Tag Archives: Kosmos

NASA | Cassini: «Und wenn der weiten Welten Ausgangstür versperrt …»

29 Dec

Saturn’s Shadow
Click to enlarge spacecakedly

About this photograph NASA writes on its website: «With giant Saturn hanging in the blackness and sheltering Cassini from the sun’s blinding glare, the spacecraft viewed the rings as never before, revealing previously unknown faint rings and even glimpsing its home world.

This marvelous panoramic view was created by combining a total of 165 images taken by the Cassini wide-angle camera over nearly three hours on Sept. 15, 2006. The full mosaic consists of three rows of nine wide-angle camera footprints; only a portion of the full mosaic is shown here. Color in the view was created by digitally compositing ultraviolet, infrared and clear filter images and was then adjusted to resemble natural color.

The mosaic images were acquired as the spacecraft drifted in the darkness of Saturn’s shadow for about 12 hours, allowing a multitude of unique observations of the microscopic particles that compose Saturn’s faint rings.»

***

Nacht
Johann Wolfgang von Goethe
Faust – Der Tragödie erster Teil

Wie alles sich zum Ganzen webt,

Eins in dem andern wirkt und lebt!

Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen

Und sich die goldnen Eier kraulen,
auf daß zur Feier nun sie kreischen,
jaulen, jodeln, fünf Minuten noch im Wasser brodeln
bis sie aufgespreizt den Tisch bereichern!

Mit segenduftenden Schwingen

Vom Himmel durch die Erde dringen,

Harmonisch all das All durchklingen!
Welch Schauspiel! Aber ach! ein Schauspiel nur!

Wo faß ich dich, unendliche Natur?

Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens,

An denen Himmel und auch Erde kleben, hängen,

Dahin sich welke Brüste drängen, oh, sie schweben –

Ihr quellt, ihr tränkt, und schmacht ich so vergebens?

 

Saturn Rings
Click to enlarge spacecakedly

 

Die Freundschaft
Friedrich von Schiller

Stünd im All der Schöpfung ich alleine,
Seelen träumt’ ich in die Felsensteine
Und umarmend küsst’ ich sie –
Die Beine der Freuden, die ich einst entlieh.
Meine Klagen stöhnt’ ich in die Lüfte,
Freute mich, antworteten die Klüfte,
Tor genug! der süßen Sympathie,
Die mir, mit Hoffnungen garniert, entgegenschrie.

 

Saturn Moons Prometheus and Daphnis
Click to enlarge spacecakedly

 

Der Spaziergang
Friedrich Hölderlin

Die ferne Landschaft, die ich gerne
Besuch’ in Witterung mild:
Die Gottheit freundlich geleitet
Und erstlich mit Blau,
Trag’ ich persönlich sein herrliches Schild.
Hernach mit Wolken bereitet,
Gebildet wölbig und grau,
Mit sengenden Blitzen und Rollen,
Mit pengenden Witzen und Grollen,
Wardst Du, oh Saturn, meine liebende Frau.

 

Saturn Moons Enceladus and Janus
Click to enlarge spacecakedly

 

Frohes Feucht
Casanova

Wenn Nacht es wird,
dann herzt der Wirt
beschmerzt die Damenwelt,
denn Dramen kosten Geld.

 

Saturn Moon Dione
Click to enlarge spacecakedly

 

Du mußt das Leben nicht verstehen
Rainer Maria Rilke

Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.

Und laß dir jeden Tag geschehen

so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen

sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,

das kommt dem Kind nicht in den Sinn.

Es löst sie leise aus den Haaren,

drin sie so gern gefangen waren,

und hält den lieben jungen Jahren

nach neuen seine Hände hin.

 

Saturn Moons Mimas and Pandora
Click to enlarge spacecakedly

 

Raumschwindelgefühl
Christian Morgenstern

Euch engen Berge ein –
Mir zeigt ihr scharfer Saum
Nur um so grausiger
Den grenzenlosen Raum.
Wie einer Schleuder Kelch
Durch flugbereiten Stein,
So weiht mich das Geschoß
der befreiten Eichel ein.

 

Saturn Moon Janus
Click to enlarge spacecakedly

 

Wem Gott will rechte Gunst erweisen
Joseph von Eichendorff

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt,
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.

(…)

Den lieben Gott laß’ ich nun walten,

Im Bächlein auch ein Hündchen bellt,

Und für unser frohes Geldscheinfalten

Hat er uns dieses Sofa hingestellt.

 

Saturn Moons Pia and Modest
Click to enlarge spacecakedly

 

***

via: We Waste Time.

***
Kommentarfunktion deaktiviert.
***

Der Garten der kosmischen Spekulation

11 Jul

Picture uploaded on May 11, 2008 by Paulus Maximus!

————————

Forscher stehen vor einem fast unlösbar erscheinendem Rätsel: Warum heißt Der Garten der kosmischen SpekulationGarden of Cosmic Speculation“? Wurde vielleicht Prof. Heinz Haber-Laber-Lesch hier geboren? Oder nur im Intimbereich geschoren? Mit viel zu großen Ohren? Vorstellbar wäre das natürlich.

Der Garten wurde in den Jahren 1989-2007 von Charles Jencks gebaut und ist der Öffentlichkeit nur an einem einzigen Tag im Jahr zugänglich. Die hierbei sorgfältig eingesammelten Eintrittsgelder kommen den Maggie-Zentren zu Gute, die sich der Krebsbekämpfung verschrieben haben.

Der Garten der kosmischen Spekulation befaßt sich mit schwarzen Löchern, heimatlosen Kampfsternhennen sowie sogenannten fractals, ein von Benoît Mandelbrot im Jahre 1975 geprägter Begriff, als er sich im Begriff befand, sich eine schöne, dicke und brauchbar große Nutella-Toastbrotscheibe nicht nur leicht schmatzend einzuverleiben, sondern sie dabei gleichzeitig durch eine leere Bierflasche zu betrachten, die ihm tags zuvor noch reichlich Kopfzerbrechen bereitete.

Wie wir jedoch alle wissen, so wurden die meisten mathematischen Problemstellungen von unseren Geniehirnen auf solche und andere eher banal wirkende Weisen gelöst. Grund genug, alles daran zu setzen, den Garten der kosmischen Spekulation einfach mal persönlich aufzusuchen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

In other words: The Garden of Cosmic Speculation is at Portrack House, near Dumfries in South West Scotland. So, what are you waiting for?

And by the milky way: many and much more photographs are waiting to be seen here (via): Big Picture’s posterous

————————

WWF – Luft. Die beste Verpackung der Welt.

31 Jan

(Click to enlarge)

Der Job ist schon ein bißchen her…

Marsianer für bessere Verzehrbarkeit des Menschen!

1 Apr

hungrige marsianer

Die Bewohner des Roten Planeten sehen uns vermehrt als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel an. In akribischen Feldstudien testen sie (hier im Bild) den Geschmack sowie diverse Zubereitungsmöglichkeiten der Erdlinge zunächst an sich selbst, denn die lange Reise zum blauen Planeten ist auch für Marsianer beschwerlich und mit Risiken verbunden. Foto: enjoyable photography for bears

London – Wie Prof. Paul Wanderly von der “London University of Intergalactic Science” (LUIS) gestern erklärte, führten intensive Forschungsarbeiten im Bereich “Die außerirdische Nahrungskette und der Homo Sapiens Sapiens” zu einer unerwarteten Erkenntnis: Der Marsmensch lebt, er reist vorzugsweise in einer selbstgebauten Space Shuttle mit leuchtenden Seitenstreifen; und er trachtet uns nach dem Leben, genauer: Die Populationsdichte unter den Marsianern steigt dramatisch an, und auch wenn sie uns bisher nur in friedlicher Absicht besucht haben, so geht die Tendenz doch eindeutig dahin, uns vermehrt als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel zu erachten. “Eigentlich ist die Sachlage ganz einfach” diktierte der abgebrühte Naturwissenschaftler den verdutzten Vertretern der Weltpresse humorvoll den hochkomplexen Sachverhalt ins Heft, und ergänzte: “Wir müssen lernen, umzudenken; das Leben in unserer Biosphäre und in vollen Zügen zu genießen, so lange es noch andauert, denn schon morgen kann es mit uns zu Ende sein!”

Was sich wie ein schlechter Witz anhört, ist jedoch unangenehm billige Realität. Wie die Abhörprotokolle des britischen Geheimdienstes MI6, der seit Jahren die Inhalte außerirdischer Telefongespräche sorgfältig mitschneidet, eindeutig beweisen, stecken die Marsianer hinter der Herstellung unseres großen Friede-Freude-Eierkuchen-Merkels. Dazu Prof. Paul Wanderly: “Das haben sie sehr geschickt eingefädelt, denn: je weniger sich der Mensch aufregt, desto weniger Stresshormone werden in die Blutbahn ausgeschüttet, desto genießbarer sind wir Erdenbewohner aus der Sicht der Außerirdischen.”

Prof. Paul Wanderly meint außerdem den außerirdischen Konversationen entnommen zu haben, daß das Gebiet der Bundesrepublik zunächst eine Art Testareal sei, weil die Ansichten über den Verzehr von Menschlingen unter den Marsianern durchaus geteilter Natur seien. So gäbe es zwar einige besonders hungrige Hardliner, die uns am liebsten umgehend einsammeln und für die Nahrungsaufnahme vorbereiten möchten, aber die Gruppe der Gemäßigten ist derzeit in der Überzahl, so daß bisher nur vereinzelte Verluste unter der menschlichen Bevölkerung zu beklagen waren.

Gehört man jedoch zur Gruppe der spontan Auserwählten, und wird auf dem nächtlichen Heimweg unerwartet von einigen grünen Männchen angefummelt und um Vorlage eines gültigen Personalausweises gebeten, so ist es in der Regel bereits zu spät. Prof. Paul Wanderly: “Das ist dann bedauerlich, aber so ist es eben.” Lediglich die Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen haben gut lachen: Durch die vielen exzessiv genossenen CS-Gas-Duschen an Freilichtetablissements – in Brockdorf oder an der Startbahn West – kommen sie aus Sicht der Marsianer Zeit ihres Lebens für einen Verzehr nicht mehr in Frage.

Gerüchte, die besagen, die Grünen seien die Vertreter der marsianischen Erd-Dependance, weil sie sich ihrerseits gegen Streßhormone im Schweinefleisch aussprechen, haben sich derzeit nicht bestätigt, wobei sich Claudia Roth mit ihrem allgemeinen Erscheinungsbild nebst Verbreitung wirren Gedankenguts alle Mühe gibt, diesem Gerücht nachhaltig neue Nahrung zu bieten.

Mit dem Textool von Sensation.Tagesspiegel.de geschrieben und im letzten Jahr hier veröffentlicht.

—————————————————————————————-

Apropos Marsianer: die neue Titanic-Ausgabe ist da!

neue Titanic ist da