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Inhouse Hilger & Boie: «Jost Hochuli über Jan Tschichold und Bauhaus»

28 Jun

Das Nashorn im Hause Hilger & Boie bedeutet den Mitarbeitern durch die Kapazität seiner Präsenz: «Immer schön kraftvoll kommunizieren.»

Der Referent des heutigen Tages ist kein geringerer als Jost Hochuli. Zur inneren Einstimmung mag man sich am besten den beiden YouTube-Filmchen hingeben, in denen er im wahrsten Sinne des Wortes wortlos einige seiner gestalterischen Arbeiten präsentiert: Hier und hier.

Fast fühlen wir uns versucht, etwas über das «Goldenen Zeitalter der Typographie» zu berichten – und irgendwie stimmt es angesichts der beiden Themen «Jan Tschichold» und «Bauhaus» ja auch. Rechts im Bild: Annette Häfelinger.

Im Gespräch: Clemens Hilger und Prof. Roland Siegrist.

Quadratisch, praktisch, gut: Eidgenössisches zum Aufkleben.

Im Gespräch: Prof. Olaf Leu (rechts) mit Gudrun Martens-Gottschall und Axel Gottschall (links).

Das hohe Niveau der Fachvorträge im Hause Hilger & Boie spricht sich herum: Von mal zu mal melden sich mehr Interessenten an. Diesmal sogar mit Beamer im zweiten Raum, damit alle Teilnehmer dem Vortrag folgen können.

Susanne Zippel, Roland Stieger, Gudrun Martens-Gottschall im Gespräch mit Annette Häfelinger, Axel Gottschall im Dialog mit Klaus Chmielewski und Jost Hochuli.

Das Schweizer Nationalbanner ist ein starkes Logo: Es steht beispielsweise für Schokolade, das Matterhorn, den Rütlischwur, herausragende Typographie – und natürlich auch umweltfreundliche Windenergieerzeugung. Bildmitte: Annette Schneider und dahinter Gudrun Martens-Gottschall.

Clemens Hilger kündigt den Referenten Jost Hochuli an.

Der erste Vortrag Jost Hochulis widmet sich dem Wirken Jan Tschicholds.

Über Jan Tschichold ist hier eine ausführliche Vita auf der Seite des Typolexikons einsehbar.

Im Gespräch: Jost Hochuli mit Bertram Schmidt-Friderichs. Rechts unten: Udo Bernstein.

Auf YouTube steht ein dreiteiliger Vortrag Jost Hochulis mit dem Thema «Das Detail in der Typographie»: Teil 1, Teil 2 und Teil 3. Diese Filmbeiträge widmen sich nicht explizit Jan Tschichold aber sie verdeutlichen sehr genau, mit welchem Anspruch auf Präzision Jost Hochuli unterwegs ist.

Es gibt sie noch: Die Kenner der Materie, die sich am Typo-Buffet schnell und entschlossen mit vielen kleinen e-Buchstaben eindecken – bevor sie vergriffen sind. V.l.n.r.: Tina Ackermann, Klaus Chmielewski und Susanne Zippel.

In der Renaissance war es durchaus üblich, den teuren Bleisatz durch eine kostengünstigere und weniger widerstandsfähige – aber dafür umso schmackhaftere – Tomaten-Büffelmozzarella-Legierung zu ersetzen. Im Bild: Deformierte O-Buchstaben aus der Helvetica-Familie, zum endgültigen Verzehr freigegeben.

Eine brillante Typographie kann ohne die richtige Papierwahl nicht bestehen. Das wußten bereits die Chinesen, weshalb sie es erfanden und sich in der Fertigung besonders dünner und dennoch reiß- und bißfester Papiersorten verstanden. Aber auch hier wurde – allein schon aus Prinzip – auf einen exzellenten Beigeschmack geachtet.

Der Setzkasten: Die mittels kleiner Spießzetten vorbereiteten Lettern warten darauf, vom Setzer in die richtige Reihenfolge gebracht und fixiert zu werden. Mit dem bereitliegenden weißen Punzenschlegel bestand für die Drucker im 15. Jahrhundert die Möglichkeit, versehentlich verkeilte Lettern im Interesse eines klaren Druckbildes wieder in die Waagerechte zu klöppeln. Hilger & Boie dankt dem Mainzer Johannes Gutenberg Museum für die freundliche Bereitstellung der Anschauungsstücke.

Susanne Zippel.

Das Typo-Buffet zeigt Wirkung: Alle unterhalten sich über Typographie.

Annette Hainz.

Elmar Becker im Gespräch mit Prof. Olaf Leu; Susanne Haag im Dialog mit Michael Eibes.

Schmackhafte Rekonstruktion des ersten Schriftschnittexposés der «Giddyup Std» von Laurie Szujewska. Die zweite und finale Version erarbeitete sie jedoch unter Zuhilfenahme von Spaghetti.

Auf der linken Seite des Bildes wird ganz klar der Großbuchstabe «M» visualisiert.

Direkt im Anschluß läßt eine kleine Körperdrehung umgehend ein großes «E» entstehen. Nun wird deutlich: Das visuelle Morse Elphabet bedarf zur Umsetzung vieler Gesichter.

Die «Letrasetbuchstaben rubbelnde Laserbrille» als Beigabe eines «Yps-Heftes»? Nein, unser Redaktionsfotograf trachtet lediglich nach der Stillung des kleinen visuellen Hungers zwischendurch.

Über die Paprikafarbkombination grün-rot-gelb im Hause Hilger & Boie haben wir schon öfter geschrieben – beispielsweise hier – diesmal verkünden sie den Auftritt Prof. Gregor Krisztians im nächsten Bild.

Voilà, auch Prof. Gregor Krisztian bahnt sich strammen Schrittes seinen Weg zum Typo-Buffet.

Prof. Roland Siegrist und Clemens Hilger.

Annette Häfelinger.

Die Bezeichnung «Mobile» wurde 1931 von Marcel Duchamp für die Frühwerke von Alexander Calder geprägt, einen Terminus, den Marcel Duchamp bereits 1913 für sein erstes Ready-made, das Fahrrad-Rad, verwendete. Seitdem sind «Mobiles» aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Im kulinarischen Kontext tauchen sie immer dann gerne auf, wenn es um die Verdeutlichung der Ausgewogenheit sowie der Leichtigkeit der dargereichten Speisen geht.

Nachträglich verstärkt weichgezeichnet? Nein, unser Redaktionsfotograf fühlte sich im Anblick des leergeputzten Typo-Buffets schlicht bemüßigt, ein wenig rumzurichtern.

Beginn des zweiten Vortrages: Bauhaus. Eigentlich entsprach es dem Plan unseres Redaktionsfotografen, die beiden Vortragsthemen Jan Tschichold und Bauhaus mit einer reinen Schwarzweißbebilderung visuell zu unterfüttern. Allerdings mußte er nach Umsetzung feststellen, daß sich unsere Sehgewohnheiten offenbar so sehr verändert haben, daß eine Bildstrecke in schwarzweißer Ausschließlichkeit leider nicht mehr trägt.

Über den Bauhaus-Bau von Walter Gropius in Dessau gibt es bei YouTube einen gut gemachten halbstündigen Film zu sehen: Deutsche Fassung; English version. Zwar war der Dessau-Bauhaus-Bau nicht Gegenstand des Vortrages von Jost Hochuli über «Bauhaus», aber wenn uns das Leben eines lehrt: Man kann nicht alles haben.

Roland Stieger.

Die Aufmerksamkeit gilt nicht etwa unserem Redaktionsfotografen, sondern dem großen «O» aus der Schrift Lucida Handwriting, welches direkt hinter ihm an der Wand hängt – und mal wieder dringend den Friseur aufsuchen sollte.

Das hitzegeschaffte Gesicht unseres Redaktionsfotografen, der leider nicht bis zum Schluß bleiben konnte. Wenn wir also vorstehend festgestellt haben, daß der Dessau-Bauhaus-Bau von Walter Gropius nicht Gegenstand des zweiten Vortrags von Jost Hochuli war, so ist das eine pure Spekulation. Aber wie heißt es in unseren Redaktionsstatuten doch so hübsch: «Wir wollen nicht wissen, wir wollen vermuten».

Wer sagt, die deutsche Mentalität sei nicht krisenfest, der irrt. Überall war trotz anderthalb stündiger Verspätung vieler Züge, trotz eines zusätzlichen Stellwerkausfalles und trotz eines umgestürzten Baumes, der quer über den Gleisen lag, durchgehend ein hohes Maß an (fast) britischer Gelassenheit zu verzeichnen. Und: Wenn etwas wachhält, dann offensichtlich ein Smartphone.

***Materialien zum erweiterten Diskurs***

Hilger & Boie: «Prof. Gisela Grosse zieht ihre Visuelle Bilanz 2012»

Inhouse Hilger & Boie: «Peter Zizka referiert über das Projekt SYMBIOSIS»

Prof. Olaf Leu zu Gast bei Hilger + Boie

Berlin: «Besuch bei Pentagram»

Zu Besuch bei Erik Spiekermann

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Hilger & Boie: «Prof. Gisela Grosse zieht ihre Visuelle Bilanz 2012»

11 Oct

Einmal mehr läd das Hilger & Boie-Nashorn zum Designtee. Diesmal zieht Prof. Gisela Grosse ihre «Visuelle Bilanz 2012».

«Die Visuelle Bilanz» stellt die aktuellen Ergebnisse des manager-magazin-Wettbewerbs Der beste Geschäftsbericht vor und richtet sich an Unternehmen, Designer, Agenturen und Hersteller von Geschäftsberichten. Schwerpunkte sind die Prüfkriterien zur Gestaltung. Experten widmen sich dabei den Designdisziplinen Bildsprache, Typografie, Farbhandhabung, Tabellengestaltung und Gesamteindruck.

Das vorstehend abgebildete Heft im schicken Prägedruckeinschlag mit Silberfolie dokumentiert die zweite Hilger & Boie-Inhouse-Veranstaltung «Symbiosis» mit Peter Zizka. Meerschweinchenreport berichtete hier darüber.

Mit verschiedenen Getränken gefüllte Trinkgefäße versuchen jeweils mit einer eigenen CI auf sich aufmerksam zu machen – und sich so wohltuend von Mitbewerbern abzuheben.

Prof. Gisela Grosse.

En passant entsteht eine weitere Arbeit für das Portraitprojekt unseres Redaktionsfotografen Andreas Baier «Corporate photography means that executives look good». Hier von Clemens Hilger.

Während sich im Hintergrund Tanja Fiedler im Begriff befindet, weitere Gäste in Empfang zu nehmen, visualisieren sich im Vordergrund des Bildes die Zutaten für eine der wichtigsten Kommunikationsregeln (fast) wie von selbst: Der Angesprochene kann immer nur eine einzige Botschaft auf einmal aufnehmen; niemals mehrere gleichzeitig – es sei denn, seine Sinnesorgane und Greifwerkzeuge existieren in doppelter Ausfertigung.

V.l.n.r: Klaus Chmielewski, Christian Jabkowsky, Tanja Fiedler, Kathrin Kutzner und Manuela Rech.

Ankunft: Peter Zizka, Prof. Olaf Leu und Gudrun Martens-Gottschall.

Katrin Schneider.

Klaus Chmielewski.

Blanka Bopp, Clemens Hilger, Lena Landenberger, Stefanie Leichtle, Susanne Haag, Marc Cyrus Vogel, Prof. Olaf Leu und Jochen Beithan.

Im Gespräch: Prof. Olaf Leu mit Malte Kindt sowie Gudrun Martens-Gottschall mit Peter Zizka.

Unser Redaktionsfotograf ist überglücklich, unseren Leserinnen und Lesern endlich mal ein griffiges und erklärendes Bildbeispiel für die Funktionsweise der «naturgegebenen Suggestivlichtanpassung» liefern zu können: Auf vorstehendem Bild sieht man, daß die Raumlichtverhältnisse sowie die Lichtverhältnisse auf dem Bild im Magazin eine harmonische Einheit bilden.

Und just in dem Moment, da der Lesende auf mechanischem Wege die nächste Seite aufruft und sich das Licht auf dem nächsten, sprich diesem Foto nun um einiges dunkler präsentiert, da paßt sich das Umgebungslicht des Raumes gleichsam automatisch der neuen vorgegebenen Lichtsituation an und es entsteht so – einmal mehr – ein harmonisches Gesamterscheinungsbild. In Fachkreisen nennt man diesen Effekt auch: Jedi-Fotoautomatik.

Und genau soo funktioniert ebenfalls perfekt gemachte Unternehmenskommunikation: Blitzschnell paßt sie sich in ihrer Form, ihrer Tonalität und ihrem Erscheinungsbild der jeweils aktuellen Gesamtsituation intuitiv an, um auf diese Weise sowohl nach Innen als auch nach Außen eine glaubwürdige Kommunikation zu gewährleisten.

Ein weiteres Beispiel? Ein weiteres Beispiel.

Außerdem werden mit diesem Motiv unsere geschätzten Leserinnen und Leser auf die nun folgende Stilleben-Sequenz mit entspannt zubereiteten und viel Liebe dargereichten Lebensmitteln vorbereitet. Alles schön harmonisch eben.

Wenn unser Redaktionsfotograf uns eines wird niemals vorenthalten können, so ist es seine heimliche Vorliebe für alte Ölschinken, denen man die Eigenschaft Im Lichte Hollands zwingend zuschreiben muß. Was u.E. ein bißchen fehlt, das sind mittels gespitztem Federkiel in die Außenhaut des verlaufenden Rohmilchkäses eingeritzte Schriftzüge à la «<em»AVE MARIA», «SANTA MARIA» oder «SANCTA SIMPLICITAS». Aber vielleicht kommt das ja noch…

Eine alte Fotografenmeisterregel besagt: «Steht das Licht im Rücken, so wird Dir stets das Bildlein glücken!»

Für ein und dasselbe Motiv gilt aber auch: «Kommt das Licht von vorne, so bann das Bild aufs Korne!» Etwas antiquiert, zugegeben. Heutzutage würde der Merkspruch wohl eher so lauten: «Ist das Licht ein Nervenkitzel, so bestreich damit ganz viele Pixel!»

Das Corporate Communication Institut CCI wurde im Jahre 2003 von Prof. Gisela Grosse gegründet. Eine der Aufgaben des Institutes ist es, im Rahmen des manager-magazin-Wettbewerbs «Der beste Geschäftsbericht» unter anderem die gestalterische Qualität von Jahresberichten börsennotierter Unternehmen zu analysieren.

In dieser Funktion übernahm sie die Nachfolge von Prof. Olaf Leu. Im Jahre 2004 etablierte sie – an einem Fachbereich Design einzigartiges – Lehrgebiet Finanzkommunikation-Gestaltung von Geschäftsberichten.

In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich Prof. Gisela Grosse neben dem Thema Geschäftsberichte auch mit den Themen Corporate Identity und Corporate Communication. 2005 berief sie einen wissenschaftlichen Beirat an das Institut. Ihm gehören Prof. Olaf Leu, Dr. Herbert Meyer sowie Sabine Stadelmann an.

Seit 2010 ist das Institut durch Prof. Gisela Grosse erweitert worden. Nun gehören ihm ebenfalls Prof. Dr. Reinhold Happel (Designgeschichte und -theorie), Prof. Norbert Nowotsch (Audiovisuelle Medien, Film, Multimedia) sowie Prof. Rüdiger Quass von Deyen (Editorial, Corporate Publishing) an.

Prof. Gisela Grosse veranstaltet regelmäßige Tagungen, beispielsweise das Heidelberger Forum Geschäftsberichte oder – wie hier – Die visuelle Bilanz; und berät Konzerne und Unternehmen. Sie ist wissenschaftliche Leiterin und Vorstandsvorsitzende des Instituts.

Es geht los. Doch zuvor noch ein kurzer Blick aus dem Fenster und über den historisch gewachsenen Kochbrunnenplatz.

Clemens Hilger begrüßt offiziell Prof. Gisela Grosse und stellt sie und ihr Wirken den Gästen vor.

In den kommenden zweieinhalb Stunden erläutert Prof. Gisela Grosse die Vorgehensweise der Jury sowie die Kriterien, nach denen beurteilt wird. Hier spielen beispielsweise Satzspiegel, Tabellengestaltung, Lesefreundlichkeit sowie eine insgesamt schlüssige Darstellungsweise eine zentrale Rolle.

Jochen Beithan und Marc Cyrus Vogel.

Zum signifikanten Erscheinungsbild eines jeden Unternehmens gehört die Farbe oder auch die Farbkombination, aus der sich das jeweilige Logo (oder auch Signet) zusammensetzt. Im Regelfalle ziehen sich diese Farben ebenfalls quer durch den gesamten Jahresbericht. So hat unser Redaktionsfotograf es sich nehmen lassen, vorstehendes Bild partiell mit den signifikanten Farben der Deutschen Post, der Deutschen Telekom sowie der Deutschen Bank einzufärben.

Wie wichtig und als wie wertvoll die jeweilige «Unternehmensfarbe» dem jeweiligen Unternehmen ist, zeigt auch der Versuch von «Pepsi-Cola» vor ein paar Jahren, sein spezielles «Pepsi-Blau» markenrechtlich weltweit zu schützen. Damit treibt das Streben nach Unverwechselbarkeit seltsame Blüten. Einerseits.

Andererseits haben wir im Herzen New York Citys vor ein paar Jahren so ziemlich genau folgende Nummer entdeckt:

Unsere Wahrnehmung: Die Unternehmen LG, Pepsi-Cola sowie Toys R US sind so gut wie nicht mehr auseinanderzuhalten. Wir lesen daraus, daß es immer wieder Agenturen und natürlich auch immer wieder Unternehmen gibt, die manchmal in letzter Konsequenz nicht so richtig wissen, was sie da eigentlich tun.

So ist der Wettbewerb Der beste Geschäftsbericht nicht nur ein Wettbewerb im eigentlichen Sinne sondern stellt einen unabhängigen Beitrag zur gestalterischen Qualitätssicherung von Geschäftsberichten dar.

Bei der Erstellung des Designkonzeptes und dessen späterer Umsetzung gibt es genügend Momente, da der Gestalter in Versuchung geführt wird, lediglich die Oberfläche eines Unternehmens zu polieren anstatt dessen nachhaltige Werte für Investoren klar definierbar in den Vordergrund zu rücken. Dabei sind es oftmals unter designtechnischen Gesichtspunkten nur Nuancen, die zwischen glänzender Oberfläche und visualisiertem Tiefgang unterscheiden. Vorstehend sehen Sie im übertragenem Sinne die polierte Oberfläche. Und nachfolgend …

richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf das Unternehmen. Ergebnis: Visualisierter Tiefgang.

Ein Beispiel aus der Praxis, dem Vortrag von Prof. Gisela Grosse entnommen: Die Verlagsgruppe Ringier ist dafür bekannt, den künstlerischen Teil der Gestaltung Ihres Geschäftsberichtes jeweils einem einzigen Künstler, hier Maurizio Cattelan, zu übertragen.

Wäre es unser Job, lediglich den künstlerischen Gehalt dieses Gesamtkunstwerks Maurizio Cattelans zu bewerten, so fiele unser Votum, allein schon weil selbst eingefleischte Cattelan-Fans, euphorisch positiv aus. Hatte der Gute nicht auch diese unfaßliche Nummer vor der Mailänder Wertpapierbörse abgezogen? Ja, das hatte er, wie dieses Flash-Art-Cover zeigt:

Weitere Hintergrundinformationen über die vier Meter hohe Marmorskulptur sowie wunderhübsche Bilder gibt es bei designboom. Die italienische Finanzwelt war erwartungsgemäß alles andere als hingerissen.

Und so spricht es schon für ein Unternehmen wie Ringier und dessen Tiefenentspanntheit, sich ausgerechnet von diesem Künstler seinen eigenen Geschäftsbericht gestalten und sich somit von ihm art- und fachgerecht durch den Kakao ziehen zu lassen: Alle assoziativen Gestaltungselemente führen inner- und außerhalb des Gebindes straight in Richtung Toilette und Klopapier. Für Aktionäre und Unternehmensanalysten ist das strenger Stoff – keine Frage. Vor diesem Hintergrund gehen von vermutenden Überlegungen der Kategorie «Was? Die Hand, die einen füttert, zu beißen als exklusives Moment spiritueller Selbsterfahrung? What’s that?» exakt jene exklusiven Reize aus, die von anspruchsvollen Mitgliedern der gesellschaftlichen Gruppierung Hauptaktionäre zu Recht erwartet werden dürfen. Einerseits.

Und andererseits: Vielleicht, räusper, liegt es ja zudem durchaus im Interesse der Unternehmensführung, vom eigentlichen Thema ihres aktuellen Jahresberichtes – aus welchen Gründen auch immer – so stark wie möglich ablenken zu wollen. Restlos auszuschließen ist soetwas in diesem Kontext nie.

Apropos Tiefgang: Auch den geladenen Gästen entgeht nichts. Prof. Olaf Leu deckt routiniert Schwächen in der Typografie auf.

Um auch hier etwas konkreter zu werden: Lesefreundlichkeit geht anders. Aber auch der Qualität tabellarischer Darstellungen fühlt die Jury auf den Zahn:

So mag die Deutsche Telekom sich sammeln, besinnen und handeln.

Hier widmet sich Prof. Gisela Grosse einer weiteren tabellarischen Darstellung und analysiert ihre Funktionalität. Nachfolgend eine weitere Folie aus ihrem Vortrag. Können Sie auf dem kleinen Diagramm erkennen, worum es geht? Ok, es geht um HochTief. Schon klar. Aber worum im Detail? Aaaah! Auch um HochTief! Eigentlich ist das ja mit den Tabellen gar nicht so schwer…

Hier wird zum einen moniert, daß die jeweiligen Jahresleisten immer bei 100% enden, ungeachtet der Tatsache, daß beispielsweise «63,8 Mio» (2005) und «86,0 Mio» (2013) im direkten Vergleich unmöglich jeweils «100 %» sein können. Korrekte Mathematik und deren Visualisierung gehen anders. Zum anderen sind die jeweiligen Marktanteilabschnitte auf jeder Jahresleiste in ihrer Proportionalität zu anderen Marktanteilabschnitten auf anderen Jahresleisten ungenau.

Auch Peter Zizka schaltet sich in die Diskussion ein.

Clemens Hilger regt an, eine kleine Pause zwecks kurzfristiger Nahrungsaufnahme einzulegen.

Ein Vorschlag, der im photogeshoppten Streiflicht von allen Gästen sichtlich goutiert wird.

Farben und deren Signalwirkungen im Test. Obwohl das leuchtende «Gelb» klar dominiert, vermögen es einige kleine dunkelrote Tupfer in der linken unteren Bildecke die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu lenken.

Ein Beispiel für herausragende Fotografie: Im Jahresbericht von FMC. Nachfolgend eine großartige Umschlaggestaltung des aktuellen BMW-Berichtes.

Und wie geht Nachhaltigkeit? Linde macht’s vor: Auf der linken Seite zeigt sich das Element Wasserstoff von seiner Schokoladenseite, vermittelt souverän die Botschaft: «In der Ruhe liegt die Kraft». Auf der rechten Seite zeigt es dann dem Aktionär sein wahres «Reisegesicht», sein Erscheinungsbild, wenn sich das Element auf seiner Reise quer durch die Bundesrepublik befindet und sich seine Moleküle primär und scheinbar wie durch Zufall entlang der malerischen Landesgrenzen unseres wunderschönen Landes versammeln. So hinterläßt Wasserstoff auf jeden Fall beim Betrachter einen nachhaltigen Eindruck. Ergebnis: Volle Punktzahl!

Manche gestalterischen Produkte wirken seltsam bis seltsam unvollkommen – und regen die geladenen Gästen – wie vorstehend – nachhaltig zum Schmunzeln an.

Andere Geschäftsberichte wiederum bereiten einem beim bloßen Anblick ernstes Kopfzerbrechen, ein spontan entstehendes Krankheitsbild, dessen umgehende Bekämpfung sich am besten mit einer nahegelegenen Apotheke bewerkstelligen läßt. Wie gut, daß Hilger & Boie auch in dieser Disziplin punkten kann.

Nach zweieinhalb kurzweiligen Stunden ist der Vortrag «Visuelle Bilanz 2012» von Prof. Gisela Grosse beendet.

Das Auftaktschmuckbildchen für den dritten Akt: Die Büffeterleichterung.

Annette Häfelinger umarmt beherzt Prof. Gisela Grosse.

So sieht eine Bildbearbeitung aus, wenn gleichzeitig der Fernseher eine Folge Star Trek der ersten Generation präsentiert: Oben links ein Ohr Marke «Mr Spock». Zusätzlich eine Deckenleuchte, die mit ihrem grünen Licht wertvolles Gedankengut von einem Kopf zum nächsten beamen kann – und umgekehrt. Die gelbe Lichtschranke verhindert das Abwandern von bereits Gedachtem ins Nebenzimmer. Letztlich steht auch auf diesem Bild der Effizienzgedanke ganz im Zeichen eines schmackhaften Büffets – und umgekehrt.

Visuelle Kommunikation.01. Im Vordergrund: Clemens Hilger, Klaus Chmielewski und Manuela Rech.

Visuelle Kommunikation.02. Im Vordergrund: Clemens Hilger, Klaus Chmielewski und Manuela Rech.

Verbale Kommunikation.01: Man möge uns bitte nicht fragen, welche Information die Abgebildeten zu dieser fast einheitlichen Reaktion veranlaßt. Grundlage ist auf jeden Fall eine hinreichend entspannte Atmosphäre.

Visuelle Kommunikation.03: Die Erstellung von Geschäftsberichten ist nichts anderes, als den pekuniären Ergebnissen, die durch Anweisungen hochrangiger Entscheidungsträger erzielt wurden, auf publizistischem Wege Gehör bzw. eine Bühne zu verschaffen. Aber auch hochkarätige Kommunikationsdesigner verfügen über Richtlinienkompetenzen, von denen sie bei Bedarf hemmungslos Gebrauch zu machen wissen, wie diese hinreichend medienwirksame Szene unter Beweis stellt.

V.l.n.r.: Prof. Gisela Grosse, Prof. Olaf Leu, und Matias Grzegorczyk.

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes erläutert Prof. Gisela Grosse das gestalterische Prinzip des frisch produzierten und aktuellen DDC-Jahresbandes «Gute Gestaltung 12». In der heutigen Zeit von vorrangiger Bedeutung: Nachhaltige Fertigungsweisen. Während beispielsweise eine zusätzlich eingearbeitete Volltonseite «Gelb» unmißverständlich für die kreative Strahlkraft des DDC steht, so verrät uns eine komplette Volltonseite «Grün», die darüber hinaus mit dem Wort Visionen sprachlich weiterführend veredelt wurde, daß sich bei der Herstellung keine Delfine in den Fangnetzen der Druckerei verhedderten, daß der betriebseigene Eisbär (wichtig für eine hochwertige Glanzlacklackierung) ausschließlich im Kühlschrank bei unter -40° Celsius fachgerecht gelagert wird; und daß die Bäume, die zur Werdung des Druckpapiers ihr geschätztes Leben hatten lassen müssen, längst in mindestens dreifacher Anzahl nachgewachsen sind. Vernunft ist eben immer auch eine Frage guten Kommunikationsdesigns.

Wäre das angelsächsische Architekturmagazin Blueprint eher der Mode zuzuordnen, so könnte dieses Bildchen darin prima eine Doppelseite belegen, die das fiktive Modelabel Blueprint bewirbt. Oder so. Zu sehen sind Annette Häfelinger und Peter Zizka.

Visuelle Kommunikation.04: Betriebsgeheimnisse sind und bleiben Betriebsgeheimnisse.

Visuelle Kommunikation.05 + Wohnraummathematik: «Mi Casa + Su Casa = Casa Nova» – Zitat von Hans-Jörg Taubert.

Visuelle Kommunikation.06: Vielleicht mit dem Parkettfußboden?

Möglicherweise, denn: Angeregt durch den Vortrag philosophieren nun Prof. Olaf Leu, Annette Häfelinger sowie Prof. Gisela Grosse über kommunikative Randbereiche; so auch über die assoziative Schlagkraft eines Parkettfußbodens im Fischgrätmuster beispielsweise.

Klar, die Buchstaben «V» und «W» werden schnell identifiziert und der damit in direktem Zusammenhang stehende «Phaeton» aus dem Hause Volkswagen AG ebenfalls. Nur ein klitzekleines Beispiel für assoziative Kommunikationsmechanismen, die gekonnt eingesetzt und plaziert, dem jeweiligen Unternehmen zum Vorteil gereichen.

Weil Liebe bekanntermaßen durch den Magen geht, ist diese Abbildung zur Stillung des kleinen Plakathungers zwischendurch gedacht.

Im Gespräch: Prof. Gisela Grosse mit Lena Landenberger.

Im Gespräch: Clemens Hilger mit Lena Landenberger.

Irgendwie im Gespräch: Prof. Olaf Leu, Michael Eibes, Prof. Gisela Grosse und Matias Grzegorczyk.

Und weil unser Redaktionsfotograf so gänzlich in den Effekt mit dem blauen Beamerlicht vernarrt ist, bilden wir an dieser Stelle noch eine seiner Aufnahmen aus dieser Miniserie ab: Prof. Gisela Grosse im Gespräch mit Annette Häfelinger; Prof. Olaf Leu hört zu.

Wieder einmal ist auch das Nashorn im Hause Hilger & Boie in Designfragen ein Stückchen schlauer geworden.

Es ist, wie hätte es anders sein sollen, von einer gelungenen Abendveranstaltung zu sprechen. Die Türe schließt sich und der Kommunikationsaufzug setzt sich in Richtung Hotel Nassauer Hof in Bewegung.

Schnitt: Nun sind auch die Türen des Kommunikationszuges geschlossen. Auch er setzt sich in Bewegung. Zuerst ganz langsam, dann verwandelt er sich von einer Regionalbahn in einen Inter-Regio, sodann in einen InterCity und schließlich ist er als ICE unaufhaltsam unterwegs…

und unser Redaktionsfotograf blicket aus dem Fenster und entdecket ein großartiges Lichtelein, die scheinbar geöffnete Schädeldecke des Zugabteils der luftigen Natur zugewandt. Erlebnisergebnis: Alles ist schön, so herrlich hilfreich, so eiteledel und gut.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Inhouse Hilger & Boie: «Peter Zizka referiert über das Projekt SYMBIOSIS»

24 Jul

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Nicht nur Nashörner haben es in ihren Heimatgebieten mit dem Problem sogenannter Small Arms zu tun sondern auch Menschen – vorwiegend in afrikanischen Ländern –, die damit sowohl besagte Dickhäuter als auch sich selbst gegenseitig über den Haufen schießen. Im Hause Hilger & Boie steht der Dickhäuter unter Naturschutz – und außerdem fest gemauert auf dem Sockel, in der Erden und ist so schön aus Lehm gebrannt …

Auf dieses Paradies blickt unser Titeltier tagtäglich, erlebt das Gebäudeensemble in den unterschiedlichsten Lichtstimmungen, den Straßenverkehr in manigfaltigen Variationen. Doch mit dieser Idylle ist es im Rahmen des Vortrags von Peter Zizka schnell vorbei, denn auch unser benashornter Spender feingeriebenen Aphrodisiakums weiß genau: «Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da läßt kein Frühstück sich gestalten…»

Afrika im Würgegriff der Small Arms. Ein gesellschaftsrelevantes Kunstprojekt von Peter Zizka und Matthias Rettner für die Veränderung des Status Quo.

Auf der Website Symbiosis steht erklärend über das Projekt: «Gewalt, Macht und politischer Einfluss definieren von jeher das Gegeneinander und Miteinander unserer Gesellschaft. Territoriale Abgrenzungen werden mit diversen Werkzeugen erreicht. Das extremste Werkzeug aus dieser Reihe ist die Waffe, deren wehrhaftes Epizentrum der Machtanspruch im Kopf des Benutzers ist. Jedes Projektil reisst dabei Löcher in die Gesellschaft, definiert Grenzen neu und findet erst im Moment der Zerstörung seine perverse energetische Neutralisation. Diese Neutralisation ist jedoch nur ein von Omnipotenz geprägter Traum, der in der Tradition steht, den Menschen als Nukleus der Welt zu betrachten und ihm finale Entscheidungsfähigkeit bei essentiellen Prozessen zugesteht.»

Über das Projekt «Symbiosis» berichtete Meerschweinchenreport vor gut einem Jahr bereits hier.

Peter Zizka und Elmar Becker bereiten den Beamer vor.

Peter Zizka mit iPhone

Wir zitieren wieder von der Symbiosis-Website: «Small Arms sind ein hinreichend in der UN bekanntes Problem. Restbestände und Produktionskapazitäten aus den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten, China, aber auch aus den Lagern und Fabriken Europas landen trotz Ausfuhrbeschränkungen in Spannungsgebieten und ermöglichen hier erst die Prolongation der Gewalt ins Unendliche. Wir wollen mit dem Projekt SYMBIOSIS versuchen, Waffen konkret unschädlich zu machen und gleichzeitig durch Ästhetisierung einen gesellschaftsrelevanten Prozess anzustoßen, der den Diskurs zur Problematik Small Arms auf einer breiten Kommunikationsebene erfahrbar macht.»

Das Startbild.

Clemens Hilger führt die geladenen Gästen kurz in das Wirken des Konzeptkünstlers Peter Zizka ein.

Zu den Gästen zählen ebenfalls (v.l.n.r.) Prof. Olaf Leu, Malte Kindt und Patricia Eibes.

Hier erläutert Clemens Hilger Peter Zizkas virtuelles Minenfeld über das auf der zugehörigen Website wesentlich mehr in Erfahrung zu bringen ist. Unter der Überschrift «600 x Bewegung schaffen – Räumt die Mine» steht auf der Startseite zu lesen: «Unter diesem Motto haben sich die Hilfsorganisation medico international und der Konzeptkünstler Peter Zizka zusammengetan, um auf die Bedrohung aufmerksam zu machen, die von Minen und Blindgängern in vielen Ländern der Welt ausgeht. Dafür hat Peter Zizka die Kunst-Bodeninstallation “Das virtuelle Minenfeld” geschaffen, die fotografisch genaue Abbildungen von Minen zeigt. Wer darüber geht, wird sich der bizarren Schönheit erfreuen, die dem Muster aus vielfältigen Formen und Materialien innewohnt. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich der schreckliche Gegenstand.»

Das Bild vom virtuellen Minenfeld, das Clemens Hilger in den Händen hält, läßt sich im Netz hier wesentlich genauer begutachten.

Wir zitieren abermals von der Symbiosis-Website: «Obwohl die Waffe als Omnipotenzinterface in ultimativer Form physikalische Prozesse abbildet und benutzt, ist sie antiwissenschaftlich und antiempirisch – sie ist imperialistisch. Die gesellschaftliche Betrachtung der Small-Arms-Problematik schwankt entsprechend widersprüchlich zwischen Tabuisierung und Statussymbol. Faszination und Schrecken liegen nahe beieinander und changieren. Betrachtet man jedoch die individuelle Existenz als eine in die Menschheit eingebundene Momentaufnahme, so richtet sich jedes Projektil auch automatisch gegen die Quelle.»

Peter Zizka berichtet von seinen Erlebnissen in Burundi. Zusammen mit seinem Partner Matthias Rettner wollten sie ursprünglich an elf Tagen Small Arms, zu denen nicht nur Handfeuerwaffen sondern beispielsweise auch die AK 47 gehören, zerlegen und unschädlich machen. Es blieben ihnen jedoch nur zwei Tage für die Umsetzung ihres Vorhabens. Die restliche Zeit ging für Verhandlungen mit den örtlichen Behörden drauf, die Schwierigkeiten hatten, sich das Konzeptkunstprojekt in realiter vorzustellen.

Außerdem, so war zwischen den Zeilen zu verstehen, lassen sich die vor Ort mit der Zerstörung der Small Arms Betrauten sehr viel Zeit, weil sie ihre sicheren und sehr gut bezahlten Jobs so lange wie möglich behalten wollen. Es ist wohl ein bißchen mit der Situation in deutschen Kinderheimen vergleichbar: Man sagt, daß das Adoptionsgesetz nur deshalb nicht gelockert werde, weil sonst nahezu sämtliche Arbeitsplätze in diesem Bereich wegfielen. Die Irrungen und Wirrungen des menschlichen Gehirns streben fast immer einheitlich in Richtung Geld…

Clemens Hilger verfolgt den Vortrag.

Weiterführend heißt es auf der hier gegenständlichen Projekt-Website: «Soll das ganze Projekt aber gesellschaftsimmanent funktionieren, darf es nicht bei der Ästhetisierung des Bestehenden stagnieren, sondern muss aus sich heraus die Veränderung des Status Quo anstoßen. Das bedeutet: die durch SYMBIOSIS enstehenden Objekte werden verkauft. Der Erlös wiederum wird von SYMBIOSIS an die NGO oder direkt an eine Institution vor Ort gespendet, die diese Problematik bekämpft. (…) Nach Beendigung der Ausstellungsreihe können die Aktionsrelikte zu einem Mindestpreis von 2.500.- Euro erworben werden. Der dabei erzielte Erlös fließt direkt in Projekte in Burundi, die um Opfer und Leidtragende des Bürgerkriegs kümmert. Dieser Aspekt der Aktion ist essentieller Bestandteil des Gesamtkonzepts.»

Clemens Hilger verfolgt die nun einsetzende Diskussion.

Malte Kindt berichtet über seine Kriegserlebnisse.

Peter Zizka in der Diskussion mit Gästen.

Eine lebhafte Diskussion entbrennt. Die diversen These: 1. Feuer läßt sicht nicht mit Feuer vertreiben; 2. Legt man die Mechanismen der Paradoxen Interaktion zu Grunde, so ist das genau der richtige Kommunikationsansatz; 3. Die Frage ist, ob die Ästhetisierung nicht einer Verharmlosung des Themas gleichkommt.

Trotz des ernsten Themas gilt die alte Regel: Diskutieren macht hungrig. Matthias Boie ist mit der Qualität der gereichten Nahrungsmittel sichtlich zufrieden.

Im Gespräch: Clemens Hilger und Peter Zizka.

Über die Macht des Scherzes, auch wenn er sich im denkbar unpassendsten Moment die Gehirnwindungen emporschleicht und im Oberstübchen seines armen Opfers so lange und so intensiv rumort, bis er trotz größten Widerwillens von des Opfers Munde der Freiheit übergeben wird, ist schon viel philosophiert worden. So weiß sich der Autor dieser Zeilen gerade noch zu beherrschen, wenngleich er seine Leserinnen und Leser nicht daran hindern kann, sich selbst einen solchen zusammenzuschrauben, der a) zu diesem Bild paßt und b) etwas mit dem Thema Small Arms zu tun hat…

Isabel Seiboth, Malte Kindt, Clemens Hilger, Peter Zizka, Prof. Olaf Leu, sowie im Hintergrund Mitarbeiter des Hauses Hilger & Boie.

Blick über die Schulter Malte Kindts hinweg in die Tiefe des Raumes.

Peter Zizka im Gespräch mit Prof. Olaf Leu.

Michael Eibes diskutiert mit Peter Zizka (nicht im Bild).

Peter Zizka diskutiert mit Michael Eibes (nicht im Bild).

DDC-Vorstandssprecher Michael Eibes.

Peter Zizka begutachtet den Einladungsentwurf von Kitty Kahane für den aktuellen DDC-Kreativwettbewerb «Gute Gestaltung 13», den Michael Eibes (Bildmitte) mitbrachte. Rechts im Bild: Prof. Olaf Leu.

Es verabschiedet sich Patricia Eibes. Clemens Hilger mogelt sich noch schnell ins Gruppenbild.

Ein Close-Up von Prof. Olaf Leu.

Im Gespräch: Prof. Olaf Leu, Oliver Wagner und Elmar Becker.

Peter Zizka und Prof. Olaf Leu

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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DDC-Tribüne: «Olaf Leu bei häfelinger + wagner design»

21 May

Einer der früheren Kunden von Prof. Olaf Leu waren die Druckfarbenhersteller Gebrüder Schmidt. Ein Produktsegment bestand in den 1960er Jahren aus leuchtenden Sonderfarben, die umgangssprachlich auch als Neonfarben bezeichnet wurden. Die von Olaf Leu entwickelte B2B-Kampagne trug die Überschrift: «Stop The Pop».

Dieser Sachverhalt animierte unseren Redaktionsfotografen Andreas Baier zu oben stehendem Portrait. Es entstand vis à vis seiner Wohnadresse.

Um Punkt 08:30 Uhr steht Clemens Hilger (Hilger & Boie) mit seinem Auto vor der Tür, um Prof. Olaf Leu sowie unseren Redaktionsfotografen als auch meine Kleinigkeit mit nach München zu nehmen. Es steht seine Bilanz-Lesung im Hause häfelinger + wagner design auf dem Programm.

Überraschendes an der Tankstelle: Die weltberühmte Lichtschranke von Claes Oldenburg? Nein, der Fahrer eines Giga-Liners bastelte sich nachts zuvor eine nützliche Leselampe.

Auch Prof. Olaf Leu mustert eingehend besagte Leselampe, begleitet sie ihn im Geiste doch bei seinen geistigen Vorbereitungen auf die anstehende Lesung.

Einem intuitiven Gedanken folgend, entwickelt Olaf Leu die Idee, zuvor noch einen kleinen Abstecher nach Wertheim Village zu unternehmen. Unseren Redaktionsfotografen trifft das unvorbereitet. Er war da noch nie. Bisher dachte er immer, daß Wertheim Village so eine Art Konglomerat aus gängig bekannten Einkaufszentren sei. Aber das?

Wenn man noch am selben Tage einen ausführlichen Vortrag über Unternehmenskommunikation und Markenführung zu halten hat, so ist der vorherige Besuch dieses Markentempels nur allzu konsequent. Ergebnis: Ein neuer Schal für Olaf Leu.

Wie funktioniert erfolgreiche Unternehmenskommunikation? Clemens Hilger demonstriert es im Schnelldurchlauf: Der Kunde kommt zu ihm mit einer rudimentären Grundidee, die hier in diesem Beispiel «san fra» heißt. Nun denkt Clemens Hilger nach, und denkt nach, und denkt – schließlich soll es ja wie immer eine sehr gute Arbeit sein, die er abliefern will – immer noch nach, verinnerlicht dabei natürlich auch das eine oder andere Schlückchen Kaffee; und schließlich steht am Ende des gestalterischen Nachdenkprozesses eine komplette «company». Ergebnis: ein glückliches Gesicht.

Zum Abschied noch ein Erinnerungsfoto.

Es gibt Stimmen, die sagen, daß die Gaststätte «Alter Simpl» in den ehemaligen Redaktionsräumen der legendären Satirezeitung Simplicissimus untergebracht ist. Es gibt aber auch noch diese Version: «Als Kathi Kobus in der Walpurgisnacht 1903 mit ihren Stammgästen – an der Spitze Frank Wedekind – aus der Dichtelei in die Türkenstraße 57 umzog, fehlte ihr vor allem ein zugkräftiger Name für das neue Lokal. Es war keine schlechte Idee, sich an den Titel der seit 1886 mit großer Resonanz erscheinenden Satirezeitschrift ‘Simplizissimus’ anzuhängen und zum ‘Simpl’ zu vereinfachen.»

Schon in der Unterführung auf dem Weg in den zweiten Innenhof, dem Sitz der Agentur häfelinger + wagner design, bietet sich uns dieses schicke Bildnis eines schicken BMWs. Die Agentur gehört im Bereich Unternehmenskommunikation zu den renommiertesten Adressen in der Bundesrepublik. Sie zeichnet seit vielen Jahren für die hohe Qualität der Jahresberichte börsennotierter Unternehmen verantwortlich.

Prof. Olaf Leu wird von den bereits Anwesenden begrüßt. In der Bildmitte ist ein Teil von Frank Wagner zu sehen.

Clemens Hilger im Gespräch mit Frank Wagner.

Prof. Olaf Leu im Gespräch mit zwei ausgewiesenen Unternehmenskommunikationsspezialisten auf Unternehmensseite. Die über zwei Stockwerke liegenden Designbüros wurden zuvor mit viel Liebe zum Detail ausgeleuchtet. Unser Redaktionsfotograf braucht eigentlich nur noch «draufzuhalten»; ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

Prof. Olaf Leu, ganz nah bei seinem Lieblingsbuchstaben «K», steht er doch für die beiden Begriffe Kommunikation und Keschäftsberichte.

Der Innenhof füllt sich. Immer mehr Gäste treffen ein.

Deutlich zu erkennen: Schon vor dem Vortrag stellt sich eine prima Stimmung ein.

Auch Mitarbeiter aus dem Hause häfelinger + wagner design wollen mehr über Olaf Leus Wirken erfahren. Rechts im Hintergrund blitzt der Saxophonist der zweiköpfigen Jazzformation durch, die reichhaltig und exzellent spielen.

Prof. Olaf Leu im Gespräch mit Frank Wagner. Es geht um letzte Details.

Olaf Leu: «Frank, siehst Du dieses Licht?» Frank Wagner: «Ja, Olaf, ich sehe dieses Licht. Wie machst Du das?» Olaf Leu: «Ich strecke meinen Zeigefinger aus – und schon erscheint es. Das ist pure Magie. Weißt Du, ich mag das irgendwie.»

Annette Häfelinger und Clemens Hilger «baden» hingegen für den Hauch eines Momentes in viel zu viel Licht. Aufsteckblitze verstehen eben leider nichts von gelungener Lichtführung.

Nun sieht unser Redaktionsfotograf für den Hauch eines Momentes ebenfalls viel zu viel Licht. Ausgleichende Gerechtigkeit.

Die letzte Besprechung dauert an.

Ein brillanter Referent testet zuvor immer auch die Sitzmöbel seiner Zuhörer, um herauszufinden, wie viele Stunden er ihnen darin zumuten kann.

Die Lesung beginnt.

Der Ton wird gepegelt.

Prof. Leu hat extra für den heutigen Abend das Thema Unternehmenskommunikation stark erweitert.

Besonders interessant sind die Unterschiede in der Zeit seines damaligen Wirkens und der Gegenwart. Durch die immer komplexer werdenden Zusammenhänge, die es durch die Globalisierung auch im Bereich der Unternehmenskommunikation zu bewältigen gilt, gibt es beispielsweise kaum noch einen Zeitpunkt, an dem das Mitglied einer Unternehmensführung sagen könnte «So, genau das ist unsere Position und eben genau diese Position möchten wir gerne kommunizieren.»

Früher ging das problemlos. Heutzutage ist alles im Fluß, in Bewegung, können sorgfältig formulierte Unternehmenspositionen bereits am nächsten Tage schon Makulatur sein. Ça veut dire: Die Erstellung von Geschäftsberichten ist im Bereich Kommunikationsdesign die mit Abstand komplexeste Aufgabe.

Eines der ganz großen Verdienste Olaf Leus ist vor diesem Hintergrund die Entwicklung seiner Schriftenfamilie Compatil. Sie ermöglichte es erstmals, innerhalb eines Layouts das standgenaue Ändern des Fonts von normal in kursiv oder halbfett oder fett – oder was auch immer –, ohne daß sich am bereits bestehenden Umbruch auch nur einen einzigen Millimeter die Schriftweite, die Spationierung, der Durchschuß usw. geändert hätte.

Nicht von ungefähr reimt man deshalb in der Branche voller Anerkennung: «Von der Wolga bis zum Nil: Alles setzt in Compatil.» Übrigens: Der aktuelle Relaunch des Commerzbank-Schriftzuges wurde ebenfalls in Prof. Leus «Compatil» realisiert.

Wer sich auch immer an diesem Abend glücklich schätzen darf, zu den geladenen Gästen zu gehören, sie alle genießen einen großzügigen Einblick in das kreative Schaffen eines der ganz Großen in seiner Zunft.

Halbzeit: Die Lesung ist beendet.

Prof. Leu nutzt die Pause, um in direkter Nähe zu seinen beiden Bilanz-Bänden etwas zu entspannen. Im Vordergrund entsteht ein angeregtes Gespräch über Typographie.

Frank Wagner und Annette Häfelinger.

Da es sich bei den geladenen Gästen ausschließlich um Fachpublikum handelt, nimmt sich Prof. Leu die Zeit, die an ihn gerichteten Fragen individuell und eingehend zu erörtern.

Also gut: Die zweite Schwäche unseres Redaktionsfotografen sind Bildnisse von Menschen, die große Kameragehäuse auf ihren Schultern tragen.

Die Podiumsdiskussion beginnt. Es ist jetzt gefühlte und möglicherweise sogar tatsächliche 23:00 Uhr. Ein kurzer Mailcheck ist da völlig ok.

Auf dem Podium diskutieren drei Kommunikationsabteilungsleiter dreier börsennotierter Unternehmen mit Prof. Leu über die veränderten Kommunikationsanforderungen. So wird transparent, daß die Anforderungen an die Erstellung eines Geschäftsberichts durch die zunehmende Medienauffächerung immer komplexer wird.

An der Podiumsdiskussion sind Christian Finkenzeller (BMW Group), Dr. Johannes von Karczewski (Siemens), …

sowie Susanne Stacklies (Deutsche Post DHL) und Prof. Olaf Leu beteiligt.

Die Podiumsdiskussion ist beendet.

Für das Kamerateam ist der größte Teil abgedreht. Noch ein paar Stimmungsbilder zum Schluß – und die Sache ist im Kasten. Dieser Vorgehensweise schließt sich unser Redaktionsfotograf an. Die letzten Bilder bleiben unkommentiert.

Es war ein großartiger Abend! Und: Ende Teil 1. Der zweite Teil unseres Berichts über Olaf Leus München-Reise wird sich seinem Vortag «Neue Amerikanische Schule» exklusiv vor Mitarbeitern des Hauses häfelinger + wagner design sowie einem anschließenden Besuch der Thomas-Ruff-Retrospektive im Haus der Kunst widmen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Prof. Olaf Leu zu Gast bei Hilger + Boie

1 Aug

Typopapst Prof. Olaf Leu (hier nicht im Bild) zu Gast im Hause Hilger + Boie. Sein Vortragsthema: «Die Neue Amerikanische Schule».

Die Grundlage für einen gesunden Vortrag bildet eine breitgefächerte Palette an gesunder und naturverbundener Nahrungsmittel, die sich sowohl Referent als auch die Mitglieder des Publikums möglichst kurz vor Vortragsbeginn zuführen sollten.

Hierbei versorgt Gelb durch Verzehr den Verzehrenden mit den Eigenschaften Neugierde, Tatendrang und Kompetenz; Rot stärkt Tatendrang, Kompetenz und Neugierde; während Grün die Vorzüge von Gelb und Rot in sich vereint und auf kulinarischem Wege erfrischend weiterleitet. Außerdem wird Blau aus der Reserve gelockt, was einem Lichtbildvortrag im RGB-Modus einfach gut zu Gesicht steht.

Wir sehen: die Zufuhr von gesunden und verschiedenfarbigen Paprikastreifen zeigt Wirkung und entfaltet ihre herrliche Farbpracht bis in die Haarspitzen der Zuhörer. Ça veut dire: Der RGB-Lichtbildvortrag von Olaf Leu verankert sich fest in den Köpfen des Publikums.

Auf der Projektionsfläche sehen wir aktuell den Künstler Josef Albers, der allein mit seiner legendären Farbanalyse «The Interaction Of Colour» das Fundament an Wissen für den Umgang mit Farben in der Praxis goß.

Olaf Leu am Beamer

Die Zutaten für die Ursuppe der Neuen Amerikanischen Schule waren: Kubismus, Futurismus, Dadaismus, Surrealismus, Konstruktivismus, Suprativismus, Bauhaus und der sogenannte Schweizer Stil. Aus diesem Gebräu entwickelte sich die Grundlage für Olaf Leus Vortrag.

Nun, warum aber entstand die Neue Amerikanische Schule in den Vereinigten Staaten? Hier hilft uns folgendes Zitat weiter: «Europa kommt schnell, aber die eine Sache in der Europa noch hinterher hinkt, ist die Tatsache, dass die großen Fotografen, die Illustratoren und die Service-Studios in den Vereinigten Staaten sind. Amerikanische Art Directors haben Glück, diese Leute vor Ort zu haben.» Olaf Leu scheute keine Anstrengung, diese neue Schule des typografischen Sehens nach Deutschland zu bringen.

Widmen wir uns zunächst der Arbeit der drei großen Pioniere der amerikanischen Magazingestaltung, die ironischerweise sämtlichst russischer Natur waren: Alexey Brodovitch, Dr. Mehemed Fehmy Agha, sowie Alexander Liberman. Auch der Österreicher Henry Wolf gehört mit zu diesem Kreis. Die nun folgenden Screenshots sind dem Originalvortrag von Prof. Olaf Leu, für dessen liebevolle Gestaltung das Designbüro häfelinger & wagner design verantwortlich zeichnet, entnommen:

Paul Rand ist für eine ganze Reihe hochkarätiger Unternehmenszeichen verantwortlich, wie beispielsweise IBM oder NEXT:

Herb Lubalin ist der große Typograph, dem durch den zwingenden Gebrauch von Logik u.a. zwingend schlüssige Schriftlogos gelangen:

Olaf Leus Vortrag (hier fotografiert von Michael Eibes) klingt mit einigen seiner eigenen Arbeiten aus:

Blick von außen in den Vortragsraum bei Hilger+Boie. Gerade projiziert: László Moholy Nagy mit seinem Zitat, das er Anfang der 1920er Jahre äußerte: «Die nächsten Jahrzehnte werden die des Bildes sein.»

Ein weiterer Blick in den Vortragsraum.

Und weil’s so schön ist: Ein weiterer Blick in den Vortragsraum.

Ist gutes Design, ist perfekte Typographie messbar? Und falls ja: Wie sehen diese Meßinstrumente aus? Auch diese nicht ganz unwichtige Frage wurde bis ins kleinste Detail eingehend erörtert – und von Olaf Leu für gut befunden.

Einige Arbeiten aus dem Hause Hilger+Boie.

Der Vortrag ist soeben beendet. Entspannt räkelt sich der Vortragsordner (man beachte das zitronengelbe DDC-Gelb) entspannt im wärmenden Beamerlicht und wartet darauf, auf die Glastischplatte gelegt zu werden.

Anschließende Diskussion bei lehrreicher Lichtstimmung!

Wer sich intensiv mit Typografie beschäftig, dem stellt sich irgendwann unausweichlich die Masterfrage: «Wie hoch ist eine gute x-Höhe?» Bis heute scheiden sich an ihr die Geister. Wer von unseren Lesern wissen möchte, was eine x-Höhe ist, so sei er herzlich eingeladen, jeweils das kleine «h» von der «Helvetica» und der «Univers» miteinander zu vergleichen. Voilà.

Prof. Olaf Leu und Malte Kindt, der ebenfalls eine konkrete Vorstellung von einer adäquaten x-Höhe hat.

Der zweite Band der Autobiografie Olaf Leus «Bilanz» wird von Clemens Hilger und Matthias Boie einer verdienten Mitarbeiterin überreicht, die nach Australien übersiedelt.

Brötchen, Brötchen, Brötchen… Konsequentes Kommunikationsdesign erkennt man auch und gerade im Detail: Einmal mehr steht eine ausgeglichene und schmackhafte RGB-Darstellung zum Abschluß im Vordergrund. Eine rundum lehrreiche und gelungene Veranstaltung.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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