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Eiserne Lunge

21 Feb

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«Die Eiserne Lunge war das erste klinische Verfahren, das zur künstlichen Beatmung von Patienten eingesetzt wurde. Es diente vor allem zur Versorgung von Poliomyelitis-Kranken. Die Methode ist heute weitgehend durch die Beatmung via endotrachealer Intubation ersetzt und wird nur noch in speziellen Fällen eingesetzt.

Das Verfahren geht auf Eugène Woillez und Ferdinand Sauerbruch zurück, die für die Thoraxchirurgie das Unterdruckverfahren entwickelt haben. Das Original einer Eisernen Lunge kann heute noch im Karl-Ludwig-Institut für Physiologie an der Universität in Leipzig betrachtet werden. Hier gab es in den 50er Jahren eine ganze Station mit Eisernen Lungen.

Der Patient liegt mit dem gesamten Körper oder nur dem Rumpf in einem Hohlzylinder. Der Kopf – und damit der Zugang zu den Atemwegen – verbleiben außerhalb des Zylinders. Die normale Atemtätigkeit wird durch rhythmischen Aufbau eines Über – und Unterdruckes innerhalb des Zylinders imitiert. Der Thorax des Patienten bewegt sich durch den Druckwechsel passiv mit: Unterdruck im Zylinder führt zum Einstrom von Luft in die Lungen (Inspiration), Überdruck im Zylinder zum Ausstrom (Exspiration).»

Komplettzitat via: Flexicon

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