diastema: «Let’s Get Small And Bible»

20 Jul

Vertreibung aus dem Paradies

Sodom und Gomorra

Kommunion

Romulus und Remus

Bergpredigt

Das alte Testament

Das neue Testament

Christi Himmelfahrt

Das Arbeiten mit kleinen Figürchen in der bildenden Kunst ist wahrlich nichts Neues. Nein. Man beschaue sich beispielsweise die Werke David Levinthals. Oder die eines anderen Künstlers, über den wir schon zweimal berichteten, ich mich aber im Moment partout nicht an seinen seltsam klingenden Namen erinnern will. All I know is that it starts with and «S». «S» for sugar. Das sind nur zwei kleine Beispiele.

Und klein muß es schließlich anlaßgemäß weitergehen. Habe ich eigentlich schon mal daraufhingewiesen, daß ich ein Fan von Worten, in denen ein «ß« vorkommt, bin? Diese Eigenschaft bewahrt mich zum Beispiel davor, darüber nachzudenken, ob das Wörtchen «anlaßgemäß» nach den alten Rechtschreiberegeln von mir vorstehend korrekt niedergeschrieben wurde.

Völlig korrekt: es geht um Niedergeschriebenes von hoher und hehrer Güte: die Bibel. Die Künstlerin mit dem Flickr-Nick diastema nahm sich dieses nicht ganz einfachen Themas an – und interpretierte sie in der ihr eigenen Bildsprache neu, womit sie sich in bester Gesellschaft mit Malern wie Jacopo Robusti, gen. Jacopo Tintoretto, Petrus Paulus Rubens, Raffael da Urbino, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein oder Andy «Last Supper» Warhol – um nur ganz, ganz wenige Beispiele zu nennen – befindet.

Daß es sich bei ihren Werken um religiöse Motive handelt, erwähnt die Künstlerin diastema übrigens mit keiner Silbe. Und das ist aus meiner Sicht der nicht zu übersehende Zusatznutzeneffekt für den Betrachter: Er wird zu eigenständigem Denken, Erkennen und Handeln motiviert; und so zu einem vollwertigen und verantwortungsbewußten Mitglied unserer Globalgesellschaft erzogen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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