Tag Archives: Charles Darwin

Attraktiver Lebkuchenrohbau zur Unterfütterung einer seltsamen Jobbesprechung

20 Nov

Aus dem Reich der Irrungen und Wirrungen menschlicher Gehirnwindungen: Ein sonniger Tag. Ein sonniges Gemüt. Wir sitzen ihm beziehungsweise ihr direkt gegenüber. Die Minilebkuchen sind mit Minimikrophonen verwanzt, aber das wissen wir nicht – wobei: natürlich wissen wir das, aber wir lassen uns nichts anmerken. Ganz so, wie es uns die Vertreter der Ermittlungsbehörde aufgetragen haben.

Eine hinreichend seltsame Gesprächsführung: «Wir können das auch ohne Fingerlutschen, quatsch, ohne Rechnung machen». «Nein, das können wir nicht. Wenn Lebkuchen im Spiel, dann lutschen wir immer an den Fingern und arbeiten – wie immer – ausschließlich gegen Rechnung» war unsere Antwort. Dann betrat ein junger Mann mit blaugephotoshopten Haaren die Bühne, um sie kurz darauf wieder zu verlassen. Die Dame: «Ein sehr guter Kreativer, ist aber gebrochen, weil: Vater-Sohn-Komplex». Die Dame bedient sich bei ihren Spiegelungsversuchen falscher Informationen. Wir spielen das Spiel mit. Ein angeblich riesiger Auftrag steht zur Disposition, für den sie jedoch eigentlich kein Geld habe; Geld, das schon direkt nach der Auftragserteilung auf unserem Konto sein könnte. Ha! Endlich!

Echte Butterfahrtsrhetorik mit etwas anderen Vorzeichen. Die Wege des menschlichen Humors sind eben unergründlich. Unsere Auftragsdame gab uns aber trotzdem den Job, den sie jedoch unter Nennung höchst seltsamer Gründe und Umstände am nächsten Tag schon wieder per Mail stornierte. «Wir bezahlen Euch natürlich die Reisekosten». Reisekosten? Welche Reisekosten? «Nein, das ist nicht nötig» schrieben wir zurück. Schließlich hat uns auf der Rückreise dieses Licht und haben uns diese Aufnahmen für dieses doch recht befremdliche Gespräch entschädigt.

War es das? Nein, das war es leider nicht. «Hey, wir haben da ein hübsches Gespräch aufgezeichnet. Sieht nicht gut aus für Euch.» Für uns? Quatsch. Es sieht eher für unsere seltsame Gesprächspartnerin nicht gut aus. Wahrlich nicht. Was wir uns aber in diesem Kontext immer mal wieder fragen: «Wie ist es möglich, daß sich Menschen für etwas instrumentalisieren lassen, ohne den wahren Sachverhalt zu kennen?»

Inzwischen kennen wir die Antwort:

Was wir uns allerdings jetzt fragen, ist: «Wie groß sind eigentlich die Unterschiede zwischen Affen und Menschen wirklich?» Und was uns auch noch beschäftigt: Wird uns das ZDF diese Treatment abkaufen und uns mit der Erarbeitung eines produktionsreifen Drehbuches beauftragen?

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Mysteriöses UFO

16 Sep

Click to enlarge unknowingly

Einmal mehr können wir über eine sensationelle UFO-Sichtung berichten. Geschah es das letzte Mal am helligten Tage über der wunderschönen Innenstadt Wiesbadens, so begleitete uns nun dieses uns abermals unbekannte Flugobjekt ein ganzes hübsches Weilchen auf unserer Zugreise.

Nach reiflicher Überlegung und dem sorgfältigen Ausschluß verschiedener anderer auf den ersten Blick verlockend erscheinender Möglichkeiten war uns klar, daß es sich nur um eine Galapagos-Schildkröte auf ihrer Reise in die Zeit Charles Darwins gehandelt haben konnte.

Und genau so war es auch: Sie beschleunigte, stieg am nächsten Bahnhof zu, setzte sich zu uns ins Abteil, ließ sich noch kurz des Schaffners Fahrkartenentwertungszange genüßlich im Maule zergehen – wobei das, was mit besagter Fahrkartenentwertungszange tatsächlich geschah, mit der Verwendung des Verbs zerhäckseln wesentlich treffender beschrieben wäre –, seufzte noch kurz «Leute, Leute, Ihr habt ja gar keine Ahnung, was man als zeitreisende Riesenschildkröte so alles mit- und durchmachen muß», zog sich die Schuhe aus und den Unterkiefer gerade, machte es sich bequem – und schlief ein.

Der Zug fuhr Richtung Salzburg, wir jedoch stiegen in Mainz aus und wissen deshalb nichts über den weiteren Verbleib unseres exotischen Reisebegleiters zu berichten.

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Nachtrag vom 21. September 2012: In Salzburg, so erfuhren wir nun, kletterte unsere Ex-Reisebegleiterschildkröte coram publico während der berühmten Festspiele im schönsten Rampenlicht Don Giovanni beherzt in die Unterhose, wo sie sogleich als Mitarbeiterin der Firma Diggdigest, die sich auf die Erstellung individueller Motivationskonzepte für gesellschaftlich bessergestellte GesangeskünstlerInnen sowie deren erfolgreiche Umsetzung spezialisiert sieht, ihre neue Arbeitsstelle engagiert antrat – und zudem nach erfolgtem Erstzugriffsbiß ihren notwendigen Verdauungsschlaf in der ihr zustehenden und nahe dem eigentlichen Arbeitsplatz gelegenen Dienstwohnung wohltemperiert vollzog.

Einmal mehr überschlugen, übertrafen und übertrumpften sich die Kritiken der internationalen Leitartikelmedien gegenseitig. Insbesondere der irrsinnige Regieeinfall, einem fest im Libretto implementierten Bassbariton urplötzliche Kreischlaute der Gestalt zu entlocken, daß sie es mit ihrem kolloratureskem Charme vermochten, selbst die gesanglichen Spitzenleistungen einer Edda Moser (fast!) in den Schatten zu stellen, wurde einhellig als «hyperübergenialisch» bezeichnet. Und das will was heißen!

Wie sie von dort aus jedoch den Sprung auf Lord Nelson’s «Victory» schaffte, ist zur Stunde abermals ungeklärt, aber wir bleiben ebenso abermals dran. Versprochen!

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Außerdem möchten wir diese einzigartige Gelegenheit nutzen, um auf das Standardwerk aller UFOlogen hinzuweisen. Wir zitieren von der Verlagswebsite: «Just landed! The ultimate picture bible for every UFO fan, the most sensational and encompassing photodocument of the UFO century». And: «Over 300 “never before published” pictures of UFO’s, scenes, contacts, evidence…..Fantastic !!! -Joe Meierson, NY».

Im Klartext: Der international anerkannte UFOloge Richard Brunswick schaffte es immer wieder, unerkannt in die Spezial- und Geheimarchive diverser konspirativ agierender Bundesbehörden im In- und Ausland einzudringen und dort sensationelles Bildmaterial im Interesse des öffentlichen Informationsbedürfnisses sicherzustellen.

Selbst dem FBI blieb beispielsweise nach Veröffentlichung der spektakulären Bildersammlung nichts anderes übrig, als sich der Sichtweise Richard Brunswicks in wesentlichen Punkten anzuschließen.

Link zum UFO-Buch aus dem Goliath Verlag.

Liefernachweis:
Richard Brunswick Collection

English / Deutsch / Francais / Espanol / Italiano

size: 5,5 x 7,5 inches

320 pages / 300 photos

ISBN 3-9805876-3-0

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Peter Paul Rubens: «Wer hat die Kokosnuß geklaut?»

28 Nov

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Die Affen rasen durch den Wald,
der eine macht den andern kalt.
Die ganze Affenbande brüllt:
{«Wo ist die Kokosnuß,
wo ist die Kokosnuß,
wer hat die Kokosnuß geklaut?»}

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Der Künstler Peter Paul Rubens führte Zeit seines Lebens ein fruchtvolles Streitgespräch mit Charles Darwin, in dem es einerseits darum ging, ob Kakao als Element in das chemische Periodensystem aufzunehmen sei und andererseits ob der Mensch nun vom Affen abstamme – oder vielleicht lieber doch nicht. Während der britische Genesis-Freak Schildkröten von den Galápagos-Inseln entführte, um so die menschliche Überlegenheit gegenüber der Tierwelt und somit auch den Affen zu beweisen, beschloß unser Siegener Ölfarbenspezialist, öfters mal ins Kopfkino zu gehen; und sich vom Leben treiben und inspirieren zu lassen. Eines der Ergebnisse: Das oben abgebildete Gemälde «Wo ist die Kokosnuß?» Eine scheinbar harmlose Frage, die jedoch ein wahres Massaker unter vielen, vielen Unschuldigen provozierte. Dabei wäre die Beantwortung soo einfach gewesen:

Das Affenbaby voll Genuß
hält in der Hand die Kokosnuß.
Die ganze Affenbande brüllt:
{«Da ist die Kokosnuß,
da ist die Kokosnuß,
es hat die Kokosnuß geklaut!»}

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Il était une fois… les technologies du passé – Once upon a time there was a technology…

12 Jan

via: Coudal Partners

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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