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Winnetou und Old Shatterhand

9 May

Durch die Steppe der Prärie ritt Il Tschi und stolz auf seinem Rücken Winnetou – auf dem Weg zum Blumenpflücken. Er hatte Schwierigkeiten, sich zu bücken, doch tat er dies aus freien Stücken, er wollte seine Squaw beglücken. Nur wußte er nicht wie, denn Ribanna stand auf Ikebana und diese Kunst verstand er nie. So lieh er sich die Hand von Meister Schmetter, schon netter er das Sträußchen band beziehungsweise steckte. Doch erweckte das nicht mehr die Schöne, sie war bereits im Jenseits – im Reiche Manitus. So verzichtete er auf seine Söhne, bedichtete zum Ausgleich diese Töne. Als letzter Gruß kommt hier der Steppenblues…

Dadidadidadi…

Heiße Apachen spielten «Weiße klatschen». Ich schwöre: Generell war’n im Westen sie die besten Friseure: Halb rasant, charmant, halb grausend, ohne Pardon aufbrausend, im Salon «Scalp 2000» ging alles schnell. Noch immer höre ich die Chöre der Bleichgesichttenöre, die gleich einer Röhre sangen: «Mit gehangen, mit gefangen». Das war’n die Lieder, die immer wieder erklangen: Sie durchdrangen Euer Mark stark. Karg der Steppenpark, in dem all dies geschah – und hier die Melodie, die sich so lang in der Prärie verbarg…

Dadidadidadi…

Von großem Nutzen war dem Schwerenöter mit dem Bärentöter der Henry-Stutzen, im Dutzend ging er damit Schurken putzen, doch ward er röter als vorgesehen: Seine Rose N-Tscho-Tschi wollte ihre Wehen, eine Strampelhose nähen. Das mag verstehen wer will. Leider stand vor Schmerz ihr Herz bald still. Das war der Brauch, das war’n die Pleiten, so pfiff der Geist von N-Tscho-Tschi ihr Lieblingsriff über die Weiten der Prärie…

Dadidadidadi…

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Enjoy The Slowness…

27 Jan

So kalbt das Eis, bricht und stürzt
Von Dächern und Zinnen:
Draußen ist kalt –
Und drinnen ist drinnen.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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A Way To Success In Winter’s Time

21 Dec

mono-teapot «ellipse», designed by Tassilo von Grolman

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When winter’s hazy moments of care and hood
Let us walk fairly and squarely barefoot.
When riders on the storm are not only good
But more than just perfect – it’s understood.
When milky and gleaming and shiny snow flakes,
Combined with luck – let us grow cakes.
When years have come with truthful ends,
You’re drinking tea with your best friends:

The bravest of all, of harvest and moon, and also these men
Have thickened the boom. They now know they can
Be the great part – they wanted to be for ages!
The tea’s best secret is turning its leaves into pages
On which, as it seems, brooms have no places.
But drinking the tea to support all the races
Enlightens the spirits of masterminds’ spaces
In order to stretch their well-deserved wages.

Oh tea, you and your tree, you’ve got to be native:
A necessity to keep me creative, to keep me alive,
To bounding the sheep to their state to be stative,
To reap Meryl Streep – and call her my wife.
Oh tea, where the bell, shall this all end?
I’m already sent to your promised land.
Do you understand? Understand without stitches?
‘Cause «Fortune» ‘s the mother of concrete bridges.

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Spontaneously written by our copywriter-in-chief Hamlet Hamster himself after enjoying to have watched the great teapot’s design by no one less than Tassilo von Grolman for hours – and also observing its candlelight that was waving for the same amount of time softly, gently and smoothly in the wind; a wind which was digging its small and mostly fragile way through a so-called closed window.

The magic teapot «ellipse» manufactured by mono and designed by Tassilo von Grolman can be purchased here. It makes you feel, as just proven, highly creative, turns any Christmas party into a very special event and separates – most importantly – the best from the good. So, all you need to do is to decide which sort of quality you might like to see represented by yourself.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Der Nußknacker

16 Dec

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Seht, die erste Kerze glimmt und brennt,
Es riecht nach Zimt, es ist Advent.
Überschwemmt wird nun die Welt mit Plätzchen
Und mit Kuchen. Eure bunten Lätzchen
Sollt Ihr deshalb suchen. Ihr könnt riechen, wie es duftet,
Ihr könnt hören, wie der Knacker im Kerzenscheingeflacker wacker schuftet.
Mund auf, Nuß rein und Mund dann wieder zu,
So spaltet er die Nuß im Nu.

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

Mama ist emsig wie die Bine und versenkt – 1,2,3 –
Kuchenbrei samt Nüsselein in ihrer Rührmaschine.
Sie waltet und schaltet wie sie will,
Auf Stufe 10 steht nichts mehr still.
Die Nüsse könnt Ihr schwimmen seh’n
Und wie sie ihre Kreise dreh’n.
Sie fühl’n sich fein und rein
Und machen ihren Taucherschein.
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Nuß, hier darf ich’s sein!

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

Das ist das, was viele Nüsse reizt,
Doch nun wird ihnen eingeheizt
Und zwar enorm: Sie werden weich gebettet,
Wer hätte das gewettet, in einer großen Kuchenform,
Die gut und gründlich eingefettet.
Das Tor zum Ofen steht weit offen,
Jetzt heißt es beten und auch hoffen,
Daß der Kuchen mag gelingen,
Denn schließlich will man ihn danach verschlingen.

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

Den Raum erfüllen zarte Lieder,
Omi schnürt nochmal ihr Mieder,
Die Kinder recken ihre Glieder
Und setzen sich bei Tische nieder.
Er ist gedeckt und alles leuchtet,
Des Knackers Augen sind befeuchtet.
Vor Rührung kullert eine Träne,
Gut geputzt sind seine Zähne.
Die Pläne für den Tag sind längst beschlossen:
Der Kuchen wird zerteilt und sodann genossen.

Wir knacken die Nuß zur Weihnachtszeit,
Wir backen so gern zur Weihnachtszeit.
Knacke, knacke Nüsse knacken,
Backe, backe Kuchen backen
Und dann haben wir entdeckt,
Daß es richtig schmeckt.

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Das wunderschöne Stück Der Nußknacker mit der einzigartigen Stimme von Hans Paetsch und der musikalischen Komposition von Pjotr Iljitsch Tschaikowski kann man sich hier anhören und bei Bedarf auch downloaden.

Foto von Raul654.

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Buchwald Juwelen: «Weihnachtszeit, oh Zukunftslicht!»

13 Dec

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Weihnachtszeit, oh Zukunftslicht!
Bist Du bereit für ein Gedicht?
Bist Du bereit, mir Dein Gesicht
Zu zeigen? Im Gold- und Platinreigen?
Perlen, Ketten, die am Faden schweigen,
Sich sehnsuchtsvoll gen Himmel neigen,
Freudvoll sich am Halse reiben –
Sich Baum samt Kuchen, stramm in Scheiben,
Bedeutungsvoll nun einverleiben –
Ja, dies will ich niederschreiben:
Auf schneebetupfte Zimmerscheiben!
Denn dahinter, tief im Winter,
Sitzt gewärmt ein Weibchen,
Geistig leicht entfernt, denn glitzernd
Auf dem Laibchen ist das zu sehen,
Wovon sie schwärmt. Wir drehen
An den Knöpfchen: Rubin, Smaragd,
Und Diamanten – das Köpfchen
Ist entschlackt und wippt im Takt:
Musik! Musik! – Der Weihnachtspakt
Beschwingt geschlossen. Oh, wie es singt
Und schallt bei einem Weinchen,
Es tanzen alle Buchwald-Steinchen:
Tango, Foxtrott und auch Twist!
Das ist schmucke Weihnachtslist
Mit Sachverstand – und wie sie jeder kennt:
Ebenfalls bekannt als Happy End!

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Hier geht es zu Buchwald.

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Die Sterntaler

9 Dec

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Geboren, gefroren vor den Toren einer Welt aus Eis und Schnee ernährst Du mich täglich mit Sternenpüree. Im Négligée wir treiben und reiben uns und schreiben das Jahr eins. Keins wird so werden wie das andere, ich wandere mit Dir und Du mit mir. Den Herden auf Erden sind wir lange schon entkommen, benommen, verschwommen seh’ ich blau und doch so grau den Planeten, der einst unser Zuhause war. Raketen brachten uns der Ferne nah. Sterne blinken, winken, versinken im Mondenschein und wir trinken süßen Neptunwein. Er wird uns munden, wir erkunden jetzt den Mars, geben Gas, erleben soeben das Schweben neben uns. Während wir ihn umrunden, haben wir uns gefunden, einen Sternenstrauß gebunden – und so es dann geschah: Unser Märchen, mein Gummibärchen, wurde wahr.

Pegasus’ Hufe leiten die Kufen von Schlitten, sie gleiten und reiten, beschreiten die Pfade neuer Breitengrade, erklimmen inmitten endloser Weiten und Felder die Stufen wie gerufen zu neuen Sternenwäldern. Stimmen erschallen, verhallen im Raum, und mit Dir, mit Dir wird es zum Traum. Kaum glüht der Baum, den Du Dir gewählt mit all seinen Früchten, züchten wir uns den zweiten, bereiten die Tafel, darauf eine Schale und mit einem Male ist der Apfel geschält, in der Mondscheinkathedrale haben wir uns vermählt, uns kosmisch gereinigt, vereinigt, uns unsere Liebe bescheinigt, beten wir zu den Kometen, sie trompeten – und so es dann geschah: Unser Märchen, mein Gummibärchen, wurde wahr.

Wir stellen die Weichen für die Zeichen der Zeit. In Jupiters Teichen erste Frösche laichen, wir vergleichen den Zustand, die Saat, die Brut, und wissen urplötzlich: Alles wird gut! Nichts kann uns erweichen, erschüttern, wenn wir Ohne Gleichen an Sterne verfüttern, sie hegen, pflegen, unser Schicksal in ihre Hände legen, wir bewegen den Gral an die Lippen und nippen am Dope: Ein Himmelsstroboskop am Blinken – Unser Horoskop. Sterne blinken, winken, versinken im Mondenschein, so rein ist unser Glück allein – und so es dann geschah: Unser Märchen, mein Gummibärchen, wurde wahr.

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Photo Credit

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Schneeflöckchen

2 Dec

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Schneeflöckchen, Weißröckchen, so hüpft es und tanzt,
Es muß heut‘ zur Schule und ist gut beranzt.
Es hat was zum Schreiben und Lesen dabei
Und Zählen ist einfach, das geht schon bis zwei.

Es tanzt durch die Winde geschwinde und schnell,
Es tanzt wenn es dunkel und auch wenn es hell.
Es tanzt wie wir denken und lenken und sind,
Es tanzt uns ins Auge und ist noch ein Kind.

Die Flöckchen von weitem sind gleich anzuseh’n,
So niedlich und lustig sie sich um uns dreh’n.
Doch nimmt man die Lupe und bestaunt man ihr Fell,
Dann sieht man den Unterschied wirklich sehr schnell.

Ein jedes ist anders, so einzig, so schön,
Doch willst Du es ärgern, so gebrauche den Fön.
Dann weint es und schmilzt’s und schon ist’s gescheh’n:
Nie wieder wirst Du dieses Flöcklein seh’n.

Drum streichle den Schnee und liebe ihn nur,
Er erfrischt Deine Seele und auch die Natur.
Die Flöckchen sind fleißig und schneien sehr viel,
Denn vollständige Weißheit, das ist ihr Ziel.

Sie schuften und schwitzen und placken sich ab:
Überall Flöckchen und das nicht zu knapp.
Sie kommen meist heimlich, in dunkler Nacht,
Extra für Euch, für Eure Schneeballschlacht.

Drum liebe das Weiß und ehre den Schnee,
So kommt auch zum Tanze die Zuckerfee.
Sie heißt Dragée, ist scheu wie das Reh,
Hört nur wie lieblich ihr Schwung und ihr Dreh!

Doch wird es ihr kalt, so reichet ihr Tee,
Das erwärmt ihr zum Tanzen den großen Zeh!
Schneeflöckchen, Weißröckchen, so laße Dir sagen:
Genieße die Freude in allen Arten.

Bewahre das Kindsein, dies sei Dein Streben,
Auch wenn ich Dir sage: Es wird Regen geben.
Denn nur mit Humor und kindlicher Freiheit
Gerät Dir fast alles zum prächtigen Highlight.

Schon lauert der Frühling, der Schnee bald erlischt,
Die Karten des Lebens werden so neu gemischt.
Doch verheilen die Narben, es sprießen die Farben,
Sie laden Dich ein, sich an ihnen zu laben.

Im Herbst welken Blätter, sie werden ganz braun,
Die Zeit ist gekommen, gen Himmel zu schau’n.
Das Jahr fast vorüber, es schließt sich der Kreis,
Denn Dragée kommt zum Tanze, wenn alles ganz weiß!

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The copyrightholder of this great image is David Merrigan.

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Der rote Stuhl

21 Oct

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Auf in den Kampf mein roter Stuhl,
Mit Siegeslust in der Brust ist das cool.
Ehemals mit schmiergelglatten Kanten
Galt er als Sitzgenuß für Kaffeetanten.
Gebeugt vor Gram und Scham steht er da in seiner Ecke,
Doch bringt er bald den Schöpfer straight zur Stecke,
Denn gut gepolstert und vernäht
Taugt er noch als Kampfgerät.
Den Tischler reizt der Rotstuhl seht,
Er beizt und schmiert ihn ein mit heißem Teer.
Er federt ihn – und mehr – er wird ihn wiegen:
Als stolzer Stier hat er zu siegen!
Der Meister schreit, er gibt Kommando,
Den Stuhl stärkt Teer wie guter Fango.
Er bäumt sich auf und tritt zurück:
Zu Boden fällt ein Tischlerstück!

Der Meister merkt: Da geht was schief
Mit seinen Geistern, die er rief!
Ganz tief spürt er den Schmerz im Magen:
Der Stuhl kämpft gut, das muß man sagen.
Er zeigt Stolz und keine Träne,
Denn wo gehobelt wird, da fallen Späne.
Und so vollendet er besonnen,
Sein hehres Werk, das er begonnen.
So ist der letzte Hieb dann auch der beste,
Er definiert die Überreste:
Torrero tot, zerlegt und bleich
In sieben Teile auf einen Streich!
Sodann ißt er des Gegners Bohnen
Und beschließt in dessen Haus zu wohnen.
Ein Rülpserchen verhallt im Raum,
Er flickt ein Stück von seinem Saum.

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Mozarts Hornkonzert

30 Sep

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Mozart war ein Komponist,
Und jetzt, da Ihr das wißt,
Hört Ihr nun sein Hornkonzert.
Ich denke, die Mühe ist das wert.
Ganz weit vorn und unbeschwert
Spielt hier – genau! – das Horn.
Das heißt: Hier spielt ein Solist,
In diesem Falle nennt man ihn Hornist,
Jeden Ton nimmt er aufs Korn.

Er ist sehr gut in seinem Fach
Und er hat viel geübt,
Denn ist man schlecht, gibt’s was aufs Dach
Und das macht betrübt.
Doch irgendwann platzt bei jedem mal der Knoten
Und gekonnt spielt man alle Noten.
Es sei betont, daß sich das lohnt
Und man thront im Rampenlicht:
Für Solisten ist das Pflicht.

Geht man abends ins Konzert ist man gut gekleidet,
Das ist das, worin sich Kino unterscheidet.
Die Damen kramen in den Taschen,
Manch ein Mann trägt auch Gamaschen.
In der Pause trinkt man Sekt aus Flaschen,
Solche Dramen kann man dort erhaschen.
Doch kein Geläster über das Orchester,
Wer hier spielt ist einfach Bester
Und mit Sicherheit kein Notentester.

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Forellenquintett

22 Sep

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An den Schwellen der Wasserquellen
Schnellen fünf Forellen in die Höhe:
Als hätten sie die Flöhe.
Einfach nicht zu glauben,
Wie sie sich in die Lüfte schrauben:
Als seien sie von Haus aus Tauben.
Nur der Unterschied ist der,
Daß ihr Flug nicht lange dauert,
Denn Forellen sind sehr schwer
Und danach ganz ausgepowert.
Aufgelauert hab‘ ich ihnen an dem See:
Mit grünem Klee ist er umgeben,
Daneben steht ein Reh
Und im Winter liegt dort Schnee.

Die Wasserfläche ist ein Wellenbett:
Wir hören das Forellenquintett.

Das ist schon ein Leben!
Auf der Oberfläche kleben, laufen Mücken
Gleichsam über sieben Brücken.
Forellen schlucken sie in ganzen Stücken,
So wird stets ihr Frühstück glücken.
Sie regen und bewegen sich in 5er Gruppen,
In der Sonne funkeln ihre Schuppen:
Richtig silbern ist ihr Glanz
Und das beflügelt ihren Tanz.
Das Wasser ist fürwahr ihr Element
– And Fisherman’s Best Friend.

Ihr Tummeln liegt im Trend.
Und wieder spielt für Euch die Band
Adrett und nett:
Das Forellenquintett.

Ja, an Nahrung ist der Teich reich,
Denn manchmal sitzt an dieser Stelle
Auch eine Katze. Mit Ihrer Tatze
Schlägt sie in aller Schnelle
Der Forelle eine Delle in die Fratze –
Oder krault ein wenig ihre Glatze:
Und das besticht,
Denn frische Fische sind der Katzen Leibgericht.

So schreib‘ ich Euch ins Heft:
Grüßt mir die Forellen wo immer Ihr sie trefft:
Ob im See oder im Fischgeschäft.

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Mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg!

9 Sep

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Liebe Meerschweinchenreportleserinnen und liebe Meerschweinchenreportleser!

Ungefragt geboren zu werden, ist nicht immer mit Honigschlecken und anderen Annehmlichkeiten verbunden: Zunächst ist man zwar noch jung und sieht standesgemäß das Leben rosig, sodann aber wird man älter, sieht das Leben mehr und mehr rostig und zwischendurch schaut auch immer mal wieder der kleine Hunger vorbei – und man selbst pausenlos auf die Uhr. Gerechtigkeit geht anders.

Und wenn dann auch noch der eigene Lebenslauf einen Purzelbaum nach dem anderen schlägt, schlägt nicht selten die berühmte Zahl 13 voll auf die 12. Immer und immer wieder – was gleichbedeutend ist mit: Begeben Sie sich in das Ereigniskartengefängnis, verhandeln Sie ein möglichst gutes Arbeitszeugnis, legen Sie sich flach auf den Fußboden (aber nur, wenn Ihnen danach ist) – und besinnen sich auf Ihre vormals so exzellenten Fähigkeiten: Das Herstellen von Toast Hawaii in der Mikrowelle sowie hübsch gereimten Texten.

Meerschweinchrenreport versteht sich primär als les- und eßbare Lebens- und Berufswahlberatung im Vier- bis Fünfsternesegment. Das heißt: Wir geben keinen komplett gefertigten Text zum bequemen Copyandpasten vor, sondern diverse Refrainfragmente, die zum Vervollständigen animieren und einladen sollen. Das Gefühl, weiterhin gebraucht zu werden, ist in Krisensituationen wichtig und soll sich beim Betroffenen möglichst umgehend einstellen.

Mit Blick auf den momentanen Zustand unseres bundesdeutschen Gesundheitssystems, bieten wir zunächst folgenden Zweizeiler an:

Der Hund tobt heiß in seinem Zwingo.
Es lobt der Greis: «Gesundheitsbingo».

Wer lieber Gesundheitsdiesel Marke «E10» tankt und/oder an einem übertriebenen Putzfimmel leidet, der sollte vielleicht mit diesem Refrainangebot liebäugeln:

Beim Lappenwischen wrangt man wringo
Und tankt dazu ‘nen Tee zum Bingo.

Möchte man hingegen die beiden Themengebiete Wissenschaft und Arbeitsamt harmonisch miteinander verquicken, so mag dieser Reimvorschlag adäquat erscheinen:

So packt er seinen Wissenskrempel in den Twingo
Und ruft befreit: «Stempelkissenbingo!»

Egal welche inhaltliche Richtung man einschlagen möchte, so sei doch stets und überall der Begriff Bingo als starke Metapher einzuarbeiten. In der Geschmacksrichtung absurder Retro-Look wäre deshalb die Verwendung des folgenden Zweizeilers ernsthaft in Erwägung zu ziehen:

Die Kurzform von «Sinalco» lautet Singo,
weil, klar: Beduinenbingo.

Weitere Bingo-Reimpaar-Begriffe wären beispielsweise: Klingo (Klingonen), Ingo (männlicher Vorname), Stringo (String-Tanga), Gingko (Baumsorte), Blinko (Angelköder), uvm …

Auch wir von Ihrer und Eurer Meerschweinchenreportredaktion steckten mal in einer tiefen Sinnkrise, aus der uns nur die Fertigung eines Gedichtes im Bingo-Modus flugs wieder herauszuführen vermochte: Der Zapfhahn Bingo.

Ihre Meerschweinchenreportredaktion wünscht Ihnen und Euch nicht nur alles Gute für den weiteren Lebensweg sondern ebenfalls viel Vergnügen beim Bewältigen individueller Lebensproblemstellungen durch das gekonnte Verfassen lebensbejahender Reime!

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Der heutigen großen Hitze gewidmet: «Holzklepper»

19 Aug

Bildquelle: Zoccoli-Style.com

Dein Geklapper und Geschepper machte mich umdrehend
und Deine Holzklepper mich Dich anflehend.
Deine nackten, zarten Füße, so schön und so vollendet,
Du trafst mich wie der Blitz, ich war wie geblendet.
Ich habe mich gewendet, zu Dir und meinem Fetisch,
als Rapper find ich Klepper super schön, ästhetisch,
besonders an den Füßen oder Solo auf dem Drehtisch,
nicht nur visuell, nein, gerne auch phonetisch…

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Den Salzburger Festspielen ein gebührend Requiem

12 Aug

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Sprecher:
Der Nebel steigt, die Ampeln leuchten rot,
In solcher Zeit ist nicht zu spaßen:
Erneut schleicht sich der Touri-Tod
Durch Salzburgs dunkle Gassen.

Freitag, der 13., kurz nach acht,
Niemand an etwas Böses denkt.
Ein Mann sich auf den Heimweg macht
Und seine Schritte durch die Altstadt lenkt.

Durch die altehrwürd’ge Getreidegasse
Sein durst’ger Weg ihn führt.
Alles fand er «Grosse Klasse!»
Als von hinten ein Hand ihn kalt berührt.

Tourist:
Sag an, wer bist Du dunkler Mann?

Touri-Tod:
Was? Du kennst mich nicht?

Sprecher:
Da kündigte der Geist ihm strafend an:

Touri-Tod:
Dafür kommst Du vors Jüngste Gericht!

Tourist:
Gericht? Ihr meint doch wohl nicht mich?
Oder war ich etwa zu vermessen:

Sprecher:
Als eine leise Ahnung ihn beschlich…

Tourist:
Hab ich von Eurem Leib zu viel gegessen?

Touri-Tod:
Genau! Und deshalb wirst Du büßen!
Dein eig’nes Requiem soll es sein!
Drum, diese Köstlichkeit, mit meinen Grüßen,
Verleibst Du Dir jetzt schleunigst ein!

Tourist:
Gnade! Das kann kein Mensch ertragen!
Doch nicht ganze 1000 Stück!
Denkt doch bloß an meinen Magen!
Lieber spring ich von der Brück!

Touri-Tod:
Was? Du möchtest nicht?
Hab Dich doch gestern davon naschen seh’n!
Und jetzt übst Du Verzicht?
Friß, sag ich! Da hilft kein Fleh’n!

Sprecher:
Samstag, der 14. war es
Fand man in jener Getreidegasse
Schon wieder eine Leiche – und ohne ihr Bares:
Gebettet auf kugelnder Schokoladenmasse.

Die Zeitung mittlerweile schrieb:
«Schon wieder Freitod durch Schokolade!
Handelte der Unglückliche aus Trieb?
Wann endet diese Trauerballade?
»

War es, daß hier einer lachte?
Denn niemand konnt’s sich recht erklären,
Was die Menschheit dazu brachte
Auf diesem Wege Mozart zu verehren.

Drum, lieber Leser, nehmet dies Gedicht:
Wenn grinsend Wolferls Geist
Durch die Gassen schleicht
Und bei seinem Anblick meist
Der Fremde glatt erbleicht,
Dann ich die Moral von der Geschicht:
Kultur geht durch den Magen nicht –
Kultur ist auf Moral erpicht!

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Werbejingles, die leider nie produziert wurden (1)

30 Jul

O sole mio, oh mio sol;
Das klingt nach Rio und Atom-Atoll;
Oh mio, oh mio hips:
Das klingt nach Bio und Chio-Chips.

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Peripher Gestreiftes

28 Jul

Da stand er einst am Wittgenpranger (*)
Und band sich seine Schuhe zu.
Er machte gern auch Witwen schwanger,
Nur ungern gab er Ruh’.

Nun fragt sich manch ein Leser:
«Wittgenpranger? Was ist das?»
So hilft Spock mit seinem Faser
Nach – Und das kommt krass.

Ein dickes Buch schwebt durch den Raum,
Dank Warp und weil: Ionen.
Darin passiert, man glaubt es kaum:
Nichts mit grünen Bohnen.

«Wittgenprangers Essweltschrift» –
Ein Buchraumschiff mit 20 Knoten.
Wenn die Grenze auf das Denken trifft,
Dann sei dies stets hoch zu benoten.

(*) eigentlich Wittenberg

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Jamaica in 1978: «Mick Jagger And Jerry Hall»

22 Jul

Photography by Malcom McLaren

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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In Vinum Wassertass’

8 Jul

Hommage an Bob Ross

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Im Wasser kreist der Geist des Weines,
Der, der durch die Durchsicht lurcht.
Und wenn er nichts sieht, ist es keines
Wesens Wahrheit; frei von jeder Furcht.

Zerfurcht wie Haar und Antlitz schreiet,
Dies, das sich den Kamm aufhalst.
Und wenn es kämmt und Vietnam befreiet
Von des Wesens Dichtkunst; weiß es, daß Du balzt.

Das Lamm fromm schmurgelt kopfelos
In des Bräters Knoblauch angerichtet.
Und wenn es fein zerscheibelt angeschmiegt – am Topfekloß,
Ist der Wein schon längst; oh ja: vernichtet.

Bedichtet sei der Geist, das Flußebild,
Dieses, durch das das Bootchen kurvt.
Und wenn es Zeit zum roten Kuße wild
Ist grad passiert, was längst bedurft.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Das Lied der Banjowelpen

7 Apr

Herrmann von Banjo mit einer seiner beiden Welpen

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Der Sturm, er goß, er wurde Sonne,
Diogenes denkt, daß seine Tonne
Schützend weiß, geblechtelt ganz,
Hechelnd beißt in Eigenschwanz.

«Regie!» – It should have better heißen,
«Colgate» helps beim Better-Beißen.
Schön, daß uns die Götter helpen:
Es klingt das Lied der Banjowelpen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Andy Warhol: «Sometimes people let the same problem make them miserable for years when they could just say, “So what.” That’s one of my favorite things to say. “So what.” My mother didn’t love me. “So what.” My husband won’t ball me. “So what.” I’m a success but I’m still alone. “So what.” I don’t know how I made it through all the years before I learned how to do that trick. It took a long time for me to learn it, but once you do, you never forget.»

3 Apr

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Kurz-Dizz für (fast) jede Gelegenheit

28 Feb

Du bist nicht die List, die das Laster belästert, 

Nur als Optimist mit dem Zaster verschwestert.

Ein Pessimist, der im Raster verwässert,
Doch ich bin Dentist, der Deine Pasta verbessert.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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