Lebensmühle

4 Dec

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Das Mühlenrad der Lebensschicht
steht gefestigt – optisch dicht.
Es weist die Wege und schlägt Brücken,
Es kreist die Säge und stopft Lücken.

Es ist Gehege auch – und Innenhof:
Statisch träge, ein reger Philosoph!
Und kommt des Wegs ein junger Schelm,
So sei das Rad sein schützend Helm.

Nicht Adlerkopf, nicht schneller Jet,
Nicht Axt, nicht Batmans Bett:
Nichts vermag durch das Parkett zu brechen,
Nicht zu biegen runde Flächen.

Nicht zu stören dieses Gleichnis,
Das uns sagt: «Es weicht nichts
Und niemand von der Stelle,
Denn es schwimmen Eure Felle!

Durch den Jordan und den Rhein,
Durch den Magen und kleinklein,
Bis Orcas uns das Zeug verdauen
Und fröhlich aus der Wäsche schauen.
»

Diese Delle rund zu formen,
Ist die Kunst von Lebensnormen;
Ist ein Teil in Fischkonserven:
Geschmacklich sei der Nerv zu schärfen;

Der uns Gleichmut antrainiert,
Und außerdem auch durchmassiert,
Bis die Muskellappsis schwellen –
Ein Synonym für «Hundebellen».

Nun sind wir weg vom weiten Thema,
Und doch ganz nah an diesem Schema,
Denn die Crema auf dem Käffchen
Macht aus jedem Schwanz ein Äffchen.

Macht aus jedem Unverdauten
Optisch einen Halberbauten oder einen Kalbergrauten;
Oder nennen wir ihn Optimisten,
Der sich auch auf Röhrenpisten

Trefflichst wie zu Hause fühlt
Und nicht ansatzweise unterkühlt.
So malt sich jeder so sein schönes Leben.
Und es wird wahr – beim Kreiselschweben.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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