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Das himmlische Kind beim Namen nennen

1 Jun

Die südafrikanische Fluggesellschaft Kulula gibt sich insbesondere Erstfliegern und solchen Passagieren, die es gerne immer noch wären, gegenüber aufgeschlossen und transparent. „Wir machen niemandem ein X für ein U vor, denn das könnte in großer Flughöhe dazu führen, daß unsere Passagiere ebenfalls ein A für ein N oder gar C halten, was gerade in der Vergangenheit bei der Essenauswahl, zumindest der politischen, zu ernsten Problemen hätte führen können“, so Jacky Brown, Chef-Stewardess bei Kulula.

Außerdem handelt es sich um selbsterklärende Beschriftungen, sodaß ein Flug mit Kulula auch für Schulklassen interessant ist. Ein Beispiel: „fuel tanks (the go-go juice)“. Im Mittel ersetzt eine Stunde Flug einen ganzen Tag Schulunterricht. Und diese Ansage: „front door (our door is always open… unless we’re at 41.000 feet)“ sagt uns, daß unsere Schüler bei Kulula in sicheren Händen sind. 

Das Kommunikationsprinzip ist ein Ableger des aufklärerischen Gesamtexpressionismus (Meerschweinchenreport berichtete mehrfach), der sich als eigenständige Kunstrichtung längst etabliert hat.

Die Fluggesellschaft Kulula hat sich für ihre besonderen Kommunikationskünste einen internationalen Namen mit Alleinstellungsmerkmal gemacht. Zum Beispiel mit ihrem besonderen Verständnis für effektive Sicherheitshinweise an Bord.

Oder auch nur ganz einfach durch einfache Werbespots.

Ich persönlich warte schon lange auf ein Restaurant, in dem jeder Gegenstand, den ich in die Hand nehme, beispielsweise Messer, Gabel, Scher und Licht eben mit „Messer“, „Gabel“, „Scher“ und „Licht“ beschriftet sind. Und wenn ich das Gemüse von der Entenbrust schabe, so möchte ich „Entenbrust“ eingraviert vorfinden. Der Mechanismus „Mundpropaganda“ würde für besagtes Restaurant einen guten Job machen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Via: onelargeprawn