Eine nicht ganz unflotte Geschichte

21 Jun

Als der 38 jährige Brite Sean Murphy eine Beretta an seinen linken Mittelfinger hielt und sehenden Auges abdrückte, tat er dies primär, um seine ihn seit nun mehr fast fünf Jahren eifrig tyrannisierende Warze endlich ins wohlverdiente Nirvana zu entlassen. Dabei entließ er jedoch seinen gesamten Mittelfinger gleich mit, weil, wie er sagte, sich der Lauf während des Schusses «etwas gedreht» habe und «das sei es dann gewesen».

Ein für Sean Murphy auch deshalb nicht ganz glücklich verlaufender Tag, weil die Beretta, aus der er den Warzen-weg-Schuß abfeuerte, gestohlen war. Der Polizei, die ihm die Hand verband, erzählte er, daß er sie vor ein paar Monaten unbeaufsichtigt in einem Gebüsch in der Nähe einer Kinderkrippe gefunden habe.

Im Saal des Doncaster Magistrates’ Courts standen entspannte 15 Jahre Höchststrafe für Murphy’s Komplettnummer im Raum; und nachdem Anklagevertreter und Verteidigung die üblichen Liebesbekundungen untereinander ausgetauscht hatten, stellte District Judge Jonathan Bennett gegenüber dem Angeklagten fest: «I don’t know what was going on in your mind.» Worauf Law-Spezialist Murphy erwiderte: «The best thing is that the wart has gone. It was giving me lot of trouble.»

Sean Murphy wurde zu einer sechszehnwöchigen Gefängnisstrafe, sowie dem Verrichten von einhundert Stunden unbezahlter Sozialarbeit verurteilt. Außerdem habe er die Verfahrenskosten in Höhe von £100 zu bezahlen.

Wäre Murphy bei seiner Selbstbehandlung verstorben, so hätte er sich gute Chancen auf die nachträgliche Veleihung des Darwin Awards ausrechnen können.

via: Yorkshire Post

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