Winnetou und Old Shatterhand

9 May

Durch die Steppe der Prärie ritt Il Tschi und stolz auf seinem Rücken Winnetou – auf dem Weg zum Blumenpflücken. Er hatte Schwierigkeiten, sich zu bücken, doch tat er dies aus freien Stücken, er wollte seine Squaw beglücken. Nur wußte er nicht wie, denn Ribanna stand auf Ikebana und diese Kunst verstand er nie. So lieh er sich die Hand von Meister Schmetter, schon netter er das Sträußchen band beziehungsweise steckte. Doch erweckte das nicht mehr die Schöne, sie war bereits im Jenseits – im Reiche Manitus. So verzichtete er auf seine Söhne, bedichtete zum Ausgleich diese Töne. Als letzter Gruß kommt hier der Steppenblues…

Dadidadidadi…

Heiße Apachen spielten «Weiße klatschen». Ich schwöre: Generell war’n im Westen sie die besten Friseure: Halb rasant, charmant, halb grausend, ohne Pardon aufbrausend, im Salon «Scalp 2000» ging alles schnell. Noch immer höre ich die Chöre der Bleichgesichttenöre, die gleich einer Röhre sangen: «Mit gehangen, mit gefangen». Das war’n die Lieder, die immer wieder erklangen: Sie durchdrangen Euer Mark stark. Karg der Steppenpark, in dem all dies geschah – und hier die Melodie, die sich so lang in der Prärie verbarg…

Dadidadidadi…

Von großem Nutzen war dem Schwerenöter mit dem Bärentöter der Henry-Stutzen, im Dutzend ging er damit Schurken putzen, doch ward er röter als vorgesehen: Seine Rose N-Tscho-Tschi wollte ihre Wehen, eine Strampelhose nähen. Das mag verstehen wer will. Leider stand vor Schmerz ihr Herz bald still. Das war der Brauch, das war’n die Pleiten, so pfiff der Geist von N-Tscho-Tschi ihr Lieblingsriff über die Weiten der Prärie…

Dadidadidadi…

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