Tag Archives: Claudia Roth

Der kanadische Feuerhund: «Memoiren eines außergewöhnlichen Vierbeiners mit drei Nasenlöchern»

7 Apr

Der kanadische Feuerhund
von Alba von Magenfein
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Ursprünglich von kanadischen Leichtlaufindianern zur Unterstützung beim Feuermachen und der begrenzten Ölförderung gezüchtet, ist diese bemerkenswerte Hunderasse seit der Einführung von Fracking und Dieselfahrverboten etwas in Vergessenheit geraten. Dank modernster Chappitechnologie ist es jedoch erstmals möglich, die Geschichte eines Hundes in gleichermaßen authentischer wie auch faszinierender Ich-Persepektive vorzulegen. Den Erzähler Alba von Magenfein, nach unüberbrückbaren Differenzen mit seiner Köchin dem Hause der Herzogin von Clustermonty entflohen, zieht es zurück zu seinen historischen Wurzeln: den Wäldern am Fuße der Rocky Mountains Kanadas. Dort kommt er zur Besinnung, reflektiert über seine glückliche Kindheit, erinnert sich an das bekannte Kindergartenlied, das man ihm und der genetischen Gesamtkonstruktion seiner baugleichen Artgenossen gewidmet hat: «Ich bin ein kleiner Hund mit Dreilochnase || Ich fühle mich gesund, lebe wie ein Hase || Doch manchmal wird es mir zu bunt || Wie eine Kuh sodann ich grase || Ich bin ein kleiner Hund mit Dreilochnase».

Das macht automatisch ein wohligwarmes Gefühl in der Magengegend und Appetit auf gut gewürzten Grizzly-Braten. Hier trifft er auch auf Häuptling Chiptschap (in seinem früheren Leben Lehrstuhlinhaber an der «Paritätischen Bildungsgesamthochschule NRW» für sozialverträgliches Kaugummikauen), mit dem er ein hammereskes Abenteuer nach dem anderen durchlebt. So erläutern sie langbärtigen Großstadthipstern den Sinn des Lebens, basteln aus deren Scheck- und Kreditkarten laichbereite Lachsdamen, binden den coolen Teilzeitaussteigern selbstgefertigte Sprengstoffgürtelatrappen um ihre schlappen Lendenlappen und fordern sie auf, sich damit pünktlich zu den Achtuhrnachrichten artgerecht in die Luft zu jagen.

Um die exemplarisch sperrige Erlebniswildniswelt unserer beiden Protagonisten für die Leser so selbsterfahrerisch wie irgend möglich aufzubereiten, ist der in japanischer Pinselstrichschreibweise verfaßte Text zusätzlich ganz bewußt mit ausreichend filen ortografisches und gramatikalichent Velern umsichtig ausgestattet. Schließlich sollen sich gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft beim Lesen nicht ausgegrenzt und diskriminiert fühlen. In aufgeklärten Kreisen gilt das in die Haut sich streng vegan ernährender Wildschweine eingenähte Buch als exquisites Lesevergnügen der Extraklasse für die gesamte Familie. Auch die Geschäftsführerin des veröffentlichenden Verlages «Pisa Publishing Group», Claudia Roth (selbst leidenschaftliche Analphabetiker*in), erklärt tränenüberströmt: «Wer nach dieser herzergreifenden Lektüre nicht selbst Hu(ü)nd*in sein möchte, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen».

Fazit: 365 Seiten, die Sie nach Lektüre so schnell nicht mehr vergessen werden – insbesondere wenn Sie dabei auch den Kaufpreis von 365,- € im Blick haben. Aber er lohnt sich! Unsere Leseempfehlung: Pro Tag immer nur eine Seite für nur je 1,- €. Und sollten Sie gerade mit dem Rauchen aufgehört haben, so sparen Sie bei dieser Vorgehensweise alle 24 Stunden je nach Zigarettenmarke und Verpackungseinheit immerhin zwischen drei bis fünf Euro. Letztlich eine klassische Win-Win-Situation. Und darauf kommt es unserem Autoren Alba von Magenfein seit jeher ganz besonders an.

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Rettet die Wale. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Klimaforscher entsetzt: Es war der wärmste Dezember seit Beginn der Klimaaufzeichnung im 15. Jahrhundert

18 Jan

Es ist nicht zu leugnen: Die Leugner des Klimawandels sind erfolgreich am Drücker. Lag noch bis im letzten Jahrzehnt des alten Jahrtausends die komplette Erdkugel Jahr um Jahr für mehrere Wintermonate unter einer meterdicken und für unseren Weltenball hochnotgesunden Schnee- und Eisschicht begraben, sodaß das berühmte «Rien ne va plus» selbst in den hitzigsten Spielcasinos von Las Vegas und Monte Carlo zum gefügelten Wort wurde, so bleibt und blieb das himmlische Weiß in den letzten vier Jahren nur ein paar Tage und bröckelte sofort von allem erdenklichen ab, z. B. von Autodächern oder gutgelaunten Weltverbesserergewissen.

Wohin die globale Reise geht? Zunächst in die Sauna, anschließend ins Solarium, danach in den Deutschen Bundestag und schließlich aufs weltmännisch soziale Abstellgleis. Der blaue Planet, so lieb wir ihn auch haben, wird für uns nachsitzen müssen. Bei Renate Künast und Claudia Roth naturgemäß und mal wieder in der ersten Reihe. Er wird sich, ob er das will oder nicht, daran gewöhnen.

Können wir das Ruder noch rumreißen? Bilder, wie das oben abgebildete, sagen uns gefühlsmäßig, daß der Hitzetod bereits unweigerlich vor unser aller Türe steht – es ist nur noch ein üble Frage der Zeit. Auf der anderen Seite kann es «links» nicht ohne «rechts» geben, «oben» nicht ohne «unten», nicht «heiß» ohne «kalt», womit wir wieder beim Thema wären, das ohne ein würdiges «Fazit» nicht sein vorläufiges Ende finden kann.

Fazit: Wir sollten weniger Tee trinken und zum Ausgleich mehr Speiseeis verputzen. Das sorgt für einen geringeren CO2-Verbrauch sowie einen allzeit kühlen Kopf. Beides werden wir zukünftig mehr brauchen denn je!

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Seniles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Unter der Schirmherrschaft von Claudia Roth: Mit der Spraydose gegen den Klimawandel

2 Dec

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Setzen Sie ein Zeichen und verschenken Sie doch zu Weihnachten, oder auch an anderen Tagen, von diesem herrlichen Motiv mit Weltrettungscharakter einen schönen großen Abzug (die Umwelt wird es Ihnen danken): worldwarwon

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Verkehrte Welten

6 Oct

Auf dem Planeten, auf dem sich einst knappe, schlappe 6 Milliarden Erdlinge pudelwohl fühlten, Geranien gossen und sich in unregelmäßigen Abständen mit viel Liebe und Hingabe gegenseitig die Fleischmützen massierten, ist alles leblos und grau geworden. Keine Menschenseele geht mehr ans Handy. Selbst Bansky wird vermisst.

Doch auf dem Mars, da holtert und poltert es gehörig: Der lange Marsch durch die interplanetaren Instanzen hat begonnen. Hunderttausende ehemalige und hochmobile Erdenbewohner bahnen sich in zwei parallel verlaufenden Siedlertrecks ihren Weg über die Marsoberfläche in eine neue und hoffnungsfrohe Zukunft. Die Erde ist tot. Es lebe die Erde. 

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