Albert Einstein’s Butterfly Collection

4 Dec

In dieser kleinen Holzbox befinden sich Teile der wertvollen Schmetterlingssammlung Albert Einsteins, die er einst zur Erforschung der Relativitätstheorie sorgfältig anlegte. Über den Verbleib seiner Schmetterlingsnetze ist jedoch nichts bekannt.

Gemäß dem letzten Willen Albert Einsteins sollte seine kostbare Schmetterlingssammlung direkt nach seinem Tode gemeinsam mit ihm verbrannt – und seine Asche von einem Helikopter aus über dem Grundriß des «Flamingo» in Las Vegas verstreut werden. Allerdings hielt sich ein gewisser Harvey, der später im Drama um das Kennedy-Attentat noch eine pikante Rolle spielen sollte, nicht daran und entnahm im Beisein Otto Nathans, einem Freund Einsteins, im Princeton Hospital in New Jersey die Schmetterlinge dem Sarg des Physikers. Einfach so.

Eine Tat, die der böse Harvey noch bitterlichst bereuen sollte, denn von nun an geriet sein Leben jämmerlichst aus den Fugen. Nur wenige Wochen später wachte er eines Morgens auf – und sein linkes Auge war plötzlich weg. «Bin nur mal kurz Zigaretten holen und gleich zurück» stand auf einem Zettel geschrieben, den er etwas zerknautscht auf seiner Bettdecke vorfand. Einfach so. Danach verschwanden ebenfalls hinreichend lapidar seine rechte Hand, sein Verstand, sein oberster Hosenknopf und dann auch noch seine Approbation. Auch einfach so. Alles, was ihm blieb, war, sich von nun an als unterbezahlter Fabrikarbeiter durchs Leben zu schlagen. Harvey kaute das bittere Brot des Erfolglosen, und immer vermißte er den leicht süßlichen Geschmack, von dem ihm sein Bäcker immer erzählte. So zog er enttäuscht von einem Ort zum nächsten, rasierte sich den Schädel, ließ sich einen langen Vollbart wachsen, wurde Creative Director und danach wieder unterbezahlter Fabrikarbeiter – aber immer mit Einsteins Schmetterlingen im Gepäck. Ein Versuch, sie öffentlichkeitswirksam unter einer freischwebenden Kirchenkuppel wiederzubeleben – und zum Fliegen zu bewegen, schlug dramatisch fehl. So ging auch noch Harveys linke Hand verlustig.

Er fühlte sich nicht gut. Schließlich landete der vollständig Hand- und Auglose in Wichita, wo er 1978 von Steven Levy, einem irischen Lebemann mit Call-Center-Erfahrung, aufgesucht wurde, der ohne Nennung eines triftigen Grundes mehr über den Verbleib der Schmetterlingsammlung des Denkergenies in Erfahrung bringen wollte. Nun wurde es Harvey zu viel und er faßte vierzig Jahre nachdem er die Schmetterlinge aus dem Sarg des Physikers entführt hatte, den Entschluß, sich von diesem Fluch nach Möglichkeit endgültig zu befreien und die genadelten Exflugtiere an den Ort des einstig schändlichen Begehens zurückzubringen. So verfeuerte er sie kurzerhand im nächstgelegenen Karmin. Der Rauch, so war sich Harvey damals ziemlich sicher, würde sich im Himmel mit dem Wesen Einsteins wiedervereinen und endlich Ruhe geben. Allerdings konnte er keine Streichhölzer finden. Wahrscheinlich nur deshalb ist nun ein Teil dieser legendären Sammlung im Mütter Museum of the College of Physicians of Philadelphia zu sehen.

Über die beiden sich ebenfalls in seinem Besitz befindlichen Einmachgläser, die die Überreste des Gehirns JFKs beherbergen, will der 102-jährige Harvey nichts sagen. «Das», so der seltsame Einzelgänger und Kuba-Liebhaber, «hat mir mein Anwalt untersagt».

via: Crackajack’s Nerdcore

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