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Hugh Sensation: «Dolphins Claim To Be Reborn Picasso As They Got Heavily Stoned After Chewing Gently A Puffer Fish (Fugu) Which Was Swimming Around A Little Bit Too Carelessly»

4 Jan

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Art critics, art collectors and other artists from all over the world were and are still wondering up until today from which magic source Pablo Picasso might have sought his never ending ‹high voltage› creativity. Thanks to John Downer Productions and BBC we do now know; and – of course – thanks to some lust-for-life-dolphins too: «After chewing the fugu and gently playing ‹puff puff pass› with it, they began acting most peculiarly, hanging around with their noses at the surface as if fascinated by their own reflection,» said Rob Pilley, zoologist and one of the producers of the documentary. «Even the brightest humans have succumbed to the lure of drugs and, it seems, dolphins are no different,» said The Sundy Times.

On the photograph above we see how Pablo Picasso routinely makes a puffer fish part of his daily diet in order to act highly creatively driven inside his studio afterwards. When doing so in 1931, for example, Picasso came out of it with his amazing painting «Grande Nature Morte Au Guéridon»:

Pablo Picasso:
«Grande Nature Morte Au Guéridon» (1931)

Honestly, would it have been possible to create such a stunning masterpiece of artwork without having consumed a decent dosage of tetrodotoxin (TTX) regularly performing Mambo #5 in one’s blood vessels? Experts tend to deny this question. Experts also think that these little «balloons» on Pablo Picasso’s painting are subtly quotating the shape of a puffer fish. And, even more importantly: Isn’t Pablo Picasso’s most favourite shirt, the «Marinière» (traditional navy-shirt with white and blue stripes) a strong indication for visualised fugu fishbones? Experts tend to answer this question with «yes!»

Lastly, if dolphins do puff for pleasure, there is one more question we have to ask: what would this dolphin’s painting look like?

Should you wish to make any guessings, please feel free to do so, or: read another article about this matter on Discover Magazine. By the way: Doesn’t this dolphin look exactly like him: Pablo Picasso? We think it does. Just compare the two similar smiles with each other and Picasso’s significant neck fold that is truely identical with the dolphin’s one – if you are willing to accept the fact that, based on genetical basics, a dolphin’s neck starts right behind his eyes. In addition: both parties seem to suffer from severe lack of hair. As a result, this dolphin claiming to be reborn Picasso must be right.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Religion: «Das Wunder von Saragossa – oder: Wer ist wer? Und was ist was?»

8 Sep

Elijah Garcia Martinez: «Ecce Homo»

Das mit der Wahrnehmung, insbesondere der menschlichen, war, ist und wird wohl immer eine ganz spezielle Baustelle sein und bleiben. Der aktuelle Anlaß, uns mal wieder darüber so unsere Gedanken zu machen, ist mit einem unter kunstgeschichtlichen Gesichtspunkten eher unbedeutendem Fresko verbunden. Es ist ca. 120 Jahre alt, es hört auf den Namen Ecce Homo, es wurde vom Künstler Elijah Garcia Martinez erstellt, es ist vorstehend abgebildet – und wurde nun eigenmächtig, allerdings angeblich mit dem Segen des Gemeindepfarrers, weil immer weiter verfallend, von Cecilia Jimenez einfühlsam und in der allerbesten Absicht restauriert. So sieht es zumindest die selbsternannte Freskoretterin. Der Rest der Welt sieht das anders. Nachfolgend ist das Ergebnis ihrer künstlerischen Bemühungen zu sehen:

Cecilia Jimenez: «Ecce Homo Reloaded»

Den Gesetzmäßigkeiten sowie der Logik sich selbstverbreitender Nachrichten im Internet folgend (Daily Mail Online), nimmt es nicht sonderlich Wunder, daß die Kirche Sanctuary of Mercy in Saragossa in kürzester Zeit zum begehrten Wallfahrtsort avancierte:

Tourists flock to see the damaged 19th century Ecce Homo fresco (right) by artist Elias Garcia Martinez at the Santuario de Misericordia de Borja Church, at Borja in Spain’s Aragon region. (Photo via Daily Mail Online)

So sieht sich das über 80-jährige Gemeindemitglied Cecilia Jimenez ob ihres Restaurationsergebnisses mit Häme aus der ganzen Welt konfrontiert. Weder sie noch wir von der Meerschweinchenreportredaktion können das jedoch so richtig nachvollziehen.

Deshalb möchten wir diesem Sachverhalt analytisch begegnen und zunächst das Ergebnis des jüngsten George-Clooney-Ähnlichkeitswettbewerbes unseren Lesern in Erinnerung rufen:

George-Clooney-Ähnlichkeitswettbewerb 2012

David James Glendon setzte sich souverän gegen 782 Mitbewerber durch und durfte als Gewinner und überzeugendes George-Clooney-Double im Februar diesen Jahres an den Oscar-Verleihungen in Hollywood teilnehmen.

Wir gehen davon aus, daß sämtliche hier gegenständlichen Ereignisse von Gott höchstpersönlich angeregt bzw. inszeniert wurden. Wir gehen ferner davon aus, daß Gott – nach Albert Einstein – «nicht würfelt»; und sich somit etwas dabei gedacht hat. Ergo: Daß Cecilia Jimenez besagtes Fesko genau soo und nicht anders wiederherstellte, war Gottes Wunsch allein. Er möchte uns Menschen damit aufzeigen, daß wahre Ähnlichkeit, die wahre Nähe zu Christus im Inneren eines Menschen zu finden ist – und nicht auf seiner Oberfläche.

Gibt es einen eindrucksvolleren Beweis für die Existenz Gottes und die Liebe Jesu Christi in all unseren Herzen – egal wie wir aussehen – als durch dieses Ereig- und Gleichnis?

Auch Mr. Bean wurde von Gott in seinem gleichnamigen Film zum überirdischen Gesandten bestimmt, der durch sein Handeln und seine persönliche Interpretation von Ähnlichkeit ebenfalls zum avantgardistischen Wegbereiter dieser besonderen Nachricht Gottes auf unserem Planeten wurde:

James Whistler: «Arrangement in Grey and Black» (1871)

Mr. Bean: «Arrangement in Grey and Black Reloaded»

Aber, da ist noch eine weitere Überlegung, die angestrengt sein möchte: Könnte es nicht sein, daß unsere betagte aber dennoch begnadete spanische Restaurationskünstlerin lediglich einer inneren Stimme, ihrem persönlichen Auftrag Gottes (vgl. Blues Brothers – Teil 1), folgte und die beiden äußerlichen Erscheinungsbilder von Jesus Christus einerseits und der russischen Politpunkband Pussy Riot andererseits harmonisch und einfühlsam miteinander verschmolz?

Schließlich fand der von Pussy Riot inszenierte und von der russischen Staatsmacht bemäkelte Auftritt nicht von ungefähr in einer Kirche statt.

Photo by Igor Mukhin

Einmal diese Idee in der Mitte unseres öffentlichen Bewußtseins verankert, geht sie individuell auf Reisen und nistet sich gottgewollt tief in unseren Herzen ein, von wo aus sie unser Denken und unsere Arme steuert:

Paul Gaugin: Yellow Christ Reloaded

Vorstehend ein Werk von der Website der Beast-Jesus Restoration Society, eine Gesellschaft, die das neue christliche Ähnlichkeitsverständnis mittels artgerechter Methoden adäquat zu propagieren weiß.

Save the New Ecce Homo

Dieses Beispiel haben wir Save the New Ecce Homo entnommen, ebenfalls eine beeindruckende Webinitiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Restaurationsarbeit von Cecilia Jimenez zu bewahren – und nicht einer erneuten Übermalung preiszugeben. Einfach das neue Jesusgesicht herunterladen, ausdrucken, über das eigene Gesicht stülpen, fotografieren und dann auf dieser Webpräsenz wieder hochladen, um bekennendes Teil einer neuchristlich religiösen Gemeinschaft zu werden.

So entdeckt jeder für sich individuell die reinigende, heilende Kraft unseres Erlösers in uns selbst wirken, aber auch die der missionierenden Triebfeder kennen, die so auf diesem Wege aus uns allen ein Medium der zu verkündenden frohen Botschaft unseres Herrn Jesu Christi macht.

Perfekter und entspannter kann man sich gelungene Missionsarbeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts unter Einbeziehung modernster Kommunikationstechniken nun wirklich nicht mehr vorstellen: Nachfolgend wird die Möglichkeit geboten, sich auf change.org an einer Online-Petitionsaktion zu beteiligen:

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Petition Letter

Greetings,

I’ve just signed the following petition addressed to: Zaragoza City Council.

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Save the new Ecce Homo

Cultural officials in Spain are planning to undo Cecilia Gilmenez’ radical reworking of Elias Garcia Martinez’ clichéd fresco in the Sanctuary of Mercy Church near Zaragoza. We feel this is a huge mistake, as the new work is a cultural treasure and should be preserved. We call on Juan Maria Ojeda and the other Zaragoza city councillors to recognise the new version for the masterpiece it is and take all possible steps to maintain it. One-sided coverage of the issue can be found at http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-19349921
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Sincerely,

[Your name]

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Allerdings fragen wir uns, ob als nächster Schritt unbedingt das Prinzip der Inneren Ähnlichkeit mit dem der Äußeren Ähnlichkeit gleichzuschalten sei, so wie es hier auf einem nicht ganz unbekannten Gemälde Leonardo Da Vincis praktiziert wird, da es dem hier gegenständlichen Grundgedanken Gottes signikifant widerspricht (via: New Humanist Blog):

Leonardo Da Vinci: «Last Ecce Homo’s Supper Reloaded»

Aber sind wir Gott, um Gottes Worte und Absichten zu wahren, zu schützen und gar zu interpretieren? Nein, dafür ist ganz allein Papst Benedikt XVI, das irdische Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche zuständig. Aber daß auch wir von der Meerschweinchenreportredaktion mit unseren bisherigen Ausführungen nicht ganz daneben liegen, zeigen die jüngsten Reaktionen des Vatikans auf eine Titelbildveröffentlichung des Satiremagazins Titanic:

Anstatt für seine Gegner zu beten, so wie es die Religion, der er vorsteht, nunmal vorschreibt, oder gar seine rechte Backe auch noch hinzuhalten, verlor der Papst seine Contenance und beantragte vor dem Landgericht Hamburg ganz irdisch und religiös unvollkommen den Erlaß einer einstweiligen Verfügung auf Verbot für eine weitere Verbreitung besagter Informationsschrift.

Und warum das alles? Weil auch die Titanic-Redakteure sich veranlaßt sahen, etwas gegen das immer mehr und mehr verblassende und brökelnde Papstbildnis (auch in der Öffentlichkeit) zu tun – und ebenfalls als wohlmeinende Restauratoren in Erscheinung zu treten. Auch sie taten ihren Job in der allerbesten Absicht und mit dem Ergebnis, daß das Bildnis Papst Benedikts XVI (auch in der Öffentlichkeit) wieder an Kontur und Farbstärke gewann. Dennoch konnte oder wollte sich das päpstliche Hauptquartier nicht mit den uneigennützigen Bemühungen der Satiriker einverstanden erklären.

Aus Sicht des Satiremagazins bestand allerdings weiterhin Handlungsbedarf und so – auch hier erkennen wir Gottes begnadete Handschrift – überraschte die Titanic-Redaktion den Papst mit einer Kommunikationsmaßnahme nach den Prinzipien der paradoxen Interaktion, die dafür sorgte, daß der Papst urplötzlich nicht mehr wußte, wer nun wer und was nun was ist, und es mit aus den Tiefen seiner religiösen Psyche emporkrabbenlden Angstgefühlen zu tun bekam, welche ihn nach Gewahrwerdung umgehend Gewahr werden ließen, daß es wohl das Beste sei, schleunigst zum Habitus der guten alten christlichen Verhaltenslehren und -weisen zurüchzukehren – und den Antrag auf Erlaß einer einstweiligen gerichtlichen Verfügung vor dem Landgericht Hamburg wieder zurückzuziehen:

So wurden die Titanic-Mitarbeiter zum rechten Arm Gottes, der den Auftrag unseres allmächtigen Herren ausführte, seinen irdischen Vertreter gehörig zu maßregeln, und zwar mit der Kraft des Gleichen im Ungleichen. Und umgekehrt. Hätte der Papst sich nicht von der Oberfläche des Magazins irritieren und fehlleiten lassen und hätte er sich mehr mit seinen inneren Werten auseinanndergesetzt, so gälte er auch heute noch als unfehlbar. Aber ist das die zentrale Frage? Nein, diese Frage lautet nämlich nach wie vor: «Wann hört der Vatikan endlich damit auf, selbstherrlich Kindesmißbrauch in den eigenen Reihen zu protegieren?»

Unter Berücksichtigung und Einbeziehung aller hier von uns vorgetragenden Fakten, können wir nicht anders als zum Ergebnis zu kommen, daß es sich beim «Wunder von Saragossa» um einen ziemlich starken Gottesbeweis handelt, der selbst den u.E. bisher stärksten seiner Art, nämlich «Credo quia absurdum», weit in den Schatten stellt. Oder war es «Cogito ergo sum»? Well, whatever.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Energetic Jesus

24 Dec

Habe heute eine interessante Kreuzigungsgeschichte erzählt bekommen: In irgendeiner Königsberger Kirche (der Namen des Gotteshauses konnte mir vom Erzähler nicht genannt werden) hängt ein Kruzifix, für dessen realistisches Vorbild ein preußischer Künstler (sein Name ebenfalls unbekannt; möglicherweise jedoch Johannes Heesters) eigens den Verlobten seiner Tochter gekreuzigt und besagtes Kruzifix in einer einzigen Nacht angefertigt haben soll. Am nächsten Tag sei der Verlobte an den Folgen der Kreuzigung verstorben, worauf sich die Tochter des Künstlers bedauerlicherweise das Leben nahm. Die Arbeit hingegen (gemeint ist das Kruzifix) soll von «eindringlicher Dichte und menschlicher Frische» zeugen.

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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Spiritual Electricity

11 Aug

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Anfang und Ende (I)

25 Aug

Mutter steht in der Küche am Backofen und klappt die Ofentür auf. Ihr Sohn steht daneben und blickt gespannt auf das Ergebnis der mütterlichen Koch- und Backkünste. Wir sehen einen Kuchen, der wie ein Hühnchenkuchen aussieht.

Sohn
Was ist das denn?

Mutter
Das ist ein Hühnchenkuchen, mein Sohn!

Sohn
Hä?

Der Sohn schaut ob der irritierenden Antwort irritiert; beschließt jedoch sich weiterhin konsequent mit Wissen zu betanken.

Sohn
Und das?

Mutter
Das ist ein Käsebraten.

Sohn
Mutter, warum kochest und backest Du solch’ absonderliches Zeug?

Mutter
(aus den Tiefen der Speisekammer)
Zeus? Dein Vater?

Sohn
Nein, ZEUG! Nicht mein Vater!

Mutter
(abermals aus den Tiefen der Speisekammer)
Und? Worum geht es jetzt?

Sohn
Ich möchte von Dir wissen, warum Du so seltsame Sachen zubereitest. Ich habe es in der Schule eh schon schwer genug, weißt Du? Da könnte ich ein bißchen emotionale Planungssicherheit gut gebrauchen!

Mutter
(wieder hinterm Herd)
Das verstehe ja einerseits wer will; andererseits ich ganz gut, aber Dir diese Frage wahrheitsgemäß zu beantworten, hieße, Dir den Sinn des Lebens erklären zu können!

Sohn
Und das kannst Du nicht?

Mutter
Jenachdem…

Sohn
Aber eigentlich brauchst Du das auch nicht zu können, denn wir hatten das Thema heute in der Schule!

Mutter
Und?

Sohn
(zuckt mit den Achseln)

Mutter
Weißt Du, die meisten Lehrkräfte werden mit der Zeit sonderbar. Das war schon zu meiner Zeit so. Da kann man nichts machen.

Schnitt zum französischen Spezial-Philosophen Jean-Jacques Rousseau, dem – genüßlich im Liegestuhl liegend – ein sabberndes Nilkrokodil die Fußsohlen abschlabbert.

Jean-Jacques Rousseau
Guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich heiße Jean-Jacques Rousseau und habe mir zu meinen Lebzeiten ziemlich intensiv den Kopf darüber zerbrochen, ob der Mensch allein, salopp gesagt, durch seine genetische Zusammensetzung; oder dann doch mehr durch seine ihn umgebende Umwelt charakterlich geprägt wird. Es versteht sich beinahe von selbst, daß ich beim Nachdenken ziemlich viel Ruhe benötigte und deshalb dafür Sorge trug, daß meine von mir höchstpersönlich gezeugten 12 unehelichen Kinder – oder waren es 13? Oder gar 14? – sämtlichst im Waisenhaus aufwachsen mußten, denn schließlich bin bzw. war ja auch ich ein Kind&Opfer meiner Zeit und mich zugleich umgebenden Umwelt, und kann deshalb für mein Verhalten nur bedingt, oder, weil ich mir ja schon seit geraumer Zeit die Radieschen von unten betrachte, gar nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden; und sofern ich es mir genau überlege…

Das Nilkrokodil beißt ihm kommentarlos einen Fuß ab.
Schnitt zurück zu:

Mutter
Hast Du Schularbeiten auf?

Sohn
Wie ich bereits kürzlich versuchte, Dir
schonend und möglichst in einem
übergeordneten Zusammenhang
eingefaßt beizubringen, daß ich
derzeit lehrerlos vor mich hin
vagabundierend, jeglicher
Lebensvision beraubt, einem
herrenlos havarierendem Schiff
auf offener See in nichts
nachstehend…

Mutter
Oh Gott, das hat man nun von
seiner Gutmütigkeit…

Sohn
Gott” ist ein ganz interessantes Thema, denn: Wo steckt eigentlich mein Erzeusser zur Zeit?

Mutter (scharf)
…also nicht?

Sohn
Ähm, nein!

Mutter
Siehste, da hastes!

Schnitt zu Goethe, der sterbend die letzten Momente seines irdischen Daseins in seinem Ohrensessel verbringt; seine berühmten letzten Worte „Mehr Licht“ stammelt.

Schnitt zurück zu:

Mutter
Aberhallo!

Sohn
Was macht eigentlich so ein Hühnchen,
wenn es mal keine Eier legen darf?

Mutter
Hühner dürfen immer Eier legen.
Immer! Verstehst Du? Immer!

Sohn
So meine ich das ja auch nicht. Aber angenommen, ein Hühnchen wird von dem erregenden Gedanken beherrscht, mit einem mehrwöchigen Eierlegeverbot belegt zu werden?

Mutter
Ja und?

Sohn
Was passiert dann mit den Eiern?

Mutter
Ach so, die werden dann liebevoll auf Parteitagen an Politiker verteilt, die sich auf besondere Weise um das Allgemeinwohl verdient gemacht haben.

Sohn
Praktisch!

Mutter
Klar!

Sohn
Wie klar?

Mutter
Glasklar!

Schnitt mitten in einen Werbespot für den Glasreiniger GLASLIFT mit Sprühsystemverschluß. Blick durch eine glasklare Scheibe. Man sieht eine riesige Müllkippe, auf der die Szenerie in realiter spielt. Die letzte Wischbewegung einer putzenden Hand ist noch zu vernehmen.

Dazu die Stimme aus dem OFF:
Sehen Sie! Staunen Sie!
Denn nun sehen Sie wieder wie glasklar!
Vorausgesetzt, daß Sie es wirklich wollen!
Der ganze Müll wie frisch geputzt!
Vorausgesetzt, Sie wollen es wirklich!

Die Scheibe geht zu Bruch.

Die Off-Stimme fährt fort:
Für eine sich selbst erklärende Wirklichkeit!
– Glaslift –
Das gepflegte Glaslifting für Ihre Scheiben!

Schnitt zu Zeus: Er trägt ein Stirnband mit der Aufschrift: „Zeus! Eine bekannte Gottheit auf Abruf!“ Er putzt andächtig und ausgiebig seine Brillengläser.

Schnitt zurück in die Küche: Mutter und Sohn sitzen im Schneidersitz bei Räucherfischstäbchen auf dem Küchenfußboden und schnitzen aus dem Käsebraten eine Pyramide. Sie sind ungemein konzentriert bei der Sache.

Sohn
Es gibt so Momente im Leben, da frage ich mich immer, was der ganze Rummel eigentlich soll.

Mutter
Ich dachte, mit dem Thema wären wir durch…

Sohn
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht!

Mutter
Das verstehe ich nicht…

Sohn
Da haben wir zur Abwechslung mal beide was gemeinsam…

Schnitt zu Zeus, der eben gerade aus dem Fenster springen will. Die Stimme seiner Frau ist von oben zu hören:

Mutter
Schatz, bringst Du bei der Gelegenheit
den Müll mit runter? Bist Du so lieb?

Schnitt: Zeus springt. Unten angekommen hört man ein dumpfes Geschepper, das auch in der Küche zu vernehmen ist.

Mutter
(zuckt bei dem Geschepper etwas zusammen)
Naja, der kommt schon wieder zurück.
Ich habe da so meine Erfahrungswerte!