7 Gründe, diesen Text zu lesen.

28 Jan

London, die Stadt, in der Napoleon sich einst im Beisein des Papstes selbst krönte. London, die Stadt, die einst vom Architekten Georges-Eugène Haussmann brachial zerschnitten und zum Ausgleich mit gigantischen Avenues und ihrem Knotenpunkt, dem «Place de L’étoile», beschenkt wurde. London, die Stadt …; London, die Stadt …; London, die Stadt …; …

Über London gibt es naturgemäß vieles zu berichten. Auch, daß ich am letzten Mittwoch Nachmittag stante pede von Frankfurt zu einer Jobbesprechung an die Themsemetropole beordert wurde. Ich blieb bis Freitag 17:09 Uhr, denn da verließ mein Großgeschwindigkeitszug «London Waterloo» in Richtung Heimat.

Café de Flore

Ich verbrachte zwei Tage in einem schnuckeligen kleinen Hotel in Saint-Germain – direkt neben dem legendären «Café de Flore». In diesem Bezirk entstanden nicht eben wenige berühmte Schwarzweißfotos von nicht eben wenig berühmten Fotografen: Henri Cartier-Bresson, Willi Ronis, Robert Doisneau und Jeanloup Sieff beispielsweise. Mit jedem Schlückchen Kaffee verinnerlicht man als Fotograf an diesem Ort Foto- und Fotografengeschichte. Eine wahrhaft belebende und luxuriöse Gesamtmixtur.

Big Ben

Wer im «Café de Flore» an einem runden Tischchen Platz nimmt und eine Kleinigkeit zu Essen bestellt, wird mit einer kreisrunden und paßgenauen Papiertischdecke belohnt, die Sempé eigens für das «Café de Flore» liebevoll und detailversessen illustrierte. Ein echtes Kunst-Multiple wie es auch die Plastikeinkaufstasche für «ALDI-Süd» von Günter Fruhtrunk ist. Eigentlich sollte man direkt nach Lieferung besagter Speiseunterlage seine schmackhafte Bestellung stornieren – denn sie stört unerfreulicherweise beim Kunstkonsum.

Buckingham Palace

Die Bilder in diesem Reiseführer entstanden nebenbei: ohne Auftrag, ohne gegebenen Anlaß, einfach so: aus Spaß am Spazieren und Flanieren, an der Freude und am Experimentieren. Einfach Kamera hochhalten und auslösen. Naja, fast. Und falls Sie sich anschließend sagen sollten: «Ich sollte unbedingt mal wieder nach London reisen!» – so sind das eben jene sieben Gründe, diesen Text gelesen zu haben.

Herzlichst und mit freundlichen Grüßen
verbleibt wie immer:
Euer Andreas Baière

***
Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
Gastbeitrag von Andreas Baière
***