Otto Herbert Hajek und Horst Ehmke: «Ein exquisiter Deal»

18 Jul

Otto Herbert Hajek, Horst Ehmke und Ehefrau Katja Hajek während der Vernissage im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg

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Der Künstler Otto-Herbert Hajek war dafür bekannt, auch die Disziplin Verhandlungsgeschick zur Kunstform erhoben zu haben. Wer einmal seine Villa in der Stuttgarter Hasenbergsteige 65 besuchen durfte, dem wurde sofort klar, was darunter zu verstehen war: Teppiche, Türen, Gardinen – alles echte Hajeks, die er als Multiple im Auftrag großer Firmen wie z.B. Vorwerk oder Biffar realisierte. Verglichen mit seinen Großprojekten waren das aber eher kleine Fingerübungen.

Im Bereich Kunst am Bau gelang es ihm beispielsweise, einen Vertrag mit der damals noch existenten Deutschen Bundespost abzuschließen, in dem festgelegt wurde, daß, salopp gesagt, von nun an bis in alle Ewigkeit jeder Bundespostneubau ausschließlich mit seiner Kunst zu bestücken sei, da es sich sinngemäß «um ein Gesamtkunstkonzept handelt, das sich stetig weiterentwickelt und diese Weiterentwicklung nicht durch die Werke anderer Künstler unterbrochen werden darf». Dieser Vertrag wurde erst durch die Umwandlung der Deutschen Bundespost in die Deutsche Post AG unwirksam.

Im Rahmen des «KUNSTüberall»-Projektes der Stadt Salzgitter steht auch eine Skulptur von Otto Herbert Hajek auf der Insel im Salzgittersee:

Hajek-Skulptur auf der Insel im Salzgitter-See

Hajek-Skulptur auf der Insel im Salzgitter-See

In Salzgitter-Thiede steht auch eine Skulptur der leider viel zu früh verstorbenen Hajek-Tochter Katja Ka:

Skulptur von Katja Ka in Salzgitter-Thiede

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Alle Fotos von Andreas Baier
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