Tag Archives: Hermann Nitsch

Im Gespräch: Andreas Baier und «Design made in Germany»

5 Sep

Andreas Baier weiß: «Wenn man Dinge plant,
gehen sie garantiert schief».
Foto: Michael Eibes

Auf der diesjährigen QVED 2016 (Meerschweinchenreport berichtete) präsentierte unser Redaktionsfotograf Andreas Baier nicht nur einen Vortrag über seine Arbeit, sondern er unterhielt sich ebenfalls mit Viola von Zadow von «Design made in Germany». Zum Beispiel über Sir Ernest Henry Shackletons Polarexpedition, über Vitamin-B-Injektionen, über einen Ratschlag Gerhard Richters, warum einem etwas weniger Planung die selbstgesetzten Ziele entspannter und besser erreichen lassen – und, last but not least: warum das «Scheitern» als Karriereprinzip gnadenlos überschätzt wird.

Außerdem zeigt die zugehörige Bildstrecke Baier-Portraits von Hermann Nitsch, Michael und Helga Conrad, Klaus Staeck, Bazon Brock, Markus Lüpertz, Kasper König, Klaus Honnef, Carl Laszlo, Klaus Klemp und Hans Ulrich Obrist. Eine Digital-To-Go-Version der besagten Veröffentlichung ist hier erhältlich.

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Andreas Baier: «Hermann Nitsch in der Villa Stuck»

21 May

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Unser Redaktionsfotograf war ob der Genehmigung, den Wiener Aktionskünstler Hermann Nitsch während der Probearbeiten zur 147. Aktion des Orgien Mysterien Theaters im Innenhof der Villa Stuck in München portraitieren zu dürfen, hocherfreut.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016
bei Probenarbeiten in der «Villa Stuck» in München
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Die Villa Stuck schreibt auf ihrer Website: «Das Werk Hermann Nitschs steht in einem untrennbaren Zusammenhang mit dem von ihm entwickelten nonverbalen und synästhetisch gestalteten ‹o.m. theater›. Seine Malerei, Zeichnung, Architektur, Literatur und Musik sind eng mit diesem verbunden. Zum Abschluss der Ausstellung und unter Anleitung des Künstlers wird im Garten des Museums Villa Stuck eines der zentralen Motive dieser bildmächtigen Archetypencollage aufgeführt.»

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Eine Dokumentation seiner «147. Aktion des Orgien Mysterien Theaters ‹ExistenzFest.›» am 7. Mai 2016 können Sie sich auf der Website des BR hier ansehen.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei
Probenarbeiten in der «Villa Stuck» in München
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Heute wird Hermann Nitsch während der Kunstbiennale der norditalienischen Stadt Asolo für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Meerschweinchenreport gratuliert dazu herzlichst. Und natürlich ruft das standesgemäß auch wieder ein paar geistig unterernährte Tierschützer auf den Plan. Meerschweinchenreport gratuliert dazu herzlichst.

Hermann Nitsch am 6. Mai 2016 bei Probenarbeiten
in der «Villa Stuck» in München
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Website Hermann Nitsch
Nitsch Museum

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Vitali Klitschko meets Francis Bacon

20 Mar

Francis Bacon’s Self Portrait Photo via: Elite Choice

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Vitali Klitschko hat eben gerade in einer für die vielen Fans und Zuschauer vor Ort, die nicht eben wenig Geld für Ihre sauteuren Eintrittskarten ausgegeben haben dürften, in einer vor diesem Hintergrund für sie nicht gänzlich befriedigenden Art und Weise innerhalb der ersten Runde seinen kubanischen Mustergegner Odlanier Solis final auf die Bretter geschickt, womit «Dr. Eisenfaust» einmal mehr seinem Kosenamen gerecht wurde.

Wer als Schwergewichtler offensichtlich so lecker, locker, leicht, unangreifbar und in Milch schwimmend aus jedem WM-Kampf hervorgeht, der sollte vielleicht für seine zukünftigen Titelverteidigungskämpfe noch einige Extras einbauen, damit seine Fans ein weiteres Erlebnis-Gebiet haben, auf dem sie sich befriedigt fühlen dürfen – auch dann, wenn der Kampf mal wieder an erwünschter Länge zu wünschen übrig läßt. «Vitali, wäre es Ihnen vielleicht möglich, Ihren nächsten Gegner exakt so zuzurichten, daß er nach Beendigung des Kampfes genau so aussieht wie auf oben abgebildeten Gemälde von Francis Bacon?», so rufe ich fragend in einer Pressekonferenz im letzten Jahr während des ADC-Kongresses in Frankfurt in die Runde, als Herr Klitschko in einer Podiumsdiskussion bestätigte, daß man auch als Boxer kreativ sein müsse. OK, das Bacon-Bild hatte ich nicht bei mir, aber Francis Bacon war Vitali Klitschko durchaus ein Begriff. Seine Reaktion: Er grinste vielsagend. Wobei: War das letztes Jahr in Frankfurt nicht sein Bruder Wladimir?

Anyway: Der Gedanke, daß sich zukünftig Weltklasseboxer bemühen, ihr Antlitz gegenseitig dahingehend zu verfeinern und optisch aufzuwerten, daß sie Portraitgemälden weltberühmter Künstler ähneln oder sogar gleichen, ist gar zu verlockend. Man stelle sich mal vor: «Einmal Lennox Lewis in der Bauhausstilistik eines Fotogramms von László Moholy-Nagy, bitte!» Oder: «Ich denke, daß wir bei Mike Tyson auch immer irgendwie an Hermann Nitsch denken sollten!» Und last but not least: «Ich wette, daß es George Foreman gelingen wird, sich von seinem Gegner Muhammad Ali so zurichten zu lassen, daß er nach erfolgreich abgeschlossener Geischtsmassage den Eindruck erwecken wird, als habe sich der spanische Künstler Pablo Picasso seiner persönlich und überaus intensiv angenommen!» Not that bad at all, isn’t it?

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