Manuel Herz: «Neue Synagoge Mainz»

7 Aug

Click to enlarge religiously

In einem vorangegangenen Artikel reflektierten wir über die intuitive Fähigkeit von Taxifahrern, sich im bildsteigernden Sinne unvorhergesehen in die Fotografien unseres Redaktionsfotografen eigenständig und in Echtzeit «einzuarbeiten». Gleiches gilt es, in beschränktem Umfange ebenfalls Radfahrern zu testieren.

Nicht, daß uns dieser Umstand sonderliches Kopfzerbrechen bereiten würde, aber als etwas strange empfinden wir das spontane und fast freihändige ins-und-durchs-Bild-Rauschen der Dame mit dem gelb gefüllten Maßkrug in der Hand dann schon. Und noch etwas irritiert: Der ebenso spontane Zusammenstoß beider Zweiradler rechts, einen Hauch außerhalb des Bildes. Da half dem Herren auch der mit reinen Bordmitteln geschickt und schnell zusammengebastelte Radfahrhelm vermutlich nicht viel. Fazit: So ist das eben, wenn zwei sichtlich Umweltbewußte jeweils mit nur einer Hand am Lenker unterwegs sind…

Mag es ihnen ein Trost sein, daß seit 15 Jahren weltweit keinerlei Temperaturanstieg in Sachen angeblicher Klimaerwärmung mehr festgestellt werden konnte. Und natürlich auch, daß beide ihren Führerschein, so vorhanden, behalten dürfen. Hat ja sonst niemand gesehen.

Die Neue Synagoge Mainz an der Hindenburgstrasse / Ecke Josefstrasse. Erbaut von Manuel Herz, der u.a. mit den beiden Stararchitekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron seit dem Jahr 2006 das Institut «Stadt der Gegenwart» am ETH Studio in Basel leitet. Außerdem gehört er dem Beirat der Bundesstiftung für Baukultur der Bundesrepublik Deutschland an – und ist auch sonst viel unterwegs.

Über die Neue Synagoge Mainz informiert die Website der Jüdische Gemeinde Mainz en détail.

Für unseren Redaktionsfotografen war es eine kleine aber feine Reise zurück in seine Kindheit, liegt sein immer noch aktiver Kindergarten von damals doch nur knappe 50 Meter von dieser Kreuzung entfernt, wobei früher an der Stelle der jetzigen Neuen Synagoge Mainz das Hauptzollamt, ein hinreichend langweiliger Verwaltungsbau, stand.

Gegenüber der Synagoge ist noch die Silhouette des Feuermelders in der Hecke zu erkennen, an dem sich bei ihm im Alter von vier Jahren sein entzündeter Blinddarm zu Wort meldete.

***
Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
***