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Guerilla Potaoes

24 Jan

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Einerseits gar nicht mal so schlecht. Andererseits geht bei dieser Art der Kommunikationsvermittlung möglicherweise leicht die Hauptbotschaft «Our potatoes are grown closer than you may think» verloren, weil die Angesprochenen schnellen Vorbeieilschrittes nach oben auf die Kartoffeln stieren und starren – was sie ja auch sollen – und somit nicht mehr das Plakat zu ihrer linken Seite mit der Auflösung wahrnehmen – was die Laufkundschaft ja ebenfalls soll.

So ist genügend Raum geboten, bezüglich des übergeordneten Sinns dieser Aktion eigene Überlegungen anzustrengen. Ich persönlich denke, daß es sich hierbei ohnehin nicht um Kartoffeln oder gar Radieschen, die es von unten zu betrachten gilt, handelt, sondern um die Hoden einiger unvorsichtiger «London Underground Traindrivers», die für ihre chronische Unpünktlichkeit von der neuen italienischen Geschäftsführung nachhaltig und zur Abschreckung der anderen entsprechend öffentlichkeitswirksam abgestraft und anschließend stockwerkstechnisch tiefer gelegt wurden. Kurz nach Löffelabgabe samelten sich die Resttestosterone kollektiv in deren Hodensäcke und brachten so die Deckenverkachelung zum Abplatzen. Die Richtigkeit meiner These wird auch von dem erschrockenen Gesichtsausdruck der Dame mit dem gelben T-Shirt, die sich zudem fassungslos die Hände vor das Gesicht hält, untermauert. Ein Gesichtsausdruck, der sich beim Anblick gewöhnlicher Kartoffeln sicherlich nicht so signifikant einstellen würde.

Jedenfalls muß der durch diese Aktion angestiegene Absatz von Kartoffelchips aus dem Hause Lay’s erst noch bewiesen werden.

Empfehlung: Das große Hodenkochbuch

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Zuckerwattenhunddesigner

29 Oct

Auf einem Stäbchen steckte, leicht oval,
ein weißer Hund samt Zuckerschal.
Die Gegend, die, in der er thronte,
war auch die, in der er wohnte.

So viel zum Ort, zur Zeit – und nun zur Handlung:
ein Shampoo sorgte für die Wandlung:
Zunächst, da waren’s der Beine vier,
doch im Gebrauch? – Nicht hier!

Ergo: ohne Beine, Leine, Frauchen,
kein Spaziergang fürs Verdauchen;
auch kein Knochen fürs Kaukauchen,
Status Quo – gefühlt: Maumauchen.

Und doch! Es roch an diesem Ort
nach kulinarischem Akkord!
“Mord? Oder meinst Du etwa Krieg?”
“Akkord! Akkord, ich spreche von Musik!”

Mozart kam und sah und mampfte,
Mahlers Charme: sein Arm er stampfte
pudelsicher Dackel klein, stopfte auch ein
Cocker-Bein einfach in sich rein.

“Gemein!” So rief der Delius:
“Zwei Zuckerhunde – Zungenkuß!”
Hingegen füllte Haydn
seinen Magen mit den beiden.

Nur: “In Bruckners satten Schlund paßt keiner”
sprach der Zuckerwattenhunddesigner.