Geschichtlicher Hintergrund des «Planking»

9 Jun

History of Planking

Das in letzter Zeit wieder schwer ins Licht und das Bewußtseins der Öffentlichkeit gerückte «Planking» (Meerschweinchenreport berichtete hier), geht auf eine Lebensphiolosophie zurück, die ihre Wurzeln zu Zeiten der französischen Revolution erstmals schlug. Damals ging es ebenfalls darum, sich langgestreckt, mit angelegten Armen und Gesicht nach unten an einer möglichst ungewöhnlichen Location fotografieren zu lassen.

Allerdings hatte es sich noch nicht genügend herumgesprochen, daß die Fotografie noch gar nicht erfunden ward, weshalb es im 18. Jahrhundert üblich war, die Planking-Prozedur nicht zu überleben, weil sich der bestellte Fotograf über Jahrzehnte hinweg verspätete. Die mit diesem Ereignis verbundene häufigste Todesursache war entweder der Hirn- bzw. Hungertod, oder schlicht überbordende Langeweile.

Vor diesem Hintergrund etablierte sich recht schnell ein Derivat dieses Trends: das sogenannte «Wett-Planking» (siehe Bild oben). Hierbei «plankten» gleich mehrere «Planker» um die Wette, warteten darauf, daß der jeweils andere als erster nebst Geduld den Kopf verlor – und aufgab.

Beispielhaft und geschichtemachend war das Wettplanken der beiden «Jakobiner-Titanen» und Wohlfahrtsexperten Georges Danton (links im Bild) und Maximilien de Robespierre (rechts im Bild). Danton verlor seinen Kopf am 5. April 1794, Robbespierre jedoch erst einige Monate später, nämlich am 28. Juli 1794, wobei Letzgenannter es sich nicht nehmen ließ, die Prozedur seines Kopfverlustes mit heftigem und selbstgemachtem Siegesgebrüll standesgemäß zu begleiten.

Dem bis vor kurzem aktiv im australischen Brisbane wohnende 20-jährige Acton Beale waren die bisherigen Neo-Planking-Bemühungen offensichtlich zu weit von der «Originalvorlage» entfernt, was ihn dazu veranlasste, sich und seinen betrunken Körper auf das Geländer eines Balkons im siebten Stock zu wuchten, um sich dort in besagter Plankerpose ablichten zu lassen. Hier verspätete sich zwar nicht der Fotograf, wohl aber des Australiers Auffassungs- und Beurteilungsvermögen, was irgendwie zwangsläufig zu Beales unfreiwilligen Kurzflugbemühungen führte…

via: Babies, Booze & Boobs

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