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Alte Kongresshalle München: «QVED 2016 – Quo Vadis Editorial Design?»

19 May

Alle Fotos von unserem Redaktionsfotografen Andreas Baier
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Liebe Leserinnen und Leser,

letztes Jahr schrieben wir über die QVED: «daß es genügend erstklassige Magazinmacher überall auf der Welt gibt, die es verstehen, hochwertige Zeitschriftenkonzepte zu realisieren, die am Markt Bestand haben, davon konnten sich die Teilnehmer des dritten «Quo Vadis Editorial Design – QVED» – Kongresses ausgiebig überzeugen. Die durchweg sehr hohe Qualität machte uns schlicht sprachlos, weshalb wir uns im Rahmen unserer Berichterstattung auf das Publizieren einer überüppigen Bildstrecke beschränken. Hier können Sie in unserem digitalen Magazin ‹QVED 2015› auf issuu.com entspannt blättern.»

Und weil unsere Aussage uneingeschränkt ebenfalls für die QVED 2016 gilt, gibt es hier einen weiteren Maxibildstreckenbericht über dieses großartige Dreitageereignis zu sehen. Normalerweise besteht bei Veranstaltungen dieser Größenordnung die Gefahr, daß man ob geballter Infomationslage hinterher nicht mehr so genau weiß, wie man selbst eigentlich heißt. Interessanterweise ist das bei der QVED nicht der Fall. Viele Vorträge bleiben auch nach Monaten noch vor dem inneren Auge präsent:

Das innere Auge des Betrachters in der äußeren Darstellung

Das äußere Auge des äußeren Betrachters unter temporärer Abdeckung.

Das innere Auge des äußeren Betrachters mit Dinosaurier:
Die «Alte Messehalle» in München.

 

QVED2016 || Mit stolzfreier Neugierde

Der Charles Wilp unter den Hunden in Raumanzügen

Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 20. Juli 1969 sowohl ihrer als auch der Neugierde der restlichen Welt Rechnung trugen und ihre Füße in den Staub unseres 40.000 Kilometer entfernten Erdtrabanten setzten, da taten sie dies vermutlich ebenso stolzerfüllt wie – mit Blick auf die Formsprache ihrer Raumanzüge – restlos stolz- und schambefreit.

Ergo: Dient die Neugierdebefriedigung der Erfüllung höherer Forschungsziele, so ist sie stets ehrenhaft zu nennen. Anders verhält es sich jedoch, wenn man mit seinem Wissensdurst – beruflich chronisch in Nichtastronautenkreisen unterwegs –, automatisch Gefahr läuft, von weniger neugierigen Neidern mit Sprüchen à la «Was, das weißt Du nicht? – Das weiß man aber doch!» subtil diskreditiert und so von den Fleischtöpfen dieser Welt konsequent hinweggemobbt zu werden:

Horst Moser referiert über gekonnte
Lebensmittelfotografie in gekonnt
gestalteten Lebensmittelmagazinen

So ist es sehr gut, daß es in versierten und angesehenen Editorialkreisen, beispielsweise vertreten durch (@christianhanke & @ martin_k), ebenso konstruktiv zugeht wie einst auf dem Mond, denn: Erfolg ist immer eine Frage der «Stolzfreien Neugierde!!!!1! !1!!!»:

Christian Hanke und Josef,
quatsch, Martin K. propagieren
eine «stolzfreie Neugierde!!!!1! !1!!!»

Gail Bichler referiert über das «New York Times Magazine»

Kein Wunder, daß wir den Vortrag über «Die Bibel als Magazin» von
Andreas Volleritsch genauso faszinierend finden wie den der Art Direktorin des «New York Times Magazine» Gail Bichler. Und natürlich alle 70 weiteren Reden der vielen nationalen und internationalen Sprecher, die neben vielen anderen Dingen eines verdeutlichen: «Ein eigenes Magazin ist im Grunde gemau das: Ein Skizzenbuch, eine Sammlung dessen, was man gerade mag und wer man gerade ist»:

Michael Hopp präsentiert die Tempo-Wiener-Geschichte

Anke Eberhardt referiert über die Zusammenarbeit
von «CUT» und «Monotype»

Designlegende Mark Porter spricht über den Gestaltungstransfer
von analoger hin zur digitalen Kommunikation.

Prof. Patrick Rössler führt durch die Welt der Magazingestaltung

Prof. Lars Harmsen gibt «100 für 10»

QVIG 2016 – Magazingestaltungsbeispiel des
italienischen Stargestalters Francesco Franchi

Curator Jaap Biemans on stage presenting unique magazine makers.

QVIG 2016 – Curator Prof. Dr. Michael Stoll
and «his» speakers about Info-Graphic

Michael Ray, San Francisco – USA,
Editor of Francis Ford Coppola’s story and art quarterly,
«Zoetrope: All-Story».

Steven Watson talks to Marcroy Smith.

Foyer «Alte Kongresshalle» in München

Unser Redaktionsfotograf Andreas Baier stellt sein
Portraitprojekt «Unternehmensfotografie bedeutet,
daß Entscheidungsträger gut aussehen» vor.
Bühnenfoto von Horst Moser.

Großartiger Vortrag von Debbie Millman
über ihren beruflichen Lebensweg.

Markus Rasp präsentiert das Magazinprojekt «Charles»

Lebende Lebemannlegende Charles Schumann vor
dem projizierten Cover des Magazins «Charles»

Boris Kochan im Gespräch mit Charles Schumann

Markus Rasp und Ivonne Fehn präsentieren
ein weiteres Magazin, das als Hochschulprojekt entstand.

Oliver Linke und Charles Schumann verfolgen
die Präsentation der verschiedenen Magazin-Projekte

Schmackhaftes Sponsorenbier

Not «Pro(u)st» but «Chomsky»:
Ihre Meerschweinchenreportredaktion

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Review-Magazine: «QVED 2015»

12 Mar

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Liebe Leserinnen und Leser,

daß es genügend erstklassige Magazinmacher überall auf der Welt gibt, die es verstehen, hochwertige Zeitschriftenkonzepte zu realisieren, die am Markt Bestand haben, davon konnten sich die Teilnehmer des dritten «Quo Vadis Editorial Design – QVED» – Kongresses ausgiebig überzeugen. Die durchweg sehr hohe Qualität machte uns schlicht sprachlos, weshalb wir uns im Rahmen unserer Berichterstattung auf das Publizieren einer überüppigen Bildstrecke beschränken. Hier können Sie in unserem digitalen Review-Magazin «QVED 2015» entspannt blättern.

Herzliche Grüße
Ihre Meerschweinchenreportredaktion

Marc Herold: «Systematisch Systemisches»

3 Nov

Marc Herold für «SZ Wissen»
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Als wir vor vielen, vielen Jahren das erste Mal den Kreativen Marc Herold in seinem Münchner Atelier besuchten, um uns seine Illustrationen anzusehen, da gab er uns zum Abschied – damals waren C90-Kassetten noch hip – eine C90-Kassette mit auf den Weg, auf der sich verschiedene seiner selbstgeschraubten Tracks befanden. Unter anderem auch ein von der reinen Laufzeit her als durchaus radiotauglich zu bezeichnendes Stück mit dem Titel «Die Quintessenz amerikanischen Filmschaffens».

Zu hören war eine Nummer, die unter musikalischen Gesichtspunkten dem Genre American Yodeling zuzuordnen ist. Über diese legte er jedoch aus unzähligen Hollywood-Spielfilmen mühsam, ja beinahe zielstrebig fanatisch herausgeschnitten, immer nur den verschiedenen Hollywood-Stars entsprungenem Ausspruch «Mein Gott» bzw. «Oh, mein Gott».

Marc Herold: Systemanalyse 1

Über eine Länge von etwas mehr als drei Minuten war also ausschließlich «Mein Gott», «Oh, mein Gott», «Oh, mein Gott», Jodeljodeldodel, «Oh, mein Gott», «Mein Gott», «Mein Gott», «Oh, mein Gott», Jodeljodeljodel, usw. usf. zu hören. «Die Quintessenz amerikanischen Filmschaffens» eben. Nichts mehr aber auch nichts weniger. Diejenigen Hörerinnen und Hörer unserer damals noch aktiven Meerschweinchenreportradiosendung werden sich an besagtes Stück mit Sicherheit erinnern.

Außerdem befand sich auf jener C90-Kassette auch ein in etwa 70-minütiges Stück, das sich in heroldtypischer Weise analytisch der Fragestellung «Warum sich Frauen und Männer einfach nicht verstehen» widmet: Typisch männliche Filmsätze setzte er typisch weiblichen Filmsätzen dialogesk geschnitten gegeneinander. Ergebnis: Kriegsführende Männer unterhalten sich mit haushaltinordnunghaltenden Frauen. Kein Wunder, daß beide Geschlechter chronisch aneinander vorbeireden. Künstlerisch wären diese vorstehend beschriebenen Werke Herolds einer Art «aufklärerischem Fluxus» zuzurodnen.

Einer inneren Eingebung folgend besuchten wir kürzlich seine Website und fanden erneut – Wie wäre es auch anders zu erwarten gewesen? – hinreichend Erfrischendes. Beispielsweise seine systemischen Systemanalysen:

Marc Herold: Systemanalyse 3

Neben seinen eigenen Werken, die Marc Herold auf verschiedenen Websites thematisch gegliedert präsentiert, unterhält er auch einen Blog, der sich «Wunderwelten des Comics» nennt. Er widmet sich der «Ästhetik in Illustration und Textübersetzung alter Comics». Das Blog zählt bislag 47 Einträge, u.a. die beiden nachfolgend Wiedergegebenen:

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Religiöses Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Letter From Thomas Jefferson To Martha Jefferson Randolph:

13 Dec

Click to enlarge surprisingly clear and drunken

Diese Anzeige für Philadelphia Whisky erschien zwei Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges im Juli 1947 im amerikanischen Liberty magazine. Der Illustrator: Frank Reilly.

Source: Frank Reilly Ad on flickr.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Not Exactly Santa But Sanka

3 Dec

Click to enlarge surprisingly awake

Diese Anzeige für Sanka Coffee (ursprünglich Kaffee HAG) erschien im September 1960 im amerikanischen LIFE magazine. Der Illustrator: John Falter.

Source: John Falter Set on flickr.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Yarek Waszul: «Cruising Cursors»

18 Feb

Yarek Waszul is a pretty good illustrator. You should better pay his website a visit. It’s in you own interest.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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HELMO: «pronomade(s)»

30 Mar

Credits pour pronomades: Photographies: François Serveau | Illustrations: La bonne frite | Impression sérigraphie: Lézard graphique | Impression offset: Art & caractère.

Website HELMO

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Camilo Carmona: «BOMBirds – V1+V2»

28 Mar

MK2 – Hand Granade

MK2 – Hand Granade

Camilo Carmona gehört zweifelsfrei zu jener Sorte von Kreativen, die, sobald sie von einer Idee nicht nur überzeugt, sondern grenzenlos begeistert sind; und sie sich in den Armen dieser kreativen Idee pudelwohl und geborgen fühlen, alles in Bewegung setzen, um dies ihrer Umwelt möglichst unüberhör- und sehbar in effektiv schonungsloser Weise kundzutun.

Ganz so wie der Urheber der Website «Selleck Waterfall Sandwich» Greg Szmurlo von dem Geistesblitz, Bilder mit den drei Hauptzutaten «Wasserfall», «Tom Selleck» und «Sandwiches» zu erstellen und zu promoten, offensichtlich gar nicht genug bekommen kann, so steht Camilo Carmona zweifelsfrei auf die exklusive Kombination der beiden Sujets «Vögel» und «Handgranaten». Möchte seine inhaltliche Hauptbotschaft auf den tragischen Umstand hinweisen, daß Opfer von Handgranaten – und auch Landminen – genauso wie Vögel ultimativ in die Luft fliegen. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht denkt sich Camilo Carmona dabei auch was ganz anderes. Nur was?

Die beiden nachfolgenden Links führen zu den beiden Vogelgranatenparadiese «BOMBirds V1» und «BOMBirds V2».

via: Behance Network™ – V1
via: Behance Network™ – V2

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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