Tag Archives: Cannes

Ich erinnere mich….

18 Oct

wie ich Mitte der 1990er Jahre von einer in New York City lebenden Casting Direktorin in ihre Wohnung zu einem Gespräch eingeladen wurde, weil ihr mein auf dem letzten Werbefilmfestival in Cannes gezeigter Spot für das Kopfschmerzmittel TAUDOLON so gut gefiel. Wir saßen in ihrem Wohnzimmer, ich musterte ihre Bilder von Matisse und Picasso und so und sie sagte: “You should know the way you were demonstrating the appearance of headaches in your commercial was exactly the way the pain always appears in my head. I find this outstanding. No one ever did that before. I must talk to you…” Während sie das mit der quiekenden und krächzenden Stimme einer notorisch durchalkoholisierten Mitsiebzigerin so erzählte, klingelte es für die Casting Direktorin unerwartet. Ein Schauspieler wollte nur kurz und spontan seine Unterlagen abgeben. Einfach so. Das war alles.

Sie jedoch machte Umschweif und den ihr unbekannten Schauspieler durch die verschlossene Wohnungstür regelrecht zu Schnecke: “Get away! Who are you? I don’t like you!”, während sie sich hin und wieder mir zuwandte und in zivilisiertem Ton zu erklären versuchte, daß es hier jede Menge burglars disguised as actors gäbe und man gar nicht vorsichtig genug sein könne.

Ich entwickelte immer mehr die Idee, mich live in einer von Woody Allen geschriebenen Filmszene zu befindenen und fühlte mich vom Schicksal dementsprechend gebauchpinselt.

Warum mir jedoch diese Geschichte ausgerechnet jetzt, da ich mir gerade den Inhalt einer Flasche Andechs Doppelbock Dunkel sorgfältig einverleibt habe, wieder in Erinnerung kommt, das weiß der Himmel.

Vermutungsvariante II: Vielleicht hängt das aber auch damit zusammen, daß ich vorhin den Kinofilm The Social Network gesehen habe und in mir möglicherweise deshalb das Bestreben reifte, etwas Seltsames mit amerikanischem Bezug erzählen zu wollen.

God Ad – Bad Ad

13 Jun

Is there anything left to say…

via adsoftheworld

HipphippHurra – Mein neues Textheft ist nun da!

13 Jan

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Es war schon eine schwierige Geburt: Welche Textbeiträge sollen in die erste Ausgabe? Und welche sollen auch noch hinein? Und welche ins zweite Heft? Und ist dann immer noch genug für #3 übrig? Sollen bestimmte Beiträge, weil sie so gut sind, einen festen Stammplatz in jeder Ausgabe erhalten? Ich meine: ja. Und viele meiner zukünftigen Leserinnen und Leser schließen sich meiner Meinung vorab aus Sicherheitsgründen an. Denn: Fährt man schließlich nicht gerade deshalb jedes Jahr an ein und denselben Urlaubsort, weil man schon vorher ganz genau weiß, was man zu erwarten hat? Weil man eben nur keine unangenehmen Überraschungen erleben möchte? Ich bin wohl nicht ganz alleine, der meint: ja, genau deshalb.

Eben. Und damit Sie bei Lektüre meiner schönen und neuen Lesefibel nicht gleich und leicht und unvorbereitet der Schlag trifft, veröffentliche ich hier schon mal einen kleinen Auszug vorab. Damit Sie auch morgen noch Ihren Urlaub dort buchen können, wo Sie ihn auch letztes Jahr schon verbrachten. Und vorletztes Jahr auch. Und vorvorletztes Jahr ebenfalls. Wie das eben so ist. Einerseits.

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Andererseits: So viel Werbung gab’s im Meerschweinchenreport noch nie. Ein weiterer Grund, auch weiterhin kraftvoll zuzubeißen. Wuff!

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Appetit!

Mit freundlichen Grüßen aus dem Laufrad:
Ihr/Euer Hamlet Hamster

P.S.: Das neue Heft ist ab Februar im gut sortierten Fachhandel zu finden und kostet – je nach geistiger Verfassung des Ladeninhabers – zwischen EURO 2.500,- und EURO 3.500,-.