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DDC Design Bibliothek – History (Band 3): «Metamorphosen – Die Neue Amerikanische Schule»

11 Oct

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Gestern steckte das gute Stück in unserem Briefkasten: Der neue DDC-Band: «Metamorphosen – Die Neue Amerikanische Schule».

Die Beiträge: «Die Neue Amerikanische Schule» (Olaf Leu); «Die Amerikanische Schule des grafischen Expressionismus» (Herb Lubalin); «Intellektuelle Inspiration suchten die Designer im Bauhaus» (László Moholy-Nagy); «Die Schweizer hatten Ordnung ins grafische Chaos gebracht» (Sascha Lötscher) sowie «Russische Revolution im amerikanischen Magazin Design» (Horst Moser).

Da wir in unserem Hause schon häufiger über das hier gegenständliche Hauptthema «Die Neue Amerikanische Schule» berichtet haben, befinden wir uns nun in der luxuriösen Position, mit vorstehend vorgenommenen Verlinkungen unseren Leserinnen und Lesern ein ebenso luxuriös ausgestattetes Informationsangebot zu dieser DDC-Vortragsdokumentation bieten zu können.

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Gordon Grecko: «Sort of British History»

5 Oct

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Rechtzeitig zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse wurde der von Stardesigner Gordon Grecko heiß herbeigesehnte und gestaltete Ausstellungskatalog «Design by Spain» fertig und, ganz wichtig, auch in vervielfältigter Form veröffentlicht.

Wer sich angesichts des Umstandes, daß sich besagtes Nachschlagewerk ausschließlich der britischen Geschichte widmet, sagen sollte: «Hä, ich versteh’ nur Spanisch…», der hat nicht nur das Anliegen sondern auch den Macher, Gordon Grecko selbst, – anders als Franz Kafka – vollständig verstanden.

Wer sich darüber hinaus weiterführend mit dem Kommunikationsgenie beschäftigen und auseinandersetzen möchte, der kann dies mittels unseres Berichtes «Komplexe Sprachtafeln» vom Juni 2008 gerne tun.

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Marcel Reich-Ranicki (MRR): «Selten sieht man einem Roman allein schon am Schutzumschlag die unmenschlichen Strapazen an, die er bei seiner beschwerlichen Reise zum Mond (und wieder zurück) durchlitten haben mußte. Ein nicht nur zeitintensives, inhaltsschweres aber auch hochwichtiges Werk aus dem NASA-Verlag, dem ich mich nun rechtzeitig zur Buchmesse ausführlichst widmen werde!»

21 Sep

Titanic: «Plagen Sie Marcel Reich-Ranicki (letzte Folge)».
FAZ: «Fragen Sie Reich-Ranicki»
hr2 – Der Tag: «Marcel Reich-Ranicki»

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Woody Allen: «The Gossage—Vardebedian Papers»

13 Jul

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Searching for a small reference giving our readers a little idea of what Woody Allen’s «The Gossage—Vardebedian Papers» are all about we could not believe our eyes having found the complete text, which was originally published in The New Yorker, January 22, 1966. Surely a serious case of Copyright infringement – as long as Woody Allen does not call himself Max Wolf.

To undo this matter a little bit we like to point out that Woody Allen’s book «Complete Prose» is still available. We are almost certain that you might like to consider buying one copy of his outstanding masterpiece of work.

A short quote: «Gossage:

Received the letter this morning containing your forty-fifth move (your knight captures my queen?), and also your lengthy explanation regarding the mid-September ellipsis in our correspondence. Let me see if I understand you correctly. Your knight, which I removed from the board weeks ago, you now claim should be resting on the king’s fourth square, owing to a letter lost in the mail twenty-three moves ago. I was not aware that any such mishap had occurred, and remember distinctly your making a twenty-second move, which I think was your rook to the queen’s sixth square, where it was subsequently butchered in a gambit of yours that misfired tragically.»

As we already said: You should seriously consider to buying one copy of his outstanding masterpiece of work.

The image above we took from the site A Greek Girl In Glasgow. Should Woody Allen ever get notice the special way the greek girl in Glasgow presents herself while reading his book he would be – we are almost certain – quite amused.

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Stefan Moses: «Max Frisch»

13 Feb

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Wenn man sich dieses Max-Frisch-Portrait von Stefan Moses so in aller Ruhe betrachtet, dann fällt einem auf, daß die Zeit, da es immer diese herrlichen, in der Kupfertiefdruckbeilage der FAZ veröffentlichten und mitunter in intimer Atmosphäre entstandenen Schwarzweiß-Portraits zu betrachten gab, leider längst vorbei ist. Schnüff!

Und es drängt sich zwangsläufig die Frage auf: «Wie haben die Jungs das damals eigentlich ohne Computer hingekriegt?»

Wikipedia über Stefan Moses.

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Friedrich Dürrenmatt: «Je genauer man plant, desto härter trifft einen das Schciksal»

31 Dec

Sicherlich nehmen Sie sich und nehmt Ihr Euch für das kommende Jahr mal wieder im Rahmen eines überflüssigen Sylvesterbesäufnisses so allerlei Blödsinniges vor: Mit dem Rauchen aufhören (der Gesundheit huldigend); jeten Morken 1o0 Liekestüsse apsolfieren (eigene Hör- und Schreipleistungen verbessern); mehr fairgehandelten Kaffee trinken (Klimawandel); das Schlüsselbund salzen, pfeffern und erfolgreich verspeisen (adäquates Wertstoffverhalten). All denen, die jedoch mit ihren tollkühnen Vorhaben bereits nach wenigen Tagen kläglich scheitern sollten, sei der rubrizierte Sinnspruch Friedrich Dürrenmatts ans Herztor genagelt, dies nur, damit sie wissen, nicht gänzlich allein in ihrem Unglück baden zu müssen. Allen anderen sei hingegen nachfolgend kurz vorgestellte Biografie empfohlen.

Die erste große Biographie über Friedrich Dürrenmatt – vom Pfarrerssohn aus dem Emmental zum Autor von Weltruhm und mit Millionenauflagen, glänzend und packend geschrieben von Peter Rüedi, einem der ausgewiesensten Dürrenmatt-Kenner.

Erschienen ist sie Ende Oktober 2011 im Diogenes Verlag und kostet im Rahmen einer unverbindlichen Preisempfehlung in der Hardcover-Leinen-Ausgabe derzeit EURO 28,90.

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Marktfrisch: «Das Kochbuch zum Wiesbadener Wochenmarkt»

28 Dec

Das Wiesbadener Wochenmarkt-Kochbuch von Nicola Böhme

Was gibt es schöneres als einen ergiebigen Spaziergang über den Wiesbadener Wochenmarkt, um nach aromatischen Preiselbeeren, schmackhaften Birnen und saftigem Rotkraut für das kurz zuvor im Kurpark frisch und eigenhändig geschossene Wildschwein zu suchen? Gibt es da noch etwas? Ja, da gibt es noch etwas: Das Kochbuch Marktfrisch von Nicola Böhme aus dem renomierten Tre Torri Verlag.

Der Wiesbadener Wochenmarkt belebt jeden Mittwoch und Samstag von 7 bis 14 Uhr das Dern’sche Gelände im Herzen der Stadt. Er ist fester Bestandteil der Landeshauptstadt, genauso wie beispielsweise das Kurhaus, die russisch-orthodoxe Kapelle, der Kochbrunnen, die Marktkirche, das Opelbad oder die Betriebskantine des Statistischen Bundesamtes, das architektonisch mit einem lupenreinen 1950er-Jahre-Bauhaus-Look aufwarten kann – und in der das tägliche Arbeitsleben exakt soo wie zur damaligen Zeit abläuft. Ein lebendiges Museum ohne Bildungsauftrag, sozusagen.

Doch zurück zum Kochbuch Marktfrisch: Es präsentiert rund 100 einfache, bewährte und schmackhafte Rezepte, die die Lust wecken, Fülle, Vielfalt und Marktfrische auf dem eigenen Herd vermehrt verarbeiten zu wollen. Nicola Böhme, Kolumnistin des Wiesbadener Kuriers, porträtiert zweiundzwanzig nach Jahreszeiten sortierte Marktprodukte: Von frischen Kräutern, über Pilze, Eier, Fleisch bis hin zu zahlreichen Obst- und Gemüsesorten. Die Produktportraits und Rezepte werden durch hilfreiche Tips, Tricks und Anekdoten der hiesigen Marktbeschicker ergänzt.

Aber auch nachts, wenn der Wochenmarkt längst wieder eingepackt und abtransportiert ist, spielt marktfrisches «Gemüse» vor der Kulisse der Wiesbadener Marktkirche abermals eine große Rolle, wenngleich es mehr von pyrotechnischer Natur ist.

Die Idee zu dem Buch entstand, als die Autorin Nicola Böhme erfuhr, daß Leserinnen und Leser mit ihren Rezept-Kolumnen an den Marktplatz-Ständen vorstellig wurden, um die entsprechenden Kochzutaten einzukaufen. Hier ist eine so-called sneak preview in das Kochbuch möglich.

Marktfrisch erscheint in der Reihe «Hausgemacht» aus dem Wiesbadener Tre Torri Verlag und kann für 19,90 Euro in der Tourist-Information am Marktplatz oder ganz bequem im Online-Shop auf wiesbaden.de erworben werden.

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Terry Richardson: «Dennis Hopper»

20 Dec

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Well, is there anything left to say about Terry Richardson? Certainly, and Lady Gaga is so kind to do this for us:

Terry Richardson’s book about Lady Gaga can be purchased on Amazon, for example.

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Greser, Lenz, Gsella: «Viecher in Versen»

14 Dec

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Zitat: «Von jeher mögen Reimgedicht und Zeichnung sich gut leiden. Und wie bei Wilhelm Busch und Joachim Ringelnatz, bei Robert Gernhardt und F.W Bernstein oder dem Duo Harry Rowohlt / Rudi Hurzlmeier gehen beide Künste auch in diesem mit dem Robert-Gernhardt-Preis 2011 geschmückten Buch mit Freude aufeinander los.»

Weiter auf der Website von Thomas Gsella. Ab heute (22. Oktober 2012) in jedem besseren Buchladen: «Viecher in Versen», das neue Hammerwerk von Greser&Lenz und Dr. Thomas Gsella. 240 Seiten voller komischer Tierbilder und eins a Superlyrik.

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F L Fowler: «Fifty Shades Of Chicken»

25 Nov

Now and finally, the sado-maso-or-whatsoever-book has got its proper satire, and is – as we might suggest – a useful cookbook as well: Fifty Shades Of Chicken. What this is all about? Just take a deep breath and look into this highly entertaining and most viral promotion film(chen):

Interested? All you need to do is to pay Fifty Shades of Chicken a visit. Well, we hope that the recipes of the fifty chicken dishes have not been created for masochists only … ’cause one of them, you know, is called Mustard-Spanked Chicken. This should tell us something.

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DDC-Werkstatt: «GRID – Zeitschrift für Gestaltung»

29 Oct

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Endlich ab 06. November im gut sortierten Fach- und Bahnhofsbuchhandel erhältlich: Das neue, zweimonatliche erscheinende Fachmagazin für Grafik- und Industriedesigner namens GRID. Chefredakteur Gerrit Terstiege verschlang Nespresso-Tässchen um Nespresso-Tässchen, verbrachte Nacht um Nacht in seinem Designergestühl, diskutierte mit seinem Editorial-Gestalter Mario Lombardo hin, diskutierte mit seinem Editorial-Gestalter Mario Lombardo her, so lange bis endlich alles klar, eingetütet und in trockenen Tüchern war: The first issue is about to be introduced to the rest of the world. Und zwar in der ersten November-Hälfte dieses Jahres im Hause der Peter Schmidt Group.

Den anspruchsvollen Leser mit übergeordnenten Schulabschlüssen im Lebenslauf erwartet u.a. ein Making-of-Beitrag über den genial einfachen Stapelstuhl der Bouroullecs für die Universität Kopenhagen; ein umfangreiches Porträt der New Yorker Grafikerin Jessica Walsh, der neuen Geschäftspartnerin von Stefan Sagmeister; ein kritischer Essay des renommierten Designtheoretikers Gui Bonsiepe; ein pointierter Text von Erik Spiekermann zum Thema Agenturgründungen sowie ein Interview zur neuen Ausrichtung des Braun-Designteams mit Chefdesigner Oliver Grabes. Und – natürlich – vieles mehr.

Der Deutsche Designer Club (DDC) freut sich, die neue Fachzeitschrift für Grafik- und Produktdesign im Rahmen einer DDC Werkstatt vorstellen zu können. GRID-Chefredakteur Gerrit Terstiege wird einen Einblick in die Entstehung und Konzeption (wie vorstehend beschrieben) gewähren und mit Braun-Chefdesigner Prof. Oliver Grabes über moderne Markenführung und das Medienverhalten von Designern sprechen.

via GRID.

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63,75: «Wiesbaden»

29 Oct

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Wer schon einmal das Glück hatte, eine Ausgabe dieses sagenhaften und mittlerweile eigentlich schon als, ähm räusper, legendär zu bezeichnenden «Heimatmagazin» über Wiesbaden aus dem Hause Stijlroyal in den Händen zu halten – und zudem der in jeder Ausgabe zelebrierten Zubereitungsvariante für Rippchen mit Kraut gewahr wurde, der wird die Assoziation, daß es sich bei besagtem Titel- und Wiesbadener Wappentier um nichts anderes als um eine hinreichend bißfeste Dareichungsform besagter Rezeptur handelt, problemlos nachvollziehen können: Löwenrippchen mit Krautmähne an frischer Wiesbadener Gesundluft.

Sollten jedoch immer noch Fragen zu der geistigen Beschaffenheit der Redaktionsoffiziere im Hause Stijlroyal bestehen, so mag man sich diese Ausgabe des Heimatmagazin in Gänze zu Gemüte führen.

Nun ist die Truppe um Huck Haas ein ordentliches Stück vorangegangen. Wir zitieren aus dem Pressetext: «Mit 63,75 veröffentlicht die Wiesbadener Design- und Werbeagentur Stijlroyal am Freitag, 2. November, ihr erstes Buch. Die Herausgeber und Geschäftsführer, Joerg «Huck» Haas und Bernd Ringsdorf, huldigen, was Römer und der Kaiser liebten, Mainzer verabscheuen und Dostojewski ruinierte: Wiesbaden. Die zu Unrecht als spießig und langweilig verschriene Kur- und Beamtenstadt kommt in diesem Buch um einiges besser weg und legt ihr Langweiler-Image ab. Hat sie doch mehr zu bieten als ihr Ruf vermuten lässt. Wiesbaden ist aufregend und geheimnisvoll. Haas lebte viele Jahre als Designer in Berlin. Zu Gunsten seiner alten Heimat hat er der hippen Weltmetropole den Rücken gekehrt. Aus gutem Grund, was die Herausgeber mit 63,75 beweisen wollen.

63 Autoren haben über 75 Plätze fantasiert, die ihnen etwa so fremd sind, wie den Massai das Essen von Gemüse. Denn der Clou ist, so gut wie alle Autoren waren noch nie in Wiesbaden, sie haben nur Bilder gesehen und kommen dabei zu überraschenden Erkenntnissen.»

63,75 wird 2. November der Öffentlichkeit vorgestellt. Ab dann wird das Werk in Buchläden und auf Amazon zum Preis von 39,90 Euro angeboten.

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Titel: 63,75 – Pfiffige Sichtweisen auf eine im Grunde ihres Herzens liebenswerte Stadt; Autor/Herausgeber: Stijlroyal, Wiesbaden; ISBN: 978- 3000397134; Preis 39,90; ein paar Seiten Voransicht.

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Greenhouse: «The Weekend Has Just Landed»

14 Oct

Björn and Benny are back from outer-space in order to save the world.

Do you remember Björn and Benny from the legendary pop-group ABBA? After spending some glorious time-out in outer space they now returned as marsian monks to provide us with the luxurious advantage of getting in touch with their new album ARRIVAL which is nothing but a perfectly carried out musical re-design of their former album ARRIVAL featuring a helicopter and all four band members on the cover. Do you remember?

The time when ABBA saved our childhood.

Do you remember chalk hearts melting on a playground wall? Do you remember dawn escapes from moon washed college halls? Do you remember the cherry blossom in the market square? Do you remember I thought it was confetti in our hair? Ehm, sorry: wrong chapter.

Do you remember how the original album started with the track When I kissed the teacher? They changed the title into When I kissed the preacher. The rest of the lyrics, however, remained originally. Due to the fact that since their separation from each other Björn and Benny are now forced to do their home cleanings without any female support; a circumstance that influenced their style of musical arrangements: less high hats, more bass drums. It’s so disturbing but so effective as well, isn’t it?

In addition, to them, everything in general and in public’s mind seem to be based on topics such as climate change and the rescue of the world’s most important tree hugger number one: the poor, poor polar bear. Consequently, they re-formed themselves, new branded as Greenhouse – with greater success if we are willing to take a fantastic look at the charts:

Björn’s and Benny’s tremendous chart success as Greenhouse

Almost every radio and tv channel all over the planet put Greenhouse on their list of heavily rotating music tracks and clips. This is what Björn and Benny call The never ending greenhouse effect. So, the force may be with them. For the rest of all times.

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Andreas Baier: «Just For Fun»

10 Sep

Andreas Baier: «Just For Fun»

Unser Redaktionsfotograf ist einmal mehr in die Tiefen seiner Festplatten hinabgestiegen und mit jeder Menge Vintagekrempel zurück ans Tageslicht gekehrt. Herausgekommen ist dabei sein neues Jumbobildermäppchen, das komplexer und zugleich einfacher nicht sein könnte. Wir sind – und können es anders nicht sagen – ganz hingerissen, ganz hin und weg, ganz aus dem Häuschen, kurz: Wir sind ganzhinundausdemhäuschenweggerissen. Genau!

Das aktuelle Digital Lookbook Just For Fun enthält eine bunte Mischung von Aufnahmen aus den letzten zwanzig Jahren und stellt eine gesunde und vitaminreiche Akquiseallzweckwaffe dar, die sich für so ziemlich jeden Job empfiehlt – nur nicht für Akt- und eine besonders perfide Form von affektierter Modefotografie.

Allerdings wäre es und ist es auch, nämlich ein prima Premium-Coffee-Table-Book, das sich zwischen einem Schälchen Marmoreiern und einem Stapel Ambiente-Ausgaben sichtlich dienlich fühlen würde. So rein Just For Fun, versteht sich.

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Ein Brief von Bertold Brecht an die VEB Radeberg Exportbierbrauerei

9 Aug

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Nur vier Monate vor seinem Tod wandte sich Bertold Brecht in einem dramatischen Hilferuf an die VEB Radeberg Exportbierbrauerei und schilderte ihr seine Notsituation. Starb der berühmte Dichter und Dramatiker nur kurze Zeit darauf, weil sein Hilfsappell von den Brauereiverantwortlichen ignoriert – oder gar erhört wurde?

Um herauszufinden, was nun was ist, arbeitet der renomierte Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie Dr. Mark Benecke im Auftrag des Bundesministeriums für Kunst und Kultur an einem Verfahren, die Qualität des damaligen VEB Radeberger Pils originalgetreu zu rekonstruieren.

Falls sich herausstellen sollte, daß das an den Schriftsteller gelieferte Bier von gesundheitsschädlicher Art und Güte gewesen sein sollte, so wird die Bundesregierung den Rechtsnachfolger der DDR, also die Partei Die Linke, gehörig auf Schadenersatz verklagen. Gregor Gysi erklärte jedoch bereits, daß man einer solchen Schadensersatzklage gelassen gegenüberstehe, da der Rechtsnachfolger der DDR niemand anderes als die Bundesrepublik Deutschland selbst sei.

Egal: Dr. Benecke versucht die brenzlige Situation zumindest punktuell zu entschärfen, indem er in den Siedekessel der erhitzten Gemüter ein paar informative Eiswürfel gibt: «Es stimmt schon recht bedenklich, wenn man sieht, wie der interpunktionssichere Brecht beispielsweise seinem letzten Satz, der eine Frage darstellt, das obligatorische Fragezeichen vorenthielt. Außerdem trennte er nicht die beiden Worte mir und vielleicht voneinander. Das alles deutet daraufhin, daß Brecht möglicherweise bereits zu diesem Zeitpunkt mit gesundheitlichen Problemen kämpfte.

Es kann allerdings auch sein, daß für diese Verschlechterung seines gesundheitlichen Allgemeinzustandes das andere Bier in der Deutschen Demokratischen Republik verantwortlich war, das Brecht in seinem Schreiben an die VEB Radeberg Exportbierbrauerei bereits kritisierte; und er also durch ein von ihm avisiertes verändertes Bierkonsumverhalten, also zukünftig nur noch das gute oder bessere VEB Radeberger Pils trinken zu wollen, eine vollständige oder zumindest teilweise Wiederherstellung seiner Gesundheit anstrebte.

Wenn man jedoch den oben rechts am Brief angebrachten Aufkleber untersucht, so kann man leicht zu der Überzeugung gelangen, daß es sich bei 762 / 57 um einen postalischen Vorgang aus dem Jahre 1957 handelt. Und da Bertold Brecht zu diesem Zeitpunkt bereits tot war und außerdem seine Unterschrift auf dem Brief fehlt, ist ebenfalls die Annahme erlaubt, daß es sich bei diesem Schriftstück möglicherweise auch um eine Fälschung handeln könnte. Es ist», so fügt Dr. Mark Bencke abschließend hinzu, «schon eine ziemlich verzwickte Angelegenheit.»

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Buchgestaltung: «Gebrauchsgrafik 1968»

8 Aug

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via: Retro Graphic Design

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Peripher Gestreiftes

28 Jul

Da stand er einst am Wittgenpranger (*)
Und band sich seine Schuhe zu.
Er machte gern auch Witwen schwanger,
Nur ungern gab er Ruh’.

Nun fragt sich manch ein Leser:
«Wittgenpranger? Was ist das?»
So hilft Spock mit seinem Faser
Nach – Und das kommt krass.

Ein dickes Buch schwebt durch den Raum,
Dank Warp und weil: Ionen.
Darin passiert, man glaubt es kaum:
Nichts mit grünen Bohnen.

«Wittgenprangers Essweltschrift» –
Ein Buchraumschiff mit 20 Knoten.
Wenn die Grenze auf das Denken trifft,
Dann sei dies stets hoch zu benoten.

(*) eigentlich Wittenberg

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Dr. Thomas Gsella Meets Arkady Pavluk

11 Jun

Der ukrainische Künster Arkady Pavluk wurde 1925 in Kiew geboren und diente nach Beendigung seiner Schulzeit bis 1950 in der Roten Armee. Danach besuchte er das Kharkov Kunst Institut, wo er 1958 aus den Händen von Prof. Klaus Staeck sein Künstlerdiplom erhielt. An der diesjährigen dOCUMENTA (13) darf er, weil männlich, nicht teilnehmen, ist und bleibt aber dafür ein ehrenwertes Mitglied der Ukrainischen Künstlergemeinschaft, die wohl am besten mit dem hiesigen Bundesverband Bildender Künstler (BBK) zu vergleichen ist.

Obenstehende Arbeit ziert der Titel «Der Fußballspieler» und kostet gerahmt derzeit $1800. Hier haben wir sie im Netz gefunden.

Wissenswertes über Dr. Thomas Gsella ist hier nachzulesen. Und sein neues Gedicht Rußland – Tschechien 4:1 oder Des Oktober eingedenk, das uns zu diesem Beitrag animierte, steht wie üblich auf der Titanic-Website.

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Andy Warhol: «Sometimes people let the same problem make them miserable for years when they could just say, “So what.” That’s one of my favorite things to say. “So what.” My mother didn’t love me. “So what.” My husband won’t ball me. “So what.” I’m a success but I’m still alone. “So what.” I don’t know how I made it through all the years before I learned how to do that trick. It took a long time for me to learn it, but once you do, you never forget.»

3 Apr

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Der Große Stahlhandel

27 Feb

Es war ein lausig schöner Herbstsommertag. Stahlhandel packte strahlend weiß seine sieben Sachen und verließ die Waschmaschine durch den Hintereingang. Er mußte sich sputen, wollte er nicht von Waltrauts Katze entdeckt und abermals mit dem Kopf zuerst in die Trommel gesteckt werden. Außerdem war er verabredet und somit trachtete er danach, pünktlich zu sein. «Pünktlichkeit ist die halbe Miete», schärfte ihm seine frühere Vermieterin (Vermieterin I) immer und immer wieder pepperonigleich ein, nur erschien es ihm fraglich, ihm, dem großen Stahlhandel, ob seine Vermieterin (Vermieterin II) das ähnlich sähe. Auf dem Weg zu ihr überfielen ihn da nämlich so einige Zweifel, die sich leider nicht so ohne weiteres ausradieren lassen wollten. «Wo habe ich denn nur um Himmels Willen meinen Radiergummi gelassen? Also den, der immer so herrlich leicht nach Hyazinthen schmeckt. Wo hab’ ich den denn nur?» fragte er sich fast minütlich und unnatürlich irritiert in die Runde blickend, denn inmitten dieser lag er, der große Stahlhandel, bereits nackt und gefesselt bäuchlings auf einem wehrlosen Flokatiteppich bzw. umgegkehrt und mußte sich Schillers Die Glocke aus dem Munde seiner drittbezahnten Ex-Grundschullehrerin über sich ergehen lassen. «Ich, Claudia, Kaiserin und Gott», stand unter anderem auf ihren reich beschrifteten und darob verzierten Fußnägeln zu lesen und langsam schien er, der große Stahlhandel, die Ausweglosigkeit seiner momentanen Gesamtschulsituation zu realisieren.

Stahlhandel schloß gottergeben die Augen, ertastete vorsichtig einen Hammer und schlug dreimal kräftig zu.

Dem Assoziationsblaster entnommen.

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