Tag Archives: Henri Cartier-Bresson

Henri Cartier-Bresson: «I Don’t Take The Photograph, The Photograph Takes Me»

3 Jan

Mit einer kleinen Einführung von Richard Avedon beginnt das Inteview mit Henri Cartier-Bresson, einem der größten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Bildästhetik prägte er das visuelle Verständnis einer ganzen Generation von Bildjournalisten – und tut dies immer noch. Er vermied es stets, selbst fotografiert zu werden, da es zu seiner Sicht der Dinge gehörte, als Fotograf unerkannt im Hintergrund zu arbeiten. Er gab nur ganz wenige Interviews. Dies ist eines davon. Enjoy.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Fotografische Mathematik (3): Henri Cartier-BressonMike Stimpson = Lucio Fontana

24 Aug

Henri Cartier-Bresson: Behind the Gare Saint Lazare

Mike Stimpson: Hommage an Henri Cartier-Bresson

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Lucio Fontana: Mind the gap

Wieder einmal widmen wir uns den Naturwissenschaften und hier nun, nach Addition und Division, dem komplexen Themengebiet der Subtraktion. Zwei fast einander ähnelnde Bilder werden voreinander abgezogen. Es ist also (fast) wie 3-3=0, oder (fast) wie 4-4=0, oder (fast), oder (fast), oder (fast), … Das «(fast)» verhindert jedoch die reine anschaulich klare Null, weshalb wir uns sowohl philosophisch als auch mathematisch mit (fast) geschlossenen Augen in einer Grauzone bewegen, welche bei nächstbester Gelegenheit noch genauer zu definieren sei.

Außerdem, und das wird jeder, der sich aus beruflichen Gründen mit der Übereinanderlagerung von zwei fast gleichen Negativen oder Diapositiven beschäftigt hat, bestätigen können, daß bei diesem Vorgang immer wieder schlitzartige Bereiche auftreten, durch die Licht dringt. Dieser Effekt wird in der Arbeit von Lucio Fontana stark vereinfacht bzw. abstrakt visualisiert dargestellt.

Lucio Fontana selbst kam zu diesem Teil seines Œvres, weil ihm überraschend die Schwiegermütter ausgingen und er keinen anderen Ausweg mehr sah, «sein Messer in aller Zwanghaftigkeit irgendwo reinzustecken» als zur Triebbefriedigung frisch mit Leinwänden bespannte Bilderrahmen hierfür zweckzuentfremden. Daß ausgerechnet Sigmund Freud der erste Fontana-Sammler war, der für ein Bild aus dieser Serie einen Betrag von mehr als einer Million Pfund Sterling ausgab, erscheint vor vorstehend beschriebenem Hintergrund (fast) zwingend logisch.

Hic et nunc ist es jedoch lediglich von allerhöchstem Interesse, den mathematischen Grundmechanismus unzweideutig erklärt zu haben, was – wie wir finden – nun ausreichend geschehen ist.

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Materialien zum erweiterten Diskurs:
Fotografische Mathematik (1)
Fotografische Mathematik (2)

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Wikipedia Henri Cartier-Bresson
Website Mike Stimpson
Wikipedia Lucio Fontana

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Fotografische Mathematik (2): «Peter Keetman + Alberto Giacometti = Henri Cartier-Bresson»

6 Aug

Peter Keetman

+

Alberto Giacometti

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Henri Cartier-Bresson

Was haben wir uns nicht alles zu unserer letzten fotografischen-Mathematik-Veröffentlichung anhören müssen: «Was soll das?», «Was soll das Ganze?», «Was soll der ganze Schwachsinn?» oder – und das ist teilweise sogar gar nicht mal so untalentiert reflektiert – «Der Meerschweinchenreport wird von Schweinen gemacht!»

Provinzieller Verständnislosigkeit begegnet man am besten mit großstädtischer Aufklärungsarbeit. Deshalb erklären wir hier die Gleichung aus unserem ersten Beispiel: Auf dem ersten Foto von Henri Cartier-Bresson sind lebendige Menschen zu sehen, die am Ufer der Marne picknicken. Auf dem zweiten Bild von dem amerikanischen Kriegsbildberichterstatter Larry Burrows werden jedoch im lehmigen Boden versinkende, stark verwundete oder bereits sterbende Soldaten in Vietnam gezeigt. Teilt man nun im mathematischen Sinne die lebendigen Menschen auf Foto 1 mit den sterbenden GIs auf Bild 2 so bleibt unter dem Strich eine riesige Menge Wasser übrig, die sich auf diverse Wassertürme (Bild 3 von Bernd und Hilla Becher) verteilen läßt. Die Rechnung ist also nachvollziehbar und somit korrekt.

Widmen wir uns nun der hier gegenständlichen Gleichung. Das Tropfenfoto von Peter Keetman, das im Volkswagenwerk entstand, in Addition mit der Skulptur «Laufender Man» von Alberto Giacometti ergibt im Ergebnis ein Foto von Henri Cartier-Bresson auf dem Giacometti auf den Strassen Paris durch den Regen läuft.

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Wikipedia Henri Cartier-Bresson
Wikipedia Peter Keetman
Wikipedia Alberto Giacometti

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Fotografische Mathematik (1): «Henri Cartier-Bresson ÷ Larry Burrows = Bernd und Hilla Becher»

21 Jul

Henri Cartier-Bresson

÷

Larry Burrows

=

Bernd und Hilla Becher

Spätestens seit Entdeckung und Erfindung der Atombombe scheut die Menschheit keine Kosten und Mühen, alles und jeden nach Strich und Faden durchzurechnen, einzuordnen, Zusammenhänge herzustellen – und wenn es sein muß, sogar auf Herz und Nieren umzuprogrammieren bis der Arzt kommt. Da bleibt für gewöhnlich kein Stein auf dem anderen, kein Auge ungetrocknet, alles und jeder muß raus, rein in den Wald – und hic et nunc mit viel Energie erneuert werden.

Daß das auf Dauer nicht nur das maßgeschneiderte Nervenkostüm von Jean-Paul Gaultier sondern ebenfalls die Strom- und Wasserrechnung gehörig belastet, dürfte jedem klar sein, der schon einmal persönlich und per Handschlag sein sauerverdientes Geld von seiner Hausbank in Empfang nahm. Da trifft es sich günstig, daß es immer wieder engagierte Visualisionäre mit großem Namen gab und gibt, die mit ihrem künstlerischen Schaffen stets bemüht waren und sind, Zeichen zu setzen, sie eigens für uns in einem Mantel von zartbitterer Edelmilchschokolade gekühlt einzulagern; Zeichen die uns bei fach- und sachgerechter Beachtung eine bessere Welt für alle und jeden bescheren. Keine Frage.

Damit dieser hehre Plan mit großzügigen Weltrettungsapplikationen nicht urplötzlich droht, jäh zu scheitern oder gar unpraktikablerweise in die Hose zu gehen, hat sich unsere Meerschweinchenreportredaktion dazu entschlossen, alle für uns relevanten Zeichen rauszusuchen und die zwischen ihnen bestehenden Zusammenhänge für alle und jeden auf leicht verständliche Art und Weise herzustellen und transparent zu machen, damit nicht nur zusammenwächst was zusammengehört sondern auch damit später keiner mehr sagen kann, er hätte von alledem nichts gewußt. Mildernde Umstände wird es für Mitmenschen mit mangelnder Zivilcourage von nun an nicht mehr geben. Solche Zeiten, speziell in Kombination mit einer zukünftig drohenden Wasserknappheit, sind nun endgültig vorbei. Und das ist gut so.

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Wikipedia Henri Cartier-Bresson
Wikipedia Larry Burrows
Wikipedia Bernd und Hilla Becher

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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