Außer Konkurrenz: «Fotografische Mathematik im Bergkirchenviertel»

16 Sep

Zugegeben: Wenn wir gewußt hätten, worauf wir uns da mit unserer Reihe Fotografische Mathematik eingelassen haben, dann hätten wir möglicherweise nie damit begonnen. War es für uns noch ein relativ Leichtes, die Wirkungsweisen von Addition, Subtraktion und Division unseren geschätzten Leserinnen und Lesern im Bereich der Fotografie zu erklären, so will uns für die für alles und insbesondere die derzeitige EU-Staatsverschuldungskrise allein verantwortliche Multiplikation einfach kein geeignetes Beispiel einfallen oder gar über den Weg laufen. Schlimm.

So ist es in solch situativen Zwangsjackengesamtsituationen nicht selten unhilfreich, nicht nur das Verneinte abermals zu verneinen, um ein möglichst positives Grundgefühl zu erzeugen, sondern einfach auch mal Fünfe gerade sein lassen, Sechser in den eigenen früheren Schulzeugnissen mit einem Original Tintenkiller radikal zu negieren, den traditionellen Vier-Uhr-Tee mit seiner Lieblingsvermieterin keinesfalls platzen zu lassen, alle guten drei Dinge einzusacken – und die Füße nebst Seele bis zum Sanktnimmerleinstag baumeln zu lassen.

In einer solch situativen Zwangsjackengesamtsituation befand sich gerade unser Redaktionsmathematiker Andreas Baier, als ihm ein geeignetes Paradebeispiel über den Weg lief, er flugs nach seinem nigelnagelneuem iPhone griff – und intuitiv dieses wunderbare Gesamtbildkunstwerk schoß.

Der mathematische Mechanismus: «Umhängetasche plus Umhängetasche ist gleich Generation X». Wobei auch von einer angehenden Generation UnionJack gesprochen werden könnte. Außerdem gelang es unserem Zahlenheld vorbildlich, trotz der erschwerten Arbeitsumstände (alles mußte schnell gehen), die Persönlichkeitsrechte der hier abgebildeten Person harmonisch zu wahren, ohne später seine Augen plump mit einem schwarzen Balkan zu verdecken. Chapeau.

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