Tag Archives: journalism

Edward R. Murrow

16 Oct

Click to enlarge dramatically

Photograph showing Edward R. Murrow in his office, 1957.
Source: the University of Maryland Library.
Copyright holder: United States of America

Read the full story about the fascinating man who once dragged McCarthy out of his office.

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Eight Rules for Taking Baths (May, 1931)

28 Aug

via: Modern Mechanix

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Sensitive topic. Therefore comments off.
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Lust, den nächsten «World Press Photo Award» zu gewinnen?

9 Jun

Photo by Nathan Weber

Wenn man sich in das Seelenleben eines hochnotschwanzlutschanständigen Seriösjournalisten wie beispielsweise Kai Diekmann versetzt, so vermag einen der Gedanke, die Opfer eines Krieges notfalls selbst entsprechend und mediengerecht zu inszenieren, nicht sonderlich erschrecken, denn die Vertreter dieser Kaste denken von morgens bis abends an nichts anderes, als auf dem Rücken Leidtragender ihr eigenes Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Die beiden obenstehenden Bilder erzählen die Geschichte von Fabienne Cherisma, einer 15-jährigen Haitianerin, die letztes Jahr während des Erdbebens ums Leben kam, indem sie von Polizisten erschossen wurde, die sie für eine Plünderin hielten. Sie erzählen allerdings auch die Geschichte der skrupellosen Fotografen James Oatway, Olivier Laban-Mattei, Fredric Sautereau, Lucas Oleniuk and Paul Hansen, die keine Probleme hatten, die tote Teenagerin wie ein Studiofotograf zu «inszenieren». Die Fotos dieser Session brachten ihnen inzwischen jede Menge Preise ein. Meine lieben Meerschweinchenreportleser, Sie sind herzlich eingeladen, die Liegeposition der einen Hand des Opfers sowie des Bilderrahmens auf beiden Bildern miteinander zu vergleichen. Sie wurden eindeutig zur Erzielung einer sogenannten bildsteigernden Wirkung nachträglich von der Fotografenmeute umpositioniert. Der Fotograf Nathan Weber, von dem das zweite, die Situation entlarvende, Bild stammt, beschreibt in seinem Interview, das er mit «Prison Photography» führte, sehr genau, was vor Ort geschah.

So frage ich mich mit diesem Wissen, ob das nachfolgende Bild von der südafrikanischen Fotografin Jodi Bieber nicht möglicherweise ebenfalls nachträglich «inszeniert» wurde. Hat sie ihrem Portraitopfer die Nase vorher eigenhändig abgeschnitten – oder nicht? Oder hatte sie Leute, die das für sie übernahmen? Es ist unerheblich, ob die Fotografin das Portraitbild unter lauteren oder gar unlauteren Bedingungen anfertigte. Die Tatsache, daß diese Unterstellung ob des eingangs geschilderten Geschehnisses nicht restlos auszuschließen ist, ist maßgeblich.

Und mal in aller Grundsätzlichkeit: Was soll dieser Eliteelendsfotojournalismus mit pseudohumanem Tarnanstrich, der Jahr für Jahr mit der Verleihung des World Press Photo Awards munter und tapfer aufrechterhalten wird? Es sind wohl nocht nicht genug Menschen im Dienste des «aufrichtigen und anständigen Qualitätsjournalismus» gequält und getötet worden, wie? Wi-der-lich!

Photo by Jodi Bieber |
World Press Photo of the Year: 2010

Materialien zum erweiterten Diskurs: (1) Di(e) kleine Geschichte vom großen Urknall; (2) Under Fire; (3) Medien ohne Moral, ein Buch, das auch einen Aufsatz des früheren STERN-Chefredakteurs Peter Koch beinhaltet, der sich mit der Geschichte um die Hitler-Tagebücher kritisch auseinandersetzt. Hier eine Kurzrezension des Buches von Michael Haller innerhalb eines Literaturverzeichnisses, frisch vom Portal der Uni Leipzig im praktischen PDF-Format.

via: Iconic Photos

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Sensibles Thema. Deshalb keine Kommentarmöglichkeit.
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