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Den Armen eine Stimme geben!

12 Jun

“Modernes Gralverständnis”, so lautet der Titel dieses beeindruckenden Bildes des Künstlers Mustapha Mandelbaum, das seinem Zuyklus “Den Armen eine Stimme geben” zugehört und erfreulicherweise – angesichts des ernsten Themas – auf jegliche digitale Effekthascherei verzichtet.

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Als uns Mustapha Mandelbaum in der Redaktion besuchte, so war uns allen schnell klar, daß wir einem Ausnahmekünstler gegenübersitzen. Er ist zuvorkommend und bescheiden, höflich und gebildet; und er interessiert sich nicht für seine Vita, sondern nur für sein Ziel, das er unbedingt erreichen möchte: den Armen eine Stimme zu geben. “Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen” so argumentiert er “wenn wir es nicht in absehbarer Zeit schaffen, auf friedliche Weise den Lebensstandard für die Ärmsten in unserer Gesellschaft zu heben, dann haben wir alle ein ernstes Problem. In der Geschichte der Menschheit gab es immer wieder Umverteilungsprozesse von Besitztümern, nur daß diese Umverteilungsprozesse bedauerlicherweise immer mit Kriegen einhergingen. Die große Aufgabe, vor der unsere globale Gesellschaft steht, ist nun, diesen Umverteilungsprozeß ohne kriegerische Begleitmaßnahmen und frei von ideologischen Verbohrtheiten einzuleiten.” Weiter verweist Mustapha Mandelbaum auf ein wichtiges Zitat John Fitzgerald Kennedys, das wir im Netz fanden und das im Rahmen der “Du bist Deutschland”-Kampagne vor einigen Jahren publiziert wurde:

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Ist Mandelbaum ein unverbesserlich optimistischer Moralist? Wir glauben eher, daß er der von ihm formulierten Lebensregel “Nächstenliebe ist die höchste und feinste Form von Egoismus” huldigt. Zumindest ist das der Leitsatz, mit dem er versucht, die vermögenden Mitglieder unserer Gesellschaft zur freiwilligen Abgabe eines Teils davon zu überzeugen. 

Mutapha Mandelbaum wurde von seinem Großonkel Prälat und Apostolischer Protonotar der Danziger Katholiken Prof. Dr. Franz Josef Wothe nach christlichen Grundsätzen erzogen und zur Nächstenliebe angehalten. Besonders beeindruckte Mandelbaum die Haltung seines Großonkels gegenüber “seinen Danzigern”, als Herbert Hupka 1985 als Präsident der “Landsmannschaft Schlesien” das Motto „40 Jahre Vertreibung – Schlesien bleibt unser“ in den Vordergrund rückte, dahingehend ins Gewissen redete, daß der erste, der “Danzig ist unser” oder ähnliches fordern sollte, sofort rausfliegt. In dieser Grundhaltung schwang nicht etwa Opportunismus mit, sondern das Wissen, kurz nach Kriegsende in der Bundesrepublik dauerhaft eine neue Heimat gefunden zu haben. Außerdem war es dem Apostoloischen Protonotar, der seine Bischofsweihe persönlich von Papst Paul VI erhielt, angesichts seiner eigenen Vita – kurz vor Kriegsende stand er vor seinem Exekutionskommando, das nur deshalb nicht seinen Job machte, weil einige Mitglieder daraus nicht auf “ihren Pfarrer” schießen wollten – stets schleierhaft, wie man “Problemchen hegen und pflegen kann, die bei genauer Betrachtung gar keine sind”.

Mustapha Mandelbaum möchte nichts sonst über seinen Lebensweg preisgeben. “Das würde zu sehr von meinem eigentlichen Ziel ablenken” führt er erklärend dazu aus. Auf seinen Künstlernamen angesprochen, sagt er, daß er damit die große Versöhnung zwischen allen Völkern und Kulturen anstrebt. Auch die zwischen Christen und Juden. 

Möchte man einen echten Mandelbaum sein Eigen nennen, so muß man als Sammler zunächst ein volles Drittel des Kaufpreises direkt an eine sinnvoll agierende Wohltätigkeitsorganisation überweisen. Danach erfolgt ein längeres Gespräch mit dem Sammler über den Sinn des Lebens und die Bedeutung des eigenen Seins innerhalb dieses von Gott geschaffenen Konstruktes, das wir gemeinhin mit “Leben auf unserem Planeten” zu umschreiben versuchen.

Kommt Mandelbaum dann zu dem Ergebnis, daß im Sammler ein menschlich gereifter Kern ruht, so ist er bereit, sich von einer seiner Arbeiten zu trennen.

Die Meerschweinchenreportredaktion wünscht Mustapha Mandelbaum alles Gute und weiterhin viel Erfolg, sein Ziel zu erreichen.