Archive | Kunst- und Kulturpreis Preungesheim RSS feed for this section

Andreas Baier: «Jan Delay»

27 Sep

Andreas Baier: «Jan Delay»
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Er schlich sich durch die Menge, der Dichter und Denker, verglich die vielen Klänge, als schlichter Beschenker – ohne sie und sich zu schonen, die Stränge diverser Kompositionen, vermischt mit Klängen der Inder und Perser, vermögen ihn und uns um Längen wie ein Kuß besser zu betonen, wie Nußmakronen, ein Muß, sie und sich wie Fässer zu klonen, mit dem Kahn auf der Lahn im Akkord an den Ort, wo sie wohnen, zu befördern – und dort mit Knete reichlich zu entlohnen. Trompete, Bass und Holz-Schoschonen spielen stolz, doch leicht verweichlicht, in einem Fluß und auf der Fete Jan Delays. Schluß.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Attraktiver Lebkuchenrohbau zur Unterfütterung einer seltsamen Jobbesprechung

20 Nov

Aus dem Reich der Irrungen und Wirrungen menschlicher Gehirnwindungen: Ein sonniger Tag. Ein sonniges Gemüt. Wir sitzen ihm beziehungsweise ihr direkt gegenüber. Die Minilebkuchen sind mit Minimikrophonen verwanzt, aber das wissen wir nicht – wobei: natürlich wissen wir das, aber wir lassen uns nichts anmerken. Ganz so, wie es uns die Vertreter der Ermittlungsbehörde aufgetragen haben.

Eine hinreichend seltsame Gesprächsführung: «Wir können das auch ohne Fingerlutschen, quatsch, ohne Rechnung machen». «Nein, das können wir nicht. Wenn Lebkuchen im Spiel, dann lutschen wir immer an den Fingern und arbeiten – wie immer – ausschließlich gegen Rechnung» war unsere Antwort. Dann betrat ein junger Mann mit blaugephotoshopten Haaren die Bühne, um sie kurz darauf wieder zu verlassen. Die Dame: «Ein sehr guter Kreativer, ist aber gebrochen, weil: Vater-Sohn-Komplex». Die Dame bedient sich bei ihren Spiegelungsversuchen falscher Informationen. Wir spielen das Spiel mit. Ein angeblich riesiger Auftrag steht zur Disposition, für den sie jedoch eigentlich kein Geld habe; Geld, das schon direkt nach der Auftragserteilung auf unserem Konto sein könnte. Ha! Endlich!

Echte Butterfahrtsrhetorik mit etwas anderen Vorzeichen. Die Wege des menschlichen Humors sind eben unergründlich. Unsere Auftragsdame gab uns aber trotzdem den Job, den sie jedoch unter Nennung höchst seltsamer Gründe und Umstände am nächsten Tag schon wieder per Mail stornierte. «Wir bezahlen Euch natürlich die Reisekosten». Reisekosten? Welche Reisekosten? «Nein, das ist nicht nötig» schrieben wir zurück. Schließlich hat uns auf der Rückreise dieses Licht und haben uns diese Aufnahmen für dieses doch recht befremdliche Gespräch entschädigt.

War es das? Nein, das war es leider nicht. «Hey, wir haben da ein hübsches Gespräch aufgezeichnet. Sieht nicht gut aus für Euch.» Für uns? Quatsch. Es sieht eher für unsere seltsame Gesprächspartnerin nicht gut aus. Wahrlich nicht. Was wir uns aber in diesem Kontext immer mal wieder fragen: «Wie ist es möglich, daß sich Menschen für etwas instrumentalisieren lassen, ohne den wahren Sachverhalt zu kennen?»

Inzwischen kennen wir die Antwort:

Was wir uns allerdings jetzt fragen, ist: «Wie groß sind eigentlich die Unterschiede zwischen Affen und Menschen wirklich?» Und was uns auch noch beschäftigt: Wird uns das ZDF diese Treatment abkaufen und uns mit der Erarbeitung eines produktionsreifen Drehbuches beauftragen?

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«Sopchuck» wäre ein ausgezeichneter Markenname für eine kräftefreisetzende und somit aus Chuck Norris gefertigte Gemüsesuppe

11 Oct

Während «Flopchuck» hingegen ein prima Markenname für aus Chuck Norris gefertigte Flip Flops wäre. Ist aber nur so ein Gedanke.

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Wir möchte ganz besonders auf die schmackhaften und hochwertigen Produkte aus dem Hause Gut Zum Leben aufmerksam machen. Dort haben wir uns das Gemüsebrühefoto ausgeliehen, was uns bisher, wie wir finden, außerordentlich gut bekommen ist.

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Kai Diekmanns jüngster Alptraum

18 Apr

Der BILD-Chefredakteur Kai Diekmann wurde gestern Nacht überraschend aus der Haft, quatsch, aus einer der Hauptstadt angemessenen Spielhölle heraus gekidnappt. Die Entführer fordern als Bedingung zur Freilassung des verhinderten Heldentenors, daß alle Bundestagsabgeordneten unter notarieller Aufsicht und im Rahmen einer von allen Fernsehsendern live zu übertragenden Bundestagssondersitzung jeweils und unisono eine Dose Hundefutter schmatzend zu verspeisen hätten. Im direkten Anschluß daran habe eine fruchtvolle Debatte über die nachhaltige Senkung der dramatischen Staatsschulden zu erfolgen. Was mit Diekmann passieren werde, wenn den Forderungen nicht nachgegeben würden, war bis zum Redaktionsschluß leider nicht in Erfahrung zu bringen.

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Mainzer Fassenacht: «Die Narren sind los!»

4 Feb

Wo früher das Kinocenter Rex/Bambi war, da hat sich nun schon seit Jahren eine Konditorei fest etabliert. Gegenüber, also im Rücken unseres Redaktionsfotografen, steht der nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute und berühmte Mainzer Dom.

Mainzer Friedenstaube mit Darmverschluß

Wer dieser Tage mit geöffneten Augen durch die heimelige und rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz tigert, dem ist es längst aufgefallen: Die Narren sind aus ihren Maulwurfslöchern emporgekrochen und erfreuen sich am frostigen Frühlingsklima.

Auch Tauben, die sich in die Lüfte schrauben, wissen ganz genau, mit welchem Glauben und speziellen Gliederverrenkungen sie sich am besten diverser Kränkungen erwehren; und am erfolgreichsten einer erkennungsdienstlichen Behandlung durch die Kamera unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier widersetzen. Sie alle sind ebenfalls, begleitet von karnevalistischen Farben, unterwegs. Die unübersehbare Vorfreude auf den Rosenmontag, sie lebt und ist ein einziges Geben und Nehmen im Zeichen von Zuckerschlecken, Wattejacken und tiefer Besinnungslosigkeit: Unhappiness goes President. Nur in einer solchen emotionalen Gesamtsituation konnte er entstehen: der ultimative Faschingssong: «Heile heile Gänsje» von Ernst (Schornstein)Neger.

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Computerfehler sorgt für Massenentlassung von Schwerverbrechern aus amerikanischen Gefängnissen, wobei der verantwortliche Rechner jegliches Fehlverhalten bestreitet, mehr noch: Er sagt, daß er lediglich mitgedacht habe!

29 May

Ein angeblicher Computerfehler soll für die versehentliche vorzeitige Entlassung von insgesamt knapp 450 in amerikanischen Gefängnissen einsitzenden Schwerverbrechern verantwortlich sein. So berichtet BoingBoing.

Allerdings brachte besagter Computer nach einem eingehenden polizeilichen Verhör zu seiner Verteidigung vor, daß er regelmäßig die Los Angeles Times lese. Und dort habe nun mal gestanden, daß der höchste californische Gerichtshof entschieden habe, wegen akkuter Überfüllung der Gefängnisse zwischen 38.000 und 46.000 Strafgefangene vorzeitig auf freien Fuß zu setzen, um dadurch wieder einen menschenwürdigen Strafvollzug im Allgemeinen zu ermöglichen. Deshalb, so der Computer weiter, habe er durch sein Handeln zeigen wollen, daß er in der Lage sei «mitzudenken».

Die amerikanische Bundespolizei und der Computer sind in einem abschließenden Gespräch übereingekommen, daß der Rechner zukünftig keine eigenmächtigen Entscheidungen mehr treffen werde. Im Gegenzug gewähre man ihm uneingeschränkten Zugriff auf Stanley Kubriks Film «2001: Odyssee im Weltraum».

Darüber hinaus betonten beide Parteien, wie wichtig eine harmonische Zusammenarbeit für den zukünftigen Fortbestand der Menschheit sei.

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Lack Jondon: «Carnaby Street»

25 Mar

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Jede große Nachricht hat irgendwann einmal klein angefangen…

20 Feb

Der große Vergrößerungsklick

Zitat: «Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! Ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß die von mir verfaßte Dissertation kein Plagiat ist!»

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Sophisticated Boxing Day

26 Dec

Hamlet Hamster wünscht seiner untenliegenden Lieblingsvermieterin alles Gute im neuen Jahr.

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Strange Humans

19 Nov

Do you know that? You have been introduced to a certain Fragestellung (as we say in Germany), in which things like ausgeglichene Lebensführung (as we say in Germany as well) play a major role in it; and then you were suddenly asked by a higher force you feel yourself magically dragged into: “What do you think about this situation in particular?”

Well, Mr Higher Force, what shall I say? I think I shall be entitled to say that there are moments in life that were ruled, not to say completely dominated by the imagination that humans can be very strange – in particular if they want to, can’t they?

Oh yes, they can!

See?

Schwieriger Werdegang eines Schwachkopfes, der nach Erstellung des Gitterstäbe-Blueses von der Anstaltsleitung trotzdem keine bessere Prognose ausgestellt bekam.

20 Aug

Gitterstäbe-Blues

Schrübe ich so gerne über Wunst auch fürderhin,
Doch schröbbte ich gedanklich durch die Flaute,
Ich schüpfte Wasser, Wein und etwas Sinn:
Ich hüpfte schwer als ich ergraute.

Das Blumenkleid, es war durchschroben sehr,
Das “I” vom “Ich” ist große Größte,
Doch was ist “Unten” und was ist “Oben” – schwer:
Es ist das Daumenlutsch, das ich durchstößte.

Es war der Neid, der mich erlöste,
als ich durch Gitterstäbe döste …

Kluffte ich gleich Hundeelend – schwer zu sagen,
Mein schwacher Kopf in Feinripphöste,
Dufte find’ ich – litt der Kragen:
Wasser, Brot; doch keine Leberwöste.

Es war der Neid, der mich erlöste,
als ich durch Gitterstäbe döste …

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Trick 17 mit Selbstüberlistung

17 Jul

Unsachgemäße Handhabung einer Schußwaffe; (c) by this ImageShackAccount

Ich weiß auch nicht so genau, warum, wieso und weshalb mir diese doch schon recht angestaubt erscheinende Redensart in den Sinn kam – vermutlich hat das mal wieder etwas mit meiner Lieblingsvermieterin, einer u.a. passionierten Jägerin und Schußwaffenbesitzerin, und deren ganz spezielles menschliches Umfeld zu tun, vermutlich –, aber da mir jene hinreichend angestaubt erscheinende Redewendung just in einem Moment in den Sinn kam, da ich einem mit dem Internet verbundenen Rechner gegenüber saß, genauer: direkt davor, dachte ich mir, daß etwas gesunde Spontanrecherche bei dieser Hitze eine so unumgänglich wichtige Sache sei, die es zudem locker legitimieren würde, mich selbst von viel wichtigeren Tätigkeiten ab- und fernzuhalten.

Es kam, was kommen mußte: Ich warf Google Trick 17 mit Selbstüberlistung zum Fraß vor.

So stieß ich zunächst auf eine Komödie der Irrungen, in die ein verwirrter österreichischer Fahrzeughalter, ein verwirrter österreichischer Verkehrsteilnehmer, eine österreichische Anonymverfügung, gegen die gemäß österreichischer Rechtssprechung kein Rechtsmittel zulässig ist, insgesamt 7 gravierende Fehler sowie – natürlich – der Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) verwickelt sind; und diese Komödie der Irrungen zu konsumieren, ich jedem nach etwas geistiger Zerstreuung Suchenden ans Herz legen möchte.

Dann geriet ich auf ein Forum, das von Übersetzern betrieben wird und man dort in einem Artikelstrang nach einer geeigneten Übersetzung für die der hier gegenständlichen Redensart ins Englische suchte. Einer der Vorschläge lautete Catch 22. Das ist auch der Titel des Romans von Joseph Heller, der auf dieser amazon-Seite zu haben ist. Ich zitiere aus der Rezension von Thomas Leibfried aus Ludwigshafen, der sich zur Gruppe der Top 1000 Rezensenten zählen darf:

In einen Kanon der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts gehört “Catch 22” von Joseph Heller aus meiner Sicht unbedingt aufgenommen. “Catch 22” ist nicht die erste absurde Beschreibung eines Krieges, Beispiele finden sich in den anderen Rezensionen. Aber es ist die erste Schilderung, die ausschließlich aus Absurditäten bestehen. Es gibt in dem gesamten Buch nicht eine Passage, die dieses Etikett nicht verdient hätte.

Auf Sätze wie: “Das Beste an ihm [Leutnant Schittkopp, Anm. d. V.] war seine Frau, und das Beste an seiner Frau war deren Freundin Dori Duz.” muss man erst einmal kommen. Heller reiht eine aberwitzige Situation an die andere. Jeder beschriebene Charakter muss am Ende vom Leser als ver-rückt”, also als von der Norm abgerückt, eingestuft werden. Bis eben auf den am Ende desertierenden Protagonisten Yossarián. Schließlich, oder besser von Anfang an, erscheint dem Leser der Krieg an sich als vollkommen sinnfreie Zone. Und genau das war wohl auch die Absicht des Autors.

Ich überlege, ob ich mir den Roman kaufen soll.

Auf myspace.com erfuhr ich hier, daß Trick 17 m.S. im Klartext Trick 17 mit Selbstüberlistung heißt. Desweiteren sah ich dort das Musikvideo Das frivole Burgfräulein – Sportbeutel Killer mit Figuren aus der MuppetShow. Da ich seit einiger Zeit ganz bewußt ohne Ton durchs Netz marschiere (weniger ist mehr), kann ich nicht sagen, ob das Video gut ist. Dennoch, hier ist es:

Abschließend möchte ich noch auf die gelöste Frage Wie wiege ich meine Schwester, ohne dass sie es merkt? verweisen, ohne jedoch die Lektüre der Antwort allzu zwingend empfehlen zu wollen.

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Tresengespräche

6 Jul

Tresengespräche
(ein reines Phantasiegedicht in mehrfacher Ausfertigung)

Am Tresen genesen Gerüch(t)e,
Sie wachsen wie Fichten im Walde,
Sie stehen nicht gerne im Lichte;
Ihr Wohnort verdichtet zur Halde.

Mal zeigen sie sich nur als Single,
Und mal nur verflechtet in Gruppen.
Mal qualmen sie glimmende Stengel:
Sind lästig wie haarige Schuppen.

Sie glauben, daß „Größe“ und „artig“ zusammen
Das Wort „großartig“ ergeben,
Doch leider sind stets die Kopfklammen,
Die, die am Tresen festkleben.

Ihr Streben nebst seltsamer Neugier
Reiften heran zu Konflikten,
Sie nippten am Wein, ertranken im Bier:
So lange bis Handschellen klickten.

Jogi Löw soll zurücktreten!

3 Jul

Nach dem katastrophalen Abschneiden der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die argentinischen Gauchos (Brasilien) mit 0:4 kann es für unseren Fußballnationalmannschaftstrainer Jogi Löw nur eine einzige Konsequenz geben, diese zu ziehen ihn die gesamte Meerschweinchenreportredaktion eindringlich auffordert, um nicht zu sagen: medienwirksam in aller Öffentlichkeit ans Herz legt.

Außerdem wird Michael Steinbrecher für seine unterschiedliche Sicht der Dinge rechtliche Konsequenzen von vorbildlicher Güte zu vergegenwärtigen haben. Wie gut, daß wir alle nicht in seiner Haut stecken.