Tag Archives: Galerie Baier

Nikolaus Jungwirth: «Viel Glück im neuen Haus»

30 Mar

Click to enlarge

Zum Einzug des Mainzer Verlages «ABP – Alexander Baier Presse» in die neuen Büroräume am Fischtorplatz kreierte der Künstler, Grafiker und Satiriker Nikolaus Jungwirth, der als Gestalter ebenfalls für das «Magazin KUNST» die Nachfolge von Wolfgang Schmidt antrat, diese kleine Unikatarbeit und machte sie dem Verleger feierlich zum Geschenk.

Nikolaus Jungwirths Siebdruck-Grafiken, beispielsweise die beiden nachfolgend abgebildeten «Gerda N. I» und «Karl G. II», in denen er sich mit «Originellen Todesfälle» aus der BILD-Zeitung spielerisch auseinandersetzt, erschienen Anfang der 1970er Jahre in der Grafikedition «Gut gewählte Sammlung» der Galerie Baier.

In der «Magazin KUNST» – Ausgabe Heft 2 / 1976; 16. Jahrgang erschienen über eine Strecke von 18 Seiten seine Originalgrafiken; und gemeinsam mit Gerhard Kromschröder veröffentlichte Nikolaus Jungwirth im Magazin KUNST auch Aufsätze, beispielsweise «Wie naiv ist die naive Kunst?» in Heft 51 / 1973; 13. Jahrgang.

Die beiden Herren Nikolaus Jungwirth und Gerhard Kromschröder arbeiteten seit gemeinsamen Tagen beim legendären Frankfurter Satireblatt «Pardon» als Team auf vielfältige Weise zusammen: sie verfassten politisch-satirische Zeitschriftenbeiträge, absolvierten Bühnenauftritte, inszenierten Kunstaktionen im öffentlichen Raum und veröffentlichen bis heute Bücher zur deutschen Alltagskultur. Zu Ihrem Buch «Flokati Fieber» schrieb Dr. Goedart Palm eine bemerkenswerte Rezension.

Und im «Nizza Verlag» erschien kürzlich ihr neustes gemeinsames Werk: «Als der Champagner floss – Die 80er Jahre: Das letzte Jahrzehnt der Bonner Republik»

Für jeden, der von sich behauptet, zumindest halbwegs was im Kopf zu haben, stellen die vorstehend vorgestellten Werke und Publikationen eine ernstzunehmende Kaufoption dar.

Advertisements

Bogislav von Wentzel: «Walter Stöhrer»

26 Jul

Fotos von Andreas Baier
Click to enlarge störeredly

Der DüŸsseldorfer Galerist Bogislav von Wentzel präsentierte auch auf der Art|Basel im Jahre 1990 beeindruckende Arbeiten des KüŸnstlers Walter Stšöhrer.

Walter Stöhrer im Mannheimer Kunstverein (1981)

Ganz zu Beginn seines beruflichen Werdeganges, also noch zu Schulzeiten, machte sich unser späterer Redaktionsfotograf Gedanken über das «lästige hin und her mit dem Schafstellen» und wie man diesen Vorgang «in seiner Komplexität reduzieren oder am besten gleich beseitigen» könne. Bei der Entwicklung seiner These, daß man bei der Aufnahme auf das genaue Schafstellen verzichten könne, weil sich dies «später im Fotolabor am Vergrößerungsgerät bequem nachholen ließe», war ihm eben jene Beobachtung im Fotolabor, wonach dort das bereits entwickelte Negativ in der Vergrößerungsbühne auf das Fotopapier «ja auch schaf gestellt wird», behilflich.

In dieser glücklicherweise nur sehr kurzen Schaffensperiode, in dem unser Mann fürs grobe Korn sein «Prinzip der vereinfachten Fokussierung» leidenschaftlich zur Anwendung brachte, entstand im Jahre 1981 auch das vorstehend abgebildete Portrait des Künstlers Walter Stöhrer anläßlich einer Ausstellung mit seinen Werken im Mannheimer Kunstverein.

Ein Blick in die Vita Walter Stöhrers zeigt, daß er 1961 seine erste Ausstellung in der Mainzer Galerie Baier hatte. Die Überschrift der Kritik zu dieser Ausstellung lautete «Stöhrer mit Störungen». 1984 wurde er dann auch von Adrien Maeght ausgestellt.

***
Kommentarfunktion auf Bitten von Greenpeace deaktiviert.
***