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Edda Moser: «Königin der Nacht»

10 Mar

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Warum wir gerade die selbst nach Jahrzehnten immer noch ungeschlagbar hervorragende Performance einer Edda Moser als Königin der Nacht in «Die Zauberflöte» von Wolfgang Amadeus Mozart mit obenstehendem Plattencover zu Johann Straussens «Die Fledermaus» in einer Interpretation von Carlos Kleiber präsentieren, wird, so haben wir es beschlossen, unser kleines assoziatives Geheimnis bleiben:

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Königin der Nacht

13 Mar

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Wenn Du in der Wanne singst, dann schwingst, Du klingst, Du versinkst im Badewasserschaum, nasser kann ein Traum nicht sein, im Badezimmerneonröhrenschein will ich Dich beschwören, betören, erhören sollst Du meine Bitte: Bitte, bitte seye meine Mitte, die Sahneschnitte meines Herzens, es lodern, leuchten, funkeln eintausend und nochmal so viele Kerzen, die meine Ängste merzen, meine Seele beizen, nicht mit Wärme geizen und reizend Dich bedrängen zu Klängen und Gesängen, die um Längen tiefer in meine Mark eindringen, als das Singen der Sirenen; gelingen wird es Schwänen sich zu reiben, Tränen zeichnen Dich und mich in ihrer ganzen Macht. Du nimmst es hin und ein Bad in Deiner Pracht:

Du bist die Königin, meine Königin der Nacht!

So zart W.A. Mozart es auch machte, brachte, die zarteste Versuchung, die er je erdachte, kreierte, um das Feuer zu entfachen, war ein Drachen, lila, der mich irritierte, Tequila soff, krepierte, ich initiierte ein Bad durchdrungen von Blut, das Lied der Nibelungen haben wir darin gesungen, es tat uns gut. Mit einem Satz: Du wurdest mein Schatz dank Badezusatz. Verwegen zieht der Glanz in Deinem Banne mich ganz in Deine Wanne. Eine heiße Kanne «Uns prangt den Morgen zu vekünden!» weckt das Kind in meinem Manne, bereit für alle Sünden. Wir scherzen, jaulen, jodeln, unsere Herzen brodeln, beim Tonleiterrodeln heiter wir touren Koloraturen munter rauf und munter runter in die Schnelle einer Badewasserwelle, gleich einer Forelle, die ganz für uns gemacht – was haben wir gelacht:

Du bist die Königin, meine Königin der Nacht!

Gestrandet und gelandet vor Deinen Füßen und auf blanken Kacheln, meine Reime grüßen Dich mit ihren kranken Stacheln. Sie dringen ein in Dein Sein und treiben Dich zum Singen, Deine Schwingen das Ende meiner Odyssee festlegen, mich soeben gegen Dein Felsenriff bewegen. Verlegen verweilen wir bisweilen bei endlos langen Zeilen, an denen wir feilen, sie heilen die Schmerzen von tausend und nochmal so vielen Kerzen. Ihr Licht entfacht mit viel Bedacht Deine ganze Pracht:

Du bist die Königin, meine Königin der Nacht!

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