensgenossen in spe darauf anzustoßen? Oder daß der Texter dieser Anzeige zum Zeitpunkt der Anzeigenerstellung seine vielgeliebten Beine bereits viel lieber unter den Tisch des Matterhorns gesteckt und gereckt hätte?

Eines darf zumindest als gesichert gelten: Die groovyeske Verwendung des damaligen Modewortes groovy galt in Werberkreisen zu jener Zeit als hinreichend groovy. Man denke doch bitte bloß an den sympathischen – auf Heino-Look getrimmten – Jungen mit dem Riesenklöppel in der Hand und dem zugehörigen Spruch: MB präsentiert das Spiel GROOVY. Ich bekam es zu Weihnachten geschenkt und fand es uninteressant. Außerdem gab es von Milkana fertig vorgeschnittene Käsescheiben in Wellenform in der Frischhaltebox. In jenen dieses Produkt bewerbenden TV-Spots fuhr dazu eigens ein groovyesker Buggy über hügelige Sanddünen.

So hebe ich mein gewelltes Nicht-Käse-Smirnoff Screwdriver-Glas, auf daß diese visuellen Spitzenfernsehwerbeerzeugnisse den Hunger auf vorgewellte Käsescheiben gesteigert haben mögen.

Jedenfalls heißt es: The big squeeze is on. Das könnte man auch als eine subtil unterschwellige Aufforderung zum Suizid verstehen.

Fazit: Es ist nicht ganz einfach, die Absicht des Inserenten in oben stehendem Werbebeispiel eindeutig zu ermitteln.

Mug Shot

10 Dec

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The LAPD took charge of every detail.

Laßt die Pudel fliegen

10 Dec

PHOTOGRAPHY BY REN NETHERLAND / BARCROFT MEDIA LTD

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Ab sieben im Büro und niemals wirklich froh,
so verschieben sich die Lehren vom Leben und von Scheren.
Der Kaktus ist noch feucht mit Tränen auf den Stacheln,
in der Küche kocht sie Kaffee, prüft nebenbei die Kacheln.
Um acht kommen die nächsten, ab neun scheint jeder stumpf,
schon schließt sie ihre Augen: „Hallo, Herr Lederstrumpf!
Guten Tag, schöne Frau! Was kann ich für Euch tun?
Wo drücket Euch der Schuh? Ist bald nicht schon High Noon?

Wie schön, daß Ihr das saget! In der Tat liegt’s mir am Herzen,
daß Ihr hier ein wenig putzet und dort ein wenig köchelt,
und entzündet mir die Kerzen, wenn mein Pudel etwas röchelt,
und es wäre schrecklich reizend, wenn Ihr ihm Luft zufächelt.

Ihr Wunsch sei mir Befehl! Das ist alles kein Problem,
doch mein Lohn sei einfach dieser: Für heut’ bin ich Ihr Claim!

Jetzt sieht sie nicht nur rot sondern außerdem den Hengst da,
und somit ist es klar: Es fliegt ein Pudel aus dem Fenster!

Laßt die Pudel fliegen, denn sie lieben die Freiheit,
sie lieben die Freiheit, denn sie lieben das fliegen,
drum laßt die Pudel fliegen, drum laßt die Pudel fliegen,
drum laßt die Pudel fliegen, denn sie lieben das Fliegen!

Als Friseur erlebt man vieles und nicht jeden Tag das gleiche,
auch wenn es nicht sein Ziel ist, es kommen nur sehr Reiche.
Für sie stellt er die Weiche, zieht den Scheitel auf dem Schädel,
verziert den Bär von jedem Mädel, so ungefähr und wahrlich edel,
und wenn es sein muß auch mit Knebel und mit ledernen Manschetten,
und gegen mehr Entgelt auch in stählernen Ketten.
Den Friseur nennen sie Frisi, nicht so schwer und deshalb easy
sich zu merken und so stärken sich Frau Greasy und ebenfalls
Herr Gysi mit Puder, Lack, Make-Up und Schminke
und auch mit einem Frack vom Bügel auf der Klinke.
In der Stadt ist er bekannt, die meisten meiden ihn,
doch bald zieht er aufs Land, man wird wohl mit ihm zieh’n.
Er hat auch eine Tochter und diese steht auf Hunde,
was er wohl nicht goutiert und so macht es bald die Runde,
er sähe nicht nur rot sondern ebenfalls Gespenster,
und somit ist es klar: Es fliegt ein Pudel aus dem Fenster!

Laßt die Pudel fliegen, denn sie lieben die Freiheit,
sie lieben die Freiheit, denn sie lieben das fliegen,
drum laßt die Pudel fliegen, drum laßt die Pudel fliegen,
drum laßt die Pudel fliegen, denn sie lieben das Fliegen!

Wärmende Mundpropaganda

9 Dec

Design by Danielle Spector

Photo via: Cakehead Loves Evil

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Pierre Stephane Dumas: »Unusual Huts For Unusual Nights«

9 Dec

Transparent bubble tent puts campers under the stars. But be careful where you get undressed!

Read what this is all about on: Daily Mail Online

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50 Ways to Feed Your Lover

9 Dec

Click to enlarge »Shoe Socket«

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The problem is all inside your head, she said to me
The answer is easy if you take it logically
I’d like to help you in your struggle to be free
There must be fifty ways to feed your lover

She said it’s really not my habit to intrude
Furthermore, I hope my meaning won’t be lost or misconstrued
But I’ll repeat myself, at the risk of being crude
There must be fifty ways to feed your lover
Fifty ways to feed your lover

She said it grieves me so to see you in such pain
I wish there was something I could do to make you smile again
I said I appreciate that and would you please explain
About the fifty ways to feed your lover

She said why don’t we both just sleep on it tonight
And I believe in the morning you’ll begin to see the light
And then she kissed me and I realized she probably was right
There must be fifty ways to feed your lover
Fifty ways to feed your lover

Slip out the back, Jack
Make a new plan, Stan
You don’t need to be coy, Roy
Just listen to me
Hop on the bus, Gus
You don’t need to discuss much
Just drop off the key, Lee
And get yourself free

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Lyrics by Paul Simon

Photo via: Liebenswert

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»T-Zone« |*| »T for taste« |*| »T for throat« |*| »T for throat cancer«

9 Dec

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